Archive

mexikanisches Militär für Verschwinden der 42 Studenten verantwortlich?

Rolle der mexikanischen Armee wird immer undurchsichtiger. Angehörige der verschwundenen Studenten versuchen, sie auf Militärgelände zu finden

Eltern der verschwundenen Studenten suchen ihre Kinder in den Kasernen der mexikanischen Armee

Eltern der verschwundenen Studenten suchen ihre Kinder in den Kasernen der mexikanischen Armee – Quelle: tlachinollan.org

Mexiko-Stadt 14.01.2015 – amerika21/

Im Zuge der fortgesetzten Suche nach den verschwundenen Studenten haben Eltern, Kommilitonen und Mitglieder verschiedener politischer Organisationen am Montag erneut vor mehreren mexikanischen Militärstützpunkten protestiert.

Weiterlesen

mexicanisches Regime schützt Paramilitärs & verfolgt Bürgerrechtler & -Verteidiger

Angehörige in Mexiko organisieren "Bürgersuche" nach vermissten Studenten

Angehörige der verschwundenen Studenten bei der Mahnwache an Weihnachten vor dem Regierungssitz in Mexiko-Stadt

Angehörige der verschwundenen Studenten bei der Mahnwache an Weihnachten vor dem Regierungssitz in Mexiko-Stadt – Quelle: vocesoaxaca.com

Ayotzinapa, Mexiko 09. Januar 2015 – amerika21/

Mehr als drei Monate nach dem Verschwindenlassen von 43 Lehramtsstudenten im südmexikanischen Bundesstaat Guerrero dauert die Suche nach den Vermissten weiter an. Bisher konnte nur die Leiche eines Betroffenen identifiziert werden. Angehörige und Freunde fordern daher weiterhin Aufklärung über das Schicksal der übrigen 42 Studenten, die in der Ortschaft Ayotzinapa verschleppt worden waren.

Sie kritisieren die zähen Ermittlungen der Generalstaatsanwaltschaft und bemängeln, dass bisher keine präzisen Informationen veröffentlicht wurden. Die „Mahnwache für die 43“, bei der sich Familien und Freunde der Opfer engagieren, soll bis zur restlosen Aufklärung der Menschenrechtsverletzungen fortgesetzt werden. Außerdem rufen die Angehörigen zur Beteiligung der Bevölkerung an der Suche auf.

Das Solidaritätskomitee für Ayotzinapa, das aus sozialen Organisationen, Lehramtsstudenten und Bürgern besteht, folgte diesem Aufruf bereits und hat gemeinsam mit den Angehörigen begonnen, verschiedene Kasernen und Gefängnisse des Bundesstaates Guerrero auf Spuren der Verschwundenen zu überprüfen. Die Aktion soll zunächst bis zum 16. Januar fortgesetzt werden.

Unterdessen veranlasste die mexikanische Generalstaatsanwaltschaft die Verhaftung von zehn weiteren Polizeiangehörigen, die mutmaßlich an dem Verschwindenlassen der Lehramtsstudenten beteiligt gewesen sind. Laut der Bundesregierung erfolgten die Verhaftungen im Rahmen der staatlichen Ermittlungen und sollen dabei helfen, Klarheit über den Verbleib der 42 noch vermissten Studenten zu schaffen. Damit wurden bis heute insgesamt 58 Angehörige von Sicherheitskräften in der Region verhaftet.

Aktivisten und Menschenrechtsverteidiger sehen darin den Versuch, die bröckelnde Regierungsversion zu den Vorkommnissen in Guerrero zu stützen, um die eigene Verantwortung zu relativieren. Im Gespräch mit der mexikanischen Tageszeitung La Jornada sprach der Menschenrechtsaktivist Abel Barrera Hernández zudem von einem Stopp der Ermittlungen der mexikanischen Bundesregierung in der Region Iguala, in der sich nur noch Gutachter und Mitglieder des argentinischen Forensikerteams befinden sollen. Eine Gruppe von zehn Experten der Interamerikanischen Menschenrechtskommission werde erwartet. Barrera Hernández bemängelte zudem die „sehr begrenzte Teilnahme der Regierung“ an den Ermittlungen. Sie verfüge „über keinen konkreten Plan“. Daher seien die Eltern und Angehörigen weitestgehend auf eigene Nachforschungen angewiesen.

