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US-Destabilisator Robert S. Ford zum Botschafter in Kairo ernannt

8. August 2013http://www.politaia.org/

robert ford US Destabilisator Robert S. Ford zum Botschafter in Kairo ernannt

Robert Stephen Ford

Robert S. Ford, derzeitiger Botschafter der Vereinigten Staaten in Syrien (obwohl in der Türkei stationiert), wurde gerade von Barack Obama zum neuen Botschafter der USA in Ägypten ernannt. Er tritt damit die Nachfolge von Ann Peterson an, die Unterstaatssekretärin  für den Nahen Osten werden soll.

Botschafter Ford ist kein gewöhnlicher Diplomat. Er war im Januar 2004 der US-Vertreter in der shiitischen Stadt Najaf im Irak, das die Hochburg der Mahdi-Armee war. Ein paar Monate später wurde er zum zweiten Mann in der Botschaft von Bagdad unter Negroponte. Danach unter dessen Nachfolger Zalmay Khalilzad, bevor er 2006 zum Botschafter in Algerien ernannt wurde. In Bagdad war Fords Aufgabe, die heimliche Unterstützung für die Todesschwadronen und Paramilitärs zu koordinieren, um sektiererische Gewalt und die Schwächung der Widerstandsbewegung zu bewirken.

Ford legte den Grundstein für den Aufstand vom März 2011 in Syrien, der in der südlichen Grenzstadt Daraa begann.

Der ehemalige Assistent von Botschafter John Negroponte in Bagdad, Robert S. Ford, hat die ersten Anti-Assad-Demos in Syrien im Jahr 2011 organisiert. Er versuchte, oft auch erfolgreich, andere westliche Botschafter zu mobilisieren, damit sie die “Revolutionären” unterstützten. Als es sich wegen dem doppelten Veto von China und Russland als unmöglich herausstellte, Syrien durch die NATO bombardieren zu lassen, implementierte Robert S. Ford mit General David Petraeus die “Salvador-Option für Syrien”: Hunderttausende Kämpfer aus der ganzen Welt versuchten, das Regime zu stürzen.

Nach dem Modell von den geheimen US-Operationen in Mittelamerika, startete das Pentagon die „Salvador Option fur Irak“ 2004 unter Führung von US-Botschafter im Irak John Negroponte (2004-2005) zusammen mit Robert Stephen Ford, der 2011 zum Botschafter in Syrien ernannt wurde, zwei Monate vor dem Beginn des bewaffneten Aufstandes gegen die Regierung von Bashar al-Assad.

Die Salvador Option“ ist ein „terroristisches Modell“ für Massentötungen durch US-geförderte Todesschwadronen. Es wurde zuerst in Salvador eingesetzt, auf dem Höhepunkt des Widerstandes gegen die Militärdiktatur, was zu etwa 75 000 Toten führte.

John Negroponte hatte von 1981 bis 1985 als Botschafter in Honduras gedient. Als Botschafter in Tegucigalpa spielte er eine Schlüsselrolle bei der Unterstützung und Kontrolle der Contra-Söldner in Nicaragua, die ihre Basis in Honduras hatte. Die Contra-Attacken über die Grenze nach Nicaragua forderten 50 000 Tote. 2004 wurde John Negroponte zum Botschafter in Irak ernannt mit einer ganz besonderen Aufgabe: Die Destabilisierung und Zersetzung des Irak.

Die Ernennung von Ford als Botschafter in Kairo, wenn der Senat sie bestätigte, bedeutet wahrscheinlich das Ende des Krieges gegen Syrien und den Beginn des Bürgerkrieges in Ägypten. Auf diese Weise werden die drei großen arabischen staatlichen Armeen (Irak, Syrien, Ägypten) zerstört und der Nahe Osten und Nordafrika der israelischer Militärvorherrschaft überlassen.

Eine Delegation der Muslimbruderschaft soll innerhalb der nächsten Tage  im Weißen Haus in Anwesenheit von türkischen Diplomaten empfangen werden.

