Archive

Malawi: Proteste gegen neoliberale Wirtschaftspolitik

21.1.2013. Verbraucherschutzorganisationen habe in mehreren Städten Malawis gleichzeitige Demonstrationen gegen die völlig verfehlte Wirtschaftspolitik der im Westen wegen ihrer „Folgsamkeit“ beliebten Staatspräsidentin Joyce Banda durchgeführt. Banda, die beim eigenen Volk als selbstherrlich und inkompetent gilt, hatte vom „Internationalen Währungsfonds“ (IWF) geforderte „Reformen“ durchgeführt, was zu einer 50%igen Abwertung der Währung Kwacha, einem Anstieg der Benzinpreise um 69% und zu weitgehender Erlahmung des Wirtschaftslebens führte – und das, nachdem sich ihr Amtsvorgänger, der 2012 verstorbene Präsident Bingu wa Mutharika jahrelang erfolgreich gegen das IWF-Diktat gewehrt hatte. (Kay Hanisch)

Malawi: Inkompetente Präsidentin ruiniert die Wirtschaft des Landes wegen IWF-Forderungen

2.11.2012. Hatte der Anfang 2012 verstorbene Präsident Malawis, Bingu wa Mutharika sein Land mühsam aus den Fängen des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank befreit und mittels Vorratsspeichern die Ernährungssicherheit in dem kleinen Land wieder hergestellt, so bemüht sich seine Nachfolgerin Joyce Banda gerade darum, die Errungenschaften Mutharikas, für die der demokratisch gewählte Präsident im Westen zuletzt immer öfter offen angefeindet und verleumdet („Diktator“ etc.) rückgängig zu machen. Joyce Banda wertete nicht nur die Landeswährung um die Hälfte ab, was die bescheidenen Ersparnisse vieler Malawianer vernichtete und die Löhne halbierte, sondern plant nun auch „Handelserleichterungen“ mit der EU, was dazu führen wird, daß hochsubventionierte Agrargüter aus Europa die Landwirtschaft Malawis – die Haupteinahmequelle des kleinen Agrarstaates – vernichten und das Land völlig von westlichen Nahrungsmittelimporten abhängig machen wird. (Kay Hanisch)

Malawi: Mutharikas Bruder will Präsident werden

17.7.2012. Peter wa Mutharika, Bruder des Anfang 2012 verstorbenen Staatschefs von Malawi, Bingu wa Mutharika, hat erklärt, zur nächsten Wahl 2014 als Präsident zu kandidieren und steht in Opposition zur jetzigen Staatschefin Joyce Banda. Die einstige Vizepräsidentin galt als demokratische Hoffnungsträgerin, hat aber ihren Kredit in der Bevölkerung verspielt, als sie das Land den Internationalen Finanzorganisationen auslieferte und die Währung abwertete und damit das Erbe von Bingu wa Mutharika, die wirtschaftliche Selbstbestimmung des Landes, verspielte.

Kay Hanisch

Wegen Unterwürfigkeit: AU-Gipfel von Malawi nach Äthiopien verlegt

15.6.2012. Nachdem Malawi angekündigt hatte, den sudanesischen Präsidenen Omar el-Bashir verhaften zu lassen, weil er vom Internationalen Strafgerichtshof (IStGh), ein vom Westen bezahltes Gericht zur Ausschaltung politischer Gegner, gesucht wird, verlegte die Afrikanische Union (AU) ihr Gipfeltreffen von Malawi nach Äthiopien, da sonst eine Beratung über den Konflikt zwischen Sudan und Südsudan ohne Bashir nicht möglich ist.
Im Gegensatz zu ihrem Amtsvorgänger Bingu wa Mutharika hat die neue, ursprünglich als Hoffnungsträgerin gestartete Präsidentin Malawis, Joyce Banda, einen Kurswechsel vollzogen und sich vollständig unter das Diktat des Westens und des Weltwährungsfonds gestellt.

Kay Hanisch

Präsidentin unterwirft sich IWF-Diktat

18.5.2012. Die neue Präsidentin Malawis, Joyce Banda, ist vor den Forderungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) eingeknickt und hat die malawische Währung, den Malawi-Kwacha, um 50% abgewertet, was zwar dazu führte, daß der IWF nun dem Land wieder Kredite gewährt, sich aber für die Bevölkerung des kleinen Landes das ohnehin schon bescheidene Leben extrem verteuert. Bandas Vorgänger, der vor wenigen Wochen verstorbene Präsident Bingu wa Mutharika, hatte sich lange Zeit geweigert, sein Land den IWF-Bedingungen zu unterwerfen – die internationale Reaktion waren die Einstellung sämtlicher Kreditvergaben durch IWF und führende westliche Staaten, sowie eine Medienkampagne, die den demokratisch gewählten Präsidenten als „autoritären Herrscher“ darstellte.

