EU plant neue politische Programme für Lateinamerika und Karibik

ead-logoBrüssel. Angesichts des Fiaskos beim 23. Iberoamerikanischen Gipfel in Panama und anhaltenden Differenzen in der Freihandelspolitik will die Europäische Union verstärkt über die entwicklungspolitische Zusammenarbeit auf die Staaten Lateinamerikas eingehen. Nach Informationen diplomatischer Quellen in Brüssel geht das aus dem Budgetplan und dem Programm des EU-Finanzierungsinstruments für die Entwicklungszusammenarbeit (DCI) für die Jahre 2014 bis 2020 hervor.

Das Programm wurde bislang zwischen der Europäischen Kommission und dem Europäischen Auswärtigen Dienst (EAD) diskutiert. Die Beratungen mit dem Europäischen Parlament dauerten jedoch weiterhin an, teilte der EAD-Referatsleiter für Nord- und Südamerika, Jonathan Hatwell, unlängst Vertretern der EU-Mitgliedsstaaten mit. Bis Anfang des Jahres solle das Programm jedoch stehen.

Nach den bisherigen Planungen will die EU in drei Regionalinitiativen auf die politische Entwicklung in Lateinamerika und der Karibik Einfluss nehmen. In einem „Kontinentalprogramm“ sind zunächst die Ziele für die 33 Mitgliedsstaaten der Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten (CELAC) definiert. Bei der sicherheitspolitischen Zusammenarbeit stünden dabei die Themen Justizreform, Kriminalitätsbekämpfung, demokratische Regierungsführung und Grenzpolitik im Zentrum. Im Zuge von entwicklungspolitischen Initiativen wolle man auf den Handel und die Steuerpolitik Einfluss nehmen. Und schließlich geht es der EU darum, das „Humankapital“ im CELAC-Raum zu entwickeln.

Im Fall von Zentralamerika stellen EU-Kommission und EAD in einem parallelen Regionalprogramm die regionale Wirtschaftszusammenarbeit und regionale Sicherheitsfragen ins Zentrum.

weiter unter: http://amerika21.de/2013/10/92274/eu-programme-lateinamerika

Bildquelle: eeas.europa.eu

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Anmerkung der Redaktion: Wie einige Aufgewachte bereits wissen, haben sich Venezuela und andere Staaten aus dem IWF verabschiedet und Schuldenfrei gemacht. Das Vertrauen in UNO, USA, Israel und andere Staaten und Instrumente der Macht beginnen zu bröckeln, haben schlicht versagt.
Dahör ich die Nachtigal mächtig trapsen, wenn ich das lese. Versucht man nun über die EU das gleiche Spiel nur mit anderen Masken, Völker in die absolute Abhängigkeit zu bringen?
Nun  man wird ja wohl mal hinterfragen dürfen, oder?
Petra Mensch in der Hoffnung, das die Staatsmänner dieser 33 Staaten, die Falle bemerken und entsagen.
Der Welt Weisheit und Gelassenheit!

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Ein Gedanke zu „EU plant neue politische Programme für Lateinamerika und Karibik

  1. Wenn sich die EU auf CELAC fokussiert, dann ist das ein Hinweis darauf, dass sie nicht versteht, wie die politische Selbst-Organisation von Lateinametika vorangeschritten ist. Insbesondere MERCOSUL, die Süd- und Mittelamerikanische gemeinsame Wirschaftszone. In der eine Reihe von Staaten wie Brasilien und Argentinien auch gemeinsame Pässe haben. Und eine abgestimmte Außenpolitik betreiben. Brasilien ist einer der BRIC-Staaten, in Verbindung mit den weiteren MERCOLSUL-Staaten ein wesentlicher globaler Wirtscaftsraum. Mit seinem Wirtchaftszentrum Sao Paulo. Das das ales so ist, wird gaz besonderes von der deutschen Außenpolitik und den deutschen Firmen ignoriert, die sich lieber nach dem BRIC-Staat und Diktatur China orientieren. Wie anders ist es zu erklären, das das seit April laufende und bis April 2014 mit einem umfassenden landweiten Programm laufende Deutschlandjahr in Brasilien nicht wahrgenommen wird? So auch nicht in deutschen Medien. HIer geht die auch ökonomische Zukunft an Deutschland und anderen EU-Ländern vorbei. Dafür sind auch in Brasilien und der gesamten MERCOSUR die USA und China gleichmaßen präsent.

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