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Liberia verhängt 3-tägige Ausgangssperre wegen Ebola-Seuche

Ebola-Epidemie: Liberia verhängt Ausgangssperre im Kampf gegen die Seuche

STIMME RUSSLANDS Trotz Kritik von Hilfsorganisationen verhängt Sierra Leone im Kampf gegen Ebola eine Ausgangssperre.

Von Freitag bis Sonntag müssen sechs Millionen Menschen zuhause bleiben – in dieser Zeit sollen Gesundheitsarbeiter die Bevölkerung über das Virus aufklären und mögliche Infizierte ausfindig machen. Unterdessen wird die erste infizierte Französin in Paris erwartet. Die freiwillige Mitarbeiterin der Organisation Ärzte ohne Grenzen hatte sich in Liberia angesteckt.

Die Elfenbeinküste versucht, sich mit einer groß angelegten Kampagne weiterhin Ebola-frei zu halten. Hygienemaßnahmen vor öffentlichen Gebäuden und drastische Quarantäneregelungen für Einreisende sind ein Teil der Maßnahme, spielerische Aufklärung ein anderer. In den Nachbarländern starben bisher über 2.400 Menschen an Ebola. Euronews

USA entsenden wegen Ebola 3000 Soldaten nach Afrika

Liberia entlässt Beamte auf Auslandsreise

STIMME RUSSLANDS Liberia hat im Kampf gegen die Ebola-Seuche zehn hochrangige Staatsdiener im Ausland entlassen, die einem Aufruf zur Rückkehr in ihre Heimat nicht gefolgt waren, berichtet ORF.

In einer  am späten Samstagabend veröffentlichten Erklärung hieß es, sie hätten sich „unentschuldigt außerhalb des Landes aufgehalten“ und sich „gefühllos angesichts der nationalen Tragödie“ gezeigt. Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf habe daher ihre sofortige Entlassung angeordnet. Die zehn Betroffenen – darunter zwei Staatssekretäre – seien im August zurückbeordert worden.

Liberia ist von der Ebola-Epidemie in Westafrika bisher am schwersten getroffen. Dort starben fast die Hälfte der mehr als 2.400 bekannten Todesopfer.

USA wollen Militärs nach Afrika zum Kampf gegen Ebolavirus entsenden

STIMME RUSSLANDS US-Präsident Barack Obama will laut seiner eigenen Erklärung 3.000 Militärs nach Afrika entsenden, die gegen das Ebolafieber kämpfen sollen.

Die Truppen werden die Region mit Arzneimitteln versorgen und mit der notwendigen Technik ausstatten, darüber hinaus wird die Zahl der Krankenbetten vergrößert.

Vertreter der US-Verwaltung unterstrichen, dass die Maßnahmen Ausbildung von Mitarbeitern des Gesundheitsministeriums und die Schaffung von 17 Medizineinrichtungen in der Region miteinschließen.

2. Ebolastamm im Kongo auf dem Vormarsch

Zahl der Ebola-Fälle im Kongo steigt rasch

Zahl der Ebola-Fälle im Kongo steigt rasch

STIMME RUSSLANDS In der vergangenen Woche hat sich die Zahl der mutmaßlich mit Ebola infizierten Menschen in der Demokratischen Republik Kongo auf 62 verdoppelt, berichtet dpa unter Berufung auf die Weltgesundheitsorganisation.

35 Patienten seien bislang gestorben, wobei bisher nicht in jedem dieser Fälle Ebola eindeutig nachgewiesen wurde. Der Ausbruch im Kongo geht nach Expertenangaben auf einen anderen Ebola-Stamm zurück als jener in Westafrika.

In den westafrikanischen Staaten Guinea, Liberia, Sierra Leone und Nigeria waren bis zum 6. September rund 2.300 Ebola-Todesfälle erfasst worden.

Russlands Forscher entwickeln Ebola-Impfstoff

Ebola-Bekämpfung: Russische Mediziner entwickeln experimentelles Vakzin

Ebola-Bekämpfung: Russische Mediziner entwickeln experimentelles Vakzin

STIMME RUSSLANDS Zur Bekämpfung des Ebola-Virus ist ein experimentelles Vakzin entwickelt worden, dessen vorklinische Tests bereits erste positive Ergebnisse gezeigt haben, sagte die russische Gesundheitsministerin Weronika Skworzowa gegenüber RIA Novosti am Dienstag in Simferopol (Krim).

