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„Mehr Staat“: Sambias Entwicklungsplan soll überarbeitet werden

11.7.2013. Die linksnationale Regierung von Präsident Michael Sata überarbeitet derzeit den neoliberalen Entwicklungsplan, den die Vorgängerregierung der als korrupt verschrieenen Partei Bewegung für Mehrparteiendemokratie (MMD) für Sambia im Einklang mit den Geberländern entwickelt hatte. Die neue Regierung unter Satas Patriotischer Front (PF) möchte mehr staatliche Lenkung und weniger Narrenfreiheit für ausländische Investoren in dem überarbeiteten Plan verankert wissen, was viele westliche Medienkommentatoren dazu verleitet, über die sambische Regierung faktenfrei herzuziehen und sie mit der autoritären Regierung im benachbarten Simbabwe zu vergleichen. (Kay Hanisch)

Anti-Imperialistische Senioren: Kenneth Kaunda besucht Raul Castro

17.6.2013. Der frühere Staaspräsident Sambias, Dr. Kenneth Kaunda, der die Republik von 1964-91 führte, hat den kubanischen Staatspräsidenten Raul Castro bei einem Besuch auf dem sozialistischen Inselstaat Kuba getroffen. Die beiden alten Anti-Imperialisten kennen sich schon aus der Zeit, in der Kaunda noch regierte – Casto war jahrzehntelang Verteidigungsminister des sozialistischen Inselstaates. (Kay Hanisch)

Kaunda: Sambia spielte bedeutende Rolle im afrikanischen Unabhängigkeitskampf

17.6.2013. Der frühere Präsident (1964-91) und Staatsgründer der Republik Sambia, der 89-jährige Dr. Kenneth Kaunda, erklärte in einem Interview, daß er stolz sei auf die bedeutende Rolle, die sein Land bei der Befreiung mehrerer afrikanischen Staaten von Kolonialherrschaft und Apartheid leistete – darunter Südafrika, Namibia, Mocambique, Simbabwe und Angola (zeitweise hielten sich damals in Sambia mehr bewaffnete Widerstandskämpfer auf, als das Land über eigene Soldaten verfügte). Kaunda bekräftige den von der Afrikanischen Union (AU) eingeschlagenen Weg zu einem einheitlichen und friedlichen Afrika und rief die afrikanischen Führer dazu auf, diesen Weg weiter zu verfolgen. (Kay Hanisch)

Sambia: Ehrendoktorwürde für Staatsgründer Kaunda

29.4.2013. Der Unabhängigkeitsführer und erste Staatspräsident Sambias (1964-91), Dr. Kenneth Kaunda, hat dieser Tage eine Ehrendoktorwürde in Philosophie sowie friedlicher Konfliktlösung von der größten Universität des Landes bekommen. Kaunda, der heute als Polit-Pensionär gegen Armut und AIDS kämpft, sei eine „Ikone des Friedens in Afrika“ und „half mehrere afrikanische Länder zu befreien“, sagte Muyunda Mwanalushi, Kanzler der Copperbelt Universtiy. (Kay Hanisch)

Sambia: Regierung plant wieder nationale Airline

2.4.2013. Die linksnationale Regierung von Staatspräsident Michael Sata plant wieder eine neue nationale Fluggesellschaft zu gründen, nachdem die noch unter Staatsgründer Kenneth Kaunda ins Leben gerufene staatliche Zambia Airways 1994 im Zuge der Privatisierung von der neoliberalen MMD-Regierung liquidiert worden war. Die nachfolgenden privaten Anbieter hatten allesamt finanzielle und sicherheitsrelavante Probleme und seien im Service alle schlechter gewesen, als die alte Zambian Airways. (Kay Hanisch)

Regimewechsel in Zentralafrika & Afrikas Rückeroberung durch die Kolonialmächte

Der Sturz des zentralafrikanischen Präsidenten Francois Bozizé und die Verweigerung der Unterstützung durch seine Alliierten werfen Fragen auf. Welche Rolle spielt der Tschad dabei?

