19 Tage Rückschau auf den Ukraine-Konflikt inkl. UN- & OSZE-Berichte

Stadtrat: Vier Einwohner von Donezk bei Beschuss am Montag getötet

Stadtrat: Vier Einwohner von Donezk bei Beschuss am Montag getötet

STIMME RUSSLANDS Vier zivile Einwohner von Donezk sind am Montag bei einem Beschuss der Stadt ums Leben gekommen, wie auf der Webseite des Donezker Stadtrates am Dienstag mitgeteilt wird.

In einem neunstöckigen Wohnhaus lösten einschlagende Geschosse mehrere Brände aus.

„Am Dienstag morgen war die Situation in der Stadt stabil angespannt“, teilte der Stadtrat mit.

Zuvor hatte die Volkswehr den Tod von zwei zivilen Einwohnern und eines Milizen in der Ostukraine an einem Tag mitgeteilt. Das Pressezentrum der Kiewer Armee gab den Tod eines ukrainischen Soldaten bekannt.

Drei Zivilisten bei Beschuss von Donezk am Mittwoch getötet

Drei Zivilisten bei Beschuss von Donezk tot

STIMME RUSSLANDS Mindestens drei Zivilisten sind bei einem Beschuss der Stadt Donezk durch ukrainische Sicherheitskräfte am Mittwochabend ums Leben gekommen und 17 weitere verletzt worden. Das wurde im lokalen Innenministerium mitgeteilt.

Einem Feuerüberfall wurde der Stadtbezirk Kuibyschewski ausgesetzt. Granaten trafen mehrstöckige Wohnhäuser, einen Supermarkt, ein Restaurant sowie einen Sportklub.

Auch die vergangene Nacht verlief im Donbass nicht ruhig. Erneut wurden massierte Beschüsse von Wohnvierteln und Infrastrukturobjekten in verschiedenen Ortschaften fixiert. Insbesondere hatten ukrainische Militärs in der „Volksrepublik Lugansk“ die Siedlungen Gorodischtsche und Werguljowka als ihr Ziel ausgesucht.

Ukrainische Militärs bleiben im Flughafen von Donezk

Ukrainische Militärs bleiben im Flughafen von Donezk

STIMME RUSSLANDS Eine kleinere Gruppe ukrainischer Militärs ist im Flughafen von Donezk eingesperrt und will sich nicht ergeben, während fast das ganze Gelände von der Volkswehr kontrolliert wird, sagte der Premierminister der selbsterklärten „Volksrepublik Donezk“ Alexander Sachartschenko.

Zugleich beschießen ukrainische Regierungskräfte den Flughafen und anliegende Stadtviertel. Seit dem 1. Oktober kamen bei Angriffen auf Donezk 26 Menschen ums Leben, etwa 60 wurden verletzt.

Donezk wirft ukrainischer Armee absichtliche Zerstörung von Flughafen vor

Donezk wirft ukrainischer Armee absichtliche Zerstörung von Flughafen vor

STIMME RUSSLANDS Die Kiewer Armee zerstört absichtlich den Flughafen von Donezk im Osten der Ukraine. Das sagte Wladimir Kononow, Verteidigungsminister der nicht anerkannten Volksrepublik Donezk, am Samstag auf einer Pressekonferenz.

„Sie (Ukrainer) machen den Flughafen einfach dem Erdboden gleich. Ähnlich gingen sie auch in Lugansk vor. Sie zerstören absichtlich unsere Infrastruktur – Schulen, Umspannwerke, Wasserleitungen“, sagte Kononow.

Auf dem Gelände des Donezker Flughafens, der jetzt weitgehend von der Volkswehr kontrolliert werde, habe sich ein Haufen Nationalgardisten verschanzt. „Sie verstecken sich in Kellerräumen und weigern sich aufzugeben. Die ukrainische Armee zieht immer mehr Kräfte zum Flughafen zusammen. In der Nacht wurde ein Durchbruch von zehn Panzern auf das Flughafengelände versucht, der aber verhindert werden konnte“, sagte der Minister.

55 Tote in Ostukraine binnen einer Woche

55 Tote in Ostukraine binnen einer Woche

STIMME RUSSLANDS Im Ukraine-Konflikt sind innerhalb einer Woche im Osten des Landes 55 Menschen ums Leben gekommen.

425 seien verletzt worden, hieß es in einem am Freitag in Genf veröffentlichten UN-Bericht.

Ukrainische Regierungsarmee zieht Truppen bei Slawjansk zusammen

Ukrainische Regierungsarmee zieht Truppen bei Slawjansk zusammen

STIMME RUSSLANDS Im Raum von Wolochowo, Debalzewo und Slawjansk konzentrieren sich ernst zu nehmende Kräfte der ukrainischen Regierungstruppen. Das teilte der Premierminister der „Volksrepublik Donezk“, Alexander Sachartschenko, mit.

Seinen Worten zufolge, haben ukrainische Sicherheitskräfte ungeachtet des von Kiew zuvor verkündeten Waffenruhe Wohnblöcke in einer Reihe von Ortschaften zur Stationierung von Mehrfachraketenwerfern genutzt, mit denen Donezk beschossen wird.

Sachartschenko teilte mit, dass die Stadt in der letzten Zeit aus den Ortschaften Awdejewka und Peski beschossen wurde.

„Waffenruhe“ in Donezk: Zivilisten sterben weiter

„Waffenruhe“ in Donezk: Zivilisten sterben weiter

STIMME RUSSLANDS Mindestens vier Zivilisten sind am Samstag im ostukrainischen Donezk nach Angaben der Stadtleitung bei Artilleriebeschuss getötet worden, elf weitere haben Verletzungen erlitten.

Durch den Beschuss seien fünf Wohnhäuser vollständig zerstört und sieben weitere beschädigt worden, teilte die Stadtleitung am Sonntag mit. Die Nacht sei relativ ruhig verlaufen. Am Sonntagmorgen berichteten Augenzeugen erneut von Salven in mehreren Stadtteilen.

Attentat auf Ex-„Volksgouverneur“ von Donezk verübt

Attentat auf Ex-„Volksgouverneur“ von Donezk verübt

STIMME RUSSLANDS Der frühere „Volksgouverneur“ von Donezk, Pawel Gubarjew, ist im schweren Zustand in ein Krankenhaus von Rostow am Don eingeliefert worden. Auf ihn wurde ein Attentat verübt.

Der Vorfall ereignete sich auf dem von der „Volksrepublik Donezk“ kontrollierten Gelände. Der Leiter der sozialpolitischen Bewegung „Noworossija“ war aus dem Gebiet Rostow unterwegs, als Unbekannte aus einem Auto das Feuer gegen ihn eröffneten. Dabei kam das Auto von Gubarjew vom Weg ab und fuhr gegen einen Baum. Seine Begleitung kam nicht zu Schaden.