Ägypten ist besonders empfindlich gegenüber einer Destabilisierung-Operation, da es aufgrund seiner instabilien wirtschaftlichen und politischen Lage und der Schwäche seines Heeres (500.000 Mann für 85 Millionen Einwohner, gegenüber 1.500.000 Mann für seine Polizei) leichte Beute der Internationalen Finanzmafia werden kann.

http://www.voltairenet.org/article179761.html

http://www.globalresearch.ca/the-salvador-option-for-syria-us-nato-sponsored-death-squads-integrate-opposition-forces/31096

Regimewechsel in Zentralafrika & Afrikas Rückeroberung durch die Kolonialmächte

Der Sturz des zentralafrikanischen Präsidenten Francois Bozizé und die Verweigerung der Unterstützung durch seine Alliierten werfen Fragen auf. Welche Rolle spielt der Tschad dabei?

 

25.3.2013. Eine Welle der Instabilität rollt durch Afrika. Nach der Ermordung Ghaddafis 2011 und dem aktuellen Sturz von Francois Bozizé in Zentralafrika gehen Tschads Staatspräsident Idriss Déby allmählich die Verbündeten aus. Nun sieht er sich auch noch im eigenen Land mit einer längst vergessen geglaubten Rebellion konfrontiert.
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Mali: Tschadische Truppen töten islamistischen Terrorführer

6.3.2013. Wie der tschadische Präsident Idriss Déby jetzt bekanntgab, sei der aus Algerien stammende radikalislamische Terroristenführer Abdelhamid Abou Zeid am 22. Februar in Mali bei Gefechten im Ifoghas-Gebirge durch Regierungstruppen der Republik Tschad, die dort an der Seite der schwachen Mali-Armee und französischer Truppen kämpften, getötet wurden. Neben Abou Zeid, der hauptsächlich durch die Entführung westlicher Geiseln bekannt wurde, sollen die tschadischen Soldaten auch den Islamistenführer Mokthar Belmokthar erwischt haben, der für die im Januar erfolgte blutige Geiselnahme auf einem algerischen Erdölfeld verantwortlich ist, was aber inzwischen wieder dementiert wurde. (Kay Hanisch)

Mali-Konflikt: Algerien ist das eigentliche Ziel!

25.1.2013. Der französische Journalist Thierry Meyssan, ein Insider, dessen Prognosen und Artikel sich schon im Libyen-Krieg bewahrheitet haben, berichtete jüngst, daß der eigentliche Grund des französischen Eingreifens in Mali eine geplante Destabilisierung des widerspenstigen Algeriens ist, welches sich weiterhin der totalen Kontrolle des Westens über die afrikanischen Bodenschätze widersetzt. Die Strategie, erst islamistische Terrorgruppen hochzupäppeln wie Ansar Dine oder AQMI in Mali, um dann einen Grund für ein militärisches Eingreifen zu haben, wurde ja bereits vom US-amerikanischen Bush-Regime in Afghanistan angewandt und nun hat man mit dem Geiseldrama letzte Woche bereits gesehen, wie der Krieg nach Algerien über die Grenze schwappt (wie eben genau auch in Pakistan). (Kay Hanisch)

Mali: Französischer Angriff destabilisiert die Nachbarländer

22.1.2013. Wie Pro-Nato-Medien übereinstimmend berichten, haben die französischen Luftangriffe und das Vorrücken der Armee dazu geführt, daß die islamistischen Rebellen die von ihnen kontrollierten Städte geräumt haben und sich in die Wüste oder an die Grenzen Malis zurückgezogen haben. Darin liegt das eigentlich Problem, denn es ist zu befürchten, daß die Vertreibung der Rebellen in andere Staaten (Mauretanien, Niger, Algerien, Nigeria) deren Stabilität untergräbt und de facto einen Flächenbrand ausgelöst hat. (Kay Hanisch)

Algerischer Präsident: Chaos in Mali hat Frankreich zu verantworten

1.11.2012. Der seit 1999 amtierende algerische Präsident Abdelaziz Bouteflika (Nationale Befreiungsfront FLN) hat Frankreich vorgeworfen, für den Bürgerkrieg und das Chaos in Mali verantwortlich zu sein, da der von Frankreich massiv betriebene Sturz des libyschen Revolutionsführers Muammar al-Ghaddafi eben erst jene Kräfte freigesetzt hat, welche den Norden Malis unter ihre Kontrolle gebracht haben. Ghaddafi galt trotz aller Skurilitäten und Marotten als Stabilitätsanker in der Region und beendete mehrere regionale Bürgerkriege in der Sahelzone, in dem Libyen für die Wiedereingliederung von Ex-Rebellen in die jeweiligen Gesellschaften Gelder bereitstellte. (Kay Hanisch)

