Archive

Frankreich, die UNO, der IStGh & der IWF beim Putsch & Genozid an der Elfenbeinküste!

(Diese Meldungen verfasst Kay Hanisch)

http://negronews.fr/wp-content/uploads/2013/07/article_Ouattara.jpgAlessane Ouattara Bildquelle: negronews.fr

Friedrich-Ebert-Stiftung: Siegerjustiz in der Elfenbeinküste

19.8.2013. Internationale Beobachter und Organisationen vor Ort wie die deutsche SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung haben das Vorgehen des „Präsidenten“ der Elfenbeinküste, Alessane Ouattara, gegen seine politischen Gegner als „Siegerjustiz“ gebrandmarkt. Der neoliberale, frankreichfreundliche Ouattara hatte 2011 – trotz knapp verlorener Präsidentschaftswahl – mit Waffengewalt und französischer Militärunterstützung die Macht in der Elfenbeinküste erobert und den linksnationalen Amtsinhaber Laurent Gbagbo gestürzt und diesen und 150 weitere Personen aus dessen Lager angeklagt, allerdings wurde bisher gegen keinen einzigen von Ouattaras Kämpfern ermittelt, obwohl diese weitaus mehr Kriegsverbrechen begangen haben.

http://www.newstimeafrica.com/wp-content/uploads/2011/01/Laurent-Gbagbo-Faces-military-intervention.jpg

Laurent Gbagbo Bildquelle: newstimeafrica.com

Zu wenig Beweise für Prozeß gegen Gbgabo

7.6.2013. Blamage für den selbsternannten „Internationalen Strafgerichtshof“ (IStGh) in Den Haag: der 2011 von französischen Truppen verschleppte amtierende Präsident der Elfenbeinküste, Laurent Gbagbo, dem vom IStGh wegen Gewalttaten nach den umstrittenen Präsidentschaftswahlen 2010 der Prozeß gemacht werden soll, hat offenbar nicht genügend Schurkereien begangen, denn die Richter urteilten, die von der Anklage vorgelegten „Beweise“ reichten für einen Prozeß nicht aus. Damit die frühere Kolonialmacht Frankreich doch noch ihren Willen bekommt und den ungeliebten Anti-Imperialisten Gbagbo hinter Gittern sieht, wurde der Prozeß vertragt und die Anklage bekam mehr Zeit eingeräumt, weitere „Beweise“ für Gbagbos angebliche Missetaten zu fabrizieren, der sein Land damals gegen eine von Frankreich gesteuerte Rebellenarmee verteidigte.

Dubioser Ex-Premier sucht Schulterschluß mit Gbagbo-Anhängern

23.5.2013. Guilaume Soro war einst Anführer der muslimisch geprägten Rebellenarmee derNeuen Kräfte (FN), welche den Norden der Elfenbeinküste kontrollierten und wurde 2007 nach einem Friedensschluß mit dem linksnationalen Präsidenten Laurent Gbagbo dessen Premierminister. Als nach der umstrittenen Wahl 2010 der pro-französische Warlord Alessane Ouattara in einem Bürgerkrieg die Macht an sich riss, wechselte Soro die Fronten mit seinen alten FN-Kämpfern und wurde Ouattaras Premier und später Parlamentschef – nun soll er wieder Kontakte mit einer Guerilla-Gruppe aufgenommen haben, in welcher Anhänger des entmachteten Frankreich-kritischen Staatspräsidenten Laurent Gbagbo kämpfen.

Kommunalwahlen in der Elfenbeinküste: Schlappe für Putschisten – Boykott der Opposition
Weiterlesen

Regimewechsel in Zentralafrika & Afrikas Rückeroberung durch die Kolonialmächte

Der Sturz des zentralafrikanischen Präsidenten Francois Bozizé und die Verweigerung der Unterstützung durch seine Alliierten werfen Fragen auf. Welche Rolle spielt der Tschad dabei?

 

25.3.2013. Eine Welle der Instabilität rollt durch Afrika. Nach der Ermordung Ghaddafis 2011 und dem aktuellen Sturz von Francois Bozizé in Zentralafrika gehen Tschads Staatspräsident Idriss Déby allmählich die Verbündeten aus. Nun sieht er sich auch noch im eigenen Land mit einer längst vergessen geglaubten Rebellion konfrontiert.
Weiterlesen

Neokoloniale Offensive: Angriff auf Libyen und Elfenbeinküste 2011 hingen unmittelbar zusammen