Zuvor vermeldeten kritische Stimmen in der mexikanischen Presse Zweifel bezüglich der bisherigen Berichte der Bundesregierung, denen zufolge ausschließlich lokale Polizeieinheiten aus den Ortschaften Iguala und Cocula für Mord und Verschwindenlassen der Studenten verantwortlich seien. Eine interdisziplinäre Forschergruppe aus Mexiko-Stadt untersucht gegenwärtig die Hypothese, der zufolge die Studenten in Krematorien des mexikanischen Heeres oder den Installationen privater Unternehmen verbrannt worden sein könnten.

Für den 26. Januar haben mexikanische Menschenrechtsaktivisten zum achten internationalen Tag für die 42 verschwundenen Lehramtsstudenten aufgerufen.

Weiter deutsche Ausbildung von Polizisten in Mexiko

Weiterlesen

11 Tote bei Überfall auf kriminelles Polizeirevier im mexikanischen Michoacán

Milizen greifen Landpolizei an. Regionaler Sicherheitsbeauftragter spricht von lokalem Konflikt. Aktivisten beschuldigen ihn der Korruption

Angehörige der Selbstverteidigungsgruppen von Michoacán

Angehörige der Selbstverteidigungsgruppen von Michoacán – Quelle: animalpolitico.com

La Ruana, Michoacán 21. Dezember 2014 – amerika21

Bei einer bewaffneten Auseinandersetzung zwischen Milizen und einer Polizeieinheit im mexikanischen Bundesstaat Michoacán sind laut Medienberichten elf Personen ums Leben gekommen. Während der Auseinandersetzung gelang es schwer bewaffneten Angreifern unter der Führung des Milizenchefs Luís Antonio Torres, einen Landsitz mit rund 70 Fahrzeugen einzukreisen und unter Beschuss zu nehmen. Opfer dieser Attacke war eine zahlenmäßig unterlegene Einheit der Landpolizei „Fuerza Rural“ unter der Führung von Hipólito Mora. Dabei starb unter anderem dessen Sohn.

Weiterlesen

Großteil der weltweiten Journalistenmorde auf den Spielwiesen der USA

2700 Personen nach Angriff des IS auf den Irak vermisst

Seit dem Beginn der Beginn der IS-Offensive im vergangenen Juni sind im Irak etwa 2700 Menschen als vermisst registriert worden. (Bild: AFP)Seit dem Beginn der Beginn der IS-Offensive im vergangenen Juni sind im Irak etwa 2700 Menschen als vermisst registriert worden. (Bild: AFP)

Bagdad 16. Dezember 2014 – (IRNA/IRIB)

Mindestens 2700 Personen werden seit den Angriffen der Terrorgruppe IS im Juni, in den nördlichen und westlichen Regionen Iraks vermisst, so das irakische Menschenrechtsministeriums.

Die meisten dieser Vermissten seien Sicherheitskräfte. AFP zufolge fügt das Statement des Menschenrechtsministeriums hinzu, dass 1660 Personen aus dem Stützpunkt Spyker im Norden Bagdads 487 Personen aus dem Gefängnis Badush im Norden des Landes und 553 Personen aus den anderen Regionen Iraks verschwunden sind. 39 dieser Vermissten seien Frauen. Kaamel al-Amin, Sprecher des Menschenrechtsministeriums, erklärte, dass die Dunkelziffer höher liege, was unter anderem damit zu tun hat, dass deren Angehörige nichts von ihrem Verschwinden  wissen. Seit ihrem Angriff und der Besetzung der nördlichen und westlichen Teile Iraks, haben die IS-Terroristen schwere Verbrechen und Morde in diesen Regionen begangen.

UN: IS bildet Kinder ab fünf Jahren für den Krieg aus

Weiterlesen

mexikanisches Regime schlägt Massen-Proteste gewaltsam nieder & verschleppt erneut Studenten

Demonstranten in Mexiko wegen schwerster Delikte angeklagt

Demonstranten am Abend des 20. November auf dem zentralen Platz der Hauptstadt, dem Zócalo

Demonstranten am Abend des 20. November auf dem zentralen Platz der Hauptstadt, dem Zócalo – Quelle: ninja.oximity.com

Mexiko-Stadt 25. November 2014 – amerika21

Am internationalen Aktionstag für die verschwundenen Studenten von Ayotzinapa hat die Polizei in der mexikanischen Hauptstadt im Zuge der massiven Proteste rund 30 Personen verhaftet. Einige von ihnen sollen wegen schwerster Delikte angeklagt werden. Nach Zusammenstößen zwischen kleinen Gruppen der rund 100.000 Demonstranten und vor dem Nationalpalast positionierten Hundertschaften der Polizei war der zentrale Platz der Hauptstadt, auf dem sich noch Tausende friedliche Demonstranten befanden, gewaltsam geräumt worden. Dies stieß auf massive Kritik von Menschenrechtsorganisationen.

