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erneuter Terrorangriff in Nigeria – malische Terroristen gegen franzözische Geisel ausgetauscht

Islamisten greifen Dorf in Nigeria an

Islamisten greifen Dorf in Nigeria an

STIMME RUSSLANDS Mindestens 32 Menschen sind bei einem Islamistenangriff auf ein Dorf im Nordosten von Nigeria ums Leben gekommen. Wie RIA Novosti berichtet, wurden Dutzende Menschen als Geiseln genommen.

Der Vorfall ereignete sich am Sonntag. In Nigeria ist die radikale islamistische Gruppierung Boko Haram aktiv, deren Mitglieder gegen das westliche Bildungsmodell auftreten und die landesweite Einführung der Scharia anstreben.

Mali: al-Kaida-Häftlinge wurden gegen französische Geisel getauscht

Mali: al-Kaida-Häftlinge wurden gegen französische Geisel getauscht

Bamako 13. Dezember 2014 – (IRIB/greenpeace)

Wenige Tage nach der Freilassung eines in Mali von Terroristen entführten Franzosen hat die Regierung des westafrikanischen Landes einen Austausch mit vier al-Kaida-Anhängern zugegeben.

Sie wurden nach Angaben der Regierung in Bamako im Gegenzug für die Freilassung des Franzosen aus der Haft entlassen. Menschenrechtler forderten am Samstag, die Extremisten, die der Terrororganisation «Al Kaida im islamischen Maghreb» angehören, so schnell wie möglich wieder gefangen zu nehmen. Die Terroristen hatten Serge Lazarevic (50) gemeinsam mit einem anderen Franzosen im November 2011 entführt. Die andere Geisel war im vergangenen Jahr erschossen worden. Lazarevic, der am letzten Dienstag nach drei Jahren freikam, war die letzte französische Geisel in Mali. Malis Justizminister Mohamed Ali Bathily hatte am Freitag in einem Interview des Senders «France 24» den Austausch mit den vier Extremisten eingeräumt. «Ja, wir haben es getan und es war nicht das erste Mal», sagte er.

China fliegt US-unabhängige Luftangriffe gegen IS

Irakische Armee wehrt Angriff der IS-Terroristen auf Baidschi ab

Irakische Armee wehrt Angriff der IS-Terroristen auf Baidschi  ab

Baidschi 14. Dezember 2014 – (IRIBnews)

Sicherheitskräften Iraks ist es gelungen, einen Terroranschlag der Terrorgruppe „Islamischer Staat“  (IS) auf einen Kontrollposten im Süden von Baidschi, 40 km nördlich von Tikrit, abzuwehren und mindestens fünf Angreifer zu töten.

Wie aus Sicherheitskräften der Provinz Salah-ad-Din verlautete , sprengten am gestrigen Samstag IS-Terroristen das Elektrizitäts-Werkgebäude und die Zentrale des Stadtrats, und weitere sechs Häuser im Bezirk al-Motasam, im Süden von Samarra, 40 km südlich von Tikrit, in die Luft.

Laut Nachrichtenprotal Nahrain aus Salahadiin gewann am Freitag die irakische Armee, nach Auseinandersetzungen mit den IS Terroristen, die Kontrolle über den Bezirk al-Motasam, und tötete dabei Dutzende Terroristen.

IS tötet 19 irakische Polizisten

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In Mali entführte französische Reporter tot aufgefunden

AFPReporter waren am Mittag verschleppt worden

Zwei in Mali entführte französische Journalisten sind tot. Eine Journalistin und ihr Kollege von Radio France Internationale (RFI) waren am Mittag in Kidal im Nordosten des Landes verschleppt worden

AFP – Zwei in Mali entführte französische Journalisten sind tot. Eine Journalistin und ihr Kollege von Radio France Internationale (RFI) waren am Mittag in Kidal im Nordosten des Landes verschleppt worden

Im Nordosten Malis sind die Leichen einer französischen Journalistin und ihres Kollegen gefunden worden. Die beiden Reporter des Senders Radio France Internationale (RFI) waren am Mittag in der Stadt Kidal von Bewaffneten verschleppt worden, wie das französische Außenministerium bekanntgab. Staatschef François Hollande äußerte „Empörung“ über die Entführung und die Tötung der Journalisten.

