2. irakische Stadt von ISIS eingenommen – Zivilbevölkerung erhält Waffen

Vormarsch der ISIS-Terroristen im Irak

10. Juni 2014 Bagdad (dpa/IRIB)

Nach der Besetzung der zweigrößten Stadt im Irak hat Ministerpräsident Nuri al-Maliki das Parlament aufgerufen, über die von ISIS-Terroristen übernommene Stadt Mossul den Notstand zu verhängen.

Das berichteten irakische Medien am Dienstag. Seine Landsleute rief der Regierungschef im Staatsfernsehen auf, sich den Terroristen entgegenzustellen. Parlamentspräsident Ussama al-Nudschaifi bestätigte am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Bagdad, auch die gesamte Provinz Ninawa sei „in die Hände der Aufständischen gefallen“. Nun wollten die Rebellen in die Nachbarprovinz Salaheddin „einfallen“. Nudschaifi forderte, „alle Kräfte im Irak zu mobilisieren und internationale Anführer zu warnen“, um dieser „Terroroffensive die Stirn zu bieten“. Andernfalls werde diese sich auf den gesamten Irak ausweiten. Die Terroristen stürmten zudem mehrere Gefängnisse und ließen mehr als 1400 Häftlinge in der nordirakischen Stadt frei.  Nach dem Vormarsch der Terrorgruppe “ Islamischer Staat im Irak und Syrien“ (ISIS) sind nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) aus der nordirakischen Stadt rund 500 000 Menschen geflohen. Viele hätten sich zu Fuß auf den Weg gemacht, da ihnen die Nutzung ihrer Fahrzeuge in der Stadt verboten worden sei. Die Terroristen haben seit Jahresbeginn bereits die Stadt Falludscha und weite Teile der westirakischen Provinz Anbar unter ihre Kontrolle gebracht. Von dort aus planen sie regelmäßig Angriffe gegen die Hauptstadt Bagdad. Auch die Grenze zu Syrien wird in weiten Teilen von Isis kontrolliert.
Die ISIS kämpft sowohl im Irak als auch in Syrien. Es handelt sich um einen Ableger von Al Kaida – und das Vorgehen der Anhänger ist äußerst brutal.

Iraks Behörden wollen Waffen an die Einwohner ausgeben, die die Freischäler bekämpfen möchten

Iraks Behörden wollen Waffen an die Einwohner ausgeben, die die Freischäler bekämpfen möchten

10. Juni 2014 Foto: RIA Novosti

Stimme Russland Premierminister des Iraks, Nuri al-Maliki, erklärte, dass die Behörden bereit seien, die Ausgabe von Waffen an die Bürger zu genehmigen, welche sich zu Abteilungen von Freiwilligen zur Bekämpfung von Freischälern zusammenschließen.

Al-Malikis Worten zufolge, habe die Regierung einen speziellen operativen Stab ins Leben gerufen, um den freiwilligen Prozess sowie die Fragen der Bewaffnung und der Ausstattung zu kontrollieren.

Zuvor gaben die Behörden von Irak am Dienstag bekannt, dass in der Stadt Mosul Ausnahmezustand ausgerufen worden sei.

Mosul wurde zur zweiten Stadt, welche von irakischen Freischälern vollständig eingenommen worden ist. Seit Januar dieses Jahres steht die Stadt Fallujah unter Kontrolle der regierungsfeindlichen Kräfte.

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