Malis Nachbarstaaten gegen Militärintervention

4.10.2012. Was derzeit in Mali stattfindet ist immer schwerer zu durchschauen: Nun hat die Regierung der Nationalen Einheit vor der UNO und unterstützt von großen Teilen von ECOWAS und Afrikanischer Union eine Militärintervention gefordert, um die Islamisten von Ansar Dine und der mit ihnen verbündeten Gruppen aus Nordmali herauszuwerfen und Frankreich hat sich bereiterklärt zu helfen, doch Algerien, Niger und Mauretanien lehnen eine Intervention ab, obwohl diese Staaten doch am stärksten durch die mögliche Expansion des islamistischen Terrors bedroht sind. Während die mauretanische Regierung sowieso ziemlich undurchsichtig agiert und man bei der algerischen Regierung, welche von der ehemaligen Befreiungsfront FLN getragen wird, besonders nach den französischen Feldzügen gegen Libyen und die Elfenbeinküste, antikoloniale Reflexe verantwortlich machen kann, gibt die Position des schwachen, bitterarmen und von Frankreich abhängigen Nigers schon zu denken (dessen „sozialistischer“ Präsident Mahamdou Issoufou bewies übrigens bemerkenswerte Standfestigkeit, als er sich weigerte Ghaddafi-Sohn Saadi an den Westen oder Libyen auszuliefern) – woraus man eventuell (!) ableiten kann, das die Situation in Nordmali anders ist, als sie in unseren Medien dargestellt wird. (Kay Hanisch)

Afrika: Tritt Algerien in Ghaddafis Fußstapfen?

20.8.2012. Mit der Ermordung des libyschen Machthabers und Revolutionsführers Muammar al-Ghaddafi wurde der Hauptfinanzier der Afrikanischen Union (AU) ausgeschaltet und viele von ihm angestoßene Entwicklungsprojekte in Afrika blieben liegen. Nun hat Algerien zehn afrikanischen Staaten die Schulden gestrichen und sich gleichzeitig geweigert, dem Internationalen Währungsfonds (IWF) Geld zu leihen, um damit der EU zu helfen, welche ja 2011 für mindestens zwei afrikanische Kriege (Elfenbeinküste, Libyen) mitverantwortlich ist – bravo! (Kay Hanisch)

Ahmed Ben Bella meldet sich wieder zu Wort

1.11.2011. Der legendäre Befreiungsheld und einstige Führer der Nationalen Befreiungsfront (FLN), der 95-jährige Ahmed Ben Bella, hat sich in einem Aufruf wieder zu Wort gemeldet und erklärt, jeder fromme Muslim solle sich um das Gemeinwohl und eine progressive Auslegung des Korans bemühen. Der sozialistisch orientierte Ben Bella wurde 1962 erster Staatspräsident des unabhängigen Algerien und galt als herausragender charismatischer Führer der Dritten Welt – 1965 wurde er aber schon von seinem engen Vertrauten Houari Boumedienne gestürzt.

Kay Hanisch

Vor 50 Jahren: Massaker in Frankreich mit 200 Toten

14.11.2011. Kaum jemand erinnert sich an ein dunkles Kapitel französischer Politik als vor 50 Jahren am 17. Oktober 1961 bei der blutigen Niederschlagung der Proteste von Algeriern, die mit der algerischen Befreiungsfront FLN sympathisieren, 200 Menschen durch die französische Polizei ermordet werden. Maurice Papon, seinerzeit Präfekt von Paris und im Zweiten Weltkrieg ein hoher Beamte des Vichy-Regimes trägt dafür die Verantwortung, 11.000 Menschen werden im Palais du Sport zusammengetrieben, die Leichen zahlreicher Ermordeter treiben in der Seine.

Kay Hanisch

Riesiges Ghaddafi-Poster bei Fußballspiel Algerien – Tunesien

19.11.2011. Bei einem Fußballspiel Mitte November zwischen Algerien und Tunesien haben Fans aus ca. 200 Tafeln im Fanblock ein riesiges Porträt von Libyens ermordetem Revolutionsführer Muammar al-Ghaddafi zusammengesetzt und gezeigt. Dies zeigt, das der von der NATO und ihren libyschen Söldnerbanden zum Märtyrer gemachte Ghaddafi nicht nur in Libyen und Schwarzafrika über großen Rückhalt verfügt, sondern auch Fans in der arabischen Welt hat.