Weiterlesen

hundertausende protestieren in Mexiko wegen Studentenverschleppung & gegen Regierung

Demonstrant mit Totenkopfmaske und Transparent: "Ayotzinapa - Staatsterrorismus"

Demonstrant am Samstag in Mexiko-Stadt: „Ayotzinapa – Staatsterrorismus“

Quelle: Amaranta Marentes – Lizenz: CC by-nc 4.0

Mexiko-Stadt 12. November 2014 – amerika21

Die Proteste in Mexiko gegen die Regierung von Präsident Enrique Peña Nieto und ihr Verhalten im Fall der 43 verschwundenen Studenten in Ayotzinapa haben weiter zugenommen.

Hauptauslöser war die Pressekonferenz von Generalstaatsanwalt Jesús Murillo Karam am vergangenen Freitag. Er verkündete, die Studenten seien mit höchster Wahrscheinlichkeit hingerichtet und in einer Mülldeponie Cocula verbrannt worden. Ihre Asche sei in Plastiksäcken verpackt in einen nahe gelegenen Fluss geworfen worden. Er berief sich hierbei auf Videos und Aussagen von drei angeblichen Tätern aus den Reihen der Drogenbande „Guerreros Unidos“ (a21 berichtete).

Die Eltern der 43 Studenten haben die Erklärung von Murillo Karam verworfen und konkrete Beweise verlangt. Außerdem solle die Regierung das Zehn-Punkte-Abkommen, das Peña Nieto bei dem gemeinsamen Treffen mit ihnen unterzeichnet hatte, einhalten. Darin hatte sich der Präsident unter anderem verpflichtet, die Suche nach den Verschwunden zu intensivieren.

Noch am Freitag gingen Hunderttausende in Mexiko-Stadt auf die Straße.

Weiterlesen

Kolumbien degradiert Bauern zu Landlosen – illegale Genverseuchung mexikanischer Agrarflächen

Venezuela will genetisch verändertes Saatgut verbieten

Aktivisteninnen und Aktivisten unterstützen die GesetzesvorlageAktivisteninnen und Aktivisten unterstützen die Gesetzesvorlage – Quelle: venezuelalibredetransgenicos.blogspot.de

Caracas 20.10.2014 – Amerika21.de

Die Nationalversammlung Venezuelas hat in erster Lesung ein neues „Gesetz über Samen“ verabschiedet, das die inländische Lebensmittelproduktion fördern will und den Import von genetisch verändertem Saatgut verbietet. Das Gesetz reguliert die Herstellung, Verteilung, Aufbewahrung und den Gebrauch von Saatgut in Venezuela. Darin wird Saatgut als „strategisches öffentliches Gut“ definiert und seine Patentierung und Privatisierung eingeschränkt.

Weiterlesen

Mexiko: Massengräber nach Studentenverschleppung durch Polizei entdeckt

Bilder der verschwundenen Studenten

Bilder der verschwundenen Studenten – Quelle: noticaribe.com.mx

Iguala, Mexiko 6. Oktober 2014 – amerika21.de

Der Generalstaatsanwalt von Guerrero, Iñaky Blanco, hat am Samstag die Entdeckung von mehreren Massengräbern in Iguala im Bundesstaat Guerrero bestätigt. Dort sind vor einer Woche 43 Studenten nach ihrer Festnahme durch die Polizei verschwunden. Mitarbeiter der Nationalen Kommission für Menschenrechte, der Gerichtsmedizin sowie der Leiter der Staatlichen Kommission für Menschenrechte, Ramón Navarrete Magdaleno, sind am Fundort eingetroffen. Es werde nun ermittelt, ob es sich bei den Leichen um die Studenten handele, so Blanco.

