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Geplante Wahlen in Madagaskar: Die drei wichtigsten Kandidaten dürfen nicht antreten!

http://www.hausa.rfi.fr/sites/hausa.filesrfi/imagecache/rfi_43_large/sites/images.rfi.fr/files/aef_image/Andry%20Rajoelina.jpgAndry Rajoelina Bildquelle: hausa.rfi.fr

21.8.2013. Das „Spezialgericht für Wahlen“ (CES) hat in Madagaskar geurteilt, daß sowohl der seit 2009 amtierende Übergangspräsident Andry Rajoelina, als auch Lalao Ravalomanana, die Ehefrau des vor vier Jahren durch Rajoelinas Protestbewegung gestürzten Ex-Präsidenten, des US-freundlichen Milliardärs Marc Ravalomanana, nicht zur Präsidentschaftswahl antreten dürfen. Ebenfalls nicht zugelassen wurde der frühere Langzeitherrscher Didier Ratsiraka (Präsident von 1975-93 und 1997-2002), der widerum, obwohl demokratisch gewählt, von Ravalomanana gestürzt worden war – damit sind die wichtigsten politischen Akteure des Inselstaates durch Gerichtsbeschluß auf die Zuschauerbänke befördert worden. (Kay Hanisch)

Madagaskar: Auch Rajoelina tritt für das höchste Staatsamt an

10.5.2013. Der aktuelle Übergangspräsident Andry Rajoelina, der den schwerreichen Oligarchen-Staatschef Marc Ravalomanana 2009 durch einen Volksaufstand stürzte, plant nun doch zur Präsidentschaftswahl anzutreten, obwohl zwischen den politischen Akteuren vereinbart war, daß keine Ex-Präsidenten zur nächsten Wahl antreten dürfen. Rajoelina fühlte sich offenbar dazu berufen, nachdem sein Gegenspieler Ravalomanana die Kandidatur seiner Ehefrau vorantrieb und der ehemalige Langzeit-Staatschef Didier Ratsiraka (1975-93 und 1997-2002) seinen Wahlantritt verkündet hatte. (Kay Hanisch)

Madagaskar: Ex-Diktator Ratsiraka tritt wieder an!

6.5.2013.Der frühere sozialistische Staatspräsident Didier Ratsiraka (1975-93 und 1997-2002) ist wieder nach Madagaskar zurückgekehrt und plant, bei den kommenden Wahlen im Juli diesen Jahres als Präsidentschaftskandidat anzutreten, nachdem er 11 Jahre im französischen Exil verbracht hatte. Der heute 76-jährige Ratsiraka wurde 1975 Vorsitzendender des seit 1972 regierenden „Obersten Revolutionsrates“ aus linken Militärs, löste die einseitigen Bindungen des Landes an Frankreich und leitete 1992 freie Wahlen ein, bei denen er unterlag, aber dafür vier Jahre später noch einmal ins Amt gewählt wurde. (Kay Hanisch)

Regimewechsel in Zentralafrika & Afrikas Rückeroberung durch die Kolonialmächte

Der Sturz des zentralafrikanischen Präsidenten Francois Bozizé und die Verweigerung der Unterstützung durch seine Alliierten werfen Fragen auf. Welche Rolle spielt der Tschad dabei?

 

25.3.2013. Eine Welle der Instabilität rollt durch Afrika. Nach der Ermordung Ghaddafis 2011 und dem aktuellen Sturz von Francois Bozizé in Zentralafrika gehen Tschads Staatspräsident Idriss Déby allmählich die Verbündeten aus. Nun sieht er sich auch noch im eigenen Land mit einer längst vergessen geglaubten Rebellion konfrontiert.
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Madagaskar: Übergangspräsident Rajoelina stimmt Machtverzicht zu

18.1.2013. Der frühere Hauptstadt-Bürgermeister Andry Rajoelina, der mit einer Protestbewegung 2009 den Milliardär und neoliberalen Staatschef Marc Ravalomanana aus dem Amt jagte und seit dem als „Übergangspräsident“ fungiert, hat endlich Neuwahlen zugestimmt – und mußte die Bedingung akzeptieren, daß die Hauptrivalen der madegassischen Politik (er und sein Vorgänger Ravalomanana) nicht zur nächsten Wahl antreten. Rajoelina ist erst 38 Jahre alt – kann also getrost zur übernächsten Wahl antreten und hat noch ein As im Ärmel: vor den Präsidentschaftswahlen will er Parlamentswahlen abhalten lassen und hofft mit seinen Anhängern auf genügend Sitze, um einen nicht genehmen Präsidenten durch das Parlament aushebeln zu können. (Kay Hanisch)

Ex-Präsident Ratsiraka kehrt nach neun Jahren Exil zurück

28.11.2011. Didier Ratsiraka, von 1975-91 und 1996-2001 sozialistischer Präsident Madagaskars, kehrte nach neun Jahren Exil in Begleitung seiner Frau und seiner beiden Töchter in seine Heimat zurück, wo er am Flughafen die Erde seines Landes küßte. Der 75-jährige, der von tausenden Anhängern und seinem langjährigen Gegenspieler Prof. Albert Zafy (Präsident 1993-96) begrüßt wurde, kündigte an, „zwei oder drei Lösungen“ für den politischen Konflikt in seinem Land vorzustellen und die neue Regierung der nationalen Einheit zu unterstützen.

Kay Hanisch

Putschversuch in Madagaskar abgewehrt

29.11.2010. Ausgerechnet am Tag der Abstimmung über eine neue Verfassung zur stärkeren Dezentralisierung des Landes, versuchten 18 Soldaten, darunter ein ranghoher General, in einem stümperhaften Putschversuch die Übergangsregierung von Präsident Andry Rajoelina zu stürzen. Der frühere Hauptstadtbürgermeister Rajoelina war erst im letzten Jahr durch Straßenproteste an die Macht gekommen und hatte Präsident Marc Ravalomanana, der große Teile des Landes an ausländische Konzerne verschleuderte, gestürzt.

Kay Hanisch

Rajoelina bleibt Übergangspräsident

10.10.2009. Die Konfliktparteien in Madagaskar haben sich darauf geeinigt, daß Übergangspräsident Andry Rajoelina bis zu Neuwahlen Ende 2010 im Amt bleiben soll. Der ehemalige Hauptstadt-Bürgermeister Rajoelina hatte den Staatspräsidenten und reichsten Mann des Landes, Marc Ravalomanana, im März mittels Bürgerprotesten und Militärhilfe gestürzt, nachdem der Präsident große Teile fruchtbaren Agrarlandes an den südkoreanischen Daewoo-Konzern verschenkt hatte.