13 Tote CIA-Agenten bei US-Einsatz in der Ukraine

Die Ukraine-Reise US-amerikanischer "Akademiker"

STIMME RUSSLANDS Laut Informationen der „Bild am Sonntag“ nehmen Söldner einer privaten Militärformation aus den USA an der Strafoperation bei Slawjansk teil. Ehemalige Militärs, die für eine Entlohnung Aufgaben in „neuralgischen Punkten“ erfüllen, sind Mitarbeiter der umstrittenen US-amerikanischen Sicherheitsfirma. Ihre Söldner nahmen an Militärkonflikten im Irak und in Afghanistan teil. Diese Firma hieß damals freilich Blackwater.

Die irakische Behörden erhoben in einem amerikanischen Gerichtshof eine Klage gegen sie, nachdem „wilde Gänse“ 17 friedliche Bürger erschossen. Obwohl das nicht die einzige unrümliche Episode in der Geschichte dieser Organisation war, endete alles damit, dass die Firma einfach in „Academi“ umbenannt wurde. Gerade ihre Söldner kämpfen jetzt laut Informationen der Medien gegen die Föderalisierungsanhänger im Südosten der Ukraine. Vorerst wird nicht mitgeteilt, wer diesmal konkret als Auftraggeber der „Operation Academi“ auftritt. Es ist aber bekannt, dass die „Akademiker“ gewöhnlich Aufträge von dem Außenministerium oder der CIA bekommen.

Das russische Außenministerium erklärte noch im April, dass an der Strafoperation im Südosten der Ukraine „rund 150 amerikanische Fachleute“ teilnehmen. Damals handelte es sich um die Organisation Greystone. Diese Firma wurde ebenfalls auf der Basis von Blackwater gegründet. Aber später wurde sie als eine selbständige Firma registriert. Ihre Vertreter sagen sich natürlich von „ukrainischen Verträgen“ ebenso wie der Pressedienst von Academi auf jede Art und Weise los. „Unter welchem Namen die Söldner auch auftreten, kann man ihre Präsenz in der Ukraine nun nicht mehr totschweigen“, meint der Vizepräsident des Zentrums für das Modellieren der strategischen Entwicklung, Grigorij Trofimtschuk:

„Alle sahen, in welchem Zustand Kiews Sicherheits- und Streitkräfte sind. Danach trat plötzlich eine drastische Wende ein. Die Beobachter lächelten nicht mehr über die Kaltverpflegung, mit der Amerika Jazenjuk versorgte. Damals entstanden die „Jaguar“-Einheiten. Sie wurden teilweise aus ukrainischen Bürgern gebildet, aber darin gelangten bereits Vertreter westliches paramilitärisches Strukturen. Es werden viele verschiedene Namen, darunter auch Blalckwater, genannt. Wir können nur feststellen: Das Verhalten der Streit- und Sicherheitskräfte zeugt davon, dass Armeeangehörige westlicher privater Firmen teilweise an diesen Operationen teilnehmen. Die Frage besteht darin, wann und inwieweit dieses Verhältnis geändert wird.“

Es ist klar, dass Washington nie offiziell zugeben wird, dass es Söldner in die Ukraine entsandte. Bisher gelingt es ihnen, ihre Präsenz mehr oder weniger zu tarnen. „Der Grund für eine solche Verschlossenheit ist offensichtlich“, meint der Experte für Staaten des postsowjetischen Auslandes Alexander Guschtschin:

„Wenn Landwehrleute Söldner gefangen nehmen, dann bekommt Russland einen großen Trumpf: Dann zeigen die Amerikaner, dass sie faktisch eine Seite des Konfliktes sind. Es ist eine andere Sache, dass sie sagen werden, das sei eine inoffizielle Struktur, privat geworbene Söldner, der Staat kontrolliere diese Firma nicht. Betrachtet man den Ruf dieser Organisation, wird es ein weiteres Mal beweisen, dass der Westen und in erster Linie die Amerikaner eine Seite des Konfliktes sind.“

Es stellt sich heraus, dass der Westen über die Präsenz amerikanischer Söldner im Südosten der Ukraine gut informiert ist. Darüber setzte der BND die deutsche Regierung noch am 29. April in Kenntnis. Auch hatten europäische Medien früher mitgeteilt, dass sich die USA weigerten, die Leichen von 13 CIA-Militäragenten aus der Ukraine abzutransportieren. Die Agenten kamen ums Leben, als ihr Hubschrauber von der Landwehr bei Slawjansk abgeschossen wurde.

Die Tatsache, dass Academi eine US-amerikanische Firma ist, bedeutet übrigens nicht, dass nur US-Bürger dafür arbeiten. Die Söldner werden in der ganzen Welt, darunter auch in der Ukraine angeheuert.

 

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