Donezker Volkswehr: Sieben Zivilisten bei Beschuss in der Nacht getötet

Donezker Volkswehr: Sieben Zivilisten bei Beschuss in der Nacht getötet

STIMME RUSSLANDS Bei einem Beschuss in der Nacht zum Dienstag sind in Donezk sieben Menschen getötet und mehr als 30 verletzt worden, wie der Stab der selbsterklärten „Volksrepublik Donezk“ (VRD) am Dienstag mitteilte. „Insgesamt wurde die Feuereinstellung durch ukrainische Truppen am vergangenen Tag mehr als 45 Mal verletzt“, so der Volkswehr-Stab.

Am Samstag hatte der VRD-Premier Alexander Sachartschenko die Einführung des „Regimes der Ruhe“ in der Region Donbass im Südosten der Ukraine bekannt gegeben. Nach fünf Tagen Ruhe soll mit dem Abzug von Artillerie und schwerer Technik begonnen werden, hieß es.

Zuvor hatte der ukrainische Präsident Pjotr Poroschenko angekündigt, dass er damit rechne, bereits in den nächsten Tagen eine vollständige Feuereinstellung in der Regon Donbass zu erzielen, wonach mit der Schaffung einer Pufferzone begonnen werde.

Städte in Donbass erneut unter Artilleriebeschuss – mehrere Tote

Städte in Donbass erneut unter Artilleriebeschuss – mehrere Tote

STIMME RUSSLANDS Vier zivile Einwohner des Gebiets Donezk sind bei Artilleriebeschuss in der Nacht zum Mittwoch und am Mittwochmorgen getötet worden. Wie der Volkswehrstab der nicht anerkannten Volksrepublik Donezk gegenüber RIA Novosti mitteilte, wurden weitere 23 Zivilisten und sieben Volkswehrleute verletzt.

Den Artillerieschlägen waren Donezk, Gorlowka, Jenakijewo, der Kreis Schachtjorski und ein Vorort von Nowoasowsk ausgesetzt.

Die Siedlungen Talakowka, Sartana und Kalinowka bei Mariupol wurden am Dienstagabend aus Mehrfachraketenwerfern beschossen. Es wurden zwei Wohnhäuser und zwei Wirtschaftsgebäude zerstört. Ein Mensch kam ums Leben und weitere drei erlitten Verletzungen.

Nachts wurden aus Granatwerfern und aus einem Mehrfachraketenwerfer des Typs Grad Randgebiete von Gorlowka beschossen. Zwei zivile Einwohner wurden dabei getötet und weitere fünf verletzt, hieß es.

Donezker Volkswehr: Sieben Tote am Samstag in Donbass

Donezker Volkswehr: Sieben Tote am Samstag in Donbass

STIMME RUSSLANDS Fünf Volkswehr-Milizen und zwei Zivilisten sind am Samstag  bei einem Beschuss in der ostukrainischen Region Donbass ums Leben gekommen, teilte Eduard Bassurin, Vizechef der Donezker-Volksmilizen, am Sonntag RIA Novosti mit.

Wie er mitteilte, dauert der Beschuss im Raum des Donezker Flughafens sowie im Raum der Siedlung Nikischino und vor der Stadt Dokutschajewsk südlich von Donezk an.

Volkswehr-Stab: Acht Zivilisten und vier Milizen in Donbass an einem Tag getötet

Volkswehr-Stab: Acht Zivilisten und vier Milizen in Donbass an einem Tag getötet

STIMME RUSSLANDS Bei Kämpfen im Südosten der Ukraine sind an einem Tag vier Volkswehr-Milizen und acht zivile Einwohner getötet worden, wie der Stab der selbsterklärten „Volksrepublik Donezk“ (VRD) Journalisten mitteilte.

„Die Verluste der Milizen in Noworossija (Neurussland) betrugen an einem Tag vier Tote und elf Verletzte. Es wurden auch acht Zivilisten getötet und weitere fünf verletzt“, hieß es.

Der Volkswehr zufolge hat das ukrainische Militär an dem einen Tag mindestens 25-mal gegen die Waffenruhe verstoßen.

Beschossen worden seien einige Wohnviertel von Donezk sowie die Eisenbahnstation Bairatschki. Bei einem Überfall auf die Ortschaft Smeloje seien Panzer und Schützenpanzerwagen eingesetzt worden.

Drei Tote bei Schießerei im Donbass

Trotz Waffenruhe: Drei Tote bei Schießerei im Donbass

STIMME RUSSLANDS Mindestens drei Menschen sind im Donbass bei einem Angriff des ukrainischen Militärs ums Leben gekommen, sechs wurden verletzt, teilen Vertreter der „Volksrepublik Donezk“ mit.

OSZE: Ukrainisches Militär hauptsächlich für Verletzung der Waffenruhe verantwortlich

OSZE: Ukrainisches Militär hauptsächlich für Verletzung der Waffenruhe verantwortlich

STIMME RUSSLANDS Die Waffenruhe in der Ostukraine wird nach Angaben der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hauptsächlich vom ukrainischen Militär verletzt.

Zu diesem Schluss kam die OSZE nach einem Treffen mit Vertretern des Gemeinsamen Kontroll- und Koordinierungszentrums, dem russische und ukrainische Soldaten sowie Vertreter der von Kiew abtrünnigen „Volksrepubliken“ Donezk und Lugansk (DVR bzw. LVR) angehören. „Vertreter des Gemeinsamen Kontroll- und Koordinierungszentrums haben 75 Verstöße gegen die Waffenruhe gemeldet“, teilte die OSZE-Mission in der Ukraine in ihrem Bericht vom 20. Oktober mit. „15 Verstöße konnten nachgewiesen werden. Die DVR und LVR sind für zwei von ihnen verantwortlich, das ukrainische Militär für 13“.

Das Gemeinsame Kontroll- und Koordinierungszentrum der OSZE, der Ukraine, Russlands und der abtrünnigen Regionen war ins Leben gerufen worden, um die Beendigung der Kämpfe im Osten der Ukraine zu koordinieren.

Die Gefechte zwischen Militär und bewaffneten Regierungsgegnern in der Ost-Ukraine hatten im April begonnen: Die ukrainische Übergangsregierung hatte Panzer, Kampfjets und Artillerie gegen die östlichen Industriegebiete Donezk und Lugansk geschickt, weil diese den nationalistisch geprägten Februar-Umsturz nicht anerkannt und „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten.

Am 5. September einigten sich die ukrainische Regierung und die Führungen der abtrünnigen Regionen unter Vermittlung Russlands auf einen Waffenstillstand, Gefangenenaustausch und weitere Schritte zu einer friedlichen Konfliktlösung. In den Folgewochen wurden die Kämpfe an den meisten Frontabschnitten eingestellt. Dennoch kommt es immer wieder zu Gefechten. Insbesondere der Flughafen der Industriemetropole Donezk ist hart umkämpft. Laut Uno-Angaben vom 15. Oktober beläuft sich die Opferzahl im Konflikt in der Südukraine auf mehr als 3.700 Toten und über 9.000 Verletzten.