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind bis jetzt 2.615 Fälle von Ebola-Fieber weltweit registriert worden. 1.427 davon seien tödlich ausgegangen, hieß es. Ebola-Herde waren zuvor in vier Ländern Westafrikas – Guinea, Sierra Leone, Liberia und Nigeria – festgestellt worden. Am Montag wurde diese Art von hämorrhagischem Fieber auch in der Demokratischen Republik Kongo gemeldet, wo 13 Ebola-Kranke starben.

Laut Skworzowa ist eine Gruppe von Mitarbeitern des Iwanowski-Forschungsinstitutes für Virologie und ein Mitarbeiter der russischen staatlichen Verbraucherschutzbehörde (Rospotrebnadsor), die in Guinea die Ebola-Krankheit erforscht hatten, nach Russland zurückgekehrt. „Wir kennen nun den Erreger und dessen Eigenschaften. Heute liegt uns ein experimenteller Impfstoff vor, dessen vorklinische Tests gute Ergebnisse gezeigt haben“, so Skworzowa.

Ihr zufolge wird das Vakzin weiter erprobt. Die Ministerin brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass diese Tests erfolgreich verlaufen werden.

Das russische Gesundheitsministerium habe gemeinsam mit Rospotrebnadsor Maßnahmen zur Vorbeugung gegen die Ebola-Infektion in Russland eingeleitet, so Skworzowa. Alle Transit- und Direktflüge aus West- und Zentralafrika würden überwacht sowie die Hochschulen, an denen Studenten aus Afrika studieren, kontrolliert, sagte die Ministerin. RIA Novosti/ STIMME RUSSLANDS

Ebola im Kongo angekommen – Betroffenen-Zahlen wachsen immer schneller

WHO: Zahl der Ebola-Toten deutlich auf 1427 gestiegen

WHO: Zahl der Ebola-Toten deutlich auf 1427 gestiegen

Genf 23. August 2014 (dpa/IRIB)

Die Zahl der registrierten Ebola-Todesfälle in Westafrika ist in den vergangenen Tagen nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) deutlich gestiegen.

Am 19. und 20. August seien aus den vier betroffenen Ländern Guinea, Liberia, Nigeria und Sierra Leone 77 neue Todesfälle gemeldet worden, teilte die WHO am Freitag in Genf mit. Damit sind nach offiziellen Angaben bislang 1427 Menschen durch die Epidemie ums Leben gekommen. WHO-Experten gehen allerdings seit längerem davon aus, dass es eine hohe Dunkelziffer bei Ebola-Opfern gibt. Wie viele Menschen in der Region bislang an dem Virus gestorben sind, ist offenbar kaum abzuschätzen.

Erste Fälle von Ebola im Kongo

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Der Untergang von Kongos erfolgreichster Guerilla

11.11.2013. -Bild: DPA

Mit Hilfe ausländischer Interventionstruppen konnte die kongolesische Regierung die M23, eine Guerilla, die vor wenigen Wochen noch nahezu unbesiegbar schien, niederringen. Warum lag dies im Interesse des Westens?

Die Bewegung des 23. März (M23), eine Guerilla-Armee, welche im Osten der Demokratischen Republik Kongo kämpft, ist besiegt. Ihr politischer „Präsident“ Bertrand Bisimwa ist nach Uganda geflohen, ihr militärischer Führer, General Sultani Makenga untergetaucht. Rund 100 Kämpfer haben sich der kongolesischen Regierungsarmee FARDC ergeben, 1.500 – 2.000 Guerilleros sind über die Grenze nach Uganda marschiert, wo sie sich entwaffnen ließen. Damit endet eine vor rund 20 Monaten begonnene Rebellion. Weiterlesen

Demokratische Republik Kongo: Ex-Rebellenchef Nkunda unterstützt Friedensprozeß

4.10.2013 – Bild: © APA/EPA

General Laurent Nkunda, im ruandischen Hausarrest sitzender ehemaliger Führer der Rebellenbewegung Nationalkongreß für die Verteidigung des Volkes (CNDP) hat den Friedensangeboten des „Präsidenten“ der M23-Guerilla, Bertrand Bisimwa an die kongolesische Regierung seinen Segen gegeben, wobei Bisimwa als Bedingungen die Ausschaltung der ruandischen Völkermord-Miliz FDLR und das Rückkehrrecht für geflohene kongolesische Tutsi nannte. Der CNDP gilt als Vorgängerorganisation der M23, hatte unter Nkunda zeitweilig 7.000 Mann unter Waffen und kontrollierte weite Teile der Provinz Nord-Kivu, bist der General durch seinen korrupten Stellvertreter Bosco Ntaganda abgesetzt wurde. (Kay Hanisch)

