Israel vom Afrika-Gipfel ausgeschlossen

Die Staats- und Regierungschefs der Afrikanischen Union (AU) kommen heute in Äquatorial-Guinea zu einem zweitägigen Gipfel zusammen, bei dem es schwerpunktmäßig um Landwirtschaft und die Ernährungssicherung auf dem Kontinent gehen soll. Der Gastgeber, Äquatorial-Guineas Präsident Teodoro Obiang Nguema (Archivfoto), kündigte an, bei dem Treffen werde auch die zunehmende Bedrohung durch bewaffnete islamistische Gruppierungen erörtert.Die Staats- und Regierungschefs der Afrikanischen Union (AU) kommen heute in Äquatorial-Guinea zu einem zweitägigen Gipfel zusammen, bei dem es schwerpunktmäßig um Landwirtschaft und die Ernährungssicherung auf dem Kontinent gehen soll. Der Gastgeber, Äquatorial-Guineas Präsident Teodoro Obiang Nguema (Archivfoto), kündigte an, bei dem Treffen werde auch die zunehmende Bedrohung durch bewaffnete islamistische Gruppierungen erörtert. – Malabo 28. Juni 2014 (inn/Ma’an/IRIB)

Nach heftigen Protesten arabischer Länder mußte eine israelische Delegation am Donnerstag das Gipfeltreffen der Afrikanischen Union (AU) in Äquatorialguinea verlassen.

Der Außenminister der Palästinensischen Autonomiebehörde, Riad al-Maliki, nutzte die Gelegenheit zu einer Kritik an der maßlos brutalen Reaktion auf das Verschwinden von drei israelischen Jugendlichen. Er rief Afrika und die Welt auf, Israel nicht nur zu verurteilen, sondern auch Druck ausüben, bis die Besatzung ende und ein palästinensischer Staat gegründet sei. .

Israel versuche, die innerpalästinensische Versöhnung zu torpedieren und die Einheitsregierung zu unterminieren, sagte al-Maliki. Ferner machte er Israel für das Scheitern der jüngsten Friedensgespräche verantwortlich. Die israelische Regierung habe die Vermittlungsbemühungen von US-Außenminister John Kerry untergraben, indem sie sich weigerte, den letzten Schub palästinensischer Häftlinge freizulassen. „Außerdem setzt sie den Siedlungsbau fort, judaisiert Jerusalem und hält an ihrer Aggression fest.“

Vor der Rede al-Malikis hatte die vierzehnköpfige israelische Delegation den Saal verlassen. Mehrere Staaten protestierten laut der türkischen Nachrichtenagentur „Anadolu“ gegen deren Teilnahme am Gipfel als Gäste. Der Vertreter der Arabischen Liga, Samir Mohsen, erklärte dazu: „Wir lehnen Israels Anwesenheit als Beobachter auf dem Gipfel ab.“ Die israelische Gesandtschaft sei „illegitim“.

Auch Kuwaits Botschafter in Äthiopien, Raschid al-Hadschiri, bezeichnete Israels Anwesenheit als „inakzeptabel“ und ergänzte: „Als arabischer Block werden wir unsere Beziehungen zu Äquatorialguinea überdenken.“

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