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Burkina Faso: Übergangscharta einstimmig angenommen

Burkina Faso: Übergangscharta einstimmig angenommen

STIMME RUSSLANDS In Burkina Faso hat sich das Militär zwei Wochen nach dem Sturz von Präsident Compaoré mit Vertretern von Opposition und Zivilgesellschaft auf ein Übergangsabkommen verständigt, berichtet der Deutschlandfunk.

Die Charta sei „einstimmig“ angenommen worden, teilte der Leiter einer zu diesem Zweck eingerichteten Kommission mit. Zunächst solle ein Wahlgremium einen zivilen Übergangs- Präsidenten bestimmen, der wiederum einen Interims- Regierungschef einsetzt. Dieser darf Armeeangehöriger oder Zivilist sein.

Ein provisorisches Parlament soll in ziviler Verantwortung liegen. Hier habe die Armee eingelenkt, hieß es. Nach einem Jahr sollen Parlament und Präsident gewählt werden.

Compaoré war Ende Oktober unter dem Druck von Massenprotesten nach 27 Jahren an der Macht zurückgetreten und in die Elfenbeinküste geflohen. Die Macht übernahm das Militär.

Beratungen in Burkina Faso über zivile Übergangsregierung

Beratungen in Burkina Faso über zivile Übergangsregierung

STIMME RUSSLANDS Nach dem Sturz von Präsident Compaoré in Burkina Faso haben die Konfliktparteien über die Einsetzung einer zivilen Übergangsregierung beraten, meldet der Deutschlandfunk.

An den Gesprächen in der Haupstadt Ouagadougou nahmen Vertreter der Armee, der Opposition und der Zivilgesellschaft teil. Die Präsidenten von Ghana, Nigeria und dem Senegal versuchten zu vermitteln. Eine Einigung, wer eine Übergangsregierung führen solle, kam bei dem Treffen aber nicht zustande. In Burkina Faso hatte das Militär die Macht übernommen, nachdem Compaoré am vergangenen Freitag unter dem Druck von Massenprotesten zurückgetreten war.

Mali: Afrikanische Staaten wollen Truppen zur Unterstützung der Regierungsarmee schicken – Tschad zögert

15.1.2013. Nachdem die schwache malische Regierungsarmee mit Unterstützung französischer Truppen eine Offensive gegen die islamistischen Rebellen im Norden des Landes gestartet hat und dabei die Stadt Kona zurückerobert hat, wollen nun auch andere afrikanische Staaten die lange versprochenen Soldaten zur Unterstützung senden, darunter Senegal (500 Mann), Burkina Faso (500 Mann), Benin (300) und sogar der „sozialistisch“ regierte Niger (500), der bisher einer Militärintervention ablehnend gegenüberstand. Lediglich der Tschad, dessen Armee über die größte Wüstenkampferfahrung verfügt, zeigte sich zurückhaltend und Präsident Idriss Déby, ein ehemaliger Offizier, der als genialer Stratege gilt, bezeichnete die Planungen für die Intervention als „totales Chaos“ – zumal seine Armee bereits in der Zentralafrikanischen Republik (ZAR) interveniert, um dort die schwache Regierung an der Macht zu halten. (Kay Hanisch)

Burkina Faso: Comparore-Regime wird zum Stützpfeiler der US-Afrika-Politik

17.7.2012. Das Regime des 1987 durch Präsidentenmord an seinem Amtsvorgänger Thomas Sankara an die Macht gekommenen undurchsichtigen Herrschers von Burkina Faso, Blaise Comparore, unterstützt offenbar die aggressive US-Hegemonialpolitik in Afrika und erlaubte den USA eine Luftwaffenbasis im Land, von deraus sie mit Drohnen und als zivile Maschinen getarnten Pilatus-Flugzeugen die Südsahara abfliegen. Comparore begann seine Regentschaft als Anti-Imperialist und Marxist, wurde aber in den letzten 15 Jahren immer mehr zur Stütze dubioser französischer Geheimdienstaktivitäten – so z.B. beim Sturz des gewählten Präsidenten der Elfenbeinküste, Laurent Gbagbo, im letzten Jahr.

Kay Hanisch

Burkina Fasos Langzeit-Präsident gewinnt die Wahl

29.11.2010. Das Ergebnis stand eigentlich schon vorher fest: mit fast 81% der Stimmen siegte Amtsinhaber Blaise Compaoré, der seit seinem Putsch gegen den linken Volkshelden Thomas Sankara 1987 das Land regiert, deutlich vor dem Zweitplazierten Arba Diallo, der knapp 8% erhielt und von mehreren kleinen Parteien unterstützt wurde. Platz drei belegte Stanislaus Bénéwende Sankara (Union für die Erneuerung/Sankristische Bewegung UNIR/MS), ein Verwandter des 1987 ermordeten Präsidenten mit 5,52%, der sich damit gegenüber seinem Ergebnis von 2005 nur unwesentlich verbessern konnte.

Kay Hanisch

Sieg für Sankaras Henker

Herrscher über das Land der Aufrichtigen

25.11.2005. Während die Welt auf die Präsidentenwahl in Liberia schaut, wurde ebenfalls in Westafrika eine weitere Präsidentenwahl – weitgehend unbemerkt von den Massenmedien – durchgeführt.
In Burkina Faso siegte ein Mann, der das Präsidentenamt nur innehat, weil er 1987 seinen Amtsvorgänger und einen seiner besten Freunde in einem blutigen Putsch beseitigen ließ. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde am 22. April 2012 in Burkina Faso veröffentlicht.