Am 26. September hatte die Polizei protestierende Studenten der pädagogischen Hochschule „Raúl Isidro Burgos“ angegriffen (amerika21 berichtete). An dem Vorgehen sollen nach ersten Untersuchungen auch lokale Mafiamitglieder beteiligt gewesen sein. Zwei junge Studierende wurden erschossen, einer starb an den Folgen von Folterungen, zwei weitere wurden schwer verletzt und befinden sich in Lebensgefahr. Drei Unbeteiligte kamen ums Leben, ein Dutzend Verletzte werden im Krankenhaus behandelt. 43 Studenten wurden festgenommen und sind seitdem spurlos verschwunden. Nichtregierungsorganisationen und die Staatsanwaltschaft von Guerrero befürchten, dass diese nach ihrer Verhaftung durch die Polizei in Mafiahände übergeben wurden. Die jetzt entdeckten Gräber befinden sich etwa 15 Kilometer entfernt vom Ort des Angriffes auf die Studenten.

Am Samstag riefen die Familien der Verschwundenen zu einer Demonstration für den kommenden Mittwoch auf, um gegen den schleppenden Fortgang der Ermittlungen zu protestieren und zu fordern, dass die Vermissten „lebendig wieder auftauchen“. tsur

UN-Kommission stellt aggressives Lohndumping in Mexiko fest

Santiago de Chile/Mexiko-Stadt 8. September 2014 – amerika21.de

Die UNO-Wirtschaftskommission für Lateinamerika (Cepal) mit Sitz in Santiago de Chile kommt in einer jüngst veröffentlichten Studie über die Jahre 1995 bis 2009 zu wenig erfreulichen Ergebnisse für die mexikanischen Arbeiterinnen und Arbeiter. Während in Brasilien, Argentinien, Chile und Kolumbien die wöchentliche Arbeitszeit in diesem Zeitraum tendenziell gesunken ist, stieg sie in Mexiko von durchschnittlich 40,7 Stunden auf 43,3 Stunden an. Grund dafür sei offenbar die „Modernisierung der Gesetzgebung“, zitiert die linksliberale mexikanische Tageszeitung La Jornada aus der Cepal-Studie.

Die Lohnkosten sind in Mexiko hingegen niedriger als in den Vergleichsländern. Auch wenn die Studie keine Zahlen über das aktuelle Jahrzehnt enthält, dürfte sie durchaus bezeichnend für die aktuelle Situation sein: Die unteren Einkommensschichten können mit ihren Löhnen kaum die Grundbedürfnisse befriedigen.

Der mexikanische Mindestlohn für ungelernte Arbeiter liegt landesweit unter 70 Pesos pro Tag, das entspricht umgerechnet etwa vier Euro. Nach wie vor müssen in Mexiko mehrere Millionen Menschen mit diesem Minimaleinkommen überleben. Derzeit gibt es eine Debatte über eine substantielle Erhöhung des Mindestlohns. Seine Anhebung lag in den zurückliegenden Jahren permanent unter dem Anstieg der Lebensmittelpreise.

Nach einem Bericht des Zentrums für Multisdisziplinäre Analyse der Wirtschaftsfakultät der Autonomen Nationaluniversität Mexikos mussten die mexikanischen Arbeiterinnen und Arbeiter aufgrund dieser Situation allein in den knapp zwei Jahren seit Amtsantritt der Regierung unter Präsident Enrique Peña Nieto einen realen Kaufkraftverlust von 7,2 Prozent hinnehmen. (poonal)

Menschenhandel in Mexico: Minderjährige verkauft & prostituiert

Mexiko-Stadt 11. August 2014 – amerika21.de

Wie aus einem von der mexikanischen Ausländerbehörde veröffentlichten Bericht hervorgeht, wurden allein 2013 mehr als 8.000 minderjährige Migranten aus Mexiko ausgewiesen. Die Mehrzahl der Betroffenen stammt aus mittelamerikanischen Ländern. Die meisten reisen illegal nach Mexiko ein und versuchen, bis in die USA vorzudringen. „Viele von ihnen verschwinden, werden entführt und von Verbrecherbanden aufgegriffen“, sagte Ana García de Hernández, Ehefrau des Präsidenten von Honduras.