„Ghislaine Dupont und Claude Verlon sind tot aufgefunden worden“, erklärte das Außenministerium in Paris. Die französischen Geheimdienste setzten mit den malischen Behörden alles daran, die genauen Umstände aufzuklären, hieß es. Weiterlesen

Mali: 28 Kandidaten treten zur Präsidentschaftswahl an

11.7.2013. Zur Präsidentschaftswahl in Mali wurden 28 Kandidaten zugelassen, darunter Modibo Sidibé, der Premierminister des 2012 gestürzten Staatspräsidenten Amadou Toumani Touré (ATT), der einflußreiche Politiker Ibrahim Boubacar Keita, Soumaila Cissé, der für die frühere Regierungspartei ADEMA (Allianz für Demokratie in Mali) antritt und der anti-imperialistische Oppositionspolitiker Oumar Mariko, der als führernder Kopf der Linkspartei SADI (Afrikanische Solidarität für Demokratie und Unabhängigkeit) gilt. Die drei letzteren waren bereits 2002 und 2007 Kandidaten für den Präsidentenstuhl. (Kay Hanisch)

Tschad will Truppen aus Mali abziehen

16.4.2013. Wie der tschadische Präsident Idriss Déby mehreren französischen Medien gegenüber erklärte, werde er seine Truppen (rund 2.000 Mann) aus Mali, wo sie den Kampf der Regierung und der Franzosen gegen islamische Terroristen unterstützt hatten, abziehen, da diese nicht für einen Guerillakampf, wie er jetzt anbricht, geeignet seien. Der frühere Berufsoffizier Déby, der als Verbündeter Frankreichs gilt, aber auch eigene, schwer zu durchschauende Machtspiele in Mali und der Zentralafrikanischen Republik (ZAR) betreibt, behielt sich aber vor, eine Stabilisierungstruppe der Afrikanischen Union (AU) zu unterstützen.  (Kay Hanisch)

Mali: Prominenter anti-imperialistischer Oppositionspolitiker darf nicht nach Deutschland einreisen

17.4.2013. Dem bekannten malischen Oppositionspolitiker Oumar Mariko, der für einen Vortrag bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung nach Deutschland reisen wollte, wurde von Berlin sowohl ein Visum, als auch die Einreise verweigert – wobei als ziemlich klar gilt, daß dies auf Druck Frankreichs passiert ist, denn die deutsche Bundesregierung hat mit Mariko nichts am Hut. Omar Mariko, der Generalsekretär der linksorientierten Partei Afrikanische Solidarität für Demokratie und Unabhängigkeit (SADI) ist, gilt sowohl als Gegner des französischen Militäreinsatzes in Mali und einer generellen französischen Militärpräsenz in seinem Land und hat 2012 in der Hoffnung auf einen Wandel den Putsch junger Militärs gegen die alte korrupte politische Elite mit unterstützt. (Kay Hanisch)

Regimewechsel in Zentralafrika & Afrikas Rückeroberung durch die Kolonialmächte

Der Sturz des zentralafrikanischen Präsidenten Francois Bozizé und die Verweigerung der Unterstützung durch seine Alliierten werfen Fragen auf. Welche Rolle spielt der Tschad dabei?

 

25.3.2013. Eine Welle der Instabilität rollt durch Afrika. Nach der Ermordung Ghaddafis 2011 und dem aktuellen Sturz von Francois Bozizé in Zentralafrika gehen Tschads Staatspräsident Idriss Déby allmählich die Verbündeten aus. Nun sieht er sich auch noch im eigenen Land mit einer längst vergessen geglaubten Rebellion konfrontiert.
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Mali: Tschadische Truppen töten islamistischen Terrorführer