Eine Milliarde Euro an europäischen Steuergeldern im Kongo versickert

EU-Ratspräsident Van Rompuy und der Anti-Korruptionskommissar Algirdas Semeta sind sich einig: Korruption ist schlecht für das Image der EU. (Foto: Consilium)EU-Ratspräsident Van Rompuy und der Anti-Korruptionskommissar Algirdas Semeta sind sich einig: Korruption ist schlecht für das Image der EU. (Foto: Consilium)

Steuerverschwendung – Korruption statt Entwicklungshilfe

Mindestens eine Milliarde Euro sind in der Demokratischen Republik Kongo spurlos verschwunden. Die EU hat das Ausmaß der Korruption „übersehen“. EU-Ratspräsident Van Rompuy versucht den Skandal unter der Decke zu halten. Er spricht von schlechter PR. Die Korruption wird zu einer teuren Angelegenheit für die Steuerzahler.

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Kongo: M23-Rebellen ziehen sich zurück, um Untersuchung des Granatbeschusses zu ermöglichen

(Bildquelle: dw.de)

3.9.2013. Die von einer internationalen Eingreiftruppe und den kongolesischen Regierungstruppen bekämpfte Guerilla-Armee Bewegung des 23. März (M23) hat sich aus den Hügeln um die Millionenstadt Goma nach schweren Gefechten mit südafrikanischen Elitetruppen zurückgezogen. Die M23 begründet ihren Rückzug damit, sie wolle den Beschuß der Stadt Goma, sowie den einer ruandischen Grenzstadt durch internationale Experten untersuchen lassen, da sich Rebellen und die kongolesische Regierung derzeit gegenseitig vorwerfen, für die Angriffe und den Tod mehrerer Zivilisten verantwortlich zu sein. (Kay Hanisch)

Kongo, Südafrika und Angola schließen Militärpakt – einziger Kampfpanzer der kongolesischen Rebellen zerstört

(Staatschef Südafrikas Jacob Zouma / Bildquelle: Wikipädia)

30.8.2013. Die drei bedeutenden afrikanischen Staaten Demokratische Republik Kongo (DRK), Angola und Südafrika haben ein gemeinsames Verteidigungsabkommen unterzeichnet. Derzeit geht die für Übergriffe auf die Zivilbevölkerung berüchtigte kongolesische Regierungsarmee FARDC u.a. mit südafrikanischer Hilfe gegen die rund 2.000 Mann starke Guerilla-Armee M23 vor, die etliche Gebiete der Provinz Nord-Kivu kontrolliert.

Voll fies: Internationale Eingreiftruppe zerstört einzigen Kampfpanzer der kongolesischen Rebellen

30.8.2008. Die internationale, aus südafrikanischen und tansanischen Elitekämpfern bestehende Eingreiftruppe und die UN-Mission MOUNUSCO haben vor einigen Tagen gemeinsam mit der kongolesischen Regierungsarmee Angriffe auf die Stellungen der eigentlich verhandlungsbereiten Guerilla der Bewegung des 23. März (M23) gestartet, was zu großen Verlusten auf beiden Seiten geführt hat. Dabei zerstörten die Angreifer auch den einzigen funktionstüchtigen Kampfpanzer der M23, die aber dennoch über Raketen mit 15 km Reichweite verfügt, mit denen sie zurück in die ostkongolesische Metropole Goma feuerte. (Kay Hanisch)

Demokratische Republik Kongo: Belgischer Außenminister sabotiert Friedensprozeß

http://polpix.sueddeutsche.com/bild/1.712200.1356235936/860x860/kongo.jpgBildquelle: sueddeutsche.de

