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Wirtschaftslobbyisten in Brasiliens neuer Regierung

Landlose und soziale Bewegungen kritisieren Ernennung von Kátia Abreu zur Landwirtschaftsministerin. Politikerin gilt als Vertreterin des Agrobusiness

Greenpeace-Aktivisten überreichten Kátia Abreu 2010 die "Goldene Kettensäge"

Greenpeace-Aktivisten überreichten Kátia Abreu 2010 die „Goldene Kettensäge“ – Quelle: Greenpeace/Divulgação

Brasilía 31.12.2014 – , São Paulo – amerika21

In Brasilien hat das jüngst vorgestellte neue Kabinett heftige Kontroversen hervorgerufen. Am vergangenen Dienstag hatte Präsidentin Dilma Rousseff von der Arbeiterpartei PT die Namen von 13 Ministerinnen und Ministern präsentiert. Diese werden am 1. Januar mit dem Beginn der zweiten Amtszeit der wiedergewählten Rousseff ihre Posten antreten.

Insbesondere die Ernennung von Kátia Abreu zur Ministerin für Landwirtschaft steht in der Kritik. Die aktuelle Gouverneurin des Bundesstaates Tocantins gilt als Sprecherin des Agrobusiness und ist einer der führenden Köpfe der Agrarlobby, die im Parlament unter anderem für eine Lockerung des brasilianischen Waldgesetzes (Código Florestal) kämpft. Abreu führt seit 2008 als erste Frau den Brasilianischen Verband für Landwirtschaft und Viehzucht (CNA) an. Im Oktober 2013 trat die ehemalige Unternehmerin und Viehzüchterin der PMDB, dem Mitte-rechts-Koalitionspartner der PT, bei.

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Brasilien: 9 Tote durch Racheakt nach Polizistenmord

Polizeieinheiten in Guamá am Mittwoch

Polizeieinheiten in Guamá am Mittwoch – Quelle: Rodolfo Oliveira/ AG. PARÁ – Lizenz: CC BY-NC 2.0

Belém 9.11.2014 – amerika21Nach einer Welle der Gewalt in der nordbrasilianischen Stadt Belém hat die Menschenrechtsorganisation Amnesty International „eine schnelle und unabhängige Aufklärung der Vorfälle“ gefordert. Am vergangenen Dienstagabend war der 43-jährige Polizist Antônio Marcos da Silva Figueiredo vor seinem Haus im Stadtteil Guamá von drei Unbekannten erschossen worden. Kurz darauf starben neun junge Männer in der Peripherie der Stadt. Weiterlesen

Brasilien: Vertreibung der Guarani – Kinder sterben, Anführer werden ermordet

Indianer7. November 2014 – Netzfrauen

Wir Netzfrauen sind in tiefer Trauer. Wie wir von unseren Freunden Survival erfahren haben, wurde die 27-jährige Marinalva Manoel tot auf gefunden. Sie hat sich für die Rückgabe des angestammten Landes ihres Volkes eingesetzt.

“Alle Flüsse, alle Wasservorkommen sind tot. Dort, wo früher Wälder wuchsen, gibt es heute
nur noch Soja-Plantagen. Alles ist vergiftet, was überwiegend auf den massiven Einsatz von Agrochemikalien zurückzuführen ist. Zugleich wurden die indigenen Gemeinschaften, die seit jeher in den Atlantischen Regenwäldern gelebt haben, vertrieben. Besonders betroffen sind die Guarani’I m’gba’.”
Elias Diaz Pena, Sobrevivencia, Paraguay. Aus unserem Beitag: Vergiftetes Südamerika – Soja-Anbau für Europa.

Brasilien: Verzweiflung über Mord an Guarani-Anführerin

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Regenwaldzerstörung im Amazonas schreitet schneller voran

Medien: Regenwaldzerstörung im Amazonas stark gestiegen

STIMME RUSSLANDS Die Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes in Brasilien ist nach einem Medienbericht drastisch gestiegen.

Allein im August und September seien 1.626 Quadratkilometer Regenwald abgeholzt worden und damit 122 Prozent mehr als im vergleichbaren Zweimonatszeitraum 2013, meldete die Zeitung „Folha de São Paulo“ am Freitag.

