Aktivisten besetzen israelische Waffenfabrik in Großbritannien – Venezuela hilft

Erneute Luftangriffe Israels auf Gazastreifen nach der Waffenruhe

Gaza 8. August 2014 (IRIB/der Standard)

Im Gazastreifen wird nach Ablauf der vereinbarten Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas wieder geschossen, die israelische Armee hat bereits mehrere Luftangriffe auf den Gazastreifen durchgeführt.

Israel flog am Freitag erneut einen Angriff auf das Küstengebiet der Palästinenser. Palästinensische Behörden sprachen davon, dass ein zehnjähriger Junge getötet worden sei. Ein Sprecher des israelischen Militärs sagte, dass ein angebliches „Terrorziel“ angegriffen worden sei. Auch die Hamas hat verschiedene Ziele in Israel mit 18 Raketen beschossen. Am Freitagmorgen war eine 72-stündige Waffenruhe ausgelaufen, ohne dass sich beide Seiten bei den Gesprächen in Kairo auf eine Verlängerung hätten einigen können. Dort vermittelt die ägyptische Regierung zwischen Israel und Hamas. „Die Diskussionen in Kairo sind nicht beendet, und wir werden unsere Anstrengungen fortsetzen, um die Aggression zu stoppen und die berechtigten Anliegen unser Bevölkerung zu erreichen“, sagte ein Hamas-Sprecher.

Die Palästinenser verlangen von Israel ein Ende der Blockade des Gazastreifens mit seinen rund 1,8 Millionen Einwohnern, die Öffnung des Seehafens und die Freilassung palästinensischer Gefangener. Bei den seit dem 8. Juli andauernden Kämpfen sind nach Angaben der Behörden im Gazastreifen 1876 Palästinenser ums Leben gekommen.

Israel wirft Hamas Bruch der Feuerpause vor/USA verurteilen/ Hamas bestreitet

Israel wirft Hamas Bruch der Feuerpause vor/USA verurteilen/ Hamas bestreitet

Gaza/Tel Aviv 9. August 2014 (Freunde Palästinas/IRIB)

Israel hat die in Kairo laufenden indirekten Verhandlungen über eine dauerhafte Waffenruhe im Gaza-Krieg ausgesetzt.

Israel führe keine Verhandlungen unter Feuer, hieß es von israelischer Seite. Gleichzeitig wurde bei neuen israelischen Angriffen im Gazastreifen ein zehnjähriges Kind getötet, wie es aus Gaza heißt. Die israelische Besatzungsarmee teilt am frühen Freitagmorgen mit, dass zwei Geschosse im Süden Israels niedergegangen seien. Die USA verurteilten „die neuen Raketenangriffe der Hamas auf Israel“ verurteilt. Washington fordere die sofortige Einstellung aller Angriffe. Zudem müssten die Gespräche zwischen Israelis und Palästinensern über eine Waffenruhe in Kairo wieder aufgenommen werden, sagte Regierungssprecher Josh Earnest am Freitag im Weißen Haus. Hamas bestreitet Raketen auf Israel abgefeuert zu haben. Hamas-Sprecher Sami Abu Suhri schrieb am Freitagmorgen in einer Mitteilung an Journalisten, die israelischen Berichte hätten nur das Ziel, „Verwirrung zu stiften”. In Kairo führten Israel und Palästina indirekt über eine längerfristige Lösung für den Gaza-Konflikt.

Antikriegsaktivisten schließen israelische Waffenfabrik in Großbritannien

London 9. August 2014 (Hintergrund/IRIB)

Eine Fabrik des Rüstungsunternehmens UAV Engines Limited in Shenstone in der englischen Grafschaft Staffordshire, das dem israelischen Konzern Elbit Defence Systems gehört, war gestern Ziel von Anti-Gazakriegs-Protesten.

12 Mitglieder der Gruppe London Palestine Action verschlossen mit Ketten für einige Stunden das Werkstor und besetzten das Dach des Gebäude-Komplexes.  Auf Transparenten war „Großbritannien: Hör auf, Israel aufzurüsten!“ und „Elbits Waffen – Israel tötet“ zu lesen. „Israel ist nur deshalb in der Lage, palästinensische Zivilisten kaltblütig zu ermorden und UN-Schulen und Hospitäler anzugreifen, weil es mit der Rüstungsindustrie in der ganzen Welt zusammenarbeitet“, erklärte Sara Cooper, Sprecherin der Antikriegsaktivisten. „Diese Fabrik hier ist ein anschauliches Beispiel für das gewaltige Ausmaß der Militärkooperation zwischen Großbritannien und Israel.“ Elbit Systems ist das größte Rüstungsunternehmen Israels und der größte Drohnenhersteller weltweit. Es  produziert vor allem Motoren für Drohnen und spielt eine Schlüsselrolle im PS1bn-Watchkeeper-Programm, mit dem eine neue Generation von Drohnen für das britische Militär entwickelt wird. Proteste gab es auch bei den Rüstungsunternehmen EDO in Brighton und AWE in Berkshire.

Venezuelas Außenminister koordiniert Hilfslieferungen für Gaza

Caracas, Kairo 9. August 2014 – amerika21.de

Venezuela wird kurzfristig 16 Tonnen humanitäre Hilfe für die palästinensische Bevölkerung im Gaza-Streifen schicken. Dies erklärte der Außenminister des südamerikanischen Landes, Elias Jaua, bei einer Pressekonferenz in Kairo. Jaua war dort bereits am Mittwoch eingetroffen, um humanitäre Hilfe für die palästinensische Bevölkerung im Gazastreifen zu koordinieren.

Ein Teil der Hilfsgüter, darunter Mittel zur medizinisch-chirurgischen Versorgung, haltbare Lebensmittel und Decken, sei durch Sammelaktionen der Bevölkerung zusammen gekommen, einen Teil stelle die venezolanische Regierung bereit, führte Jaua aus.

Des Weiteren dient sein Besuch der Vorbereitung für die Aufnahme von palästinensischen Kriegswaisen in Kinderdörfern in Venezuela, die gegenwärtig errichtet werden. Der Außenminister erklärte, es gehe um eine temporäre Aufnahme von Kindern, die im Verlauf der Militäroperation Israels im Gaza-Streifen in den vergangenen Wochen ihre Eltern verloren haben: „Unser Streben ist es, dass diese Kinder in ein freies, unabhängiges und in Frieden lebendes Palästina zurückkehren können.“

Im Gegenzug wird kommende Woche der Außenminister des Staates Palästina, Riad Maliki, in Caracas erwartet, um sich über die Vorkehrungen zu informieren, die vor Ort die Bestimmungen des Internationalen Übereinkommens über die Rechte der Kinder für deren Aufenthalt garantieren sollen. (avn)

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