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Wie Frankreich zur Destabilisierung des Niger beiträgt und Rebellen unterstützt

8.7.2013. Nachdem die von 1999-2010 amtierende Regierung von Präsident Mamadou Tandja Bergbaukonzessionen nicht mehr nur an den an den französischen Staatskonzern AREVA, der bis dato bei der Uranförderung in Niger quasi ein Monopol innehatte, sondern auch an Unternehmen aus Kanada, China, Südafrika und Indien vergab, tauchte eine bewaffnete Rebellenbewegung namens Bewegung der Nigrier für Gerechtigkeit (MNJ) auf, welche z.T. von AREVA unterstützt wurde und nur Sabotageakte gegen die anderen ausländischen Konzerne durchführte. Es dauerte nicht lange, bis diese reagierten und ebenfalls begannen, ihnen wohlgesonnenen bewaffneten Gruppierungen unter die Arme zu greifen, während die nigrische Zentralregierung mit ihrer schwachen Armee mit nur rund 5.000 Soldaten diesem Treiben nichts entgegenzusetzen hatte – dies berichtete die deutsche Wochenzeitung FREITAG dieser Tage. (Kay Hanisch)

Nigers Präsident kritisiert anhaltende Anarchie in Libyen

29.5.2013. Mahamadou Issoufou, der „sozialistische“ Präsident von Niger, der wegen der islamistischen Terroranschläge in seinem Land nicht an den Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen der Afrikanischen Union (AU, vorher OAU) teilnehmen konnte, hat Libyen als eine „Quelle der Instabilität“ und „Anarchie“ für die Staaten im Sahel bezeichnet. Auch machte er den Sturz des libyschen Revolutionsführers Muammar al-Ghaddafi durch die NATO-Mächte für den Ausbruch des Bürgerkrieges in Mali verantwortlich und merkte an, daß auch die Attentäter, die letzte Woche in Niger zahlreiche Menschen durch Bombenanschläge töteten, aus dem heutigen NATO-Protektorat Libyen gekommen waren. (Kay Hanisch)

Nigers Präsident: „Afrika braucht Einheit“

22.5.2013. Der „sozialistische“ Präsident Nigers, Mahamadou Issoufou, hat in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) das militärische Engagement seines Landes im benachbarten Mali, wo 500 nigrische Soldaten gegen die islamistischen Rebellen kämpfen, damit erklärt, daß der afrikanische Kontinent Einheit und „keine Aufspaltung“ brauche. Niger befürchtet, daß sich das Chaos in Mali auch über die Grenze auf sein Territorium ausdehnen könne und unterstützt daher die Versuche zur Wiederherstellung der Staatlichkeit in Mali. (Kay Hanisch)

Präsidenten von Niger und Iran rufen islamische Welt zur Einheit auf

29.4.2013. Der iranische Staatspräsident Mahmud Ahmadinedschad hat bei einem Staatsbesuch im armen Sahelstaat Niger gemeinsam mit seinem „sozialistischen“ Amtskollegen Mahamadou Issoufou zur Einheit in der islamischen Welt aufgerufen, was wohl auch auf den Konflikt in Syrien abzielt, bei dem sich einige der konservativen Golfmonarchien zu Werkzeugen der NATO-Staaten haben machen lassen und diese beim Sturz der syrischen Regierung unterstützen. Es ist auffällig, daß Ahmadinedschad der erste Staatschef des iranischen Klerikalstaates ist, der sich verstärkt um anti-imperialistische Allianzen in Lateinamerika und Afrika bemüht. (Kay Hanisch)

Regimewechsel in Zentralafrika & Afrikas Rückeroberung durch die Kolonialmächte

Der Sturz des zentralafrikanischen Präsidenten Francois Bozizé und die Verweigerung der Unterstützung durch seine Alliierten werfen Fragen auf. Welche Rolle spielt der Tschad dabei?