26.8.2013. Mit seiner Aussage, er wäre dafür, die Rebellen der Bewegung des 23. März (M23) nicht wieder in die reguläre kongolesische Regierungsarmee FARDC einzugliedern, da man damit „undisziplinierte“ Elemente und dadurch Disizplinlosigkeit in die Armee bringen würde, hat der belgische Außenminister Didier Reynders dazu beigetragen, den Friedensprozeß zwischen M23 und kongolesischer Regierung zu beschädigen, denn die Wiedereingliederung in die FARDC ist gerade eine der wichtigsten Forderungen der M23. Desweiteren ist nach den wahren Motiven für Reynders Aussage zu forschen, denn daß die M23-Rebellen wesentlich disziplinierter im Kampf und Umgang mit Zivilisten sind, als die verlotterte FARDC, ist international weitgehend bekannt. (Kay Hanisch)

Krieg im Kongo: Regierungstruppen wegen Mißhandlungen und Vergewaltigungen in der Kritik

24.7.2013. Kurz nach dem die kongolesische Regierungsarmee FARDC einen Angriff mit Rückendeckung der UNO auf die Guerilla-Armee M23 gestartet hat, gerät die FARDC wegen auf Video aufgezeichneten Mißhandlungen von gefangenen M23-Kämpfern und Leichenschändungen getöteter Guerilleros international in die Kritik. Besonders das 391. Armeebataillon, eine von den USA trainierte Eliteeinheit, die in der Vergangenheit schon durch Vergewaltigungen in Minova auffällig geworden ist – der stellvertretende Kommandant wurde bereits verhaftet – zeichnete sich für die Mißhandlungen verantwortlich. (Kay Hanisch)

Kongo: Angriff der Regierungstruppen auf M23-Guerilla – schwere Verluste für Rebellen

23.7.2013. Nach einer massiven militärischen Aufrüstung der Regierungsarmee durch die „internationale Gemeinschaft“ und mit militärischer Unterstützung der im Ostkongo stationierten UNO-Truppen konnten die Kämpfer des Regimes von Präsident Joseph Kabila die Guerilla Bewegung des 23. März (M23) um mehrere Kilometer von der Großstadt Goma zurückdrängen. Dabei erlitt die mindestens 2.500 Mann starke M23 (nicht zuletzt durch die UNO-Bombardements) schwere Verluste und verlor 120 Kämpfer, während auf Seiten der Regierung – die übrigens im Gegensatz zu den Rebellen Verhandlungen ablehnt – 10 Soldaten fielen. (Kay Hanisch)

Demokratische Republik Kongo: Kabila-Regime schickt bewaffnete Jugendbanden gegen Guerilla-Stellungen

22.7.2013. Die unfähige, aber von der UNO unterstützte Regierung von Präsident Joseph Kabila bereitet weitere Provokationen zur militärischen Eskalation im Ostkongo vor und schickt mit Macheten und Lanzen bewaffnete Jugendliche gegen Stellungen der Guerilla-Armee Bewegung des 23. März (M23) los. Auch wenn diese Angriffe größtenteils problemlos abgewehrt werden können, so setzen sie die M23 immer weiter unter Druck, da sie sich neben den Banden auch der nun aufgerüsteten Regierungsarmee, den UNO-Truppen, den Resten der Anti-Tutsi-Guerilla FDLR und einer demnächst zu stationierenden afrikanischen Eingreiftruppe gegenüber sieht. (Kay Hanisch)

Demokratische Republik Kongo: Internationale Eingreiftruppe will bombardieren und Journalisten nicht in Kampfgebiet lassen

8.7.2013. Die neue UN-Eingreiftruppe Force Intervention Brigade (FIB), welche aus Truppen aus Südafrika, Tasania und Malawi bestehen soll, plant die Bombariderung des von Rebellenarmee Bewegung des 23. März (M23) gehaltenen Gebietes, sollte sich die Guerilla nicht bedingungslos ergeben und will gleichzeitig Journalisten verbieten in das Kampfgebiet zu reisen, um eine kritische Berichterstattung über die ohnehin schon umstrittenen Aktionen der UNO im Kongo zu verhindern. Die M23 ist die stärkste ostkongolesische Guerilla, hat in ihrem Gebiet quasi-staatliche Strukturen errichtet und kämpft gegen andere marodierende Bürgerkriegsmilizen und die Reste der verlotterten kongolesischen Regierungsarmee FARDC, um die Bevölkerung – und hier besonders die Minderheit der kongolesischen Tutsi – vor Übergriffen dieser Gruppen zu schützen. (Kay Hanisch)