6.3.2013. Wie der tschadische Präsident Idriss Déby jetzt bekanntgab, sei der aus Algerien stammende radikalislamische Terroristenführer Abdelhamid Abou Zeid am 22. Februar in Mali bei Gefechten im Ifoghas-Gebirge durch Regierungstruppen der Republik Tschad, die dort an der Seite der schwachen Mali-Armee und französischer Truppen kämpften, getötet wurden. Neben Abou Zeid, der hauptsächlich durch die Entführung westlicher Geiseln bekannt wurde, sollen die tschadischen Soldaten auch den Islamistenführer Mokthar Belmokthar erwischt haben, der für die im Januar erfolgte blutige Geiselnahme auf einem algerischen Erdölfeld verantwortlich ist, was aber inzwischen wieder dementiert wurde. (Kay Hanisch)

Mali-Krieg:

Idriss Déby fordert mehr Truppen von ECOWAS-Staaten

4.3.2013. Der tschadische Präsident Idriss Déby hat auf dem Gipfel der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS die Entsendung weiterer Truppen des Staatenbundes nach Mali gefordert, um die Sicherheitslage nach dem Zurückdrängen der islamistischen Rebellen zu verbessern. Der Tschad, der mit rund 2.000 Soldaten das größte Kontingent stellt und bereits erste Verluste zu beklagen hat, unterstellte seine Truppen als einziger afrikanischer Staat nicht dem ECOWAS-Kommando – der frühere Berufsoffizier Déby gilt als ausgebuffter Militärstratege und es ist noch unklar, ob er mit diesem Schachzug eine Anweisung aus Paris befolgt oder wieder eigene Interessen verfolgt. (Kay Hanisch)

Mauretanien: Es formiert sich eine Opposition gegen den französischen Krieg in Mali

14.2.2013. In Mauretanien haben verschiedene Oppositionsparteien unter Leitung des Polit-Veteranen Ahmed Ould Daddah ein Bündnis gegründet, das Front macht gegen den französischen Kriegseinsatz im benachbarten Mali und das sich eine Benutzung des mauretanischen Luftraums und der Flughäfen durch französisches Militär verbietet. Ahmed Ould Daddah war in den 70iger Jahren Finanzminister unter der Regierung seines Halbbruders, des ersten Präsidenten Mokhtar Ould Daddah, der von 1961-78 amtierte. (Kay Hanisch)

Chaos und Gefechte in Mali

14.2.2013. Während unter dem Kommando des Sohnes von Idriss Déby, dem Präsidenten der Republik Tschad, mehrere hundert tschadische Soldaten aus dem nordmalischen Kidal gemeinsam mit französischen auf Jagd nach islamistischen Rebellen im äußersten Norden von Mali gehen, bekriegen sich in der Hauptstadt Bamako Teile der Regierungstruppen. So griffen dieser Tage Soldaten, die loyal zu Hauptmann Amdaou Sonogo, der Anfang 2012 geputscht hatte, eine Kaserne an, in der sich Fallschirmjäger der Einheit „Rote Barette“ aufhielten, die den gestürzten Staatschef Amadou Toumani Touré (ATT) unterstützen, und lieferten sich Gefechte mit den „Roten Baretten“, die 2012 auch gegen den Putsch Widerstand geleistet hatten. (Kay Hanisch)

Mali: Warum die Rebellen so stark sind

13.2.2013. Ein Aspekt, der bisher ausgeblendet wurde, ist, daß die islamistischen Rebellen im Norden des Landes die Regierungstruppen Malis leicht besiegen und den französischen Interventionskräften unverhofft starken Widerstand leisteten. Dies hängt nämlich damit zusammen, daß die US-Armee Malis Regierungstruppen im Anti-Terror-Kampf trainiert hat und diese Einheiten für den Wüstenkampf logischerweise aus dem kriegerischen Nomadenvolk der Tuareg rekrutiert hat – so liefen nach Ausbruch der Tuareg-Rebellion Anfang 2012 drei von vier Eliteeinheiten sofort zu den Aufständischen über und die Reste der Regierungsarmee hatten keine Chance mehr. (Kay Hanisch)