 

25.3.2013. Eine Welle der Instabilität rollt durch Afrika. Nach der Ermordung Ghaddafis 2011 und dem aktuellen Sturz von Francois Bozizé in Zentralafrika gehen Tschads Staatspräsident Idriss Déby allmählich die Verbündeten aus. Nun sieht er sich auch noch im eigenen Land mit einer längst vergessen geglaubten Rebellion konfrontiert.
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Ein Grund für französische Trupen im Niger: Präsident Issoufou will Uran-Abkommen neu aushandeln und Geschäfte mit China machen

8.2.2013. Vor einigen Tagen erst hat Frankreich Spezialtruppen in seine ehemalige Kolonie Niger verlegen lassen, um angeblich die Uranminen des französischen Atomkonzerns Areva vor „Terroristen“ zu schützen, doch wie nun herauskam, könnte dieser Schritt auch dazu dienen, die nigrische Regierung des „sozialistischen“ Präsidenten Mahamadou Issoufou unter Druck zu setzen. Dieser, selbst ein ehemaliger Areva-Mitarbeiter, plant nämlich das Abkommen über den Uran-Abbau mit Paris neu zu verhandeln, da nur noch 100 Mio. Euro mit dem wichtigsten Bodenschatz des Landes verdient werden (den Rest streicht Areva ein) und plant Förderkonzessionen an China und Indien zu vergeben, um sich etwas aus dem Würgegriff der ehemaligen Kolonialmacht zu befreien. (Kay Hanisch)

USA wollen Drohnenstationierung im Niger – Abkommen angeblich schon geschlossen

1.2.2013. Die USA wollen ihren Drohnenkrieg nach Afrika exportieren und haben die Notlage des riesigen, aber militärisch extrem schwachen Staates Niger, dessen Grenzen von den Rebellen aus den Nachbarstaten Mali und Libyen ständig überschritten werden, ausgenutzt und die Regierung des „sozialistischen“ Präsidenten Mahamadou Issoufou beschwatzt ihnen die Stationierung von unbemannten Aufklärungsdrohnen, die aus den USA gesteuert werden und rund 300 Mann Bodenpersonal zu genehmigen. Zwar sind die Drohnen unbewaffnet, Experten fürchten aber, daß diese schnell mit Waffen nachgerüstet werden und die USA ähnlich wie in Pakistan und Afghanistan Ortschaften angreifen, in denen sie Gegner ihrer Politik vermuten. (Kay Hanisch)

Französischer Atomkonzern hat den Niger im Griff

30.1.2013. Der staatliche französische Atomkonzern AREVA, der im Norden Nigers für ein Butterbrot die Uranminen ausbeutet, weigert sich, wie angekündigt, eine neue Uran-Mine in Imouraren zu eröffnen. Die Eröffnung hätte zahlreiche neue Arbeitsplätze geschaffen, doch da der „sozialistische“ Präsident Nigers, Mahamadou Issoufou, der von AREVA höhere Abgaben an den Staat fordert, setzte der Konzern die Mineneröffnung solange aus, bis sich herausstellt, ob sich nach der Präsidentenwahl 2016 nicht ein „kompromißbereiterer“ Staatschef im Amt befindet. (Kay Hanisch)

Freundliche Drohung: Frankreich schickt Spezialeinheiten nach Niger

29.1.2013. Nachdem die Regierung des „sozialistischen“ Präsidenten Nigers, Mahamdou Issoufou, sich erdreiste hatte, Uran-Abbaugenehmigungen an chinesische und indische Unternehmen zu vergeben, da diese dem bettelarmen Staat höhere Profite als die ehemalige Kolonialmacht Frankreich einräumten, schickte Frankreich sogleich Spezialeinheiten zum Schutz der Uranminen seines staatlichen Atomkonzernes AREVA nach Niger – natürlich nur zum „Schutz vor Terroristen“. Die Botschaft an widerspenstigen, aber von Paris extrem abhängigen Issoufou (der sich nach wie vor weigert, einen Sohn Ghaddafis auszuliefern) war klar: was in Niger passiert, bestimmen wir und nicht Du! (Kay Hanisch)

