Israels Außenminister Liebermann will Palästinenser mittels Bestechung los werden

Italienischer Aktivist von israelischen Soldaten angeschossen

Palästinenser bringen den verletzten Italiener in Sicherheit. Palästinenser bringen den verletzten Italiener in Sicherheit.

Nablus 29. November 2014 (IRNA/IRIB)

Ein pro-palästinensischer Aktivist mit italienischer Staatsangehörigkeit ist am Freitag durch Schüsse israelischer Soldaten schwer verletzt worden.

Einem Bericht von afp zufolge sagten Vertreter der palästinensischen Sicherheitskräfte, dass der 30-jährige Patrick Corsi, Mitglied der pro-palästinensischen Organisation International Solidarity Movement (ISM), am Freitag während einer wöchentlichen Protestaktion bei Kafr Kaddum nahe Nablus von israelischen Soldaten angeschossen worden sei. Laut Augenzeugenberichten filmte Corsi für einen Dokumentarfilm die Proteste bei Kafr Kaddum, bei der Palästinenser gegen die israelische Enteignung palästinensischen Landes protestieren. Er wurde in ein Krankenhaus in Ramallah verlegt, so palästinensische Ärzte. In einer Erklärung teilte die ISM mit, das der Italiener in die Brust getroffen worden sei. Sein Zustand habe sich aber stabilisiert.

In Gaza wurde der Notstand ausgerufen

In Gaza wurde der Notstand ausgerufen

Gaza 28. November 2014 – (Press TV/IRIB)

Nach schweren Regenfällen und Überschwemmungen hat das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) im Gazastreifen den Notstand ausgerufen.

UNRWA meldete am Donnerstag, dass hunderte Bewohner des Bezirks Sheikh Radwan in Gaza-Stadt wegen Überflutung und Sturmschäden ihre Häuser verlassen mußten. 63 Schulen in Gaza-Stadt und 43 Schulen im Norden des Gazastreifens blieben geschlossen.

Durch das Unwetter verschlimmert sich in Gaza die katastrophale humanitäre Lage aufgrund der Blockade und der jüngsten israelischen Angriffe zusätzlich.

Am 8. Juli begann Israel mit Angriffen auf den Gazastreifen und richtete große Schäden an. Die Angriffe hinterließen über 2.140 Tote und ca. 11.000 Verletzte. Erst nach 50 Tagen wurden sie auf Vermittlung Ägyptens eingestellt.

7000 Palästinenser in Gefängnissen des israelischen Regimes eingekerkert

Ramallah 29. November 2014 – Fars News/IRIB

Nach Angaben von Riyadh al-Ashqar, dem Sprecher des Zentrums für palästinensische Gefangene, sind 7000 Palästinenser in den Gefängnissen des israelisch-zionistischen Regimes eingekerkert.

Laut Bericht der Webseite al-Watan fügte al-Ashqar hinzu, das israelische Regime habe in den beiden vergangenen Tagen drei Palästinenserinnen im Alter von 17, 21 und 30 Jahren in verschiedenen Gebieten des Westjordanlandes, unter anderem in al-Khalil und Dschenin, festgenommen. Viele der gefangen genommenen Palästinenserinnen sind bei der Festnahme misshandelt worden und befinden sich gegenwärtig in einer schlimmen Situation, so al-Ashqar. In den letzten vier Monaten haben kurzfristige Festnahmen, die Stürmung von Zellen sowie die Niederschlagung von Gefangenen seitens der Mittelsmänner des israelischen Regimes zugenommen.

Mahmud Abbas mit Stationierung ägyptischer Truppen in Palästina einverstanden

Mahmud Abbas mit Stationierung ägyptischer Truppen in Palästina einverstanden

Kairo 29. November 2014 (IRIB)

Der Chef der Palästinensischen Autonomiebehörde hat sich mit der Stationierung ägyptischer Truppen in Palästina, nach der Gründung eines eigenen Staates in den Grenzen von 1967, bereit erklärt.

Wie die israelische Zeitung Maariv unter Berufung auf Jamal al-Shubaki, den palästinensischen Botschafter in Kairo meldete, hat der Chef der Palästinensischen Autonomiebehörde Mahmud Abbas, diesem Vorschlag des ägyptischen Präsidenten Abd al-Fattah al-Sisi, zugestimmt.