Ostukraine: Volkswehr will Donbass-Teile bis Ende November befreien

Ostukraine: Volkswehr will Donbass-Teile bis Ende November befreien

STIMME RUSSLANDS Die Volksmilizen in der Ostukraine werden die Siedlung Jelenowka des Kreises Wolnowacha im Gebiet Donezk bereits gegen Ende November befreien. Das erklärte der Premier der selbsternannten „Volksrepublik Donezk“ (VRD), Alexander Sachartschenko, am Donnerstag im Ersten Fernsehsender der „Republik“.

„Das ist unser Boden, unsere Stadt. Ich hoffe, dass Sie bis Ende kommenden Monats auf Ihrem historischen Boden ansässig sein werden – auf dem Boden des Donbass, der ‚Volksrepublik Donezk‘, sagte Sachartschenko in Beantwortung der Frage einer TV-Zuschauerin, wann die VRD Wolnowacha unter ihre Kontrolle bringt.

„Ich bin nach wie vor der Ansicht, dass dieses Gebiet zur VRD gehört. Und wir werden uns gezwungen sehen, dieses Gelände zurückzuholen, ob mit militärischen oder friedlichen politischen Methoden. Natürlich möchten wir das Gebiet blutlos zurückholen. Aber man weiß nicht, wie es passieren wird“, sagte der Premier.

Rund sieben Wochen nach Beginn der Waffenruhe in der Ostukraine zeigt sich die VRD-Führung enttäuscht und schließt eine Wiederaufnahme schwerer Kämpfe gegen das Kiewer Militär nicht aus. Sachartschenko hatte zuvor am Donnerstag die Absicht bekundet, drei Großstädte im Gebiet Donezk einzunehmen.

„Es wird noch sehr schwere Gefechte geben“, sagte Sachartschenko in Donezk. „Wir werden Slawjansk, Kramatorsk und Mariupol einnehmen. Es gelingt leider nicht, die Verhandlungen in friedliche Bahnen zu lenken.“ Laut dem VRD-Premier hielten bis zuletzt nur die Milizen die Waffenruhe ein. „Vorgestern haben wir damit begonnen, das Feuer zu erwidern“, sagte Sachartschenko.

Ostukraine: Rund 1.500 Wohnhäuser in Donezk durch Artillerie beschädigt

Ostukraine: Rund 1.500 Wohnhäuser in Donezk durch Artillerie beschädigt

STIMME RUSSLANDS Bei Angriffen der ukrainischen Artillerie auf Donezk im Osten des Landes sind in der Millionenstadt bislang etwa 1.575 Häuser beschädigt worden. Das teilte der Chef des Departements Kommunalwirtschaft im Donezker Stadtrat, Valeri Litwinow, am Dienstag mit.

„Bei 638 davon handelt es sich um kommunale Wohnhäuser, hauptsächlich mehrstöckige. Der Rest sind private Häuser“, sagte er. Zudem wurde die Infrastruktur der Stadt weitgehend zerstört.

Der Beschuss von Donezk hört auch nach der Erlangung einer Waffenruhe am 5. September nicht auf. Erst am Vortag sollen Augenzeugenberichten zufolge einige ballistische Raketen in der Stadt eingeschlagen sein. Ein Geschoss traf eine Chemiefabrik. Durch die Wucht der Explosion wurden Fenster in einem Radius von bis zu elf Kilometern eingedrückt.

Donezk schätzt Kriegsschäden in Donbass-Region auf eine Milliarde US-Dollar

Donezk schätzt Kriegsschäden in Donbass-Region auf eine Milliarde US-Dollar

STIMME RUSSLANDS Der sechsmonatige Krieg der Kiewer Armee im Osten der Ukraine hat der Donbass-Region einen Schaden von mindestens einer Milliarde US-Dollar zugefügt. Das teilte der Regierungschef der nicht anerkannten „Volksrepublik Donezk“ in der Ostukraine, Alexander Sachartschenko, am Mittwoch mit.

„Die genaue Zahl ist noch schwer zu bestimmen, beträgt aber nicht weniger als eine Milliarde Dollar“, sagte Sachartschenko auf einer Pressekonferenz in Donezk.

Zuvor hatte der ukrainische Vizeregierungschef Wladimir Groisman mitgeteilt, dass für die Wiederaufbauarbeiten in der Donbass-Region, deren Infrastruktur fast völlig zerstört ist, rund 11,8 Milliarden Griwna (0,911 Milliarden Dollar) erforderlich sein werden.

UN-Bericht zur Ukraine veröffentlicht – kein Wort über Massengräber oder Organraub

UN-Bericht zur Ukraine veröffentlicht – kein Wort über Massengräber bei Donezk

STIMME RUSSLANDS Die Massengräber im Gebiet Donezk in der Ostukraine sind im UN-Bericht zu den Menschenrechten in der Ukraine nicht erwähnt worden, melden russische Medien.

Zuvor hate der Sprecher des UN-Generalsekretärs, Stephane Dujarric, versprochen, dass die Organisation diese Frage anschneiden wird. Der Bericht soll am Mittwoch veröffentlicht werden.

Das Massengrab wurde am 23. September im Gebiet Donezk von der Volkswehr entdeckt. Durch eine Expertise ließ sich feststellen, dass die Menschen durch Kopfschüsse aus der Nähe getötet wurden.

immerhin gesteht die UNO ein: Ukrainische Soldaten verletzen weiterhin Menschenrechte

Ukrainische Soldaten verletzen weiterhin Menschenrechte – Uno

STIMME RUSSLANDS Die ukrainische Armee verstößt weiterhin gegen die Menschenrechte, heißt es in einem Bericht der Beobachtungsmission des Hohen UN-Kommissars für Menschenrechte.

Dies ist bereits der sechste Bericht, er umfasst die Lage um die Ukraine vom 18. August bis 16. September.

Besondere Besorgnis rufen bei den Vertretern der UN-Beobachtungsmission Mitteilungen über vermisste Menschen, Morde, Raub und unbegründete Festnahmen seitens des Militärs hervor.

225.000 Ukrainer haben Asyl oder Flüchtlingsstatus in Russland beantragt

225.000 Ukrainer haben Asyl oder Flüchtlingsstatus in Russland beantragt

STIMME RUSSLANDS Laut dem Föderalen Migrationsdienst Russlands haben in der vergangenen Woche rund 3.000 Bürger der Ukraine um Asyl in Russland ersucht, insgesamt haben bereits 200.000 den Flüchtlingsstatus erhalten.

Wie es am Donnerstag beim Pressedienst der Migrationsbehörde hieß, haben insgesamt mehr als 225.000 Bürger der Ukraine seit Beginn des Konfliktes im Südosten des Landes zeitweiliges Asyl oder den Flüchtlingsstatus in Russland beantragt. „Zirka 200.000 ukrainische Bürger haben bereits den Flüchtlingsstatus erhalten“, hieß es.

Darüber hinaus haben mehr als 105.000 Ukrainer einen zeitweiligen Aufenthalt in Russland beantragt. Weitere mehr als 35.000 bekundeten den Wunsch, an dem russischen Staatsprogramm zur Förderung der freiwilligen Umsiedlung von Landsleuten teilzunehmen.