 

25.3.2013. Eine Welle der Instabilität rollt durch Afrika. Nach der Ermordung Ghaddafis 2011 und dem aktuellen Sturz von Francois Bozizé in Zentralafrika gehen Tschads Staatspräsident Idriss Déby allmählich die Verbündeten aus. Nun sieht er sich auch noch im eigenen Land mit einer längst vergessen geglaubten Rebellion konfrontiert.
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Sambia: Präsident warnt ausländische Botschafter vor Einmischung

22.3.2013. Der linksnationale Präsident von Sambia, Michael Sata, hat die Botschafter mehrerer ausländischer Staaten davor gewarnt, sich in die inneren Angelegenheiten des Landes einzumischen und mit der Opposition zu verkehren. Seit dem Sata 2011 gewählt wurde, verfolgt er eine Politik, die sich mehr an den Interessen des Landes und weniger an den Interessen der ausländischen Bergbaukonzerne orientiert, was besonders den westlichen Staaten nicht gefällt und seit geraumer Zeit ist in westlichen Medien eine gewisse Hetze gegen die Regierung von Satas Patriotischer Front (PF) zu beobachten. (Kay Hanisch)

Sambia: Regierung beschlagnahmt chinesische Mine wegen Sicherheitsmängeln

4.3.2013. Wegen Sicherheitsmängeln, gefährlichen Arbeitsbedingungen und Ausbeutung (18-Stunden-Tag) hat die linksnationale Regierung von Präsident Michael Sata in Sambia eine chinesische Mine enteignet. Sata war u.a. wegen des Versprechens gewählt worden, für bessere Arbeitsbedingungen in den chinesischen Minen zu sorgen, die früher unter dem ersten Präsidenten Kenneth Kaunda (1964-91) noch sambisches Staatseigentum waren. (Kay Hanisch)

Sambia: Neue Regierung rollt Korruption der MMD-Ära auf

25.2.2013. Seitdem 2011 die linksnationale Patriotische Front (PF) und ihr Präsidentschaftskandidat Michael Sata die Wahlen in Sambia gewonnen hat, durchleuchtet die neue Regierung nun systematisch die Jahre der Herrschaft der vorher regierenden neoliberalen Bewegung für Mehrparteiendemokratie (MMD), geht gegen grassierende Korruption vor und nimmt sich auch die Eigentumsverhältnisse des zu Reichtums gekommenen Ex-Präsidenten Rupiah Banda vor. Die nun in der Opposition befindliche MMD kontert auf ihre Weise und spielt die verfolgte Unschuld, die im Westen die „Repressionen“ durch den bösen „Autokraten“ Sata anprangert, um sich als Opfer von politischer Säuberung darzustellen. (Kay Hanisch)

Sambia: Verbot der Trophäenjagd von Großwildkatzen durchgesetzt

17.1.2013. Nachdem die Löwenpopulation in wenigen Jahrzehnten um 90% eingebrochen ist, hat die linksnationale Regierung von Präsident Michael Sata ein Verbot der Trophäenjagd von Großkatzen erlassen. Zuvor hatten bereits Kenia und Botswana die Trophäenjagd unter Strafe gestellt bzw. stark eingeschränkt. (Kay Hanisch)

Sambia: Regierung plant künftig Rohstoffverarbeitung im eigenen Land

14.1.2013. Die sambische Regierung des linksnationalen Präsidenten Michael Sata möchte das Land aus der Abhängigkeit von der Rolle eines reinen Rohstoffexportstaates bringen und plant einen großen „Kupferpark“ mit weiterverarbeitender Industrie. Sambia ist einer der weltweit größten Exporteure von Kupfer. (Kay Hanisch)

Sambia: Vortragsreihe über Staatsgründer Kaunda in London

7.1.2013. In London beginnt am 28. Juni 2013 eine Vortragsreihe über den Staatsgründer und ersten Präsidenten (1964-91) der Republik Sambia, Dr. Kenneth Kaunda, die von der Vereinigung von in Großbritannien lebenden Sambiern (UKZambians) organisiert wird. Die Vorträge werden von bekannten Rednern aus aller Welt gehalten und beschäftigen sich sowohl mit Kaundas Ideologie des „Sambischen Humanismus“ und dem von ihm gepflegten Führungsstil als auch mit seiner wichtigen Rolle für eine friedliche und stabile Entwicklung in Sambia und dessen Nachbarländern und dem sanften Übergang zur Demokratie, den Kaunda 1991 einleitete. (Kay Hanisch)