Allein in Brasilien wurde in den vergangenen 40 Jahren eine Fläche abgeholzt, die mit 763.000 Quadratkilometer über zweimal so groß wie Deutschland ist. dpa

40% der brasilianischen Häftlinge ohne Urteil – Spirale der Gewalt entfesselt

Polizisten in Brasilien töten & sterben besonders häufig

Brasília 22.09.2014 – amerika21.de

Spirale der Gewalt: Auf vier Opfer polizeilicher Gewalt kommt ein getöteter Polizist. Hohe Dunkelziffer. Forderung nach Demilitarisierung des Polizeiapparates

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Blackbox vom Unglücksflug des brasilianischen Präsidentschaftskandidatens manipuliert

Marina Silva (li.) soll bei den Wahlen für ihren verstorbenen Parteikollegen Campos antreten. (Foto: dpa)Marina Silva (li.) soll bei den Wahlen für ihren verstorbenen Parteikollegen Campos antreten. (Foto: dpa)

Nach dem Tod von Präsidentschaftskandidat Eduardo Campos in Brasilien wirft die Auswertung der Blackbox neue Fragen auf. Offenbar stammen die Aufzeichnungen des Voice-Recorders nicht von dem Absturzflug. Die Experten versuchen, die Absturzursache noch vor den Wahlen im Oktober zu klären.

Brasiliens Apotheker & Halbgötter in weiß boykottieren kubanische Ärzte

Brasília 19.08.2014 – amerika21.de

Das brasilianische Gesundheitsministerium untersucht derzeit Fälle von Apotheken und Gesundheitszentren, die Rezepte und Überweisungen von kubanischen Ärzten abgelehnt haben. In den vergangenen Wochen traten in einigen Bundesstaaten vermehrt Fälle auf, bei denen Teile der brasilianischen Gesundheitseinrichtungen die Zusammenarbeit mit den kubanischen Medizinern verweigert haben.

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brasilianischer Präsidentschaftskandidat exakt 9 Jahre nach Tod des Großvaters bei Absturz getötet

Flugzeugunglück in Brasilien

Brasilianischer Präsidentschaftskandidat bei Absturz getötet. Der brasilianische Präsidentschaftskandidat Eduardo Campos ist bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen. (Quelle: dpa)

Der brasilianische Präsidentschaftskandidat Eduardo Campos ist bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen. (Quelle: dpa)

13. August 2014  | dpa, rtr, AFP, t-online.de

Schock im brasilianischen Präsidentschaftswahlkampf: Der Kandidat der Sozialistischen Partei PSB, Eduardo Campos, ist bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen. Der 49-Jährige war an Bord einer Maschine des Typs Cessna 560XL, die aus ungeklärter Ursache in Santos, rund 60 Kilometer von São Paulo, abstürzte. Mit ihm kamen sechs weitere Passagiere ums Leben, darunter sein persönlicher Assistent und sein Pressesprecher.

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BRICS-Länder gründen Entwicklungs-Bank und Währungsfonds

Brasília 08. Juni 2014 – amerika21.de

Die Mitgliedsländer der BRICS-Gruppe – Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika – haben die Gründung einer eigenen Entwicklungsbank und eines Fonds für Devisenreserven beschlossen. Die entsprechenden Dokumente sollen beim 6. Gipfeltreffen am 15. und 16. Juli in Brasilien unterzeichnet werden. Dies berichtet die russische Nachrichtenagentur Itar Tass unter Berufung auf die Pressestelle der Regierung Russlands. Die Bank soll unter anderem große Infrastrukturprojekte finanzieren und eine Alternative zum Internationalen Währungsfonds (IWF) darstellen, der von den USA dominiert wird. Weiterlesen

Schock im WM-Ort Belo Horizonte: Brücke stürzt auf Autos

Zerquetscht

Wie lange die Aufräumarbeiten andauern werden, ist unklar. Foto: Paulo Fonseca (Bild: dpa)

Belo Horizonte 4. Juli 2014  (dpa)

Der WM-Spielort Belo Horizonte trauert nach dem Einsturz einer Brückenbaustelle um die zwei Todesopfer. Die schrecklichen Bilder vom Unglücksort versetzten nicht nur die 2,4-Millionen-Einwohnerstadt in einen Schockzustand. Weiterlesen

