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Schürung von Rassenkonflikten: Uno legt tschadischen Militärs Massenerschießung in Bangui (ZAR) zu Last

Uno legt Schießerei in Bangui tschadischen Militärs zu Last

STIMME RUSSLANDS Die Uno hat die Erschießung von Christen auf dem Markt der zentralafrikanischen Hauptstadt Bangui den Militärs aus dem Tschad zur Last gelegt.

Die Tragödie spielte sich am 29. März ab, als die zur Evakuierung ihrer Mitbürger eingesetzten Militärkräfte aus dem Tschad in die christlichen Viertel von Bangui eingedrungen waren und das Feuer eröffnet hatten. 30 Menschen kamen dabei ums Leben, über 300 wurden verletzt.

Die Lage in der Zentralafrikanischen Republik spitzte sich Anfang Dezember 2013 zu, als es in Bangui zu Auseinandersetzungen zwischen der islamischen Séléka und christlichen Aufständischen gekommen war. Damals kamen über 1.000 Menschen ums Leben.

 

Massenvertreibung von Muslimen beginnt in Zentralafrika

Massenvertreibung von Muslimen beginnt in Zentralafrika

STIMME RUSSLANDS Eine Massenvertreibung von Muslimen hat im größtenteils christlichen Zentralafrika begonnen.

Am Freitag verließen Tausende Muslime die zentralafrikanische Hauptstadt Bangui mit Lkws, bewacht von Soldaten aus der Nachbarrepublik Tschad. Christen begleiteten die Kolonne mit Pfiffen und Applaus. Ein Mann, der von einem Lkw fiel, wurde der Agentur France Presse zufolge augenblicklich von der Menschenmenge zerfleischt.

Der Premierminister des Landes, Andre Nzapayeke, forderte die Bevölkerung auf, mit dem Rassenhass aufzuhören.

 

Zentralafr​ika: Frankreich führt einen Diamanten-​Krieg

François Hollande präsentiert sich in Afrika als Wohltäter. (Foto: dpa)

François Hollande präsentiert sich in Afrika als Wohltäter. (Foto: dpa)

Frankreichs Eingreifen in Zentralafrika wird als humanitärer Einsatz dargestellt. Doch der Militäreinsatz in der Ex-Kolonie hat wirtschaftliche Gründe. Chinas Einfluss auf die Ausbeutung der Rohstoffe und Edelsteine des Landes soll zurückgedrängt werden.

24. Januar 2014 –

erbitterter Widerstand gegen die internationalen Besatzungstruppen in der ZAR

Bangui

20. Dez. 2013 – Bangui – © Fickr.com/kalyan3/cc-by-nc-sa 3.0

Stützpunkt des französischen Kontingents in Zentralafrikanischer Republik heftig umkämpft

STIMME RUSSLANDS Die Lage in der Hauptstadt der Zentralafrikanischen Republik Bangui hat sich drastisch zugespitzt. Zu erbitterten Kämpfen kam es auf einer Militärbasis am internationalen Flughafen der Hauptstadt, wo sich französische Militärangehörige und Friedenstruppen der Afrikanischen Union befinden, berichten lokale Medien.

Beide Kontingente wurden auf Beschluss des UN-Sicherheitsrates nach Bangui geschickt, um in dem im Chaos befindlichen Land die Ordnung wiederherzustellen. Laut Zeugen sind am Flughafen Einschläge von Artillerie- und Mörsergeschossen und Maschinengewehrfeuer zu hören. Unter den afrikanischen Friedenstruppen gibt es Verletzte.

Zentralafrika: Opferzahl bei Kämpfen in Bangui auf 394 gestiegen

Zentralafrika: Opferzahl bei Kämpfen in Bangui auf 394 gestiegen

8. Dez. 2013 – Foto: Flickr.com

STIMME RUSSLANDS In Zentralafrika ist eine dreitägige Trauer um die Opfer der Zusammenstöße zwischen aufständischen Islamisten und christlichen Einwohnern der Hauptstadt Bangui angekündigt worden.