Seit Juni ist der Zustrom von Flüchtlingen aus dem Südosten der Ukraine, der zwischen der Kiewer Führung und den Anhängern der Unabhängigkeit der Region Donbass umkämpft wird, stark gewachsen. Nach dem Stand vom 24. September wurden rund 390.000 Notumsiedler aus der Ukraine in Russland registriert.

Konflikt in der Ukraine zwang mehr als 824.000 Personen, ihre Häuser zu verlassen

Konflikt in der Ukraine zwang mehr als 824.000 Personen, ihre Häuser zu verlassen

STIMME RUSSLANDS Mindestens 824.000 Personen waren gezwungen, nach dem Ausbruch des Konfliktes in der Ukraine ihre Wohnstätten zu verlassen, teilt die Verwaltung des Hochkommissars der Uno für die Angelegenheiten von Flüchtlingen mit.

In dem Bericht heißt es, es handele sich bei 430.000 Personen um interne Verschleppte (gemeint sind hier wohl doch eher Vertriebene). Darüber hinaus sind 387.000 auf das Territorium Russlands eingereist, weitere 6.600 haben sich mit Asylanträgen an Länder der Europäischen Union und Weißrussland gewandt.

Nach Angaben der Uno hat die Zahl der Verschleppten im September 170.000 Personen betragen.

Boeing-Katastrophe: Plötzlicher Tod der Passagiere bezweifelt

Boeing-Katastrophe: Plötzlicher Tod der Passagiere bezweifelt

STIMME RUSSLANDS Einer der Fluggäste der malaysischen Boeing, die in der Ostukraine abgestürzt war, hielt eine Sauerstoffmaske an das Gesicht gepresst, meldet der niederländische Außenminister Frans Timmermans. Das habe zu bedeuten, dass er Zeit hatte, sie aufzusetzen.

Zuvor hatten Experten erklärt, dass alle Passagiere an Bord sofort ohnmächtig geworden und wegen Druckverlusts in der Kabine ums Leben gekommen waren.

Die Boeing 777 stürzte am 17. Juli im Gebiet Donezk ab. Keiner der 298 Menschen an Bord überlebte. Laut einer Version soll das Flugzeug von einer Rakete getroffen worden sein.

Poroschenko nimmt Rücktrittsgesuch von Verteidigungsminister Geletej an

Poroschenko nimmt Rücktrittsgesuch von Verteidigungsminister Geletej an

STIMME RUSSLANDS Der Präsident der Ukraine, Pjotr Poroschenko, hat das Rücktrittsgesuch des ukrainischen Verteidigungsministers Valeri Geletej angenommen, teilte die Webseite des Präsidenten mit.

Früher hatten ukrainische Medien mitgeteilt, dass Poroschenko die Absicht habe, Geletej am Sonntag zu entlassen. Danach gab das Verteidigungsministerium bekannt, keine Informationen über die angeblich geplante Entlassung des Amtschefs zu haben.

„Der ukrainische Präsident Pjotr Poroschenko gab dem Rücktrittsgesuch des Verteidigungsministers Valeri Geletej statt, das er bei dem Staatschef eingereicht hatte“, heißt es in der Mitteilung.

Poroschenko nominiert Nationalgarde-Chef &  Hardliner Stepan Poltorak zum Verteidigungsminister

Stepan Poltorak (links)

STIMME RUSSLANDS Der ukrainische Präsident Pjotr Poroschenko hat Stepan Poltorak zum neuen Verteidigungsminister vorgeschlagen. Wenn das Parlament zustimmt, übernimmt der bisherige Kommandeur der Nationalgarde die Amtsnachfolge von Valeri Geletej, der am Sonntag nach heftiger Kritik entlassen wurde.

„Der ukrainische Präsident hat dem Parlament Stepan Poltorak als neuen Verteidigungsminister vorgeschlagen“, teilte das Präsidialamt in Kiew am Montag mit. Poltorak dankte beim Treffen mit Poroschenko für das Vertrauen. Für ihn sei es „große Ehre, in dieser schwierigen Zeit die Führung der Streitkräfte zu übernehmen“.

Der prominente russische Militärexperte Igor Korotschenko bezeichnete Poltorak als einen „überzeugten Anhänger von militärisch-repressiven und harten polizeilichen Säuberungsmaßnahmen“ gegen die abtrünnige ostukrainische Industrie-Region Donbass. „Die Nationalgarde, die Poltorak befehligt, ist durch zahlreiche Greueltaten gegen Zivilisten berüchtigt. Sie hat schwere Waffen gegen zivile Ziele und für Massenmorde eingesetzt“, so der Experte. Poltoraks Ernennung zum Verteidigungsminister lasse darauf schließen, dass Kiew den Krieg im Südosten des Landes fortsetzen wolle.

Seit Jahresbeginn wechselt die Ukraine bereits zum vierten Mal ihren Verteidigungsminister. Der bisherige Amtsinhaber Geletej wurde am Sonntag, nach rund drei Monaten im Amt, entlassen. Kritiker machen ihn unter anderem für schwere Verluste der Regierungstruppen bei den Kämpfen um Ilowajsk verantwortlich. Während seiner kurzen Amtszeit erntete Geletej wegen seiner unkontrollierten Äußerungen zudem mehrmals Spott – sowohl aus Moskau als auch aus den eigenen Reihen.

So drohte er bereits in seiner Antrittsansprache, eine ukrainische „Siegesparade in Sewastopol“, der größten Stadt der russischen Schwarzmeerhalbinsel Krim, durchzuführen. Im September behauptete Geletej, dass die russische Armee den Flughafen von Lugansk mit Atomgranaten angegriffen hätte. Kurz danach erklärte er „die Operation zur Befreiung der Ostukraine von Terroristen für beendet“ und kündigte den Beginn eines „Großen Vaterländischen Krieges“ mit „Zehntausenden Opfern“ an.

Donezk: Ernennung Poltoraks zu Verteidigungsminister ist „Faschisierung des Landes“

„Wir sind Zeugen einer stürmischen Faschisierung der ukrainischen Gesellschaft. Und Poltoraks Ernennung zum Verteidigungsminister ist ein weiteres Symptom… Poltorak ist eine odiöse Figur, er verschleiert alle Verbrechen der Nationalgarde. Es genügt, daran zu erinnern, dass rund 70 Prozent des Personals der Nationalgarde bislang nicht registriert sind. Diese mit Schnellfeuerwaffen ausgestatteten Schläger stehen auf keinen Listen“, fuhr Purgin fort.

„Die Faschisierung der (ukrainischen Gesellschaft) läuft auf vollen Touren. Es reicht, Überschriften in ukrainischen Zeitungen vor einem Jahr und jetzt zu vergleichen – ein himmelweiter Unterschied. Man versteht jetzt, wie in Deutschland binnen zwei bis drei Jahren das Dritte Reich entstanden ist“, sagte der Donezker Vizeregierungschef.