Gewalteskalation in Brasilien – Blackwater/Academi bildet brasilianische Polizisten aus

Eine Gruppe von 22 Polizeibeamten aus Brasilien hat an einer dreiwöchigen Anti-Terror-Ausbildung im US-amerikanischen Moyock im Bundesstaat North Carolina teilgenommen. Dies berichtete die Tageszeitung Folha de São Paulo. Die Polizisten wurden dabei von Academi, dem größten privaten Militärunternehmen des Landes, ausgebildet. Der Kurs ist nach Angaben der US-Regierung Teil eines Austauchprogrammes im Rahmen der militärischen Zusammenarbeit der beiden Länder und soll die Beamten auf mögliche terroristische Anschläge während der Fußballweltmeisterschaft vorbereiten.

Das ausbildende Unternehmen Academi hieß bis 2009 Blackwater und erlangte vor allem als private, paramilitärische Söldnerarmee im Irak- und Afghanistankrieg Bekanntheit. Im Jahr 2009 veröffentlichte die Enthüllungsplattform Wikileaks Dokumente, die belegten, dass Blackwater-Angestellte an schweren Menschenrechtsverletzungen beteiligt waren, unter anderem an der Erschießung von 17 Zivilisten auf dem Nisour-Platz der irakischen Hauptstadt Bagdad.

„Blackwater hat bislang keinen einzigen vermeintlichen Terroristen festgenommen, dafür sind seine Söldner aber dafür bekannt, auf unschuldige Menschen zu schießen“, kritisierte der bekannte brasilianische Journalist Mauro Santayana das Unternehmen in der Zeitung Jornal do Brasil. (folha/jb)

Brasilianische Droge soll gegen Krebs helfen

Im Amazonasgebiet versetzen sich Schamanen mit der Droge in Trance - ihr wird eine heilende Wirkung nachgesagt. (Foto: dpa)

Im Amazonasgebiet versetzen sich Schamanen mit der Droge in Trance – ihr wird eine heilende Wirkung nachgesagt. (Foto: dpa)

Die Schamanen im Amazonasgebiet versetzen sich mit einem Getränk aus der Pflanze Ayahuasca in Trance. Die Droge beinhaltet aber auch Stoffe, die zur Behandlung von Krebs eingesetzt werden könnten. Allerdings sind diese Wirkstoffe in ihrer Wirkungsweise noch nicht ganz erforscht und in einigen Staaten verboten.

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Ärzteprogramm in Brasilien zeigt Erfolge

Brasília. Trotz massiver Proteste von Ärzteorganisationen gegen die Anwerbung ausländischer Kollegen hat das medizinische Hilfsprogramm Maís Médicos in Brasilien die Versorgungslage in ländlichen und verarmten Gebieten in den vergangenen Wochen und Monaten massiv verbessert. Weiterlesen

20 Jahre – Agro-Gentechnik – eine Bilanz

GentechBrasilien:
Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen in
Lateinamerika — Historie, aktuelle Situation, Konsequenzen
und Alternativen
Prof. Antônio Inácio Andrioli
Seit 20 Jahren werden gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut, und es gibt keinen Grund zu feiern: „Die Versprechen der Gentech-Industrie wurden nicht gehalten. Bis heute gibt es keine kommerziell nutzbaren Pflanzen, die durch Gentechnik höhere Erträge, Salz- und Trockentoleranzen oder sonstige Eigenschaften zeigen würden, die für die globale Ernährungssicherung von Bedeutung wären.

 

FAZ: NSA hat 50.000 Computer-Netzwerke mit Virenprogrammen infiziert

Die NSA-Zentrale in Fort Meade in Maryland24. Nov. 2013 – Die NSA-Zentrale in Fort Meade in Maryland
Frankfurt am Main (FAZ/IRIB)

Um geheime Daten ausspionieren zu können, hat die NSA 50.000 Computer-Netzwerke auf der ganzen Welt mit Virenprogrammen infiziert, das berichtete FAZ am Samstag auf ihrer Online-Seite unter Berufung auf die niederländische Zeitung „NRC Handelsblad“.