Mali: Rebellen sprengen strategisch wichtige Brücke und sperren Interventionstruppen aus

28.1.2013. Den islamistischen Rebellen in Mali ist durch die Sprengung einer Brücke, die von Gao zur nigrischen Grenze führt, ein strategischer Schachzug gelungen, denn damit ist es Truppen der afrikanischen Interventionsstreitmacht vorerst nicht möglich, von dieser Seite her eine zweite Front gegen die Rebellen aufzumachen. Rund 2.000 Soldaten aus der Republik Tschad waren auf dem Landweg nach Niger gekommen, wo sie sich mit 500 Soldaten von dessen schwacher Armee vereinen und dann nach Mali einrücken sollten. (Kay Hanisch)

Mali: Französischer Angriff destabilisiert die Nachbarländer

22.1.2013. Wie Pro-Nato-Medien übereinstimmend berichten, haben die französischen Luftangriffe und das Vorrücken der Armee dazu geführt, daß die islamistischen Rebellen die von ihnen kontrollierten Städte geräumt haben und sich in die Wüste oder an die Grenzen Malis zurückgezogen haben. Darin liegt das eigentlich Problem, denn es ist zu befürchten, daß die Vertreibung der Rebellen in andere Staaten (Mauretanien, Niger, Algerien, Nigeria) deren Stabilität untergräbt und de facto einen Flächenbrand ausgelöst hat. (Kay Hanisch)

Mali-Krise: Niger will jetzt auch Soldaten schicken

21.1.2013. Der „sozialistische“ Präsident des benachbarten Staates Niger, Mahamadou Issoufou, erklärte, auch sein Land sei bereit, seinen Anteil an einer afrikanischen Mission zur Wiederherstellung der Staatlichkeit in Mali zu leisten und wolle dafür rund 500 Soldaten mobilisieren. Dies ist insofern erstaunlich, da der riesige Binnenstaat Niger ( ca. 1,3 Mio. qkm) mit nur 3.500 Mann über eine zahlenmäßig noch schwächere Armee als Mali verfügt, die zudem gebraucht wird, um zu verhindern, daß die islamistischen Rebellen aus Mali nicht nach Niger ausweichen. (Kay Hanisch)

Mali: Afrikanische Staaten wollen Truppen zur Unterstützung der Regierungsarmee schicken – Tschad zögert

15.1.2013. Nachdem die schwache malische Regierungsarmee mit Unterstützung französischer Truppen eine Offensive gegen die islamistischen Rebellen im Norden des Landes gestartet hat und dabei die Stadt Kona zurückerobert hat, wollen nun auch andere afrikanische Staaten die lange versprochenen Soldaten zur Unterstützung senden, darunter Senegal (500 Mann), Burkina Faso (500 Mann), Benin (300) und sogar der „sozialistisch“ regierte Niger (500), der bisher einer Militärintervention ablehnend gegenüberstand. Lediglich der Tschad, dessen Armee über die größte Wüstenkampferfahrung verfügt, zeigte sich zurückhaltend und Präsident Idriss Déby, ein ehemaliger Offizier, der als genialer Stratege gilt, bezeichnete die Planungen für die Intervention als „totales Chaos“ – zumal seine Armee bereits in der Zentralafrikanischen Republik (ZAR) interveniert, um dort die schwache Regierung an der Macht zu halten. (Kay Hanisch)

Niger: Neue Regierung will Korruption in der Justiz bekämpfen

25.12.2012. Die „sozialistische“ Regierung von Präsident Mahamadou Issoufou will „die verfallenen, engen und unzureichenden“ Gefängnisse im ganzen Land modernisieren und gegen die personelle Unterbesetzung sowie die verbreitete Korruption in der Justiz vorgehen. Aus diesem Grund hat die Regierung landesweit sogenannte „Generalstäbe“ – bestehend aus rund 500
Richtern und Vertretern der Zivilgesellschaft – ins Leben gerufen, um die Reformen voranzutreiben. (Kay Hanisch)