Weiterlesen

Mexiko: 2.618 Verschwundene (hptsächl. junge Männer & Mädchen) in 10 Monaten

Nach Angaben des Nationalen Registers über verschwundene Personen (Registro Nacional de Personas Desaparecidas) sind in Mexiko in den ersten zehn Monaten der Regierung von Präsident Enrique Peña Nieto 2.618 Personen verschwunden. Demnach werden 1.115 Frauen und 1.502 Männer in 29 der 32 mexikanischen Bundesländer als „desaparecidos“ geführt, als Verschwundene. In den Bundesländern Campeche, Nayarit und Hidalgo werden verschwundene Personen bis heute nicht offiziell registriert. Aus den Daten des Nationalen Registers geht hervor, dass die weiblichen Opfer vor allem zwischen zwölf und 17 Jahre alt sind. Weiterlesen

mexikanische Bürgerwehren vereinigen sich

Treffen von bewaffneten Aktivisten in Mexiko-Stadt. José Manuel Mireles will Nationale Miliz gegen das Organisierte Verbrechen gründen

Während eines Treffens von Bürgerwehren aus mehreren mexikanischen Bundesstaaten in Mexiko-Stadt haben soziale Aktivisten, ehemalige Abgeordnete und Geistliche zur Gründung einer Nationalen Bürgerwehr aufgerufen. Sie kritisieren die Ineffizienz des Staates bei der Bekämpfung des Drogenhandels sowie die immer noch prekäre Sicherheitslage. Zugleich planten die Teilnehmer einen Zusammenschluss aller Bürgerwehren Mexikos. Die Justizbehörden forderten sie zur Freilassung der einhundert weiterhin Inhaftierten Bürgerwehrmitglieder auf. Weiterlesen

durchgeknallter rechter Al-CIA-da-Agent entlarvt kolonialistische Praktiken

Bogotá. Die kolumbianische Staatsanwaltschaft hat in der vergangenen Woche im Norden der Hauptstadt Bogotá eine Überwachungszentrale zur Bespitzelung der laufenden Friedensgespräche  zwischen der Regierung von Präsident Juan Manuel Santos und der Guerillaorganisation FARC entdeckt. Der dabei verhaftete Hacker und Betreiber des Geheimbüros, Andrés Sepúlveda, hat bislang als Informationstechniker und Online-PR-Mann für die rechtsgerichtete Partei des Ex-Präsidenten Alvaro Uribe, Demokratisches Zentrum (CD), gearbeitet. Die politische Gruppierung, die sich mehrmals öffentlich gegen den Friedensdialog in Havanna ausgesprochen hat, streitet jedoch ab, mit der illegalen Überwachung zu tun zu haben. Weiterlesen

täglich 50 Mordopfer bei 2% Aufklärungsrate – in Mexico herscht das Recht des Stärkeren

Mexiko-Stadt. Familienangehörige von Verschwundenen sind am Samstag, dem in Mexiko begangenen Muttertag, in einem Demonstrationszug durch Mexiko-Stadt gezogen. Sie forderten in Sprechchören vom Staat „Wahrheit und Gerechtigkeit“ sowie die Suche nach den über 26.000 Menschen jeden Alters, die in Mexiko Opfer des Verschwindenlassens geworden sind. Bereits zum dritten Mal haben Aktivisten der Angehörigenorganisation „Vereinigte Kräfte für unsere Verschwundenen in Mexiko“ (Fuundem) und zahlreiche weitere Organisationen aus dem ganzen Land zu diesem nationalen Protestzug mobilisiert. Auch Familienangehörige aus El Salvador, Honduras und Guatemala unterstützten dieses Anliegen während der Veranstaltung am zentralen „Denkmal für die Mutter“ und am „Engel der Unabhängigkeit“. Das „Regionale Netzwerk Gerechtigkeit und Würde für Migranten“ hat indes 344 Fälle von verschwundenen Migranten detailliert dokumentiert. Sowohl im Fall der mexikanischen Opfer als auch bei verschwundenen Migranten liegt die Dunkelziffer mutmaßlich weitaus höher. Weiterlesen

Kolonialismus: verbreitete Straflosigkeit bei Gewalt & Mord an Journalisten in Mexiko

Mexiko-Stadt 23. April 2014amerika21.de

Mit 16 ermordeten Journalisten in den vergangenen zehn Jahren und einem Mordfall in diesem Jahr ist Mexiko laut dem Globalen Index der Straflosigkeit 2014 für Pressearbeiter das gefährlichste Land Lateinamerikas. Der Index, der vom Commitee to Protect Journalists (CPJ) mit Niederlassung in New York veröffentlicht wird, erfasst die Fälle von ermordeten Journalisten, in denen die Verantwortlichen nicht zur Rechenschaft gezogen wurden. Mexiko landet im aktuellen Ranking weltweit auf dem siebten Platz. Weiterlesen