Außenpolitiker: Neuer ukrainischer Verteidigungsminister wird Donbass angreifen

„Gleich nach den Parlamentswahlen in der Ukraine am 26. Oktober wird sich die Lage im Südosten des Landes ändern, Kiew wird die Feuerpause beenden. Präsident Pjotr Poroschenko, der Poltorak gerade jetzt ins Amt beruft, will diesem somit eine Möglichkeit geben, sich einzuarbeiten und eine Offensive vorzubereiten. Ich denke, dass die Waffenruhe gleich nach der Wahl zu Ende ist“, sagte der russische Parlamentarier.

„Im Unterschied zu seinem Vorgänger (Waleri Geletej) ist Poltorak ein Berufsmilitär und hat reichliche Erfahrungen bei Kampfhandlungen im Donbass gesammelt. Die von ihm angeführte Nationalgarde der Ukraine wurde während der dreimonatigen Kämpfe im Osten gut geschult.

Dass die ukrainischen Truppen gleich nach der Wahl im Osten des Landes angreifen würden, zeugten auch eine Rochade von Truppenteilen sowie die Versorgung der dort stationierten Armee mit zusätzlicher Kampftechnik und Waffen. „Poltoraks Ernennung ist nur ein Bindeglied in der Kette“, sagte Morosow.

Poroschenko hebt Tag des Vaterlandsverteidigers am 23. Februar auf

Poroschenko hebt Tag des Vaterlandsverteidigers am 23. Februar auf

STIMME RUSSLANDS Der ukrainische Präsident Pjotr Poroschenko hat ein neues Staatsfest, den Tag des Verteidigers der Ukraine, am 14. Oktober gegründet.

Durch dieselbe Anordnung wird der Tag des Vaterlandsverteidigers aufgehoben, der bisher wie auch in Russland am 23. Februar begangen wurde.

Demo in Kiew: Hunderte Nationalgardisten fordern Entlassung aus Militärdienst

Demo in Kiew: Hunderte Nationalgardisten fordern Entlassung aus Militärdienst

STIMME RUSSLANDS Rund 500 Grundwehrdienstsoldaten der ukrainischen Nationalgarde haben sich am Montag vor der Residenz von Präsident Pjotr Poroschenko in Kiew versammelt, um die Entlassung aus dem Wehrdienst zu fordern, berichtet der ukrainische Fernsehsender 112 Ukraine.

Nach Angaben des Senders haben die Nationalgardisten, die am Montagmorgen ihren Stützpunkt in Nowyje Petrowzy nördlich von Kiew verlassen haben, bereits sechs Monate länger gedient als man ihnen zunächst versprochen hatte. Sie waren schon dreimal in der „Zone der Sonderoperation“ im Osten des Landes und nahmen unter anderem an den Kämpfen um Donezk, Mariupol und Slawjansk teil.

„Wir gehen zum Präsidenten, um zu klären, wann man uns endlich entlässt“, teilte der Grundwehrdienstleistende Andrej dem Sender mit. „Es wurde ein Befehl erlassen, dass wir sechs Monate länger dienen müssen. Wir haben uns damit abgefunden. Am 8. Oktober liefen diese sechs Monate aus. Dennoch sagt man uns nicht, warum wir weiter im Dienst gehalten werden.“

Staatschef Poroschenko hatte zuvor gesagt, dass eine Demobilisierung nicht in Frage käme, solange im Osten des Landes kein dauerhafter Frieden herrsche. Seit Mai hat es in der Ukraine bereits drei Teilmobilmachungen gegeben. Die Generalstaatsanwaltschaft teilte im August mit, dass bereits mehr als tausend Ermittlungsverfahren wegen Dienstverweigerung eingeleitet worden seien.

In der Ost-Ukraine hatten im April Gefechte zwischen Militär und bewaffneten Regierungsgegnern begonnen. Die ukrainische Übergangsregierung hatte Panzer, Kampfjets und Artillerie gegen Donezk und Lugansk geschickt, weil diese Regionen den nationalistisch geprägten Februar-Umsturz nicht anerkannt und „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten.

Verfahren gegen Soldaten der Nationalgarde wegen Kundgebung eingeleitet

Verfahren gegen Soldaten der Nationalgarde wegen Kundgebung eingeleitet

STIMME RUSSLANDS Die Militärstaatsanwaltschaft der Ukraine hat gegen Soldaten im Grundwehrdienst der Nationalgarde, die sich am Vortag an einer Protestaktion vor dem Gebäude der Administration des Präsidenten beteiligt hatten, ein Verfahren eingeleitet. Das teilte der Generalstaatsanwalt der Ukraine, Vitali Jarjoma, mit.

Am Vortag hatten mehrere Hundert Soldaten bis in die späten Abendstunden vor dem Gebäude der Administration des Präsidenten der Ukraine eine Kundgebung abgehalten und ihre unverzügliche Demobilisierung verlangt. Am gleichen Tag fand eine ähnliche Aktion in Charkow statt.

Jarjoma schloss nicht aus, dass man die Kundgebungsteilnehmer zur strafrechtlichen Verantwortung ziehen wird.

Kiew: Zusammenstöße vor der Rada

STIMME RUSSLANDS In Kiew haben die Teilnehmer an einer Kundgebung vor der Obersten Rada begonnen, das Gebäude mit Knallkörpern zu bewerfen. Mit Stöcken bewaffnet, versuchen sie, sich ans Parlament heranzukämpfen.

Derzeit halten sich auf dem Platz 2.000 bis 2.500 Menschen auf. Die Polizei wehrt sich mit Gummiknüppeln.

Die Protestler rufen „Revolution!“ und „Stimme!“ und fordern die Volksabgeordneten auf, für die Annahme eines Gesetzentwurfes über die Anerkennung der Ukrainischen Aufständischen Armee als Kämpfer für die Unabhängigkeit der Ukraine zu stimmen.

Russischer Journalist wird aus der Ukraine deportiert

 Jewgeni Kisseljow

STIMME RUSSLANDS Der russische Journalist, Jewgeni Kisseljow, der bereits seit Jahren ein Programm im ukrainischen Fernsehkanal „Inter“ moderiert und über eine Aufenthaltsgenehmigung für die Ukraine verfügt, wird aus dem Lande deportiert, meldet die Zeitung „Ukrainskaja Prawda“.

Kiseljows Worten zufolge, sei er am Donnerstag auf dem Luftwege in die Ukraine gekommen. Im Flughafen Borispol durfte er die Grenze nicht passieren und erhielt eine Verordnung über seine Deportation ausgehändigt. Den heutigen Tag verbrachte der Journalist im Raum für Deportierte des Flughafens.

Die nächste Sendung des Programms von Kisseljow sollte am Freitag ausgestrahlt werden.