Malis Nachbarstaaten gegen Militärintervention

4.10.2012. Was derzeit in Mali stattfindet ist immer schwerer zu durchschauen: Nun hat die Regierung der Nationalen Einheit vor der UNO und unterstützt von großen Teilen von ECOWAS und Afrikanischer Union eine Militärintervention gefordert, um die Islamisten von Ansar Dine und der mit ihnen verbündeten Gruppen aus Nordmali herauszuwerfen und Frankreich hat sich bereiterklärt zu helfen, doch Algerien, Niger und Mauretanien lehnen eine Intervention ab, obwohl diese Staaten doch am stärksten durch die mögliche Expansion des islamistischen Terrors bedroht sind. Während die mauretanische Regierung sowieso ziemlich undurchsichtig agiert und man bei der algerischen Regierung, welche von der ehemaligen Befreiungsfront FLN getragen wird, besonders nach den französischen Feldzügen gegen Libyen und die Elfenbeinküste, antikoloniale Reflexe verantwortlich machen kann, gibt die Position des schwachen, bitterarmen und von Frankreich abhängigen Nigers schon zu denken (dessen „sozialistischer“ Präsident Mahamdou Issoufou bewies übrigens bemerkenswerte Standfestigkeit, als er sich weigerte Ghaddafi-Sohn Saadi an den Westen oder Libyen auszuliefern) – woraus man eventuell (!) ableiten kann, das die Situation in Nordmali anders ist, als sie in unseren Medien dargestellt wird. (Kay Hanisch)

Chaos im Sahel: Nigers Präsident wünscht sich eine Intervention, doch der interventionsfreudige Westen hört weg

22.6.2012. Das benachbarte Mali drohe zu einem afrikanischen Afghanistan zu werden, der Krieg gegen Libyen und der Sturz Ghaddafis habe die ganze Region desabilisiert, westliche Unterstützung für eine Interventionstruppe der Westafrikanischen Staatengemeinschaft ECOWAS ist dringendend notwendig – das alles hört man seit Tagen von dem gemäßigt sozialistischen Präsidenten Nigers, Mahamadou Issoufou, der selbst von rebellierenden Tuareg bedroht ist. Doch der Westen läßt keine Bereitschaft für eine Unterstützung erkennen, denn Mali hat kein Erdöl oder andere wichtige Rohstoffe und die Destabilisierung Afrikas paßt in das strategische Konzept des Westens und des US-Kommandos AFRICOM.

Kay Hanisch

Nigers Präsident ruft Tuareg-Stämme zur Einigkeit auf

29.1.2012. Der „sozialistische“ Präsident Nigers, Mahamadou Issoufou, hat auf einem „Friedens- und Entwicklungsforum“ in der Nähe der Sahara-Stadt Arlit die in der Wüste lebenden Stämme, maßgeblich Tuareg, aufgerufen, sich mit der Regierung und den anderen Kräften im Land zu vereinigen und keine Spaltung zuzulassen. Der Umsturz in Libyen und der sich ausbreitende Terrorismus in der Sahelzone „beenden ein goldenes Zeitalter“, so Issoufou, der auch Bezug auf die im Nachbarland Mali stattfindenden Gefechte zwischen Regierungstruppen und Tuareg nahm.

Kay Hanisch

Niger gibt Ghaddafi-Sohn Asyl

14.11.2011. Nigers „sozialistischer“ Präsident Mahamadou Issoufou erklärte auf einer Pressekonferenz, sein Land habe sich entschieden, Saadi al-Ghaddafi, Sohn des ermordeten libyschen Revolutionsführers, Asyl zu gewähren und ihn nicht an das NATO-Regime in Tripolis auszuliefern. Der bettelarme und von Frankreich abhängige Niger ist der Familie Ghaddafi zu Dank verpflichtet, half doch Revolutionsführer Muammar einst durch Vermittlung den Bürgerkrieg in dem Land zu beenden und stellte Gelder für die gesellschaftliche Wiedereingliederung der rebellischen Tuareg-Kämpfer zur Verfügung.