27.11.2012. Wie sich nun herausgestellt hat, war der angebliche Wahlsieg des prowestlichen Warlords Alessane Ouattara 2010 in der Elfenbeinküste (in Wirklichkeit hatte Amtsinhaber Laurent Gbagbo knapp gewonnen) nur ein Vorwand, um eine Militärintervention Frankreichs in dem afrikanischen Land zu rechtfertigen und um Gbagbo abzusetzen, nachdem die Franzosen ihre Marionette Ouattara nicht über einen Sieg an der Wahlurne an die Macht bringen konnten, wie libysche Geheimdienstunterlagen belegen. Der Sozialist Gbagbo wollte, daß die Elfenbeinküste die von Frankreich abhängige Währung CFA-Franc abschafft und plante mit einigen anderen afrikanischen Staaten eine neue Regionalwährung, worin er auch Unterstützung durch die libysche Ghaddafi-Regierung erhielt – dieses Vorhaben und die Pläne Ghaddafis eine auf Gold basierende Währung für Afrika einzuführen, hätten die westliche Vormachtstellung in Afrika in ihren Grundfesten erschüttert. (Kay Hanisch)

Libyen und Elfenbeinküste: Widerstand gegen NATO-Besetzung wächst

1.10.2012. Während in der Elfenbeinküste Anhänger der legitimen, aber von Frankreich und den NATO-Staaten gestürzten Regierung des Linksnationalisten Laurent Gbagbo zunehmend militärische Aktionen von den Nachbarländern aus gegen das Regime des korrupten, von Frankreich als Staatschef inthronisierten Alessane Ouattara durchführen, wächst auch in Libyen die bewaffnete Rebellion von Sympathisanten mit der Prä-NATO-Regierung unter Muammar al-Ghaddafi. Dieser sogenannte „Grüne Widerstand“ (nach der Farbe der früheren libyschen Flagge) schwillt derzeit überall in Libyen an – seine markanteste Aktion war die Ermordung des US-Botschafters – die westlichen Staaten verschweigen ihn, da er das sorgfältig vom Westen gepflegte Bild „Volksaufstand gegen den brutalen Diktatur“ (so betitelte die NATO ihre Intervention 2011 in Libyen) in sich zusammenstürzen läßt. (Kay Hanisch)

Afrikanische Union kritisiert die westlichen Überfälle auf afrikanische Staaten

5.7.2011. Der derzeitige Vorsitzende der Afrikanischen Union (AU), der seit 1979 herrschende äquatorial-guineische Diktator Teodoro Obiang Nguema hat auf der Eröffnung des AU-Gipfels letzte Woche die Militärinterventionen des Westens in Afrika scharf kritisiert, welche zu »unzähligen Opfern, darunter Frauen und Kindern, Flüchtlingen und der Zerstörung der ökonomischen Infrastruktur« geführt habe. Nach dem Sturz des Präsidenten der Elfenbeinküste, Laurent Gbagbo, durch französische Truppen im April 2011, bombardiert die NATO seit drei Monaten Libyen, um ein Marionettenregime zu installieren.

Kay Hanisch

Rußland kritisiert französischen Putsch in der Elfenbeinküste

10.4.2011. Rußland hat den von Frankreich und (besonders schlimm) von UNO-Truppen unterstützten Putsch in der Elfenbeinküste, der in den westlichen Medien als „Machtübernahme des gewählten Präsidenten Alessane Outtara“ dargestellt wird, heftig kritisiert und möchte deswegen den Weltsicherheitsrat einberufen. Auch der der Vorsitzende der Afrikanischen Union (AU), Teodoro Obiang Nguema, Präsident von Äquatorial-Guinea, verurteilte das westliche Eingreifen in der Elfenbeinküste und in Libyen und erklärte, Afrika müsse seine Probleme selbst lösen.

Kay Hanisch

Im Ausland wird für Ghaddafi und Gbagbo demonstriert

18.4.2011. Worüber die gleichgeschaltete Mainstreampresse von TAZ bis BILD in unserem Land nicht berichtet, ist, daß die von ihnen dämonisierten Staatsoberhäupter Laurent Gbagbo (letzte Woche durch Frankreich in der Elfenbeinküste gestürzt) und Muammar al-Ghaddafi (wird demnächst durch NATO-Bomben in Libyen getötet oder gestürzt) nicht nur in ihren eigenen Ländern noch über eine große Anhängerschaft verfügen, sondern auch Unterstützung von Bürgern aus dem Ausland bekommen. So demonstrierten in Paris letzte Woche 1.500 Menschen für Laurent Gbagbo, während kurz zuvor in Mali eine Pro-Ghaddafi-Demonstration mit mindestens 10.000 Menschen stattfand.

Früherer französischer Außenminister kritisiert Verwicklung seines Landes in den Putsch in der Elfenbeinküste

15.4.2011. Der frühere sozialistische Außenminister Frankreichs, Roland Dumas, hat die Beteiligung Frankreichs beim Staatsstreich in der Elfenbeinküste, der mit dem Sturz und der Verhaftung des amtierenden Präsidenten Laurent Gbagbgo, eines in Paris unbeliebten Linksnationalisten, endete, scharf kritisiert. Französische Elitetruppen hatten auf einen „politischen Befehl“ hin (Dumas) Gbagbo aus seinem Bunker gezerrt und an die Milizen des selbsternannten „Präsidenten“ Allesane Ouattara ausgeliefert, die ihn und seine Frau mißhandelt haben.

Kay Hanisch