Iran kopiert gekaperte US-Drohne in Serienreife

Teheran testet iranische Version der Drohne RQ-170

Teheran testet iranische Version der Drohne RQ-170

Teheran 10. November 2014 (IRIB)

Teheran hat eine iranische Version der US-Drohne RQ-170 erfolgreich getestet.

„Wie angekündigt, haben wir das neue Modell einsatzbereit gemacht und erfolgreich getestet“, sagte der Leiter der Luftfahrtabteilung der iranischen Revolutionsgarden, Ali Hadschisade, heute.

Erste Bilder der neuen Drohne in der Luft sollten in Kürze im staatlichen Fernsehen gezeigt werden, sagte der General laut Nachrichtenagentur IRNA. Im Dezember 2011 hatte Iran eine US-Drohne des Typs RQ-170, die den iranischen Lufthoheitsraum verletzte, in ihren Besitz gebracht.

Iran testet die Raubkopie einer eroberten US-Drohne

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STIMME RUSSLANDS Teheran ist es offenbar gelungen, eines der modernsten US-Waffensysteme nachzubauen, das „Biest von Kandahar“. Eine Blamage für das Pentagon – und ein Propaganda-Erfolg für das Mullah-Regime.

Die Blamage begann am 4. Dezember 2011. Damals „verloren“ die USA eine ihrer modernsten und geheimsten Waffen im Kampf gegen den Terrorismus: Eine unbemannte Aufklärungsdrohne vom Typ RQ-170 Sentinel. Offenbar war das Hightech-Fluggerät weit in den iranischen Luftraum eingedrungen und war dort dann wie auch immer in die Hände der Iraner gelangt.

Teheran beharrte darauf, die Drohne mit „Cyberwaffen“ heil und intakt vom Himmel geholt und in der ostiranischen Wüste zur Landung gebracht zu haben. Iranische Ingenieure hätten ein manipuliertes GPS-Signal gesendet (GPS-Jamming), wodurch der Drohne durch einen gekaperten Navigationssatelliten falsche Koordinaten vorgegaukelt worden seien, sodass sie selbstständig gelandet sei. Wenn die Signale des Satelliten mit Rauschen gestört werden, wechselt die Drohne in den Autopilot-Modus und ist sehr anfällig für fremde, feindliche Signale.

Washington hingegen bemühte sich lange, den Eindruck zu erwecken, die Drohne habe sich auf einem Erkundungsflug über Afghanistan befunden, sei dann aber wegen einer technischen Panne außer Kontrolle geraten und abgestürzt. Die Iraner könnten mit den Trümmern nichts anfangen.

Die amerikanische Darstellung scheint jedenfalls nicht der Wahrheit zu entsprechen. Denn Amir Ali Hadschisade, Leiter der Luftfahrtabteilung der iranischen Revolutionsgarden, hat nun in Teheran nicht ohne Stolz vermeldet, dass ein Nachbau der eroberten Tarnkappendrohne erfolgreich einen ersten Testflug absolviert habe. „Wie versprochen haben wir das neue Modell einsatzbereit gemacht und erfolgreich getestet“, sagte der General und versprach, in Kürze einen Videobeweis des Testfluges im staatlichen Fernsehen zu präsentieren. Die Welt

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