Durchsuchungen bei Unternehmen der Ukraine, die russische Fernsehkanäle übertragen

Durchsuchungen bei Unternehmen der Ukraine, die russische Fernsehkanäle übertragen

STIMME RUSSLANDS Ermittlungsbeamte des ukrainischen Innenministeriums haben in den Büroräumen von Unternehmen, die Dienstleistungen bei der Übertragung russischer Fernsehkanäle auf dem Territorium der Ukraine anbieten, Durchsuchungen vorgenommen. Wie RIA Novosti mitteilt, sind Konten der Unternehmen gesperrt und digitale Datenträger eingezogen worden.

Es gab Durchsuchungen im Büro der „Vereinigung russischer Fernsehkanäle“, die nach Angaben des ukrainischen Innenministeriums den Ersten Fernsehkanal Russlands repräsentiert, sowie in den Räumlichkeiten von „Torsat“ (verfügt über ausschließliche Rechte auf Übertragung russischer Fernsehkanäle im Lande) und „Sattelekom“ (stellt den technischen Aspekt der Übertragung russischer Fernsehkanäle auf dem Territorium der Ukraine sicher).

Inflation in Ukraine seit Jahresanfang bei 16,2 Prozent

Inflation in Ukraine seit Jahresanfang bei 16,2 Prozent

STIMME RUSSLANDS Die Inflation in der Ukraine hat im September nach offiziellen Angaben 2,9 Prozent betragen, im August waren es 0,8 Prozent und im Juli 0,4 Prozent. Somit stiegen die Preise in der Ukraine in den neun Monaten des Jahres um 16,2 Prozent, wie das staatliche Statistikamt der Ex-Sowjetrepublik am Montag mitteilte.

Laut einer Prognose der ukrainischen Notenbankchefin Valeria Gontarewa von Mitte September dürfte die Inflation in der Ukraine zum Jahreswechsel bei 19 Prozent liegen.

Experte: Ukraine nicht gegen negative Wirtschaftsentwicklung gewappnet

Ukraine gegen negative Wirtschaftsentwicklung nicht gewappnet - Experte

STIMME RUSSLANDS Die Entwicklung der ukrainischen Wirtschaft läuft dem russischen Ökonom Andrej Spartak zufolge nach einem Negativszenario: Allein für die Unterstützung ihrer Zahlungsbilanz würden in den kommenden fünf Jahren 85 Milliarden US-Dollar Finanzhilfe nötig sein.

Für die Stabilisierung der ukrainischen Wirtschaft sind mittelfristig 20 bis 40 Milliarden Dollar und im Laufe von fünf Jahren weitere 85 Milliarden Dollar erforderlich – und dies „nur für eine Stabilisierung im Bereich der Zahlungsbilanz“, sagte Spartak am Montag bei der Vorstellung eines vorläufigen Berichts des Komitees für Bürgerinitiativen, geleitet vom russischen Ex-Finanzminister Alexej Kudrin.

„Für die Aufrechterhaltung der anderen für die Ukraine essentiellen Objekte und Institutionen sind geradezu riesige Mittel notwendig“, betonte er.

Die von Europa versprochene Finanzhilfe für die Ukraine decke diesen Bedarf weitaus nicht. Russland würde kaum weitere Finanzhilfen bereitstellen. Nicht ausgeschlossen sei jedoch eine Unterstützung seitens Chinas.

Die ukrainische Wirtschaft entwickle sich „wenn nicht nach einem Schockszenario, dann aber sicher nach einem kritischen“, führte er aus.

Die jüngsten Wirtschaftsdaten zeigen, dass sich der Rückgang des Bruttoinlandprodukts (BIP) beschleunigt hat. Lag er im ersten Quartal bei über ein Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, so kletterte er im zweiten Quartal auf fünf Prozent.

Die ukrainische Außenverschuldung habe die gefährliche Grenze von 80 Prozent des BIP überschritten. Das Haushaltsdefizit lag im zweiten Quartal bei fünf Prozent des BIP.

Die Industrieproduktion sei auch gesunken. Im ersten Quartal nahm sie um fünf Prozent, Anfang Juli um zwölf Prozent und im August um 21 Prozent ab.

Die Abwertung der Griwna geht auch weiter. Im Vergleich zum September 2013 fiel der offizielle Wechselkurs um 64 Prozent. Vor diesem Hintergrund bildete sich ein Dollar-Schwarzmarkt, auf dem der US-Dollar um 15 bis 20 Prozent höher liegt.

Jazenjuk: Ukraine garantiert Europa keinen reibungslosen Gastransit

Jazenjuk: Ukraine garantiert Europa keinen reibungslosen Gastransit

STIMME RUSSLANDS Der ukrainische Premier Arseni Jazenjuk hat nicht ausgeschlossen, dass mit den russischen Gaslieferungen nach Europa Probleme entstehen könnten. Die Ukraine sei bei dem geltenden Transitvertrag nicht imstande, einen reibungslosen Transit russischen Gases nach Europa in vollem Maße zu garantieren.

Zuvor hatte sich der Energieversorger Naftogaz Ukrainy an den Stockholmer Schiedsgerichthof mit der Forderung gewandt, den Vertrag über den Gastransit mit dem russischen Konzern Gazprom zu revidieren sowie diesen zu einer Ausgleichszahlung im Zusammenhang mit ungenügenden Liefermengen zu zwingen.

Putin: Russland muss Lieferungen kürzen, wenn Ukraine Transitgas stiehlt

Putin: Russland muss Lieferungen kürzen, wenn Ukraine Transitgas stiehlt

STIMME RUSSLANDS Wenn das Transitland Ukraine das für die Europäische Union bestimmte Gas unerlaubt für den eigenen Bedarf abzweigt, wird Russland laut Präsident Wladimir Putin die Lieferungen kürzen müssen.

„Wir werden – genauso wie im Jahr 2008 – die Lieferungen konsequent um die jeweils gestohlene Menge kürzen“, sagte Putin am Donnerstag beim Besuch in Belgrad. „Ich hoffe sehr, dass es nicht so weit geht.“ Putin drückte die Hoffnung aus, dass Russland, die Ukraine und die Europäische Union bei ihren anstehenden Gasgesprächen in allen Streitfragen eine Einigung erzielen werden.

Die Ukraine selbst bekommt seit Juni kein Erdgas aus Russland mehr, weil sie davor monatelang die Rechnungen nicht bezahlt und seit November 2013 Schulden in Höhe von 5,3 Milliarden US-Dollar angehäuft hat. Der Transit nach Europa erfolgt vorerst ohne Beeinträchtigung. Es besteht jedoch die Gefahr, dass die Ukraine, sobald ihr die Reserven ausgehen, das für Westeuropa bestimmte Transitgas für den Eigenbedarf abzweigen wird, wie dies bereits zum Jahreswechsel 2008/2009 der Fall war. Laut dem ukrainischen Regierungschef Arseni Jazenjuk reichen die Gasreserven der Ukraine bis Dezember aus.

Jazenjuk hatte bereits im August Russland unterstellt, „den Gastransit in die EU-Länder im Winter völlig einstellen zu wollen“. Diese Behauptung wurde von westlichen Medien sofort aufgegriffen. Einige von ihnen berichteten sogar, dass Russland Europa mit einer Gasblockade drohe. Russland wies diese Berichte als „gezielte Desinformation“ zurück.

