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Eritrea: Präsident Afewerki als Friedenstaube?

20.8.2011. Der Staatspräsident des nahezu völlig isolierten Eritrea, Isayas Afewerki, ist nach Uganda aufgebrochen, um die Beziehungen zwischen beiden Ländern zu verbessern, da Eritrea vom Westen vorgeworfen wird, die radikal-islamischen Al-Shabaab-Milizen in Somalia zu unterstützen, während Uganda eine afrikanische Eingreiftruppe anführt, welche die somalische Regierung unterstützt. Präsident Afewerki fürchtet offenbar – nicht zu Unrecht – daß sein Land, das nächste sein könnte, welches die NATO überfällt, da sich Eritrea nahezu völlig unabhängig von ausländischen Großkonzernen und Banken gemacht hat und als Staat ohne Freunde und Fürsprecher ziemlich verloren dastehen würde.

Kay Hanisch

Eritrea tritt wieder Staatenbund IGAD bei

7.8.2011. Das isolationistische Eritrea ist wieder der nordostafrikanischen Staatengemeinschaft IGAD beigetreten, die es aufgrund von Zerwürfnissen mit dem großen Nachbarn und IGAD-Mitglied Äthiopien verlassen hatte. Der Grund für eine stärkere Annäherung an die Nacharn dürfte darin zu suchen sein, daß Eritrea einen NATO-Überfall wie in Libyen fürchtet, da der Staat laut USA (was also nicht viel heißen will) als Förderer des „Terrorismus“ gilt.

Kay Hanisch

Frieden – so einfach geht das!

24.10.2010. Nach einem Bürgerkrieg mit über 300.000 Toten und 2,5 Mio. Vertriebenen in Darfur (Sudan), der in den benachbarten Tschad übergeschwappt war, schafften es jetzt nach jahrelangen Versuchen die verfeindeten Präsidenten Tschads und Sudans, Idriss Déby und Omar al-Bashir, ohne große ausländische Vermittlung einen Vertrag abzuschließen, daß die Unterstützung von Rebellengruppen gegen die jeweils andere Regierung ausschließt. Unmittelbar darauf gelang es Déby, die von ihm bisher unterstützte
Bewegung für Gerechtigkeit und Gleichheit (JEM) im Sudan zu einem Waffenstillstand und Friedensgesprächen zu drängen, auch der Paria-Staat Eritrea und das Emirat Katar unterstützten dieses Abkommen.

Kay Hanisch