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Widerstand gegen US-Militär in Costa Rica

ussouthcomLokalpolitiker bittet um humanitären Beistand von US-Truppen. Bauern und Indigene wehren sich jedoch gegen die militärische Präsenz

Von Klaus E. Lehmann

amerika21.de

15.09.2013 08:00

Emblem des Südkommando US-Streitkräfte (USSOUTHCOM)

Emblem des Südkommando US-Streitkräfte (USSOUTHCOM) (Quelle)

Talamanca, Costa Rica. Bauern und Indigene in Costa Rica wehren sich gegen einen geplanten Einsatz US-amerikanischer Militärs in einer südliche Urwaldregion des mittelamerikanischen Landes. Sie reagierten damit auf den Vorstoß des Gemeindebürgermeister von Talamanca in Costa Rica, Melvín Cordero, der im August um das Einrücken von Soldaten des Südkommandos der USA auf das Gebiet der Bribri-Indigenen gebeten hatte. In einem an die costaricanische Präsidentin Laura Chinchilla gerichteten Brief ersuchte der Gemeindevorsteher um die Einrichtung „einer humanitären Luftbrücke“, um den Zugang von Institutionen für Sozialfürsorge, Bildung und ländliche Entwicklung zu ermöglichen.

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Puerto Rico: Freilassung von Unabhängigkeitskämpfer gefordert

Der heute 70-jährige Oscar López Rivera6.9.2013 – Bild: amerika21.de

In der zum US-Imperium gehörenden Karabikinsel Puerto Rico mehreren sich die Stimmen, die eine Freilassung des seit 32 Jahren inhaftierten, linken Unabhängigkeitskämpfers Oscar Lopez Rivera fordern, der einst als Mitglied in der Guerillaorganisation Bewaffnete Streitkräfte der Nationalen Befreiung (FALN) für eine Loslösung von den USA kämpfte. Unter den Personen, die eine Freilassung von Lopez Rivera fordern, sind u.a. der renommierte Filmemacher Jacobo Morales, Musiker der Musikgruppe Calle 13, der Sänger Ricky Martin, der Komödiant Silverio Pérez, der Baseball-Spieler Carlos Delgado, der Bischof von Caguas, Ruben Gonzalez und neben vielen Linken Puerto Ricos auch Mitglieder der regierenden Demokratischen Volkspartei (PPD), unter ihnen Gouverneur Alejandro García Padilla. (Kay Hanisch)

Costa Rica will alle Zoos des Landes schließen

Tiere sollen ausgewildert werden oder in Heimen weiterleben

costaricaDer Umweltminister Costa Ricas hat eine Vision von einem tierparkfreiem Land. René Castro  erzählte der nationalen Zeitung „Nacion“ von seinem Papagei, den er als Haustier hielt – bis sich dieser wilden Artgenossen anschloss und wegflog. Er sei beeindruckt gewesen, weil er glaubte, sich gut um das Tier zu kümmern. „Doch als er die Chance hatte, verließ er uns“, sagte Castro.

Um schlussendlich alle Zoos im Land zu schließen, sollen im kommenden Jahr als erster Schritt die zwei Tierparks ihren Betrieb einstellen. Aus ihnen sollen ein botanischer Garten und ein Park werden. Die Tiere sollen wieder in die freie Wildbahn gebracht oder künftig in Tierheimen leben, berichtet der TV Sender „Teletica“.

Kritik von Experten
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Costa Rica: Drei Präsidentschaftskandidaten unterstützen Ottón Solis

4.2.2010. Die Präsidentschaftskandidaten Rolando Araya von der mitte-links orientierten Patriotischen Allianz, Walter Munoz von der konservativen Sozialstaatspartei PIN und Eugenio Trejos von der Linkspartei
Breite Front verzichteten auf ihre Kandidaturen zugunsten des linksbürgerlichen Ottón Solis, Gründer und Kandidat der Partei der Bürgeraktion (PAC). Solis, der noch 2006 um ein Prozent am Wahlsieg vorbeigeschrammt war, liegt zur Zeit in den Umfragen nur auf Platz drei, noch hinter Laura Chinchilla von den regierenden us-freundlichen Sozialdemokraten (PLN) und Otto Guevara von der rechten „Libertären Bewegung“ (ML).

Kay Hanisch

Costa Rica: Opposition will Verfassungsklage gegen „US-Invasion“

5.7.2010. Die linksbürgerliche Partei der Bürgeraktion (PAC) von Otton Solis und die christdemokratisch-konservative Traditionspartei PUSC haben angekündigt, Verfassungsklage gegen ein Regierungsdekret zu erheben, daß in dem seit 1948 entmilitarisierten und formell „neutralen“ Costa Rica die Stationierung von 7.000 US-Marines, 46 Kriegsschiffen und 200 Helikoptern vorsieht. Der Beschluß, der von der rechts-sozialdemokratischen Regierungspartei PLN und der rechtsreaktionären Libertären Erneuerungsbewegung (RC) verabschiedet wurde, zielt offenbar auf den links regierten Nachbarstaat Nicaragua ab, welcher ALBA-Mitglied und ein enger Verbündeter Venezuelas ist.

Kay Hanisch

Präsident an Schweinegrippe erkrankt

12.8.2009. Der costaricanische Staatspräsident Oscar Arias ist laut Mitteilung seines Parlamentspräsidenten an Schweinegrippe erkrankt. Bezeichnenderweise hatte er sich einige Tage vorher mit den Putschisten aus Honduras getroffen – ein Schelm wer böses dabei denkt.

Kay Hanisch

Goldene Zeiten?

2.3.2006. Es hätte eigentlich alles längst gelaufen sein können. Schließlich war die Wahl bereits am 5.Februar 2006. Doch diesmal war einiges anders. Nicht nur, daß als Favorit ein ehemaliger Staatspräsident antrat, der zudem noch Träger des Friedensnobelpreises ist und das man für seine Kandidatur auch noch die Verfassung ändern mußte. Nein, auch das traditionelle Zwei-Parteien-System Costa Ricas könnte endgültig der Geschichte angehören. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde am 21. April 2012 in Costa-Rica veröffentlicht.