Menschenhandel in Mexiko nimmt enorm zu

20.000 Kinder in Mexiko werden jährlich Opfer von sexueller Ausbeutung

22. März 2014 – Mexiko-Stadt – amerika21.de – 

Der Menschenhandel und die damit verbundene sexuelle Ausbeutung von Frauen und Kindern sind nach offiziellen Angaben der Generalstaatsanwaltschaft von Mexiko-Stadt um 140 Prozent gestiegen. Demnach werden laut Berichten der Drogenbehörde der UNO und des US-Außenministeriums über Menschenhandel jedes Jahr 20.000 Kinder in Mexiko Opfer von sexueller Ausbeutung und allein zwischen 2005 und 2008 wurden dreihundert Fälle von organisiertem Menschenhandel bekannt. Weiterlesen

Mexiko: Nach Bürgerkrieg gegen Drogenkartelle – Grippeepidemie mit über 10%iger Sterblichkeit fordert bereits 626 Tote

Soldat verteilt Mundschutzmasken in Mexiko-Stadt

Mexiko-Stadt. Weitgehend unbeachtet von der Öffentlichkeit ist in den ersten Wochen des Jahres 2014 eine Grippewelle durch Mexiko gezogen, die jener von 2009 vergleichbar war. Bis zum 20. Februar 2014 gab es 4.576 bestätigte Influenza-A-Virus H1N1-Infektionen („Schweinegrippe“) mit 571 Todesfällen. Weitere 55 kamen durch andere Grippeerreger hinzu. Weiterlesen

Neues Anti-Terror Gesetz in Mexiko verabschiedet

Mexiko-Stadt. Der mexikanische Senat hat ein neues Anti-Terror-Gesetz mit einer eindeutigen Mehrheit von 83 Stimmen verabschiedet. Dagegen stimmten nur 22 Abgeordnete der Opposition, bestehend aus der Partei der Demokratischen Revolution (PRD) und der Arbeiterpartei (PT). Das Gesetz war im Mai 2013 von Präsident Enrique Peña Nieto vorgeschlagen worden, „um den Terrorismus zu bekämpfen“. Weiterlesen

Überreste von Hunderten Menschen im Norden Mexikos entdeckt

Überreste von Hunderten Menschen im Norden Mexikos entdeckt

STIMME RUSSLANDS Die mexikanische Polizei hat im Bundesstaat Coahuila nahe der US-Grenze weit verstreute Überreste von Hunderten von Menschen entdeckt.

Die Polizisten fanden nur mehrere vollständige Skelette, die meisten Funde sind Fragmente menschlicher Körper und verkohlte Knochen.

Das sind Überreste von Menschen, die vor etwa fünf Jahren ums Leben kamen, teilen die mexikanischen Behörden mit. In diesem Bundesstaat agiert das Drogenkartell „Los Zetas“.

Bekannt ist, dass die Polizei wegen Vermisstenanzeigen lokaler Einwohner eine Ermittlung durchführte. Darüber hinaus werden mehrere Beamte des Bundesstaates vermisst.

 

Mexiko: Rebellen besetzen Apatzingán

Mexiko: Rebellen besetzen Apatzingán

STIMME RUSSLANDS Selbstverteidigungstruppen haben mit Hilfe der mexikanischen Regierungstruppen die Stadt Apatzingán besetzt, wo sich das Hauptquartier des Drogenkartells „Ritter“ befand.

Der Widerstand gegen das Kartell ist im Staat Michoacán im Westen des Landes praktisch in einen Krieg ausgewachsen.

Hunderte Rebellen, denen die mexikanischen Behörden im letzten Monat den offiziellen Status von Sicherheitskräften gewährt hatten, werden nun auf der Suche nach den Kartellchefs jedes Haus durchsuchen.

Das Kartell „Ritter“ kontrollierte den Großteil des Drogenumsatzes im Land und terrorisierte ständig Bauern und Unternehmer.

 

Mexikanischer Aktivist stirbt durch Polizeigewalt

Mexiko-Stadt. Am 26. Januar ist der politische Aktivist und Theaterdirektor Juan Francisco Kuykendall Leal nach über 13 Monaten Überlebenskampf an den Folgen einer Schussverletzung verstorben.