Kay Hanisch

Aisha al-Ghaddafi fordert Untersuchung der Ermordung ihres Vaters und ihres Bruders – und wird prompt aus Algerien ausgewiesen

15.12.2011. Aisha al-Ghaddafi, Tochter des libyschen Revolutionsführers Muammar al-Ghaddafi, die mit ihrer Mutter und zwei Brüdern nach Algerien geflüchtet war, hat eine internationale Untersuchung der Tötung ihres Vaters und ihres Bruders Mutassim am 20.10.2011 gefordert, da beide auf die grausamste Weise ermordet und ihre Leichen gegen alle Regeln des Islams geschändet und zur Schau gestellt worden waren. Nun wurde sie von Algerien ausgewiesen, da sie sich wiederholt politisch geäußert hat, was dem algerischen Asylgesetz wiederspricht und wird voraussichtlich, da Mexiko und Venezuela ablehnten, nach Südafrika abeschoben.

Kay Hanisch

Algerien schützt Ghaddafi-Familie vor Lynchjustiz der Rebellen

31.8.2011. Wie sich herausstellte ist ein Teil der Familie des libyschen Revolutionsführers Muammar al-Ghaddafi ins benachbarte Algerien geflüchtet – darunter Ghaddafis Ehefrau Safia, die Söhne Mohammed und Hanibal sowie die einzige Tochter Aisha, welche in Algerien ein Kind zur Welt brachte. Algerien hatte bereits letzte Woche die libysche Grenzstadt Ghadames besetzt, um zu verhindern, daß die NATO-Söldner sie einnehmen und das Mitglieder der bedrängten Regierung norfalls das Land verlassen können, während heute ein Sprecher der „Rebellen“ forderte der „kriminelle“ Anhang des „Insektes“ Ghaddafi müsse wieder nach Libyen ausgeliefert werden und Gift und Galle über die Flucht spuckte.

Kay Hanisch

ALBA verurteilt Überfall auf venezuelanische Botschaft in Tripolis

6.9.2011. Der lateinamerikanische Staatenbund ALBA verurteilt scharf den bewaffneten Überfall von marodierenden „Rebellen“ auf die Wohnräume des venezuelanischen Botschafters, woraufhin dieser aus dem Land fliehen mußte. Venezuela unterstützt die legitime libysche Regierung Ghaddafis, während schon kurz vorher, die Botschaft Algeriens, welches die Rebellen ebenfalls nicht anerkennt, geplündert wurde.

Kay Hanisch

Unerwartete Unterstützung für Ghaddafis Kämpfer – selbst aus dem Irak

28.9.2011. Informierten Kreisen zufolge sollen 10.000 Tuareg-Kämpfer aus Niger, Mali und Algerien – verstärkt durch Stammeskämpfer aus Ägypten auf dem Weg nach Libyen sein, um dem libyschen Volk bei seinem Kampf gegen den NATO-Überfall und die fälschlicherweise als „Rebellen“ bezeichneten NATO-Kämpfer beizustehen. Nun verkündete auch noch Ibrahim al-Douri, ein ehemaliger irakischer Premierminister unter Saddam Hussein, den Kriegseintritt mit seiner Befreiungsfront – eine Gruppe, die jahrelange taktische Erfahrung mit dem Kampf gegen die High-Tech-Waffen der USA hat.

Kay Hanisch

Wird Ghaddafi von Algerien unterstützt?

9.4.2011. Die libyschen Rebellen werfen dem neutralen Algerien, daß sich nicht an der „Koalition der Willigen“ des Militärschlages gegen den Machthaber Muammar al-Ghaddafi beteiligt, vor, den Langzeitherrscher von Tripolis zu unterstützen. Sie werfen Algerien vor, (daß erst kürzlich wieder einen Waffenstillstand im libyschen Bürgerkrieg gefordert hatte), „Söldner“ für Ghaddafi mit Militärmaschinen und Flugzeugen der staatlichen Fluglinie nach Libyen gebracht zu haben.

Kay Hanisch