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Ebola erreicht Senegal – ZMapp heilt alle infizierten Affen

Ebola-Epidemie erreicht Senegal

Monrovia in Liberia: Chemikalien gegen das Virus Monrovia in Liberia: Chemikalien gegen das Virus

Dakar 30. August 2014 (Reuters/IRIB)

Ebola breitet sich in Westafrika immer weiter aus. Senegal bestätigte am Freitag den ersten Fall der zumeist tödlich verlaufenden Krankheit. Das Gesundheitsministerium erklärte, es handele sich um einen Patienten, der aus Guinea eingereist sei. Dort hatte die Epidemie im März ihren Anfang genommen. Sie hat seitdem Sierra Leone, Liberia und Nigeria erfasst. Um die eigene Bevölkerung gegen die Seuche zu schützen, hatte Senegal in der vergangenen Woche seine Grenze zu Guinea geschlossen. Senegal dient Hilfsorganisationen wie auch den Vereinten Nationen (UN) als Drehkreuz für ihre Einsätze im westlichen Teil der Sahelzone. Auch viele Unternehmen leiten ihre Geschäfte in Westafrika von dem nun von Ebola betroffenen Land aus. Die Behörden melden in Westafrika bislang mehr als 3000 Patienten, von denen über 1500 der Krankheit erlegen sind. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass sich mehr als 20.000 Menschen mit dem Virus infizieren werden.

ZMapp – Supermittel gegen Ebola?

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Tschad: Ex-Diktator Hisséne Habré in Senegal festgenommen

3.7.2013. Der seit 22 Jahren im senegalesischen Exil lebende frühere Diktator der Republik Tschad, Hisséne Habré, wurde dieser Tage im Senegal wegen seiner Verbrechen (angeblich 40.000 Tote durch Krieg, Bürgerkrieg und Gewaltherrschaft) verhaftet. Der von den USA und Frankreich protegierte Habré regierte den Tschad von 1982-90 und wurde dann mit Unterstützung des libyschen Revolutionsführers Muammar al-Ghaddafi durch seinen früheren Sicherheitsberater Idriss Déby gestürzt, der Wahlen durchführte und sich bis heute im Amt halten konnte. (Kay Hanisch)

Mali: Afrikanische Staaten wollen Truppen zur Unterstützung der Regierungsarmee schicken – Tschad zögert

15.1.2013. Nachdem die schwache malische Regierungsarmee mit Unterstützung französischer Truppen eine Offensive gegen die islamistischen Rebellen im Norden des Landes gestartet hat und dabei die Stadt Kona zurückerobert hat, wollen nun auch andere afrikanische Staaten die lange versprochenen Soldaten zur Unterstützung senden, darunter Senegal (500 Mann), Burkina Faso (500 Mann), Benin (300) und sogar der „sozialistisch“ regierte Niger (500), der bisher einer Militärintervention ablehnend gegenüberstand. Lediglich der Tschad, dessen Armee über die größte Wüstenkampferfahrung verfügt, zeigte sich zurückhaltend und Präsident Idriss Déby, ein ehemaliger Offizier, der als genialer Stratege gilt, bezeichnete die Planungen für die Intervention als „totales Chaos“ – zumal seine Armee bereits in der Zentralafrikanischen Republik (ZAR) interveniert, um dort die schwache Regierung an der Macht zu halten. (Kay Hanisch)

Im Senegal droht eine Stichwahl

5.3.2012. Der seit 10 Jahren amtierende neoliberale und von der Friedrich-Naumann-Stiftung unterstützte Präsident Abdoulaye Wade hat bei der Wahl nur ungefär 30% der Stimmen erhalten und muß so in die Stichwahl. Der ehemalige Wade-Premier Macky Sall bekam 26% und der einst mit den Sozialisten verbündete Exaußenminister Moustapha Niasse 20 Prozent, abgeschlagen wären damit der Sozialist Osman Tanor Dieng sowie der wichtigste Oppositionskandidat der letzten Wahl 2007, Idrissa Seck.

Kay Hanisch