Diese Angriffe seien demnach von einer Sonderabteilung mit dem Namen „Tailored Access Operations“ (TAO) ausgeführt worden, hieß es dort dazu weiter. In dieser Abteilung sollen über 1.000 Hacker im Auftrag des amerikanischen Geheimdienstes (NSA) gearbeitet haben. Im August hatte die „Washington Post“ über die NSA-TAO berichtet, damals war von 20.000 angegriffenen Computersystemen bis 2008 die Rede. Bis 2012 hat sich die Zahl der Angriffe nach den Informationen der niederländischen Zeitung also auf 50.000 mehr als verdoppelt. Die von Snowden übermittelten Dokumente zeigen infizierte Netzwerke in Venezuela und Brasilien.

Rätselhafte schwarze Blocks

blocksVon Wolfgang Kunath

Friedliche Demonstranten in Sao Paulo – die Schläger kommen hinterher. Foto: dpa

Gewalttäter mischen Brasiliens Sozialproteste auf und diskreditieren damit die Anliegen der Demonstranten. Wer dahinter steckt, ist unklar.
Rio de Janeiro –  

Ist das die Fortsetzung der Massendemonstrationen vom Sommer? Oder stellt es eine ganz neue Form des Protestes dar? Steckt die Drogenmafia von São Paulo dahinter? Die schwarzen Blocks und ihre Zerstörungsstrategie verstören Brasilien. Die Politiker übertreffen einander in der Verurteilung der Gewalt, aber die Entschiedenheit ihrer Verdammung spiegelt vor allem eines wider: Die tiefe Ratlosigkeit, wie damit umzugehen sei.

„Es handelt sich um ein soziales Phänomen, aber damit wir richtig darauf reagieren können, brauchen wir eine genauere Analyse“, sagte Gilberto Carvalho, der Chef des Präsidialamtes und einer der engsten Mitarbeiter von Staatschefin Dilma Rousseff. Einfach nur mit Repression auf die Gewalt zu reagieren, nütze nichts, aber die Bewegung habe ja keine Führung, mit der man in Kontakt treten könne, fügte der Minister hilflos hinzu, während seine Chefin von „Rio de Janeiro –  

Ist das die Fortsetzung der Massendemonstrationen vom Sommer? Oder stellt es eine ganz neue Form des Protestes dar? Steckt die Drogenmafia von São Paulo dahinter? Die schwarzen Blocks und ihre Zerstörungsstrategie verstören Brasilien. Die Politiker übertreffen einander in der Verurteilung der Gewalt, aber die Entschiedenheit ihrer Verdammung spiegelt vor allem eines wider: Die tiefe Ratlosigkeit, wie damit umzugehen sei.

„Es handelt sich um ein soziales Phänomen, aber damit wir richtig darauf reagieren können, brauchen wir eine genauere Analyse“, sagte Gilberto Carvalho, der Chef des Präsidialamtes und einer der engsten Mitarbeiter von Staatschefin Dilma Rousseff. Einfach nur mit Repression auf die Gewalt zu reagieren, nütze nichts, aber die Bewegung habe ja keine Führung, mit der man in Kontakt treten könne, fügte der Minister hilflos hinzu, während seine Chefin von „antidemokratischer Barbarei“ sprach.

weiter unter: http://www.fr-online.de/

Internet unter Umgehung der USA

Internet unter Umgehung der USA

30.Okt., 16:48 – © Foto: SXC.hu

STIMME RUSSLANDS Die BRICS-Länder wollen ein eigenes Cyberspace einrichten, das von den USA unabhängig wäre. Russischen Medienberichten zufolge entsteht in Brasilien bereits ein Kabelsystem, das dieses Land mit Russland, Indien, China und Südafrika vernetzen soll.