Wie man im Internationalen Komitee des Roten Kreuzes berichtete, kamen in Bangui innerhalb von drei Tagen 394 Menschen ums Leben, etwa 400.000 mussten ihre Häuser verlassen.

Der UN-Sicherheitsrat billigte am Donnerstag den Einsatz der so genannten Blauhelme in Zentralafrika, um die Lage im Land zu stabilisieren. Das Kontingent besteht aus 2.500 Militärs der Afrikanischen Union und 1.200 aus Frankreich. Das Kommando übernimmt der französische General Francisco Soriano.

39 Menschen an einem Tag in Zentralafrikas Hauptstadt getötet

39 Menschen an einem Tag in Zentralafrikas Hauptstadt getötet

7. Dez. 2013 – © Foto: en.wikipedia.org

STIMME RUSSLANDS Mindestens 39 Personen sind am Freitag in der Hauptstadt der Zentralafrikanischen Republik den Auseinandersetzungen zwischen den Rebellen der Gruppe Seleka und gegen sie kämpfenden Milizen zum Opfer gefallen, teilte der Erzbischof von Bangui mit.

Dem Kleriker zufolge wurden neun Menschen unweit des Flughafens hingerichtet, 30 weitere Leichen wurden in einer Moschee in einem anderen Bezirk von Bangui entdeckt. Bei den Unruhen am Donnerstag kamen mehr als 100 Menschen ums Leben.

Frankreich entsandte nach Bangui 250 Soldaten, um die Sicherheit zu gewährleisten.

Zentralafrika: Präsident löst die regierende Rebellenkoalition auf

20.9.2013 – Bild: allvoices.com

Michel Djotodia, seit Frühjahr 2013 Präsident der Zentralafrikanischen Republik (ZAR), der mit den Truppen der heterogenen Rebellenkoalition „Seleka“ die Armee des damaligen Staatschefs Francois Bozize besiegte und sich selbst zum neuen Herrscher ausrief, hat die „Seleka“-Truppen jetzt offiziell aufeglöst und für illegal erklärt. Ob sich alle Teile des heterogenen Rebellenbündnisses daran halten werden ist ungewiß – Djotodia wußte sich aber wohl nicht anders zu helfen, denn die „Seleka“-Kämpfer sind wegen ihrer Brutalität und Korruption im Volk verhaßt und werden von ihm kaum kontrolliert. (Kay Hanisch)

Zentralafrikanische Republik: Anhänger des gestürzten Präsidenten wieder auf dem Vormarsch

13.9.2013 – Bild: voasomali.com

Anhänger des im Frühjahr gestürzten Präsidenten der Zentralafrikanischen Republik, Francois Bozize, haben einige Dörfer in dessen Heimatregion zurückerobert, während die Macht des heterogenen Rebellenbündnisses „Seleka“, welches Bozize gestürzt hatte, immer weiter zerfällt und die staatliche Infrastruktur weitgehend zusammengebrochen ist. Bozizes Armee galt als schwach und sein Regime (2003-13) als korrupt, doch infolge der enttäuschend unfähigen, brutalen und von Plünderungen begleiteten Herrschaft der „Seleka“ erinnern sich viele der Zentralafrikaner an die Bozize-Zeit wie eine goldene Ära und wollen den alten Herrscher plötzlich wieder zurück. (Kay Hanisch)

Zentralafrika: Gestürzter Präsident gründet Widerstandsbewegung

http://www.spyghana.com/wp-content/uploads/2012/12/wpid-Central-African-Republic-121228124432-francois-bozize-story-top.jpgFrancois Bozize Bildquelle: spyghana.com

21.8.2013. Der im März 2013 durch die heterogene Rebellenkoalition „Seleka“ gestürzte Statschef der Zentralafrikanischen Republik (ZAR), Francois Bozize, hat aus seinem Exil in Paris eine bewaffnete Front zur Rückkehr der Verfassungsmäßigen Ordnung in Zentralafrika (Frocca) ins Leben gerufen, um die nun Herrschenden, die seine Anhänger als Söldner und „Islamisten“ betrachten, wieder von der Macht zu vertreiben. Im Stadtviertel Boy-Rabe im Norden der Hauptstadt Bangui gibt es bereits seit einigen Tagen Gefechte zwischen „Frocca“- und „Seleka“-Kämpfern.