Freunden und Angehörigen gilt er als der „erste Tote“ unter der neuen Regierung von Enrique Peña Nieto, weil er an den Folgen der Polizeigewalt bei den Protesten anlässlich der Amtseinführung starb. Am 1. Dezember 2012 wurde die offizielle Amtsübernahme des Staatsoberhauptes von der Partei der Institutionellen Revolution (PRI) von Protesten an verschiedenen Orten der Hauptstadt begleitet. Früh schon eskalierte die Situation, schwere Zusammenstöße zwischen Polizeieinheiten und Demonstrierenden begannen und zogen sich über den ganzen Tag hin. Kurze Zeit darauf meldeten Radio- und TV-Sender den Tod eines Menschen. Weiterlesen

Mexiko legalisiert Bürgerwehr

Tepalcatepec, Mexiko. Die mexikanische Regierung hat ein Abkommen mit Bürgerwehren aus Michoacán geschlossen. Bei einem Treffen am 27. Januar zwischen dem Kommissar der Bundespolizei Enrique Galindo, dem Gouverneur des Bundesstaates Fausto Vallejo, Repräsentanten der Bundesregierung und Anführern der Selbstverteidigungsgruppen wurde beschlossen, diese zu legalisieren und künftig zu institutionalisieren. Die „Autodefensas de Michoacán“ sind Zusammenschlüsse von Zivilpersonen, um sich gegen die organisierte Gewalt in Michoacán, einem Bundesstaat westlich von Mexiko-Stadt, zu schützen. Weiterlesen

Ist der Weltpolizist 2010 ein internationaler Paramilitär- & CIA-Drogenboss?

Mexiko-Stadt/Bogotá. Die oppositionelle „Partei der Revolution“ (PRD) in Mexiko hat eine Untersuchung gegen den kolumbianischen Ex-Polizeigeneral Óscar Naranjo wegen möglicher Mitverantwortung bei der Bildung paramilitärischer Strukturen in Michoacán gefordert. Der in Ruhestand versetzte Naranjo ist seit 2012 Sicherheitsberater des mexikanischen Präsidenten Enrique Peña Nieto gewesen. Weiterlesen

NSA spioniert auch Computer ohne Internetverbindung aus

16. Jan. 2014New York (dpa/CRI)

Der US-Geheimdienst NSA kann der „New York Times“ zufolge auch Computer ohne Verbindung zum Internet anzapfen.

Die NSA habe dazu weltweit 100.000 Rechner mit Mini-Sendern und Spionagesoftware verwanzt, berichtete die Zeitung am Mittwoch. Unter anderem wurden das chinesische und russische Militär sowie Computer der mexikanischen Polizei und dortiger Drogenkartelle infiziert, aber auch Handelsinstitutionen innerhalb der EU. Die seit 2008 eingesetzte Technik soll auf Funkübertragung über einen verborgenen Kanal basieren. Die Sendeempfänger können in USB-Steckern oder kleinen Platinen im Computer integriert sein und mit einer bis zu 12 Kilometern entfernten Relaisstation kommunizieren, die nicht größer als eine Aktentasche ist.
Laut Unterlagen aus dem Fundus des Informanten Edward Snowden richtete der US-Geheimdienst zwei eigene Rechenzentren in China ein, möglicherweise über Tarnfirmen, schrieb die «New York Times». Von dort aus könne Überwachungssoftware in Computer eingeschleust werden. Die NSA kann auf verschiedene Weise Informationen aus dem Internet abgreifen. Mit Hilfe des britischen Partnerdienstes GCHQ werden Datensätze direkt aus Glasfaser-Kabeln abgefischt. Nach dem US-Auslandsspionagegesetz kann die NSA Zugang zu Nutzerinformationen bei Internet-Konzernen beantragen.

Kooperierten USA mit Sinaloa-Drogenkartell?

Mexiko-Stadt/Chicago. Einer investigativen Recherche der mexikanischen Tageszeitung El Universal zufolge liegen Beweise dafür vor, dass die US-Regierung von 2000 bis 2012  mit dem Sinaloa Drogenkartell eine informelle Vereinbarung geschlossen hatte. In diesem Rahmen soll die US-Drogenbehörde DEA dem Sinaloa Kartell im Gegenzug zu Informationen über gegnerische Kartelle, Verzicht auf Strafverfolgung und ungehinderten Drogenschmuggel zugesichert haben. Weiterlesen