Italien: Medien bezeichnen Grillos Kritik am Mali-Krieg als Aufforderung an Al-Qaida zum Angriff auf das Parlament

8.2.2013. Der italienische Komiker und wahlkämpfende Frontmann der Protestpartei Fünf-Sterne-Bewegung (M5S), Beppe Grillo, hat den Kriegseinsatz Frankreichs im afrikanischen Mali kritisiert, ebenso die italienische Unterstützung für die Aggression und warnte vor Vergeltungsschlägen der Islamisten gegen Italien, welche nur unschuldige Zivilisten treffen würden. Wenn Al-Qaida wirklich zurückschlagen wolle, so könne er gleich die Koordinaten für einen Anschlag durchgeben, sagte Grillo und verlas die Koordinaten des italienischen Parlaments, woraufhin regimenahe Medien in hetzerischer Weise sofort titelten, Grillo rufe zur Bombardierung Roms auf. (Kay Hanisch)

Noch einmal Mali: Weiterhin Rätselraten über die wahren Motive des Putsches 2012

7.2.2013. Der Militärputsch zu Beginn des Jahres 2012, bei dem der in den USA ausgebildete Hauptmann Amadou Sonogo den gewählten, pro-westlichen Staatschef Amdaou Toumani Touré (genannt ATT) stürzte, obwohl der zu kurz bevorstehenden Wahl gar nicht mehr antrat, gibt weiterhin Rätsel über die Motive des Putsches auf. Die offizielle Variante der westlichen Mainstream-Medien lautet, dass die Militärs unzufrieden über den Verlauf des Krieges gegen die Tuareg im Norden waren und deshalb putschten (was an ihrer militärischen Niederlage aber trotzdem nichts änderte), anti-imperialistische Kreise im Westen vermuten hinter Sonogo einen Strohmann der USA, mit dem Ziel, die Kolonialkriege zur Destabilisierung Afrikas (begonnen 2011 in Elfenbeinküste und Libyen) auf Mali auszudehnen, während aus Afrika zu hören ist, dass Sonogos Putsch gegen das unfähige korrupte politische Etablishment Malis (das uns von unseren Medien als „Musterdemokraten“ präsentiert wird) gerichtet war, dass der Hauptmann durchaus eine größere Anhängerschaft im Volk besitzt und dass er auch von der anti-imperialistischen Linkspartei SADI unterstützt wird. (Kay Hanisch)

Mali: Ist der Übergangspräsident in dunkle Machenschaften mit den Franzosen und Islamisten verwickelt?

7.2.2013. Der amtierende Übergangspräsident Dioncounda Traoré soll nach Aussagen des malischen Parlamentsabgeordneten Dr. Ousama Mariko in einer Allianz mit Frankreich einerseits und den Islamisten andererseits stehen und sogar ein „Parteifreund“ des islamistischen Tuareg-Führers Iyad Ag Ghali (Gruppe „Ansar Dine“) sein, wobei auch erwähnt wird, das sich beide aus der FDR, einem Oppositionsbündnis, daß nur 11 Parlamentssitze von 147 besitzt, kennen. Der Militärputsch 2012 sei vor allem erfolgt, um gegen die Korruption und Bereicherung der amtierenden Mali-Regierung vorzugehen, so Mariko weiter. (Kay Hanisch)

Mali: Tschadische Soldaten marschieren in Kidal ein

7.2.2013. Rund 1.800 Soldaten aus der Republik Tschad sind in die nordmalische Stadt Kidal, die bisher von der islamistischen Tuareg-Gruppierung „Ansar Dine“ kontrolliert wurde, einmarschiert und sichern den Ort gegen eine mögliche Rückkehr der Islamisten, da die Armee Malis als zu schwach für diese Aufgabe eingeschätzt wird. Der tschadische Präsident Idriss Déby verfolgt mit den Militäreinsätzen in Mali und in der Zentralafrikanischen Republik (ZAR) das Ziel, seinen Einfluß auf dem schwarzen Kontinent und in der Sahelzone auszuweiten. (Kay Hanisch)

