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Tote / Grenzstreit zwischen Armenien & Aserbaidschan vor Eskalation

Erneut Tote bei Gefechten um Konfliktgebiet Berg-Karabach

Immer wieder kommt es zu Gefechten an der Waffenstillstandslinie in Karabach (Archivbild) Immer wieder kommt es zu Gefechten an der Waffenstillstandslinie in Karabach (Archivbild)

Eriwan 2. August 2014 (orf/IRIB)

Bei blutigen Gefechten um das von Armenien kontrollierte Konfliktgebiet Berg-Karabach im Südkaukasus sind nach aserbaidschanischen Angaben erneut mehrere Soldaten getötet worden.

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Australischer Bundesstaat erkennt die Unabhängigkeit Berg-Karabachs an

19.11.2012. Der Legislativrat des australischen Bundesstaates New South Wales hat eine Resolution verabschiedet, in der die Unabhängigkeit der „Republik Berg-Karabach“ anerkannt wird und die australische Bundesregierung aufgefordert wird, es ihm gleich zu tun. Berg-Karabach ist ein von Armeniern besiedeltes Gebiet in Aserbaidschan im Kaukasus, daß sich 1992 mit armenischer Waffenhilfe von Aserbaidschan abspaltete und sich seit dem als unabhängige Republik betrachtet. (Kay Hanisch)

Armenien droht Ungarn und verteidigt die Abspaltung Berg-Karabachs

11.9.2012. Nachdem Ungarn einen verurteilten aserbaidschanischen Mörder, der in Budapest einen Armenier mit der Axt getötet hatte, vorzeitig aus der Haft nach Aserbaidschan überstellt hatte, wo der ehemalige Offizier mit militärischen Ehren empfangen, belohnt und befördert wurde, hat der armenische Staatspräsident Sersch Sargisjan Ungarn mit dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen gedroht. Gleichzeitig verteidigte Sargisjan die Abspaltung der von Armeniern bewohnten Republik Berg-Karabach von Aserbaidschan (dem Erzfeind Armeniens) mit den Worten: „Gibt es jemanden auf der Welt, der der Bevölkerung von Berg-Karabach vorschlagen wird, sich Aserbaidschan anzuschließen, wo ein Mörder als Held gefeiert wird, weil er einen Armenier getötet hat?“ (Kay Hanisch)

Aserbaidschan, Türkei und Iran versichern, im Kriegsfall sich nicht gegenseitig anzugreifen

17.3.2012. Zumindest hatten dies letzte Woche die Außenminister der drei Staaten bei einem Treffen in der aserbaidschanischen Enklave Nachitschewan beschlossen. Während Aserbaidschan seit einigen Jahren relativ glaubhaft eine Neutralitätspolitik betreibt, sind bei der Türkei Zweifel angebracht, denn diese ist ein NATO-Staat und sehr stark verwickelt in der militärische Unterstützung der bewaffneten Rebellion in Syrien – dem engsten Verbündeten Irans, der vor einem Angriff auf die Islamische Republik von Teheran unbedingt ausgeschaltet werden muß.

Kay Hanisch

Alte Feindschaft rostet nicht: Armenien boykottiert Eurovision Song Contest in Aserbaidschan

19.3.2012. Armenien, welches im letzten Jahr mit bemerkenswerten Sängerin Eva Rivas einen der vorderen Plätze belegte, wird dieses Jahr nicht am Eurovision Song Contest im benachbarten Aserbaidschan teilnehmen, nachdem zahlreiche armenische Künstler bereits im Vorfeld in einem Offenen Brief einen Boykott der Veranstaltung gefordert hatten. Nun hatte sich auch noch kurz zuvor ein Zwischenfall an der Waffenstillstandslinie von 1994 erreignet, bei dem ein armenischer und zwei aserbaidschanische Soldaten getötet worden waren – der Armenier zuerst und offenbar von einem Scharfschützen.

Kay Hanisch

Aserbaidschan bekräftigt seine Neutralität

10.11.2011. Der stellvertretende aserbaidschanische Außenminister Araz Azimov erklärte bei Gesprächen mit der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), daß sein Land eine „multipolare Außenpolitik“ anstrebt, sich keinem Militärblock anschließen möchte und auch keine ausländischen Truppenstützpunkte auf seinem Territorium dulden wird. Man sei sowohl Partner Russlands und des Iran, als auch Partner der EU, der Türkei und der USA.

Kay Hanisch