Sambia: Regierung arbeitet an Gesetzen zur Eingrenzung des Land-Grabbings

5.12.2012. Die zahlreichen Kleinbauern in Sambia, deren Existenz absolut notwendig für die Ernährungssicherheit in dem südafrikanischen Land ist, sehen sich immer stärker bedroht durch lokale und internationale Großkonzerne, die sie mittels bezahlter Schlägerbanden und für die Konzerne günstiger Gesetze von ihrem Land vertreiben und die es besetzen. Die neoliberale, von 1991-2011 regierende Bewegung für Mehrparteiendemokratie (MMD) hatte entsprechende Gesetze zur Anlockung von Investoren erlassen, doch nun wird sich die neue linksnationale Regierung unter der Patriotischen Front (PF) von Präsident Michael Sata des Problems bewußt und arbeitet an Gesetzesvorlagen, mit denen die Landtitel von Kleinbauern besser geschützt werden sollen. (Kay Hanisch)

Preisverleihung in Sambia: Ex-Präsident Kaunda als „afrikanische Ikone“ ausgezeichnet

14.11.2012. Der frühere Staatspräsident Sambias, Kenneth Kaunda, der das Land 1964 in die Unabhängigkeit geführt hatte und bis 1991 regierte, wurde mit dem „Icon of Africa Award“ ausgezeichnet. Kaunda bekam den Preis für seinen Einsatz für Demkratie, Frieden und Entwicklung und für seine „väterliche Rolle“ in Afrika. (Kay Hanisch)

Kenneth Kaunda unterstützt Golfturnier für Waisenkinder

12.11.2012. Der frühere sozialistisch-humanistische Präsident von Sambia (1964-91), Dr. Kenneth Kaunda, unterstützt mit seiner Kenneth Kaunda Children of Africa Foundation ein Golfturnier in Sambia zugunsten von Waisen und verletzten Kindern. Der 88-jährige Kaunda ist neben Sir Dawda Kairaba Jawara aus Gambia der letzte noch lebende Unabhängigkeitsführer eines afrikanischen Staates und hat sich nach seinem Rücktritt 1991 als Elder Statesman und Unterstützer sozialer Projekte in Afrika einen Namen gemacht. (Kay Hanisch)

Sambia: Staatsgründer Kenneth Kaunda wieder aus Krankenhaus entlassen

1.10.2012. Der frühere Unabhängigkeitsführer und Staatspräsident (1964-91) Sambias, der 88-jährige Kenneth Kaunda ist wieder aus dem Krankenhaus entlassen wurden, in das er nach dem plötzlichen Tod seiner zwei Jahre jüngeren Ehefrau Betty eingeliefert worden war und der ihn offensichtlich sehr mitgenommen hatte. Im Krankenhaus wurde Kaunda u.a. von der britischen Prinzessin Anne besucht. (Kay Hanisch)

Sambia: Kenneth Kaunda wird zur Mode-Ikone

24.9.2012. Der heute 88-jährige, frühere Staatspräsident von Sambia, Dr. Kenneth Kaunda, ist zur Einweihung eines Modesalons mit gleichem Namen gekommen, um das Bändchen durchzuschneiden und zur Begutachtung der Sachen eines Mode-Labels, daß ebenfalls den Namen „KennehKaunda“ trägt. Ironischer Weise bietet „KennethKaunda“ neben normalem Klamotten auch die bekannten Hemden mit Uniformtaschen an, für welche das frühere Staatsoberhaupt bekannt war – genauso wie das weiße Einstecktuch zum Winken. (Kay Hanisch)

Sambia: Frühere First Lady Betty Kaunda gestorben

20.9.2012. Betty Kaunda, die frühere First Lady Sambias und Ehefrau des ersten Staatspräsidenten und Unabhängigkeitsführers Dr. Kenneth Kaunda, ist im Alter von 84 Jahren verstorben. Der amtierende Präsident von Sambia, Michael Sata und sein Amtsvorgänger Rupiah Banda kondolierten dem 88-jährigen Kenneth Kaunda, der das Land von 1964-91 regiert hatte und als weltweit geachteter Staatsmann gilt. (Kay Hanisch)