Kritik am Mali-Einsatz Frankreichs

Neue Richtung fordert friedliche Lösung für den Konflikt in Mali


22.1.2013. Seit Mitte Januar 2013 greift das französische Militär in den Bürgerkrieg im westafrikanischen Staat Mali ein, um drei verschiedene radikal-islamische Rebellenbewegungen, welche die Übergangsregierung in der Hauptstadt Bamako stürzen wollen, zurückzudrängen.
Die Bürgerbewegung Neue Richtung sieht das militärische Eingreifen Frankreichs in Mali skeptisch, da nicht abzusehen ist, wie lange der Einsatz gehen wird und welche Folgen er für die Sahelregion haben wird.
Wir stellen fest, daß kaum unabhängige Informationen über das Geschehen in Mali vorliegen. In den Gebieten, welche die Islamisten kontrollierten (ca. zwei Drittel des Landes) und in denen jetzt gekämpft wird, können sich Journalisten nicht frei bewegen. Im übrigen Drittel hat die Regierung den Ausnahmezustand ausgerufen, was eine freie Berichterstattung sehr erschwert.
Alle Informationen, welche die großen Presseagenturen und unsere Massenmedien veröffentlichen, stammen aus den Quellen der französischen Armee, welche nicht gerade als glaubwürdig bekannt ist.
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Prophezeiung Ghaddafis eingetreten – westliche Spezialeinheiten unter Rebellen in Nordmali?

2.1.2013. Der libysche Revolutionsführer Muammar al-Ghaddafi hatte während des brutalen und völkerrechtswidrigen Angriffskrieges der NATO auf sein Land gewarnt, daß sein Sturz nicht nur Libyen, sondern auch ganz Nordafrika und die Sahelzone destabilisieren würde – der Bürgerkrieg in Mali und der französische Militäreinsatz wirken wie eine posthume Bestätigung dieser Einschätzung. Inzwischen wächst in Mali die Angst, daß die NATO-Staaten den Krieg in Mali absichtlich anheizen und die islamistischen Rebellen mit Spezialkräften unterstützen, wie sie es bereits in Libyen und Syrien getan haben, denn bei der kurzzeitigen Einnahme der malischen Stadt Diabaly durch die Islamisten haben einheimische Zeugen „englisch sprechende Leute und Männer mit europäischen Aussehen“ ausgemacht, welche die Rebellen „durchsetzt“ hätten. (Kay Hanisch)

Mali: Rebellen sprengen strategisch wichtige Brücke und sperren Interventionstruppen aus

28.1.2013. Den islamistischen Rebellen in Mali ist durch die Sprengung einer Brücke, die von Gao zur nigrischen Grenze führt, ein strategischer Schachzug gelungen, denn damit ist es Truppen der afrikanischen Interventionsstreitmacht vorerst nicht möglich, von dieser Seite her eine zweite Front gegen die Rebellen aufzumachen. Rund 2.000 Soldaten aus der Republik Tschad waren auf dem Landweg nach Niger gekommen, wo sie sich mit 500 Soldaten von dessen schwacher Armee vereinen und dann nach Mali einrücken sollten. (Kay Hanisch)

Mali: Islamistische Rebellen-Gruppe spaltet sich

25.1.2013. Von der islamistischen Rebellenbewegung „Ansar Dine“ („Hüter des Glaubens“) hat sich eine neue Gruppierung, die Islamische Bewegung von Azawad (MIA) abgespalten, welche sich von jeglicher Art des Terrors und des „Extremismus“ distanziert und eine friedliche Lösung des Konfliktes in Mali anstreben will. Der Name der Gruppe deutet darauf hin, daß es sich um eine Tuareg-Bewegung mit separatistischen Tendenzen handelt, denn „Azawad“ ist der Name eines imaginären Staates, den die Tuareg im Norden Malis ausgerufen hatten. (Kay Hanisch)

Mali-Konflikt: Algerien ist das eigentliche Ziel!