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Michel Djotodia Bildquelle: africanarguments.org

Putschist läßt sich als Präsident vereidigen

20.8.2013. Fünf Monate nach dem Sturz des Präsidenten Francois Bozize hat sich Michel Djotodia, der Anführer der Rebellenkoalition „Seleka“ für 18 Monate als Übergangspräsident vereidigen lassen. Als Staatsgäste nahmen die pro-französischen Staatschefs Denis Sassou-Nguesso (Republik Kongo) und Idriss Déby (Tschad) teil – beide waren ihrerzeit selbst durch eine gewaltsame Machübernahme in Amt und Würden gekommen und der für seine zahlreichen Wendungen bekannte Déby hatte sich in letzter Minute und in der Erkenntnis von Bozizes sich abzeichnender Niederlage von diesem abgewandt und Djotodia unterstützt. (Kay Hanisch)

Zentralafrika: Rebellen-Regierung geht gegen Plünderer aus eigenen Reihen vor

22.5.2013. Die seit Ende März herrschenden Kräfte der Rebellen-Allianz „Seleka“ versuchen Ordnung in den eigenen Reihen zu schaffen und plündernde und marodierende Kämpfer unter Kontrolle zu bringen – z.B. mit der Ausgabe von Identitätskarten an die eigenen Leute. Wie der „Seleka“-Offizier General Karim Abdel berichtete, hatte die Bewegung 3.350 Kämpfer, aber nach dem Einmarsch in die Hauptstadt wären es über 7.000 Mann gewesen, da sich allerlei dubioses Gesindel unterwegs angeschlossen habe, das man nicht kontrolliere und nun erst klar identifizieren müßte. (Kay Hanisch)

Zentralafrika: Das Volk wünscht den „Diktator“ zurück

13.5.2013. Nach nur wenigen Wochen nach dem Sturz des seit 2003 regierenden Präsidenten Francois Bozize haben die neuen Herren von der Rebellenkoalition „Seleka“ ihre Renommee bei der Bevölkerung durch anhaltende Gesetzlosigkeit und ausufernde Plünderungen verloren und man trauert dem früheren Herrscher Bozize nach. „Unser alter Präsident war ein korrupter Diktator, doch jetzt will ich ihn lieber zurückhaben, als von diesen Fremden beherrscht zu werden,“ sagte z.B. ein Schneider in der Hauptstadt Bangui, dessen Geschäft von Seleka-Kämpfern, die aus dem Norden des Landes stammten, völlig leergeräumt wurde, wie die TAZ in einer Reportage berichtete. (Kay Hanisch)

Zentralafrika: Gestürzter Staatschef droht mit Rückkehr

19.4.2013. Der vor rund einem Monat gestürzte, seit 2003 amtierende Staatspräsident der Zentralafrikanischen Republik (ZAR), Francois Bozizé, meldete sich mit einer Erklärung aus seinem Exil in Kamerun erstmals zu Wort, nannte die regierende Rebellenkoalition „Seleka“ einen „Söldnerhaufen“ und ließ indirekt durchblicken, er wolle wieder zurück an die Macht. Während Seleka derzeit unter internationaler Kritik steht wegen des Einsatzes von Kindersoldaten und wegen Plünderungen durch ihre Kämpfer in der Hauptstadt Bangui, hatten die Franzosen ihren einstigen Günstling Bozizé fallen lassen, nachdem er sich verstärkt China und Südafrika zuwandte und zu unabhängig wurde. (Kay Hanisch)

