Demokratur: ägyptischer Machthaber bekommt 97% – Wahlbeteiligung unterirdisch

Foto: dpaFoto: dpa – Kairo 29. Mai 2014 (IRIB News/afp)

Der frühere Militärchef Abdel Fattah al-Sisi hat bei der Präsidentenwahl in Ägypten erwartungsgemäß einen haushohen Sieg errungen. 

Die ersten Resultate der Präsidentschaftswahl zeigen, dass etwa 25 Millionen Menschen an die Wahlurnen gegangen sind, berichtete Associated Press  unter Berufung auf  Mansur am heutigen Donnerstag in einer Erklärung. Es habe keine ernsthaften Verstöße gegen die Wahlordnung gegeben, so Mansur. Ihm zufolge  lag die Wahlbeteiligung bei 46 Prozent. Das Wahllokal von Feldmarschall a.D. Abd al Fattah al Sisi gab bekannt, er habe 23 Millionen 380 Stimmen bekommen( das entspricht rund 97 Prozent)  und der linksnationalistische Politiker Hamdin Sabahi 736.268 Stimmen. Mehr als eine Million der den 53, 9 Millionen Wahlberechtigten gaben ungültige Stimmzettel ab.

Die Muslimbruderschaft, die zum Boykott aufgerufen hatte, bezweifelte die Angaben zur Wahlbeteiligung. Auf ihrer Website behauptete sie, an dem Urnengang hätten sich nur 11,92 Prozent der Stimmberechtigten beteiligt. Sie riefen zu neuen Protesten gegen die Putschisten auf. Der Muslimbruder Mohammed Mursi war 2012 als erster Zivilist zum Präsidenten gewählt worden. Alle früheren ägyptischen Präsidenten stammten aus dem Militär. Die Militärführung hatte Mursi und seine Regierung im Juli 2013 nach Massenprotesten abgesetzt.

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