25.1.2013. Der französische Journalist Thierry Meyssan, ein Insider, dessen Prognosen und Artikel sich schon im Libyen-Krieg bewahrheitet haben, berichtete jüngst, daß der eigentliche Grund des französischen Eingreifens in Mali eine geplante Destabilisierung des widerspenstigen Algeriens ist, welches sich weiterhin der totalen Kontrolle des Westens über die afrikanischen Bodenschätze widersetzt. Die Strategie, erst islamistische Terrorgruppen hochzupäppeln wie Ansar Dine oder AQMI in Mali, um dann einen Grund für ein militärisches Eingreifen zu haben, wurde ja bereits vom US-amerikanischen Bush-Regime in Afghanistan angewandt und nun hat man mit dem Geiseldrama letzte Woche bereits gesehen, wie der Krieg nach Algerien über die Grenze schwappt (wie eben genau auch in Pakistan). (Kay Hanisch)

Frankreich: Journalistenverband fordert UN-Tribunal gegen Frankreich

23.1.2013. Der „Verband der unabhängigen Medien und Journalisten“ (VduM) fordert die Einleitung eines UN-Tribunals gegen Frankreich wegen dessen Bombardierung von Städten und Mali und von der Tötung von Zivilisten. In Paris zweifeln immer mehr Politiker aller Lager daran, ob der Einsatz in Mali sinnvoll war und ob man aus diesem Krieg jederzeit wieder austreten kann – so nicht nur die Politiker der Linksfront, sondern auch der liberale Ex-Präsident Valery Giscard d´ Estaing (1974-81) und der gaullistische Ex-Premier Dominique de Villepin. (Kay Hanisch)

Kämpft Frankreich in Mali wirklich gegen Islamisten oder Elite-Brigaden der Regierungsarmee?

23.1.2013. Nach Berichten der TAZ hat die US-Armee vor rund sechs Jahren vier malische Elite-Einheiten im Anti-Terror-Kampf ausgebildet (im Tschad übrigens auch), wovon nun drei zu den Rebellen übergelaufen sein sollen. Trifft das zu, erklärt dies einerseits die überraschende Stärke der Rebellen, ihren kompetenten Umgang mit schweren Waffen und die erstaunliche Schwäche der Regierungstruppen, die ohne Frankreich von den Islamisten längst überrannt worden wären. (Kay Hanisch)

Mali: Soll Hauptmann Sonogo ermordet werden?

22.1.2013. Wie die unabhängige Onlinezeitung „NeoPresse“ unter Berufung auf einen deutschen Frankreich- und Westafrika-Experten berichtet, soll offenbar zur westlichen Eskalationsstrategie in Mali die Bewaffnung von Terroristen (ähnlich wie in Libyen und Syrien) und die Ermordung des Militär-Oberbefehlshabers Hauptmann Amadou Sonogo geplant sein. Sonogo hatte 2012 die gewählte Regierung aus dem Amt geputscht mit der Begründung, sie tue nichts gegen die Untergrabung des Staats durch Rebellengruppen und spielt seitdem eine unklare Rolle in Malis Politik: für die einen ist ein Putschist ohne jegliche Legitimation (meist für die politischen Eliten und die NATO-Staaten), für die anderen ist er ein Held, weil er (erfolglos zwar) versuchte, dem Staatszerfall einen Riegel vorzuschieben. (Kay Hanisch)

Mali-Krise: Niger will jetzt auch Soldaten schicken

21.1.2013. Der „sozialistische“ Präsident des benachbarten Staates Niger, Mahamadou Issoufou, erklärte, auch sein Land sei bereit, seinen Anteil an einer afrikanischen Mission zur Wiederherstellung der Staatlichkeit in Mali zu leisten und wolle dafür rund 500 Soldaten mobilisieren. Dies ist insofern erstaunlich, da der riesige Binnenstaat Niger ( ca. 1,3 Mio. qkm) mit nur 3.500 Mann über eine zahlenmäßig noch schwächere Armee als Mali verfügt, die zudem gebraucht wird, um zu verhindern, daß die islamistischen Rebellen aus Mali nicht nach Niger ausweichen. (Kay Hanisch)