Tschad will Truppen aus Mali abziehen

16.4.2013. Wie der tschadische Präsident Idriss Déby mehreren französischen Medien gegenüber erklärte, werde er seine Truppen (rund 2.000 Mann) aus Mali, wo sie den Kampf der Regierung und der Franzosen gegen islamische Terroristen unterstützt hatten, abziehen, da diese nicht für einen Guerillakampf, wie er jetzt anbricht, geeignet seien. Der frühere Berufsoffizier Déby, der als Verbündeter Frankreichs gilt, aber auch eigene, schwer zu durchschauende Machtspiele in Mali und der Zentralafrikanischen Republik (ZAR) betreibt, behielt sich aber vor, eine Stabilisierungstruppe der Afrikanischen Union (AU) zu unterstützen.  (Kay Hanisch)

Zentralafrika: Rebellen-Regierung stellt Suche nach Joseph Kony ein

8.4.2013. Die neue, von der Rebellenallianz „Seleka“ gestellte Regierung in der Zentralafrikanischen Republik hat den USA ihre Unterstützung bei der Suche nach dem ugandischen Warlord und Führer der Widerstandsarmee des Herrn (LRA) entzogen, was ein Hinweis darauf sein könnte, daß die „Seleka“-Kämpfer entweder unzufrieden mit Washington sind oder das sie generell einen etwas unabhängigeren Kurs fahren wollten. Beobachter vermuten, daß die Jagd auf Kony nur ein Vorwand für die USA ist, um sich militärisch in Zentralafrika festzusetzen. (Kay Hanisch)

Zentralafrika: Warum der Westen keinen Finger für Präsident Bozizé rührte

5.4.2013. Francois Bozizé, der Präsident der Zentralafrikanischen Republik (ZAR), der kurz vor Ostern durch die Rebellenkoalition „Seleka“ gestürzt wurde, wurde von seinen Verbündeten Frankreich, USA und Tschad im Stich gelassen, da er zunehmend als eigensinnig galt und Erdölförderungsrechte an chinesische und südafrikanische Firmen vergab, während die ehemaligen französischen Kolonialherren des Öfteren in die Röhre schauen mußten. So waren 200 südafrikanische Soldaten die einzigen ausländischen Truppen in der ZAR, die sich den Rebellen entgegenstellten, aber überrannt wurden, während der Tschad angeblich Milizionäre auf Seiten der Rebellen mitkämpfen ließ.

Zentralafrika-Staaten akzeptieren neuen ZAR-Präsidenten nicht

5.4.2013. Die aus 11 mehr oder weniger in Mittelafrika liegenden Staaten bestehende CEEAC (Wirtschaftsgemeinschaft zentralafrikanischer Staaten) hat den Rebellenführer Michel Djotodia, der sich zum neuen Staatschef der Zentralafrikanischen Republik (ZAR) ausgerufen hat, auf ihrem kürzlich erfolgten Gipfeltreffen im Tschad nicht als Präsidenten akzeptiert und eine Verkürzung der geplanten Übergangszeit von drei Jahren auf 1,5 Jahre sowie die Einrichtung eines „von den treibenden Kräften der Nation gewähltes Kollegium“ gefordert, welches ein neue Verfassung ausarbeiten solle. Wortführer des Treffens war der tschadische Präsident Idriss Déby, der aus bisher ungeklärten Gründen dem gestürzten ZAR-Staatschef
Francois Bozizé im Dezember noch mit Truppen zu Hilfe kam, nun aber ganz offensichtlich die Rebellen unterstützte – die Schweizer „Neue Züricher Zeitung“ (NZZ) mutmaßt, es gänge dabei um die Nutzung der tschadischen Ölpipeline für mögliche Erdölvorkommen in er ZAR. (Kay Hanisch)

Regimewechsel in Zentralafrika & Afrikas Rückeroberung durch die Kolonialmächte

Der Sturz des zentralafrikanischen Präsidenten Francois Bozizé und die Verweigerung der Unterstützung durch seine Alliierten werfen Fragen auf. Welche Rolle spielt der Tschad dabei?