Kongo: M23-Rebellen gegen Kindersoldaten

30.6.2013. Die Rebellen der Bewegung des 23. März (M23), einer in der Demokratischen Republik Kongo kämpfenden Guerillaarmee von 4.500 Mann, haben erklärt, daß sie sich gegen die in Afrika übliche Verwendung von Minderjährigen als Kämpfer stellen werden und sind bereit, hier mit der UNO-Mission MONUSCO zusammenzuarbeiten. Die M23 hat der Ankündigung bereits Taten folgen lassen und 13 Kinder, welche sie in den eigenen Reihen „gefunden“ hat, an humanitäre Organisationen in Ostkongo übergeben. (Kay Hanisch)

DR Kongo: M23 auf 4.500 Kämpfer angewachsen

12.6.2013. Trotz angeblicher kürzlich erfolgter Desertationen ist die im Osten der Demokratischen Republik Kongo kämpfende Rebellen-Armee Bewegung des 23. März (M23) auf inzwischen 4.500 Kämpfer angewachsen, sagte deren militärischer Sprecher, Oberstleutnant Vianney Kazarama. Die M23-Vorgänger-Organisation Nationalkongreß zur Verteidigung des Volkes (CNDP) brachte es in Blütezeiten unter ihrem legendären Führer Laurent Nkunda auf ca. 7.000 Soldaten, welche nach Angaben der UNO aber eine höhere Kampfkraft hatten als die rund 24.000 Regierungssoldaten, welche in Ostkongo im Einsatz waren. (Kay Hanisch)

Kongo: Regierung bricht den Waffenstillstand

27.5.2013. Bereits letzte Woche haben Regierungstruppen der Demokratischen Republik Kongo (DRK) begonnen, Stellungen der Rebellenarmee Bewegung des 23. März (M23), zu beschießen und haben damit den seit Ende 2012 herrschenden Waffenstillstand de facto aufgekündigt. Ruandas Präsident Paul Kagame hat die USA aufgefordert, die M23, die mittlerweile über Boden-Luft-Raketen, mindestens einen Kampfpanzer und Flakgeschütze verfügt, „auszuschalten“, was die westliche Propaganda Lügen straft, die immer wieder behauptet, die M23 wäre der „verlängerte Arm“ Kagames, der mit ihr ruandische Interessen in seinem Nachbarland Kongo durchsetzen will. (Kay Hanisch)

Kongo: UNO- und Regierungstruppen wollen Rebellen angreifen – trotz deren Verhandlungsbereitschaft

7.5.2013. Die Rebellen der Bewegung des 23. März (M23), der faktisch stärksten und diszipliniertesten der Armeen, die sich im Ostkongo tummeln, haben nun offiziell ihren Rückzug aus den Friedensgesprächen mit der Regierung bekannt gegeben, da diese weiter Truppen auf M23-Positionen vorrücken läßt und dabei von der UNO, die eine bewaffnete Mission im Ostkongo unterhält, unterstützt wird. Man werde nur an den Verhandlungstisch zurückkehren, wenn die Regierung von Präsident Joseph Kabila die militärische Eskalation stoppt, sei aber in diesem Falle zu einem sofortigen Waffenstillstand bereit, so der neue M23-Präsident Bertrand Bisimwa. (Kay Hanisch)

DR Kongo: M23-Rebellen blockieren UNO-LKWs

22.4.2013. Im Osten der Demokratischen Republik Kongo haben die Rebellen der Bewegung des 23. März (M23) mindestens 10 LKWs festgesetzt, die im Auftrag der UN-Mission MONUSCO angeblich Baumaterial liefern, während die M23 vermutet, daß es sich eher um Waffen handelt und die Öffnung der Container fordert. Obwohl sich die M23-Rebellen generell gesprächsbereit zeigen und auch keine unerfüllbaren Forderungen stellen, rüsten die kongolesische Regierung von Präsident Joseph Kabila (seit 2001) und die mit ihm verbündete MONUSCO beständigen auf, um die M23 lieber mit Waffengewalt zu
beseitigen. (Kay Hanisch)

Demokratische Republik Kongo: Nach Abzug der Rebellen fallen plündernde Milizen über Bevölkerung her