Kay Hanisch

Malawi: Vize-Präsidentin übernimmt die Macht

13.4.2012. Nach dem plötzlichen Herztod des Staatschefs Bingu wa Mutharika über Ostern übernimmt in dem kleinen afrikanischen Land Malawi die bisherige Vize-Präsidentin Joyce Hilda Banda das höchste Staatsamt und ist damit nach Ellen Johnson Sirleaf (Liberia) die zweite Staatspräsidentin in Afrika. Banda hatte sich 2010 mit Mutharika zerstritten, war aus dessen Demokratischer Fortschrittspartei (DDP) ausgetreten und hatte die Volkspartei (PP) gegründet, aber das Amt der Vize-Präsidentin weigerte sie sich abzugeben.

Kay Hanisch

Präsident Mutharika gestorben – kämpfte für Ernährungssicherheit

11.4.2012. Wie erst dieser Tage bekannt wurde, ist der Präsident des afrikanischen Staates Malawi, der seit 2004 amtierende Bingu wa Mutharika, über Ostern an einem Herzinfarkt gestorben. Mutharika wurde seit einiger Zeit im Westen immer unbeliebter – angeblich wegen „Menschenrechtsverletzungen“, in Wirklichkeit aber, weil er mit seiner Agrarpolitik auf eine Selbstversorgung Malawis abzielte und sogar den Export von landwirtschaftlichen Gütern in die Nachbarländer forcierte, was den Interessen der EU und der internationalen Lebensmittelkonzerne fundamental zuwider lief.

Kay Hanisch

Malawis Präsident Mutharika setzt sich für Frauenrechte ein

24.1.2012. In Malawis Hauptstadt Lilongwe wurden letzte Woche mehrere Frauen öffentlich ausgezogen und verprügelt, weil sie Hosen und keine traditionelle Kleidung trugen, weshalb sich am Freitag ein Protestmarsch von Hunderten empörten Bürgern gegen die spontane Gewalt bildete. Der sonst wenig zartfühlende Staatspräsident Bingu wa Mutharika stellte sich hinter die Demonstranten und erklärte, die Frauen könnten tragen was sie wollten.

Kay Hanisch

Blutige Unruhen in Malawi gegen Präsident Mutharika

25.7.2011. In Malawi haben sich seit letzter Woche Oppositionelle und Unzufriedene zusammengerottet, um gewaltsam gegen die Regierung des seit 2004 amtierenden Präsidenten Bingu wa Mutharika von der Demokratischen Fortschrittspartei (DPP) wegen gestiegener Lebenshaltungskosten zu demonstrieren, was bereits zu 18 Todesopfern geführt hat. Mutharika liegt mit Großbritannien über Kreuz und mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF), weil er dessen Privatisierungsvorschläge in der Landwirtschaft abgelehnt hatte und stattdessen mit Subventionsmaßnahmen für Saatgut und Dünger erfolgreich den Hunger in dem armen Land bekämpft hat.

Kay Hanisch

Sanktionen: Ist das kleine Malawi das nächste Ziel westlicher Militär-Interventionen?

30.7.2011. Nach dem sich Proteste gegen die Regierung des Präsidenten Bingu wa Mutharika wegen gestiegener Lebenshaltungskosten in gewaltsame Plünderungen und Brandschatzungen verwandelt hatten und die Polizei mehrere Protestler beim Versuch, Ordnung zu schaffen, tötete, haben die USA und etliche andere westliche Länder ihre Entwicklungshilfe für das arme Land eingefroren und ihre Botschafter abgezogen. Der Grund dafür dürfte aber nicht die Menschenrechtssituation sein, die in zahlreichen vom Westen hofierten Staaten viel schlimmer ist, sondern die erfolgreiche Landwirtschaftspolitik Mutharikas, der sich gezielt den Forderungen nach Privatisierung und „Liberalisierung“ im landwirtschaftlichen Bereich widersetzt und damit eine Ernährungssicherheit für die Bevölkerung seines Landes erreicht hat, was der westlichen Wirtschafts- und Handelspolitik überhaupt nicht ins Konzept paßt.

Kay Hanisch