 

25.3.2013. Eine Welle der Instabilität rollt durch Afrika. Nach der Ermordung Ghaddafis 2011 und dem aktuellen Sturz von Francois Bozizé in Zentralafrika gehen Tschads Staatspräsident Idriss Déby allmählich die Verbündeten aus. Nun sieht er sich auch noch im eigenen Land mit einer längst vergessen geglaubten Rebellion konfrontiert.
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Zentralafrikanische Republik: Präsident Bozizé gestürzt!

26.3.2013. Zum Schluß half auch der Einsatz von Kampfhubschraubern und befreundeten Truppen aus dem Tschad und Südafrika nichts mehr: nachdem die Kämpfer der Rebellenkoalition Seleka den Verteidigungsring der tschadischen Soldaten um die Hauptstadt Bangui durchbrochen hatten, setzte die schwache Regierungsarmee keinen nennenswerten Widerstand mehr entgegen und die Rebellen konnten die Hauptstadt einnehmen. Präsident Francois Bozizé hielt sich zu diesem Zeitpunkt bereits in Südafrika auf, um weitere Truppenverstärkung für seine Regierung zu erbitten – der Seleka-Führer Michel Djotodia rief sich als neuen Präsidenten aus, beließ aber den „neutralen“ Premierminister Nicolas Tiangaye im Amt. (Kay Hanisch)

Zentralafrika: Rebellen greifen wieder zu den Waffen

23.3.2013. Nach zwei Monaten Frieden haben die Kämpfer der Rebellenkoalition „Seleka“ in der Zentralafrikanischen Republik (ZAR) wieder zu den Waffen gegriffen, da die Regierung von Staatspräsident Francois Bozize die Rebellen in der gemeinsamen Regierung ausgebootet habe und die vereinbarten Maßnahmen nicht umgesetzt hätte. Kurz vor Ausbruch der Kämpfe hat Bozize zwar eiligst den Ausnahmezustand aufgehoben, alle politischen Gefangenen freigelassen und alle Straßensperren aufgelöst – doch das reichte den Rebellen nicht, die nun noch mehr Ministerposten fordern und weitere Zugeständnisse. (Kay Hanisch)

Zentralafrikanische Republik: Rebellion war eine Warnung Frankreichs an Präsident Bozize

22.3.2013. Nachdem Francois Bozize, der Präsident der Zentralafrikanischen Republik (ZAR), der vor wenigen Wochen knapp seinem Sturz durch die Rebellenkoalition Seleka entkam, öffentlich geäußert hatte, daß unter den Rebellen auch zahlreiche Ausländer waren und Frankreich sich geweigert hatte, zugunsten der Regierung zu intervenieren, obwohl beide Staaten mit einem Beistandspakt verbunden sind, kommt nun der Eindruck auf, als wäre die Tatenlosigkeit Frankreichs und womöglich sogar die ganze Rebellion eine Warnung an Bozize gewesen, sich nicht zu sehr Südafrika und China zuzuwenden, was den Einfluß von Paris in seiner ehemaligen Kolonie schmälert. Der ZAR-Präsident berichtet selbst, daß er dem französischen Erdölkonzern Total in Paris das zentralafrikanische Erdöl anbot, aber nichts passierte – als er dann mit den Chinesen Verträge abschloß, war Frankreich verstimmt. (Kay Hanisch)

Mali: Déby setzt Truppen in Marsch

21.1.2013. Der tschadische Präsident Idriss Déby hat rund 2.000 Soldaten seiner 25.000-Mann-Armee auf dem Landweg in Marsch gesetzt, um die französischen Truppen und die malische Regierungsarmee bei der Rückeroberung der Rebellengebiete zu unterstützen, lehnt es aber ab, seine Soldaten dem Kommando der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS zu unterstellen. Die tschadischen Kämpfer gelten als extrem erfahren im Wüstenkampf – bereits in der Zentralafrikanischen Republik (ZAR) kämpfen 2.000 tschadische Soldaten gegen Rebellen, welche die Regierung stürzen wollen. (Kay Hanisch)