Durch ukrainische Transitpipelines strömen rund 50 Prozent des Erdgases, das die EU von Russland kauft. Um die Abhängigkeit von dem instabilen Transitland zu verringern, hat der russische Staatskonzern Gazprom gemeinsam mit westeuropäischen Partnern die Ostsee-Pipeline Nord Stream direkt nach Deutschland gebaut und plant mit der South Stream-Pipeline eine Direktleitung nach Südeuropa. Das South-Stream-Projekt ist in den vergangenen Monaten auf Widerstand der USA und der EU-Kommssion gestoßen.

Russland wirft Ukraine Einfuhr verbotener EU- Produkte vor

Russland wirft Ukraine Einfuhr verbotener EU- Produkte vor

STIMME RUSSLANDS Russland hat der Ukraine vorgeworfen, illegal verbotene Produkte aus der Europäischen Union in das Land einzuführen.

Der Import von Obst und Gemüse über die Ukraine habe im September spürbar zugenommen, sagte der Direktor der Moskauer Agraraufsicht, Sergej Dankwert, am Dienstag der Agentur Tass. Er drohte mit einem weiteren Importstopp, sollte sich der Verdacht bestätigen, dass es sich um Waren aus der EU handele.

Russland hatte Anfang August als Reaktion auf westliche Strafmaßnahmen im Ukraine-Konflikt den Import von Lebensmitteln aus der EU verboten. Am Montag hatte Moskau die Einfuhr von ukrainischem Käse wegen Verstößen gestoppt. dpa

Russland stoppt Einfuhr von Obst und Gemüse aus der Ukraine

22. Oktober 2014STIMME RUSSLANDS Die russische Agraraufsichtsbehörde Rosselchosnadsor hat ab Mittwoch die Einfuhr bzw. den Transit von pflanzlichen Produkten aus der Ukraine vorübergehend eingeschränkt. Nach Angaben der Behörde führt die Ukraine illegale Re-Exporte von europäischen Produkten durch.

Der Grund für den jetzigen Einfuhrstopp seien die zunehmenden Lieferungen von nicht markierten Gütern aus der Ukraine, was mit Lieferungen von pflanzlichen Gütern aus der EU erklärt werden kann, sowie der Befall zahlreicher Lieferungen mit Schädlingen, so Rosselchosnadsor. Nach Zollangaben hatte Russland im vergangenen Jahr Obst und Gemüse im Wert von 9,28 Milliarden US-Dollar eingeführt. Die Obst-Importe lagen dabei bei 6,4 Milliarden Dollar.

Aus der Ukraine wurden 115.300 Tonnen Gemüse im Wert von 84,7 Millionen Dollar und 19.600 Tonnen Gemüse im Wert von 23,3 Millionen Dollar eingeführt. Beim Gemüse handelte es sich hauptsächlich um Tomaten, Gurken, Zwiebeln, Kohl, Mohrrüben und Rüben. Zum eingeführten Obstsortiment gehörten Sauerkirschen, Süßkirschen, Äpfel, Walnüsse und Dörrfrüchte.

Parlamentarier: EU-Landwirtschaft verliert fünf Milliarden Euro durch Russland-Sanktionen

Parlamentarier: EU-Landwirtschaft verliert fünf Milliarden Euro durch Russland-Sanktionen

STIMME RUSSLANDS Der Sanktionskrieg mit Russland hat europäische Agrarproduzenten nach Angaben Matteo Salvinis, Abgeordneter im EU-Parlament, bereits fünf Milliarden Euro gekostet.

„Allein Italien verliert zwei Milliarden Euro durch den Exportausfall nach Russland“, sagte Salvini, Vorsitzender der italienischen Partei Lega Nord, am Montag bei einem Besuch auf der Schwarzmeerhalbinsel Krim. Die Agrarproduzenten der gesamten Europäischen Union haben die russischen Gegenmaßnahmen bereits fünf Milliarden Euro gekostet. Brüssel sei bereit, lediglich 200 Millionen Euro als Ausgleich zu Russlands Importverbot bereitzustellen, so Salvini. Er hoffe, dass in Europa Vernunft die Oberhand gewinne und dass die Europäer wieder Herr im eigenen Haus werden.

Die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen haben sich nach dem Februar-Umsturz in der Ukraine dramatisch verschlechtert. Westliche Staaten haben den Sturz von Präsident Viktor Janukowitsch und die von der Opposition gestellte Regierung anerkannt, jedoch nicht das darauf gefolgte Referendum auf der von Russischsprachigen dominierten Schwarzmeerhalbinsel Krim, die im März eindeutig für eine Wiedervereinigung mit Russland stimmte.

Nach dem Russland-Beitritt der Krim verhängten die USA und die EU in vier Stufen politische und wirtschaftliche Sanktionen gegen Russland. Sie werfen Moskau zudem vor, die bewaffneten Regimegegner in den ostukrainischen Regionen Donezk und Lugansk, die den Umsturz in Kiew ebenfalls nicht anerkannt haben, zu unterstützen beziehungsweise nicht genug für eine Deeskalation zu tun. Nach dem dritten Sanktionspaket verbot Russland im August die Einfuhr einer ganzen Reihe von Lebensmitteln aus den USA, der EU, Kanada, Australien und Norwegen.

Am 12. September verhängten die USA und die EU erneut schärfere Sanktionen gegen Russland, obwohl die ukrainische Regierung und die von Kiew abtrünnigen „Volksrepubliken“ Donezk und Lugansk sieben Tage davor unter Vermittlung Russlands einen Waffenstillstand und weitere Schritte zu einer friedlichen Konfliktlösung vereinbart hatten.

Ermittlung wegen Tod von Total Chef de Margerie bei Flugunglück in Wnukowo: Dritter Beschuldigter verhaftet

Dritter Beschuldigter im Fall Falcon-Katastrophe verhaftet

STIMME RUSSLANDS Ein dritter Beschuldigter in der Strafsache über den Unfall eines Falcon-Flugzeuges am Moskauer Flughafen Wnukowo, der vier Personen, darunter der Chef des französischen Erdölkonzerns Total, Christophe de Margerie, zum Opfer gefallen sind, wurde verhaftet. Das teilt RIA Novosti mit.

Ein Moskauer Gerichtshof hat den führenden Ingenieur des Flugplatzdienstes des Flughafens Wnukowo, Wladimir Ledenjow, bis zum 21. Oktober verhaftet.

Zuvor ließ das Gericht zwei weitere Verdächtige in diesem Fall verhaften – den Fahrer des Schneeräumfahrzeuges, mit dem das Flugzeug kollidiert war, und den Fluglotsen.

Generaldirektor des Flughafens Wnukowo tritt zurück

Generaldirektor des Flughafens Wnukowo tritt zurück

STIMME RUSSLANDS Der Generaldirektor des Moskauer Flughafens Wnukowo, Andrej Djakow, und sein Stellvertreter Sergej Solnzew haben ihre Posten aufgegeben.

