Bagdad geht rechtlich gegen türkischen Öldiebstahl vor

24. Mai 2014 Bagdad (Press TV/IRIB)

Wegen des Öldiebstahls aus der halb-autonomen kurdischen Region hat die irakische Regierung bei der Internationalen Handelskammer in Paris rechtliche Schritte gegen die Türkei eingeleitet.

Nach Informationen aus dem irakischen Öl-Ministerium wurde gegen die Türkei und seinen staatlichen Pipeline-Betreiber BOTAS bei der Internationalen Handelskammer in Paris der Antrag auf ein Schiedsgerichtsverfahren eingereicht. Darin heißt es, dass die Türkei und BOTAS gegen ihre Verpflichtungen aus dem irakisch-türkischen Pipeline-Abkommen verstoßen haben, indem sie unberechtigterweise Öl aus Kurdistan transportiert, gelagert und im Hafen von Ceyhan auf einen Tanker verladen haben.

Im Hafen von Ceyhan lagern mittlerweile 2,5 Millionen Barrel illegal aus der kurdischen RegionIraks in die Türkei geschmuggeltes Öl.

Bagdad hat sich zu diesem Schritt entschlossen, nachdem der türkische Energieminister Taner Yildiz berichtete, dass sein Land damit begonnen habe, Öl aus der kurdischen Region Iraks auf den internationalen Märkten anzubieten. Zu den Käufern wollte er nichts sagen.

Vorausgegangen war eine langwierige Auseinandersetzung zwischen der irakischen Zentralregierung und Kurdistan über die Kontrolle der Öl-Exporte aus der halbautonomen kurdischen Region. Bagdad vertritt den Standpunkt, dass der Öl-Handel unter staatlicher Kontrolle sein muss und betrachtet die eigenmächtigen kurdischen Verkäufe als illegalen Schmuggel.

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