Mahmud Abbas wird am heutigen Samstag mit al-Sisi zusammentreffen. Dieser hatte erklärt, sein Land sei bereit den Palästinensern bei der Errichtung eines unabhängigen Staates zu helfen und in Zukunft Truppen dorthin zu entsenden. Die Palästinenser hatten zuvor die Entsendung jeglicher Kräfte, sogar auch im internationalen Rahmen, abgelehnt und diese als eine wiederholte Besatzung ihres Landes durch ausländische Kräfte bezeichnet. Die palästinensischen Gruppen, wie z.B. die Hamas sind gegen den ägyptischen Plan.

Liebermann will Palästinenser mit Geldzahlungen zum Verlassen ihrer Heimat „ermuntern“

Israels Außenminister Avigdor Lieberman Israels Außenminister Avigdor Lieberman

Al Quds  28. November 2014 (Jerusalem)/Ramallah(Freunde Palästinas/IRIB)

Israels Außenminister Avigdor Lieberman bietet arabischen Staatsbürgern eine noch nicht festgelegte Summe an, die Israel freiwillig verlassen.

Lieberman legte am Freitag (heute) seiner ultrarechten Partei Israel Beitenu einen entsprechenden Plan vor. Der ultranationalistische Politiker schreibt in einer heute veröffentlichten Grundsatzerklärung, vor allem Palästinenser, die im Norden, am Mittelmeer wohnen, sollten zum Wegzug ermuntert werden. „Diejenigen, die entscheiden, dass ihre Identität palästinensisch ist, sollen ihre israelische Staatsbürgerschaft aufgeben können, sie sollen wegziehen und Bürger eines künftigen Palästinenserstaates werden können“, so Lieberman. Rund 20 Prozent der israelischen Staatsbürger sind Araber. In dem Dokument werden die schwierigsten Konfliktpunkte zwischen Israelis und Palästinensern nicht angesprochen, wie etwa der Status von Jerusalem und die genaue Grenzziehung Israels. Israel Beitenu gesteht aber darin die Notwendigkeit territorialer Kompromisse ein, um ein Friedensabkommen mit den Palästinensern zu erreichen. Lieberman, einst ein enger Verbündeter von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, werden mittlerweile selbst Ambitionen auf das Amt des Regierungschefs nachgesagt. Dieser versucht derzeit ein neues Gesetz durchzubringen, mit dem Israel offiziell zum jüdischen Staat erklärt wird. Gegner sehen darin eine Ausgrenzung der Araber und eine Untergrabung der Demokratie in Israel.

Anti-israelische Proteste in Jordanien

Proteste vor israelischer Botschaft in Amman. (Archivbild)Proteste vor israelischer Botschaft in Amman. (Archivbild)

Amman 29. November 2014 (IRIB)

Tausende Jordanier sind auf die Straße gegangen, um gegen Israels jüngste Schändung der al-Aqsa-Moschee zu protestieren.

Die Demonstranten hielten nach dem Freitagsgebet eine Kundgebung in der jordanischen Hauptstadt Amman ab, um ihre Wut gegenüber dem zionistischen Regime an den jüngsten Übergriffen auf die al-Aqsa-Moschee im Osten von al-Quds (Ost-Jerusalem) zum Ausdruck zu bringen. Die Demonstranten forderten die Schließung der israelischen Botschaft in Jordanien und die Ausweisung des Botschafters dieses Regimes. Sie forderten auch die jordanische Regierung auf, den berüchtigten Friedensvertrag zwischen Amman und Tel Aviv von 1994 zu annullieren. Anfang dieses Monats warnte Jordaniens Premierminister Abdullah Ensour, dass die anhaltenden Spannungen eine negative Auswirkung auf den Friedensvertrag zwischen Jordanien und Israel haben werden. Jordanien ist der zweite Verbündete des israelischen Regimes in der arabischen Welt, nach Ägypten. Amman unterzeichnete im Jahr 1994 einen Friedensvertrag mit Tel Aviv und übernahm die Verwaltung der heiligen Stätten der Muslime im Osten von al-Quds. In den vergangenen Wochen war die al-Aqsa-Moschee Schauplatz von mehreren Zusammenstößen zwischen palästinensischen Gläubigen und israelische Siedlern und Soldaten.

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