Ehemalige Regierungspartei MMD wieder zugelassen

4.7.2012. Ein Gericht in Sambia hat die ehemalige Regierungspartei (1991-2011) Bewegung für Mehrparteiendemokratie (MMD) wieder zugelassen, nachdem diese vor einigen Monaten gerichtlich aufgelöst wurde, weil sie seit 1993 keine Registrierungsgebühr bezahlt hatte. Mit diesem Urteil strafen das Gericht und die neue Regierung unter der Patriotischen Front (PF) die westliche Medienhetze gegen Sambia Lügen, daß das Land nun eine „Diktatur“ sei, weil die neue Regierung einige Betriebe wieder verstaatlichte.

Kay Hanisch

westliche Medienhetze gegen die neue Regierung Sambias

4.7.2012. Seit im letzten Jahr Michael Sata und seine Patriotische Front (PF) die Wahlen in Sambia gewannen und begannen, dubiose Privatisierungen der neoliberalen Vorgängerregierungen zu untersuchen und manche Betriebe wieder zu verstaatlichen, erhob sich in den westlichen Medien eine künstlich echauffierte Empörung darüber und die Unterstellung, die PF-Regierung würde eine „neue Diktatur“ in Sambia einführen, wobei sich ein polemisches Pamphlet mehrerer Oppositionsparteien, daß diese an die EU geschickt hatten, um Satas Regierung zu diffamieren, als äußerst nützlich erwies. So genügen der EU schon die verbesserten Beziehungen zum autoritär geführten Nachbarland Simbabwe als „Beweis“ für die diktatorische Natur Satas.

Kay Hanisch

UNO schlägt Robert Mugabe und Michael Sata als Tourismusbotschafter vor

5.6.2012. Die UNO hat den anti-westlichen Präsidenten von Simbabwe, Robert Mugabe, und seinen sambischen Amtskollegen Michael Sata als UN-Tourismusbotschafter vorgeschlagen. Dies führte bei den westliche Staaten zu Kritik, da sich Mugabe schon seit Jahrzehnten dem Diktat des Westens widersetzt und der 2011 gewählte Michael Sata Mugabe unterstützt.

Kay Hanisch

Sambias neuer Chef macht ernst: Kampf gegen Korruption

1.6.2012. Der im letzten Jahr zum Präsidenten gewählte Linkspopulist Michael Sata von der Patriotischen Front (PF) machte ernst mit dem versprochenen Kampf gegen die Korruption.
Gegen mehrere Ex-Minister laufen derzeit Verfahren wegen Bereicherung, erst diese Woche wurde ein Minister zu zwei Jahren Zwangsarbeit verurteilt, weil er zwei Kisten mit Geld vergraben hatte.

Kay Hanisch

Gossner Mission: Glückwünsche an Kaunda

28.5.2012. Die Gossner Mission übermittelt ihre besten Glückwünsche an den Staatsgründer und früheren Präsidenten (1964-91) der Republik Sambia, Dr. Kenneth Kaunda, der im April 88 Jahre alt geworden ist. Grund der Gratulation war aber das 40-jährige Bestehen der Gossner Mission in Sambia – Kaunda hatte damals bei einer internationalen Konferenz Hilfe für mehr als 30.000 umgesiedelte Menschen im abgelegenen Gwembe-Tal erbeten, woraus das Gwembe-Entwicklungsprojekt der Mission wurde.

Kay Hanisch

Sambia: Langjährige Regierungspartei MMD aufgelöst

21.3.2012. Der Staat hat die von 1991-2011 regierende Bewegung für Mehrparteiendemokratie (MMD) aufgelöst, da die Partei es versäumt hatte, die Registrierungsgebühr zu bezahlen. Die neoliberale MMD löste 1991 die sozialistisch-humanistische Langzeit-Regierungspartei UNIP ab und wurde 2011 ihrerseits durch die nationalpopulistische Patriotische Front (PF) des Volkstribuns Michael Sata abgelöst.

Kay Hanisch