Außerdem wurden der Schichtdirektor des Flughafens, der Leiter des Ausschusses für die Flugplatzverwendung und der leitende Ingenieur der Schicht abgesetzt.

In Russland und in Frankreich wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

Unglück in Wnukowo: Auf der Startpiste waren gleich zwei Schneepflüge

Unglück in Wnukowo: Auf der Startpiste waren gleich zwei Schneepflüge

STIMME RUSSLANDS Während der Katastrophe im Flughafen Wnukowo, bei der am 21. Oktober der Total-Chef Christophe de Margerie tödlich verunglückt ist, könnten sich auf der Startpiste gleich zwei Schneepflüge befunden haben, meldet die Ermittlung.

Die Fahrer entdeckten unweit der Piste einige nicht leuchtende Warnlichter und beschlossen, sie Elektrikern zur Reparatur zu geben. Als sie zurückkehrten, überquerten ihre Fahrzeuge die Piste Nr. 1, auf der das Flugzeug Anlauf nahm. Eine von ihnen konnte durchkommen, die andere rammte eine Tragfläche des Flugzeugs. Total-Chef de Margerie drei Crewmitglieder an Bord kamen dabei ums Leben.

EU-Kandidaten schließen sich Russland-Sanktionen an

EU-Kandidaten schließen sich Russland-Sanktionen an

STIMME RUSSLANDS Die Länder, die für die EU-Mitgliedschaft kandidieren, haben sich den Russland-Sanktionen angeschlossen. Die von Brüssel im September getroffene Entscheidung wurde von Albanien, Island, Montenegro, Norwegen, Liechtenstein und der Ukraine unterstützt, teilt der Europarat mit.

Es handelt sich um die Sanktionen, die sich auf den Ölbereich, das Flugwesen und die Verteidigungsbranche beziehen. Unter anderem gelten die Einschränkungen für die Unternehmen Rosneft, Transneft, Gazprom Neft und Uralwagonsawod.

Moody’s senkt Bonität Russlands von „Baa1“ auf „Baa2“

Moody’s senkt Bonität Russlands von „Baa1“ auf „Baa2“

STIMME RUSSLANDS Die internationale Ratingagentur Moody’s hat die Kreditwürdigkeit Russlands von „Baa1“ auf „Baa2“ gesenkt.

Das teilte Moody’s am Samstag nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP mit. Die Entscheidung wird zurückgeführt auf die Krise in der Ukraine, die immer stärker um sich greift, sowie auf die vom Westen gegen Russland verhängten Sanktionen.

Estnische Behörden lassen Akademiker Tischkow im Flughafen übernachten

Estnische Behörden lassen Akademiker Tischkow im Flughafen übernachten

STIMME RUSSLANDS Die Behörden Estlands haben den herausragenden russischen Ethnologen und Historiker Valeri Tischkow die Einreise ins Land verweigert.

Er war auf Einladung des Internationalen Mediaklubs „Impressum“ nach Tallinn gekommen, aber bereits am 9. Oktober wurde die Entscheidung über das Einreiseverbot getroffen. Dabei wurde weder dem Gastgeber noch Tischkow selbst etwas davon berichtet.

Der Akademiker kehrt am Montag nach Moskau zurück. Der Leiter von „Impressum“, Igor Teterin, erklärte, dass das Treffen mit Tischkow in Form einer Videobrücke durchgeführt werden soll.

Schweiz hat Beresowskis Bankkonten gesperrt

Schweiz hat Beresowskis Bankkonten gesperrt

STIMME RUSSLANDS Schweizer Behörden haben die Bankkonten beschlagnahmt, deren tatsächliche Inhaber der Unternehmer Boris Beresowski gewesen war, der im März 2013 in London verstorben war.

Nach Angaben einer Quelle, die mit der Situation vertraut ist, soll das Geld als Kompensation für die Personen, die durch die Tätigkeit des Unternehmers in Mitleidenschaft gezogen worden sind, an Russland zurückgegeben werden.

Schoigu besorgt über Hagels Appell nach Bereitschaft zum Kampf gegen russische Armee

Schoigu besorgt über Hagels Appell nach Bereitschaft zum Kampf gegen russische Armee

STIMME RUSSLANDS Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu hat Besorgnis über die jüngste Erklärung von Pentagon-Chef Chuck Hagel geäußert, wonach die US-Armee auf den Kampf gegen die russischen Streitkräfte an der Schwelle der Nato gefasst sein soll. „Diese Erklärung zeugt davon, dass das Pentagon Szenarien von Operationen in der Nähe zu russischen Grenzen durcharbeitet“, sagte Schoigu am Donnerstag in Moskau.

„Wir (Schoigu und Hagel) kennen einander persönlich. Deshalb löste seine Rede in der Jahreskonferenz der US-Armee, in der die russischen Streitkräfte als militärischer Gegner eingestuft wurden, gelinde gesagt Erstaunen aus.“ „Heute gibt es in der Welt kein einziges Krisengebiet, wo das US-Militär nicht präsent wäre. Mehr noch. Nach Abschluss der ‚Missionen zur Durchsetzung der Demokratie‘ stürzen diese Regionen ins blutige Chaos. Die jüngsten Beispiele sind bekannt: der Irak, Libyen, Afghanistan und jetzt auch noch Syrien.“ Selbst während der tragischen Ereignisse in der Ukraine habe eine operative Gruppe des zentralen US-Kommandos mitgemischt, fuhr Schoigu fort.

„An der Souveränität Russlands, gewährleistet durch seine Armee und Flotte, waren im Laufe der 1152-jährigen Geschichte unseres Landes mehrere westliche Kaiser gescheitert. Was ‚Russland an der Schwelle der Nato‘ betrifft, war es denn nicht Washington selbst, das diese Schwelle in den letzten 20 Jahren notorisch zu unserer Tür geschoben hat?“, fragte der russische Minister.

Putin: US-Diktat lässt Konflikte eskalieren

Putin: US-Diktat lässt Konflikte eskalieren

STIMME RUSSLANDS Die weltweite Einmischung der USA bringt nach der Einschätzung des russischen Präsidenten Wladimir Putin nichts Gutes, sondern führt im Gegenteil zur Eskalation der Konflikte.

„Ist der amerikanische Exzeptionalismus, die Führungsposition der USA ein Wohl für alle? Bringt ihre absolute Einmischung in alle Angelegenheiten der Welt Ruhe, Wohlergehen und Demokratie?“, fragte Putin am Freitag in seiner Ansprache auf der 11. Konferenz des Internationalen Diskussionsclubs Waldai in Sotschi. „Ich erlaube mir zu sagen, dass dem nicht so ist.“

„Das einseitige Diktat und das Aufzwingen der eigenen Schablonen erwirkt das Gegenteil: Konflikte werden nicht beigelegt, sondern sie eskalieren. Anstelle souveräner und stabiler Staaten entsteht ein wachsendes Chaos. Statt Demokratie wird suspektes Publikum gefördert – angefangen bei ausgesprochenen Neonazis bis hin zu islamischen Radikalen.

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