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Mali: Afrikanische Staaten wollen Truppen zur Unterstützung der Regierungsarmee schicken – Tschad zögert

15.1.2013. Nachdem die schwache malische Regierungsarmee mit Unterstützung französischer Truppen eine Offensive gegen die islamistischen Rebellen im Norden des Landes gestartet hat und dabei die Stadt Kona zurückerobert hat, wollen nun auch andere afrikanische Staaten die lange versprochenen Soldaten zur Unterstützung senden, darunter Senegal (500 Mann), Burkina Faso (500 Mann), Benin (300) und sogar der „sozialistisch“ regierte Niger (500), der bisher einer Militärintervention ablehnend gegenüberstand. Lediglich der Tschad, dessen Armee über die größte Wüstenkampferfahrung verfügt, zeigte sich zurückhaltend und Präsident Idriss Déby, ein ehemaliger Offizier, der als genialer Stratege gilt, bezeichnete die Planungen für die Intervention als „totales Chaos“ – zumal seine Armee bereits in der Zentralafrikanischen Republik (ZAR) interveniert, um dort die schwache Regierung an der Macht zu halten. (Kay Hanisch)

Präsidentschaftswahl in Benin

17.3.2011. In Afrika geht es Schlag auf Schlag: bei den Wahlen in diesem Jahr möchte der relativ unauffällige Staatspräsident Yayi Boni, der seit 2006 regiert, wiedergewählt werden. Er trifft dabei auf 14 Gegenkandidaten, darunter Abdoulaye Bio Tchane, Ex-Präsident der westafrikanischen Entwicklungsbank und Adrien Houngbédji, einen ehemaligen Premier und langjährigen Parlamentschef, der die Partei der Demokratischen Erneuerung (PRD) anführt und von großen Teilen der konservativen politischen Elite unterstützt wird.

Kay Hanisch

Das „Chamäleon“ tritt ab

18.3.2006. Bevor Mathieu Kérékou 1972 die Macht übernahm, stand das Land am Rand der sprichwörtlichen Unregierbarkeit. Schon vor der Unabhängigkeit bildeten sich um die drei führenden Politiker Hubert Maga, Sourou Migan Apithy und Justin Ahomadegbé drei Parteien, die sich hauptsächlich an den Regionalinteressen einzelner Stämme orientierten. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde am 21. April 2012 in Benin veröffentlicht.