Das gegenwärtige Internet ist kein Monopolbereich und erst recht kein Eigentum der USA. Deren Rolle bei der Weiterentwicklung des World Wide Web ist aber sehr groß. Entsprechend groß sind auch Amerikas Möglichkeiten für Kontrollen im Netz. Ilja Peressedow, Exekutivdirektor der russischen Smart Internet Foundation, kommentiert:

„Das System der Domainadressen wird von der Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) verwaltet, die indirekt mit dem US-Handelsministerium affiliert ist. Deswegen wird die ICANN oft kritisiert. Die meisten Unternehmen, die im Internet arbeiten, sind in den USA eingetragen. Wie wir aus der Geschichte mit Edward Snowden kennen, versuchen US-Geheimdienste, sich in die Arbeit der größten Internetdienste und IT-Unternehmen einzumischen.“

Die meisten DNS-Server, die für Internetverbindungen maßgeblich sind, befinden sich in den USA. Deshalb sind die Amerikaner bei Bedarf in der Lage, ganze Länder um den Internet-Zugang zu bringen. Viele Staaten und Privatunternehmen möchten die US-Bevormundung abschütteln. Andrej Massalowitsch, Präsident des russischen Unternehmen-Konsortiums InfoRus, sagt, das angekündigte BRICS-Projekt sei kein Versuch, ein alternatives Internet zu schaffen, sondern eher eine Maßnahme, um sich vor dem allsehenden Auge der USA zu schützen:

„Wahrscheinlich geht es darum, zentrale Server außerhalb der USA zu platzieren. Außerdem geht es um ein alternatives zusätzliches Netz. Dessen Teilnehmer können einander sehen, wobei sie für andere Nutzer weder sichtbar noch kontrollierbar sind. Auf Ebene kleiner Communities wird das als Virtual Private Network bezeichnet. Dadurch sind ziemlich weitreichende geschützte Verbindungen möglich.“

Die Begründer eines alternativen Netzes müssen allerdings einige komplizierte Probleme lösen. Denn sie brauchen nicht nur Hardware wie Server und Kabel, sondern auch originelle Software. Sonst ist das Projekt für potentielle Nutzer kaum interessant. Das World Wide Web konnte die ganze Welt gewinnen, weil es für Unternehmen weltweit kommerziell attraktiv war. Der Internet-Plan der BRICS-Gruppe ist laut Experten zwar politisch verständlich, geschäftlich aber eher fraglich. Der Erfolg des Projekts wird davon abhängen, ob Geschäftsleute und Durchschnittsnutzer bereit sein werden, dafür zu zahlen.

Nach Lehrer-Demo: Schwere Ausschreitungen in Rio de Janeiro

Vor dem Rathaus in Rio de Janeiro kam zu Kämpfen zwischen Polizei und Demonstranten (Foto: dpa)Vor dem Rathaus in Rio de Janeiro kam zu Kämpfen zwischen Polizei und Demonstranten (Foto: dpa)

Brasilien – Gegen Korruption und Gier

In Brasilien ist es in der Nacht zu schweren Ausschreitungen gekommen. Die Lehrer protestierten gegen den Verfall des Bildungs-Systems: Korruption und Geldgier verhindern, dass die jungen Brasilianer faire Chancen für die Zukunft erhalten.

  | , 15:20 Uhr

Bauunternehmen versklavt Fußball-WM-Arbeiter in Brasilien

Blick auf den Internationalen Flughafen Sao Paulo/Guarulhos

Blick auf den Internationalen Flughafen Sao Paulo/Guarulhos in Brasilien (Quelle/Lizenz)

São Paulo. Bei einer Kontrolle des brasilianischen Arbeitsministeriums auf einer Baustelle auf dem internationalen Flughafen São Paulo (GRU) haben Beamte insgesamt 111 Arbeiter in „sklavenähnlichen Zuständen“ aufgefunden. Wie das Arbeitsministerium auf seiner Webseiteam Donnerstag vermeldete, seien die Männer von Brasiliens größtem Bauunternehmen OAS Ltda für 

Erweiterungsarbeiten des Flughafens im Rahmen des Infrastrukturausbaus für die Fußballweltmeisterschaft der Männer im Juni/Juli 2014 angeheuert worden.

Unter den befreiten Arbeitern, die auf der Baustelle in menschenunwürdigen Verhältnissen in insgesamt elf Barracken gelebt hätten, seien auch sechs Indigene von der Pankararu-Ethnie gewesen, so die Presseerklärung des Ministeriums. Auf dem Flughafen lebten sie unter „unhygienischen Bedingungen“ und litten Kälte und Hunger, stellt der offizielle Inspektorenbericht fest. OAS-Personalwerber hatten die Männer im Nordosten Brasiliens angeheuert und unter falschen Versprechungen in die Millionenstadt gelockt, berichtete die Tageszeitung Folha de St. Paulo.