Kay Hanisch

Unerwartete Unterstützung für Ghaddafis Kämpfer – selbst aus dem Irak

28.9.2011. Informierten Kreisen zufolge sollen 10.000 Tuareg-Kämpfer aus Niger, Mali und Algerien – verstärkt durch Stammeskämpfer aus Ägypten auf dem Weg nach Libyen sein, um dem libyschen Volk bei seinem Kampf gegen den NATO-Überfall und die fälschlicherweise als „Rebellen“ bezeichneten NATO-Kämpfer beizustehen. Nun verkündete auch noch Ibrahim al-Douri, ein ehemaliger irakischer Premierminister unter Saddam Hussein, den Kriegseintritt mit seiner Befreiungsfront – eine Gruppe, die jahrelange taktische Erfahrung mit dem Kampf gegen die High-Tech-Waffen der USA hat.

Kay Hanisch

Niger liefert Saadi al-Ghaddafi nicht aus

15.10.2011. Der in das bettelarme Nachbarland Niger geflohene Ghaddafi-Sohn Saadi, der unter einer Art Hausarrest steht, wird vorerst nicht an das neue libysche Regime ausgeliefert und man ahnt, welch mutigen Schritt dies für das schwache, von Frankreich abhängige Land bedeutet. Die neugewählte Regierung des gemäßigt „sozialistischen“ Präidenten Mahamadou Issoufou gewährt Saadi derweil Gastrecht stellte drei Bedingungen für eine mögliche Prüfung eines Auslieferungsgesuches, die so schnell nicht erfüllt werden: es muß eine demokratisch gewählte Regierung in Libyen geben, die Todesstrafe müsse abgeschafft sein und ein ordnungsgemäßes Auslieferungsbegehren müsse vorliegen.

Kay Hanisch

Putschversuch im Niger

8.8.2011. Der erst im März 2011 gewählte, „sozialistische“ Präsident Nigers, Mahamadou Issoufou, erklärte, daß seine Regierung kürzlich einen Putschversuch abwehren mußte, der seinen Sturz zum Ziel hatte. Issoufou gilt als moderater Linker, der den ausländischen Bergbaukonzernen, etwas mehr Geld für sein Land abtrotzen möchte.

Kay Hanisch

Langjähriger Oppositionsführer gewinnt Präsidentenwahl in Niger

15.3.2011. Mahamadou Issoufou, Vorsitzender der Partei Nigers für Demokratie und Sozialismus (PNDS), der seit den 90iger Jahren Anführer der demokratischen Opposition in Niger ist, hat am Sonntag mit 58% der Stimmen in der Stichwahl gegen Seini Oumarou, den ehemaligen Premierminister und Kandidaten der Nationalen Bewegung für die Entwicklungsgesellschaft (MNSD) gewonnen. Issoufou, der bereits mehrfach erfolglos als Präsident antrat gilt als gut vernetzt in der afrikanischen Linken und ist mit Guineas neuem Präsident Alpha Condé befreundet.

Kay Hanisch

Militärputsch in Niger

24.2.2010. Vor einigen Tagen fand in Niger ein Militärputsch statt, bei dem der seit 1999 amtierende Präsident Mamadou Tandja von der Nationalen Bewegung für die Entwicklungsgesellschaft
(MNSD), einer Partei, die auf das Selbstentwicklungskonzept des früheren Militärherrschers Seyni Kountché zurückgeht, entmachtet wurde. Tandja, der das Land bis 2009 relativ ordentlich verwaltete, hatte im letzten Jahr die Verfassung ändern lassen, um seine Wiederwählbarkeit durchzusetzen und regierte zunehmend autoritär, was nahezu die gesamte Zivilgesellschaft und Opposition gegen ihn aufbrachte und zu Massenprotesten führte.

Kay Hanisch