Endlich: Friedensvertrag in der Zentralafrikanischen Republik

15.1.2013. Im Beisein der Staatschefs von Gabun und Tschad, Ali Bongo und Idriss Déby, unterzeichnete der zentralafrikanische Präsident Francois Bozize in der gabunesischen Hauptstadt Libreville einen Friedensvertrag mit den Rebellen der Koalition Seleka. Dieser sieht die Einbindung der Rebellen in eine Koalitionsregierung und einen Verzicht Bozizes auf eine weitere Kandidatur im Jahre 2016 nach dem Ablauf seiner jetzigen Amtszeit vor. (Kay Hanisch)

Zentralafrika: Déby zieht die rote Linie

9.1.2012. Der tschadische Präsident Idriss Déby, dessen Truppen gemeinsam mit Kontingenten aus der Demokratischen Republik Kongo, Südafrika und Kamerun die schwache Armee der Zentralafrikanischen Republik (ZAR) gegen die Rebellenkoalition Seleka unterstützen, hat den Rebellen gedroht, ein Angriff auf die rund 75 km von der Hauptstadt Bangui entfernte Stadt Damara wäre das Verletzen einer „unüberschreitbaren roten Linie“ und würde zum Eingreifen der ausländischen Truppen führen. Derweil gibt es Demonstrationen gegen die Rebellen in den bereits von ihnen eroberten Gebieten, was darauf schließen läßt, daß die Regierung zwar unpopulär, aber die Rebellen dadurch nicht automatisch gleich beliebter sind. (Kay Hanisch)

Zentralafrikanische Republik: Kongolesische Präsidentengarde kämpft auf Seiten der Regierung gegen die Rebellen

4.1.2012. Nicht nur ein paar Hundertschaften der tschadischen Armee, sondern auch rund 300 Angehörige der Präsidentengarde des kongolesischen Staatschefs Joseph Kabila haben sich in der Zentralafrikanischen Republik (ZAR) eingefunden, um die Regierung von Präsident Francois Bozize gegen die Kämpfer der Rebellenkoalition „Seleka“ zu verteidigen, deren Truppen kurz vor der Hauptstadt Bangui stehen. In den Stadtvierteln von Bangui, welche Bozize unterstützen, bewaffneten sich Jugendmilizen mit Macheten, errichteten Straßensperren und bereiteten sich auf die Ankunft der Rebellen vor. (Kay Hanisch)

Zentralafrika: Präsident Bozize geht auf Rebellen zu und macht Kompromißvorschläge

4.1.2012. Francois Bozize, Präsident der Zentralafrikanischen Republik (ZAR), hat den Rebellen der Allianz „Seleka“ das Angebot einer „Koalition der nationalen Einheit“ gemacht und sich bereit erklärt, nach dem Ende seiner Amtszeit 2016 nicht mehr als Staatsoberhaupt zu kandidieren. Es sei nur der Armee des benachbarten Tschad zu verdanken, daß die Hauptstadt Bangui nicht von den Rebellen überrannt worden ist, da diese die Verbindungswege zwischen Bangui und den Rebellengebieten kontrolliert, erklärte Bozize in seiner Neujahrsansprache und brachte damit das Scheitern seiner eigenen schwachen Armee zum Ausdruck, die lediglich noch das Areal um die Hauptstadt kontrolliert. (Kay Hanisch)

Zentralafrikanische Republik: Wo bleiben Débys Truppen?

2.1.2013. Seit rund 14 Tagen schafft es ein Bündnis aus drei militärischen Rebellen-Splittergruppen namens Seleka die Zentralafrikanische Republik (ZAR) aufzurollen und eine Stadt nach der anderen einzunehmen. Zwar hat der tschadische Präsident Idriss Déby seinem Verbündeten und Amtskollegen Francois Bozizé 2.000 Soldaten zur Verstärkung von dessen schwacher Armee angeboten, doch sind bisher nur weniger als 500 in der ZAR angekommen und sie greifen auch nicht aktiv in die Kämpfe ein. (Kay Hanisch)