6.3.2013. Nachdem sich die Rebellen der Bewegung des 23. März (M23) in zwei Lager gespalten haben – das eine in den Nkunda-freundlichen Militärchef Sultani Makenga, der Frieden mit der kongolesischen Regierung schließen will und das andere in den politischen M23-Führer und „Präsidenten“ Jean-Marie Runiga und den brutalen Warlord General Bosco Ntaganda, die für einen Sturz der Kabila-Regierung kämpfen (Runiga aus politischen Gründen, Ntaganda weil ihn die Regierung an den Internationalen Strafgerichtshof ausliefern will) – zogen sich die Rebellen aus der 100.000-Einwohner-Stadt Rutshuru zurück, woraufhin bisher unbekannte, uniformierte Milizen in die Stadt einfielen, stahlen und plünderten. Deutsche Wissenschaftler fanden in einer Studie übrigens heraus, daß die Lebensverhältnisse in den Gebieten, die unter Kontrolle der M23 (bzw. ihrer Vorgängerorganisation CNDP mit dem inzwischen verhafteten General Laurent Nkunda an der Spitze) wesentlich besser waren, als in Gebieten, die unter der Kontrolle der Regierung standen. (Kay Hanisch)

Kongo: Bruderzwist bei M23-Rebellen

4.3.2013. Sultani Makenga, Militärführer der bekannten kongolesischen Guerilla-Armee Bewegung des 23. März (M23) hat den politischen Führer und „Präsidenten“ der Bewegung, Jean-Marie Runiga, für abgesetzt erklärt, da dieser die M23 in eine Sackgasse geführt habe und mit dem einflußreichen M23-General Bosco Ntaganda eng zusammenarbeitet. Makenga gilt als Anhänger des legendären CNDP-Chefs General Laurent Nkunda (CNDP = Nationalkongreß zur Verteidigung des Volkes, eine Vorgängerorganisation der M23), Ntaganda hatte Nkunda 2009 entmachtet und damit die CNDP-Rebellion zum Scheitern gebracht. (Kay Hanisch)

DR Kongo:

UNO unterstützt Plünderer und Vergewaltiger!

16.2.2013. Laut einem UN-Bericht hat FARDC, die marode Regierungsarmee der Demokratischen Republik Kongo, nach ihrer Niederlage gegen die M23-Rebellen in der ostkongolesischen Großstadt Goma im November 2012 Zuflucht in dem Örtchen Minova gesucht und geplündert, Menschen mißhandelt und „mindestens 126 Personen“ vergewaltigt. Dennoch – und obwohl die eigenen UN-Berichte zu solchen Erkenntnissen kommen – unterstützen die im Ostkongo stationierten UNO-Truppen die kriminelle FARDC und bekämpfen die wesentlich disziplinierteren Rebellen der Bewegung des 23. März (M23). (Kay Hanisch)

Kongo: M23-Rebellen führen Reformen in ihren Gebieten durch und verbessern Sicherheitslage

22.1.2013. Wie die TAZ berichtet, haben in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) die Rebellen der Bewegung des 23. März (M23) in den von ihnen beherrschten Gebieten eine eigene Zivilverwaltung eingesetzt hat, die Steuersätze gesenkt, um die Wirtschaft anzukurbeln, die Steuereintreiber verjagt, die Geheimdienste aufgelöst und die Sicherheitslage verbessert – und führen damit dem unfähigen Staat vor, daß eine bessere Regierungsführung doch möglich ist. „Wir arbeiten lieber mit geringen Mitteln, als die Bevölkerung auszubeuten,“ sagte Benjamin Mponima, Chef der M23-Distriktverwaltung von Rutshuru gegenüber der TAZ. (Kay Hanisch)

Zentralafrika: Déby zieht die rote Linie

9.1.2012. Der tschadische Präsident Idriss Déby, dessen Truppen gemeinsam mit Kontingenten aus der Demokratischen Republik Kongo, Südafrika und Kamerun die schwache Armee der Zentralafrikanischen Republik (ZAR) gegen die Rebellenkoalition Seleka unterstützen, hat den Rebellen gedroht, ein Angriff auf die rund 75 km von der Hauptstadt Bangui entfernte Stadt Damara wäre das Verletzen einer „unüberschreitbaren roten Linie“ und würde zum Eingreifen der ausländischen Truppen führen. Derweil gibt es Demonstrationen gegen die Rebellen in den bereits von ihnen eroberten Gebieten, was darauf schließen läßt, daß die Regierung zwar unpopulär, aber die Rebellen dadurch nicht automatisch gleich beliebter sind. (Kay Hanisch)