Archive

Regimewechsel in Zentralafrika & Afrikas Rückeroberung durch die Kolonialmächte

Der Sturz des zentralafrikanischen Präsidenten Francois Bozizé und die Verweigerung der Unterstützung durch seine Alliierten werfen Fragen auf. Welche Rolle spielt der Tschad dabei?

 

25.3.2013. Eine Welle der Instabilität rollt durch Afrika. Nach der Ermordung Ghaddafis 2011 und dem aktuellen Sturz von Francois Bozizé in Zentralafrika gehen Tschads Staatspräsident Idriss Déby allmählich die Verbündeten aus. Nun sieht er sich auch noch im eigenen Land mit einer längst vergessen geglaubten Rebellion konfrontiert.
Weiterlesen

Das US-Regime jagt einen neuen Oberschurken: Joseph Kony!

16.3.2012. Lange hatte man von dem geheimnisumwitterten Anführer der christlich-fanatischen ugandischen Guerillatruppe Widerstandsarmee des Herren (LRA) nichts mehr gehört, ugandische Streitkräfte hatten die brutale Miliz teilweise aus dem Land in die benachbarte Demokratische Republik Kongo abgedrängt. Die Zahl ihrer Kämpfer soll auf 400 geschrumpft sein, doch ausgerechnet jetzt starten die USA eine große Medienkampagne, wie schlimm die LRA ist, daß sie Kindersoldaten einsetzt und Joseph Kony verhaftet werden muß – wozu sie bereits Militärberater nach Uganda entsandt hat – nach dem dort nun Erdöl (!) entdeckt wurde.

Kay Hanisch

Ist Joseph Kony überhaupt noch am Leben?

19.3.2012. Seit 2006 ist der brutale Milizenführer der religiös-fanatischen Widerstandsarmee des Herrn (LRA) Joseph Kony in Uganda nicht mehr gesehen worden und nicht wenige Menschen in Afrika und den anderen Kontinenten fragen sich, ob Kony, der Kindersoldaten einsetzte, überhaupt noch lebt. Derzeit erregt ein brutales Internet-Video namens „Kony 2012“, welches die undurchsichtige US-Organisation „Invisible Children“ gepostet hat, viele Gemüter, denn Kritiker befürchten, daß die Jagd auf Kony, zu der das Propagandavideo aufruft, nur dazu dient, einen Vorwand für eine militärische Intervention in Uganda zu finden, da in dem zentralafrikanischen Land vor einiger Zeit gewaltige Erdölreserven entdeckt wurden.

Kay Hanisch

Eritrea: Präsident Afewerki als Friedenstaube?

20.8.2011. Der Staatspräsident des nahezu völlig isolierten Eritrea, Isayas Afewerki, ist nach Uganda aufgebrochen, um die Beziehungen zwischen beiden Ländern zu verbessern, da Eritrea vom Westen vorgeworfen wird, die radikal-islamischen Al-Shabaab-Milizen in Somalia zu unterstützen, während Uganda eine afrikanische Eingreiftruppe anführt, welche die somalische Regierung unterstützt. Präsident Afewerki fürchtet offenbar – nicht zu Unrecht – daß sein Land, das nächste sein könnte, welches die NATO überfällt, da sich Eritrea nahezu völlig unabhängig von ausländischen Großkonzernen und Banken gemacht hat und als Staat ohne Freunde und Fürsprecher ziemlich verloren dastehen würde.

Kay Hanisch

Ugandas Präsident über den Tod Ghadafis

28.10.2011. Yowerei Museveni, der seit 1986 regierende Präsident Ugandas und ein enger Verbündeter des Westens, sagte laut Frankfurter Rundschau über den ermordeten libyschen Revolutionführer: „Ungeachtet aller seiner Fehler war Muammar Gaddafi ein Nationalist. „Ich ziehe Nationalisten den Marionetten ausländischer Interessen vor.“

Kay Hanisch