Israel erhebt Busverbot – Ägypten Pufferzone & 20m-Graben gegen Palästinenser

Westjordanland: Hamas-Sprecher festgenommen

Sa'id Abul-BahaSa’id Abul-Baha

Ramallah 28. Oktober 2014 (Tasnim/IRIB)

Die Kräfte der israelisch-zionistischen Armee haben heute Morgen einen Sprecher der Hamas-Bewegung in einer Siedlung im Vorort der Stadt Ramallah im Westjordanland festgenommen.

Laut der Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf die türkische Nachrichtenagentur Anadolu, sagte ein Familienmitglied von Sa’id Abul-Baha, einem Sprecher der palästinensischen Widerstandsbewegung Hamas im Westjordanland, die israelischen Soldaten hätten am heutigen Dienstag ihr Haus gestürmt und Sa’id festgenommen und an einen unbekannten Ort gebracht. Die israelisch Zeitung Yediot Aharonot schrieb außerdem, dass die Armee in der gestrigen Nacht zehn palästinensische Jugendliche im Westjordanland festgenommen habe. Diesem Bericht zufolge inhaftieren die Kräfte des zionistischen Besatzerregimes täglich bei Angriffen auf verschiedene Ortschaften im Westjordanland mehrere Palästinenser. Derzeit sind mehr als 7.000 Palästinenser in Gefängnissen des zionistisch-israelischen Regimes inhaftiert.

Israel: Palästinenser dürfen bald keine Busse mehr nutzen

Palästinenser dürfen nicht mehr mit Siedlern in BussePalästinenser dürfen nicht mehr mit Siedlern in Busse

Tel Aviv 28. Oktober 2014 (gegenfrage/IRIB)

Israels Verteidigungsministerium möchte ein neues Gesetz verabschieden, nach dem Palästinenser aus dem Westjordanland keine Busse mehr nutzen dürfen, in denen sich Israelis befinden.

Israelische Menschenrechtsorganisationen kritisieren den Vorstoß scharf. Wie große israelische Tageszeitungen melden, ist laut Israels Verteidigungsministerium ein neues Gesetz in Arbeit, nach denen etwa Palästinenser künftig nicht mehr in Bussen mitfahren dürfen, welche von Israelis genutzt werden. So meldete die Times of Israel, dass Verteidigungsminister Moshe Ya’alon aus Sicherheitsgründen von nun an nur noch jenen Palästinensern die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel erlauben will, die in israelischen Städten arbeiten und sich auf dem Rückweg über die Grenze ins Westjordanland befinden. Die israelische Menschenrechtsorganisation B’Tselem bezeichnete dies als “Forderung nach Rassentrennung in Bussen”. Auch israelische Politiker kritisierten den Vorstoß laut Jerusalem Post als “Apartheids-Politik”. Derzeit verlassen palästinensische Arbeiter aus dem Westjordanland das Gebiet für einen Sicherheitscheck über die Eyal-Grenze und dürfen auf jedem Wege zurückkehren. Für die neue Richtlinie gibt es bislang noch kein Datum, wie der britische Independent meldet.

Ägypten richtet entlang der Grenze mit Gaza Pufferzone ein

Sinai-Wüste 29. Oktober 2014 (Tabnak/IRIB)

Ägypten will im Gefolge der jüngsten Angriffe in der Sinai-Wüste eine Pufferzone entlang der gemeinsamen Grenze mit dem Gazastreifen einrichten.

Laut Bericht der Irna vom Dienstag, welcher sich auf das Internet-Portal Albawaba berief, kündigten die hohen ägyptischen Militärs die Räumung aller Wohnhäuser und Ackerfelder bis zu einem Abstand von 500 m zu dieser 13 km langen Grenze an. Rafah und Scheich Zawid seien von der Räumung ausgeschlossen. Weiter hieß es aus diesen Militärkreisen, dass entlang der Grenze zwischen der Sinai Insel und dem Gazastreifen ein 20 m breiter und 20 m tiefer Kanal angelegt werden wird. Es handelt sich um einen Beschluss des ägyptischen Verteidigungsrates. Mit den Arbeiten des Projektes wird wahrscheinlich bis Ende dieses Jahres begonnen werden. Der Beschluss erfolgte nach der Explosion einer Autobombe in der Sinai-Wüste, welche den Tod von 30 ägyptischen Soldaten verursachte. Ägypten hat sofort nach diesem Anschlag den Grenzübergang Rafah zwischen Ägypten und dem Gazastreifen geschlossen.

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