 

Brasilien gehört zu den zentralen Zielen der USA- Ausspähaktion.

26/09/2013beim Honigmann zu lesen

NSA-Affäre: Brasilien liest den USA die LevitenDilma Rousseff

Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff hat in der Generalversammlung der Vereinten Nationen Klartext zum Überwachungsprogramm der USA geliefert. In Anwesenheit von US-Präsident Obama, der kurz darauf seine eigenen Ansprache zu halten hatte, bezeichnete sie in ihrer Rede die bekannt gewordenen Ausspähaktionen gegen ihr Land als Bruch internationalen Rechts und eine Verletzung der Prinzipien, die das Verhältnis unter befreundeten Staaten regele.

Souveräne Staaten könnten sich niemals über die Souveränität anderer Staaten hinwegsetzen, sagte Rousseff.Das Argument, dass das illegale Ausspähen von Informationen und Daten Länder gegen den Terrorismus schützen soll, ist unhaltbar.” Laut den Informationen von Edward Snowden und dem Guardian-Journalisten Glen Greenwald gehörte Brasilien zu den zentralen Zielen der Ausspähaktion. Rousseff kritisierte, Brasiliens Bürger, Unternehmen von strategischer Bedeutung und diplomatische Vertretungen des Landes seien von den USA ausgespäht worden.

Ihre Regierung werde gesetzgeberische und technische Maßnahmen treffen, um sich gegen die illegale Überwachung zu schützen, kündigte Rousseff an. Allerdings forderte sie auch eine Reaktion der internationalen Gemeinschaft. Sie werde bei den Vereinten Nationen einen Vorschlag für einen Mechanismus einbringen, der die Integrität von Daten im weltweiten Netz künftig sichern soll. Damit gelte es, Informations- und Meinungsfreiheit, die Privatsphäre und Menschenwürde und insgesamt die Grundrechte zu schützen. Rousseff nannte gleichzeitig Diversität, Neutralität des Netzwerks gegenüber den Inhalten und eine multilaterale Aufsicht über das Netz als Ziele für die UN-Initiative.

Insbesondere der letzte Punkt könnte die Debatte über die besondere Aufsichtsrolle der USA über das Netz neu aufrollen. Seit Jahren ist so etwa die unilaterale Aufsicht der USA über die Rootzone des Domain Name System ein Streitpunkt auf dem internationalen Parkett. Immer wieder waren Vorstöße in Richtung einer stärker internationalen Aufsicht als mögliche Übernahme des Internet durch die Vereinten Nationen zurückgewiesen worden. Zuletzt waren die entsprechenden Forderungen leiser geworden, Länder wie Brasilien oder China engagierten sich verstärkt in den Selbstverwaltungsgremien wie der Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN). Die Spähaffäre könnten nun für eine Neuauflage des Ringens um das Netz sorgen. (Monika Ermert) / (axk)

gefunden bei: http://www.heise.de/newsticker/meldung/NSA-Affaere-Brasilien-liest-den-USA-die-Leviten-1966154.html

danke an TA KI

Gruß nach Südamerika – Der Honigmann

Nationalfeiertag: In Brasilien flammen die Unruhen wieder auf

Bürger fordern soziale Gerechtigkeit

In Rio de Janeiro haben Demonstranten die Militärparade zur Unabhängigkeit-Feier mit einer Protest-Aktion gestört. Die Polizei antwortete mit Tränengas. Zum Nationalfeiertag wurden Proteste in über 150 brasilianischen Städten abgehalten. Die meisten verliefen friedlich. Die Bürger fordern soziale Gerechtigkeit und ein Ende der Korruption.

  | , 02:58 Uhr

Angriff auf US-Dollar: BRICS-Staaten gründen eigenen Währungsfonds

brics-staatenBrasilien, Russland, Indien, China und Südafrika machen angesichts von Währungsturbulenzen dem IWF mit einem eigenen Stabilitätsfonds Konkurrenz.
Seit einiger Zeit entwickeln die BRICS-Staaten deutlich mehr Selbstvertrauen, wie mit Angriffen auf den US-Dollar als Leitwährung schon deutlich wurde. Nun gehen Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika einen Schritt weiter und bauen einen gemein-samen Stabilitätsfonds auf. Darüber wird schon länger debattiert. Nun machen sie mit der Konkurrenz für den Internationalen Währungsfonds (IWF) ernst, in dem sie ebenfalls seit langem einen größeren Einfluss fordern. Der soll ihrer Wirtschaftskraft angemessen sein, die in der Finanz- und Wirtschaftskrise deutlich gewachsen ist.

