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Oppositioneller gewinnt die Präsidentenwahl in Somaliland

4.7.2010. Während die international anerkannte Übergangsregierung nur noch ein Drittel der Hauptstadt Somalias kontrolliert und das Land im Bürgerkrieg und islamischem Terror versinkt, hat sich in der 1991 abgespaltenen und von keiner Regierung der Welt anerkannten „Republik Somaliland“ ein bemerkenswert demokratischer Machtwechsel vollzogen, bei dem Ahmed Mohamud Silanyo von der liberalen Kulmiye-Partei über den seit 2003 regierenden konservativen Präsidenten Dahir Riyale Kahin ( Vereinigte Demokratische Volkspartei UDUB) siegte. In Somaliland hat sich ohne Einmischung von außen ein relativ stabiles Drei-Parteien-System aus Konservativen, Liberalen und Sozialdemokraten entwickelt, was zeigt, daß die Afrikaner durchaus selbst für Frieden und Sicherheit sorgen können – wenn man sie nur läßt!

Kay Hanisch