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„Projekt K“: Der neue Coup des Julien Assange

17.4.2013. Wikileaks-Gründer Julien Assange hat nicht vor, vor dem US-Imperium in die Knie zu gehen und bereitet eine neue Offensive vor: mit dem „Projekt K“ sollen rund 1,7 Mio. Schriftstücke, die bisher als geheim galten und u.a. grausame US-Kriegsverbrechen in den Jahren 1973-76 belegen sollen, veröffentlicht werden. In den Jahren 1973-76 regierten in Washington die mutmaßlichen Kriegsverbrecher Henry Kissinger und Richard Nixon, die u.a. für den Putsch in Chile, indonesische Massaker in Osttimor und einen brutalen Bombenkrieg gegen die Zivilbevölkerung von Vietnam, Laos und Kambodscha verantwortlich waren. (Kay Hanisch)

Osttimor: Schwere Niederlage für Friedensnobelpreisträger Ramos-Horta

21.3.2012. Bei den Präsidentschaftswahlen hat der seit 2007 amtierende parteilose Staatspräsident und Friedensnobelpreisträger José Ramos-Horta eine schwere Niederlage erlitten und mit nur rund 18% der Stimmen vor seinen Widersachern Francisco „Lu Olo“ Guterres (28%) von der linken Befreiungsbewegung Fretilin und dem früheren Oberkommandierenden der Streitkräfte, Taur Matan Ruak (25%) und Kandidaten des regierenden Nationalkongress für Timors Wiederaufbau (CNRT) den Einzug in die Stichwahl verpaßt . Ramos-Horta, der sich erst nach einer Petition von 120.000 Menschen dazu bewegen ließ, noch einmal anzutreten, ist seit 1975, als Land unabhängig und kurz darauf von Indonesien besetzt wurde, für Osttimor aktiv und vertrat es während der Besatzung in der UNO.

Kay Hanisch

Präsidentschaftswahl in Osttimor: Ex-Guerillo gewinnt gegen Ex-Guerillo

20.4.2012. Der frühere Guerillaführer und Exarmeechef José Maria de Vasconcelos hat mit 61,2% der Stimmen die Stichwahl gegen Francisco Guterres von der linken oppositionellen Befreiungsfront Fretilin, der 38,7% erhielt gewonnen. Beide Kandidaten waren frührer Fretilin-Kommandanten, de Vasconcelos wurde aber vom Premierminister und Ex-Staatschef Xanana Gusmao, der sich mit seinem Nationalrat für den Wiederaufbau von Timor (CNRT) von der Fretilin abgespalten hatte, unterstützt.

Kay Hanisch

Osttimor: Präsident Ramos-Horta will noch einmal antreten

31.1.2012. Ursprünglich wollte er ja nicht, doch als ihm eine Petition überreicht wurde, die von 120.000 Menschen unterzeichnet wurde, überlegte es sich der Friedensnobelpreisträger und seit 2007 amtierende Präsident des kleinen pazifischen Landes (1,34 Mio. Einwohner) nochmal und kündigte seine Kandidatur fürs höchste Staatsamt an. Während der über 20-jährigen indonesischen Besatzung fungierte José Ramos-Horta als „Außenminister“ und vertrat sein Land bei der UNO.

Kay Hanisch

Musterland im freien Fall?

Juni 2006. Nur vier Jahre nach dem die ehemalige portugiesische Kolonie Timor-Leste (Osttimor) aus der indonesischen Besetzung so hoffnungsvoll in die Unabhängigkeit entlassen wurde, droht dem kleinen Inselstaat nun Chaos und Anarchie nach dem Vorbild der unweit gelegenen Salomonen. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde am 21. April 2012 in Ost-Timor veröffentlicht.