Brasilien hatte die Gründung eines Hilfsfonds vorgeschlagen. Der chinesische Vize-Finanzminister Zhu Guangyao kündigte die baldige Gründung auf einer Pressekonferenz angesichts eines informellen Treffens der Staats und Regierungschefs der fünf Länder an.
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Eskalation in Brasilien: Neun Tote bei Polizei-Einsatz in Armenviertel

  |  Veröffentlicht: 26.06.13, 09:39

Proteste in einer Favela von Rio endeten in einer stundenlangen Schießerei. Ursprünglich protestierten viele Menschen friedlich gegen den Einsatz der Nationalgarde bei den derzeitigen Demonstrationen. (Foto: Flickr/Semilla Luz)

In einem Armenviertel in Rio de Janeiro kam es zu einer Schießerei zwischen der Polizei und angeblichen Kriminellen. Neun Menschen wurden getötet. Die Schießerei steht in direktem Zusammenhang mit der derzeitigen Demonstration. Für Mittwochabend wird mit schweren Ausschreitungen beim Spiel Uruguay gegen Brasilien gerechnet.

Proteste in einer Favela von Rio endeten in einer stundenlangen Schießerei. Ursprünglich protestierten viele Menschen friedlich gegen den Einsatz der Nationalgarde bei den derzeitigen Demonstrationen. (Foto: Flickr/Semilla Luz)Trotzdem die brasilianische Präsidentin Rousseff ein Referendum angekündigt hatte, gehen die Menschen in Brasilien weiter auf die Straße. Zuletzt hatten die Ausschreitungen zwischen Demonstranten und der Polizei zugenommen. In einer Favela eskalierte die Situation nun. Mindestens neun Menschen kamen bei einer Schießerei ums Leben.

Zum Weiterlesen:

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/06/26/eskalation-in-brasilien-neun-tote-bei-polizei-einsatz-in-armenviertel/

Brasilien: FIFA verärgert über Störung durch Protest

 |  Veröffentlicht: 20.06.13, 11:02

Seit über sechs Tagen überziehen Proteste Brasilien. FIFA-Präsident Blatter fühlt sich gestört. Schließlich sei es nicht die Schuld der FIFA und ihres Wettkampfs, dass es den Brasilianern so schlecht geht. Sie wollten die WM und es war ihnen klar, dass die dafür Stadien bauen müssen, so Blatter.

Sepp Blatter zufolge hat die WM rein gar nichts mit den Protesten zu tun.

Sepp Blatter zufolge hat die WM rein gar nichts mit den Protesten zu tun.

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag ist es in mehreren Städten Brasilien erneut zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Die Wut der Demonstranten ist groß. Selbst die Rücknahme der Fahrpreiserhöhung durch zwei Bürgermeister am Mittwochabend zeigte kaum Wirkung. Auch der Confederations Cup spürt  immer stärker die Auswirkungen der Proteste. Der FIFA-Präsident Sepp Blatter allerdings sieht keinen Zusammenhang zwischen den tausenden Demonstranten und dem Fußballsport.

Zum Weiterlesen:

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/06/20/brasilien-fifa-veraergert-ueber-stoerung-durch-protest/

Wirtschaftsbündnis MERCOSUR: Venezuela kommt und Paraguay fliegt raus

10.7.2012. Das südamerikanische Wirtschaftsbündnis Mercosur, bestehend aus Brasilien, Uruguay, Argentinien und Paraguay hat nach dem Parlamentsputsch gegen den linken Staatschef Fernando Lugo, Paraguay aus dem Bündnis vorrübergehend ausgeschlossen. Dafür konnte nun endlich Venezuela in die Reihen des Mercosur aufgenommen werden, dessen Beitritt bisher im immer von der rechten Mehrheit im Senat von Paraguay abgeschmettert wurde.

Kay Hanisch