Jemen: Opferzahlen nach Auflösung kolonialistischem Diktats verdreifacht

Dutzende Tote bei zwei Bombenanschlägen im Jemen

Sanaa 19. Dezember 2014 (Press TV/IRIB)

Bei zwei Bombenanschlägen in der Nähe der Zentrale der schiitischen Ansarollah-Kämpfer in der jemenitischen Stadt Hadida sind Dutzende Menschen ums Leben gekommen, berichten jemenitische Sicherheitsquellen.

Nachdem sie Anfang Oktober in Hadida einmarschiert waren, übernahmen die Ansarollah-Kämpfer am gestrigen Donnerstag die vollständige Kontrolle über die Stadt.

Zuvor hatten am Dienstag zwei Autobombenanschläge in Rada, in der Provinz al-Baida‘, mindestens 31 Personen, darunter 20 Kinder, in den Tod gerissen. Sicherheitskräfte beschuldigen die al-Kaida, diese Anschläge verübt zu haben.

Kämpfer der al-Kaida haben in den vergangenen Monaten immer wieder jemenitische Sicherheitskräfte angegriffen und waren in blutige Auseinandersetzungen mit den schiitischen Ansarollah-Kämpfern verwickelt.
Viele Tote nach Selbstmordanschlag im Jemen

Sanaa 31. Dezember 2014 – (afp/IRIB)

Im Jemen sind bei einem Selbstmordanschlag auf eine schiitische Zeremonie heute mindestens 33 Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt worden.

Unter den Verletzten soll sich auch der Gouverneur der Stadt, Jahja al-Arjani, befinden. Korrespondentenberichten zufolge besuchten mehr als 400 Menschen die Veranstaltung in der von der oppositionellen Houthi-Bewegung kontrollierten Stadt Ibb zu Ehren des Geburtstages des Propheten Mohamed.

Al-Kaida-Miliz und Armee liefern sich in Jemen Gefechte

Sanaa 2. Januar 2015 – (IRNA/IRIB)

Bei einem Angriff von Al-Kaida-Milizen gegen Armeeeinheiten in der Region Nakhla sind am Donnerstag nach Angaben der Verantwortlichen der Provinz Marib im Osten von Jemen drei Bewaffnete  und sechs Soldaten getötet worden.

Laut Sky News unter Berufung auf Lokalbehörden wollten die Milizen am Donnerstagabend die Durchfahrt eines Armeekonvois über Marib nach Sanaa verhindern. Sie nahmen 99 Soldaten gefangen und erbeuteten Munition und Fahrzeuge u.a. neun Panzer.

Über 7700 Tote in Jemen im Jahr 2014

Sanaa 5. Januar 2015 – (Press TV/IRIB)

Im Jemen sind im Jahr 2014  über 7700 Menschen bei  Unruhen und Auseinandersetzungen ums Leben gekommen.

Laut Angaben  des nicht-staatlichen Forschungs- und Studienszentrums „ Ab´ad“ hat sich die Zahl der Opfer im Jahr 2014, im Vergleich zu 2011, als sich das Volk im Aufstand  gegen den  früheren Langzeitpräsident Ali Abdullah Salieh befand, verdreifacht. Dieser Forschung , die am Samstag veröffentlicht wurde, zufolge  seien 2014 ca. 5000 Mitglieder der Ansarollah-Bewegung (die Houthis) getötet worden. Bei den Unruhen im vergangenen Jahr seien  außerdem 1.200 Zivilisten und 1000 jemenitische Soldaten ums Leben gekommen. Die Zahl der getöteten al-Kaida-Terroristen liege bei ca. 500. Jemen war in den vergangenen Monaten Schauplatz heftiger  politischer Auseinandersetzungen zwischen der Zentralregierung und den Rebellen. Angesischts des Sicherhsitsvakuums und der Terrorgefahr  griffen  die Ansarollah-Kämpfer  ein und übernahmen im September die Kontrolle über die Hauptstadt Sanaa.

erste 2000 Ansarollah-Kämpfer den jemenitischen Sicherheitskräften angegliedert

Sana 1. Januar 2015 – (Press TV/IRIB)

2000 Mitglieder der Ansarollah schließen sich, wie der Leiter des Nationalen Zentrums für strategische Forschung und Berater des Präsidenten berichtet, den jemenitischen Sicherheitskräften und der jemenitischen Polizei an.

Die Webseite Yemenstreet gab am Mittwoch, unter Berufung auf Fars Saqaf, den Leiter des Nationalen Zentrums für strategische Forschung. bekannt, dass dieser Schritt gemäß einer Vereinbarung zwischen der Ansarollah und dem Präsidenten vollzogen werde.

Saqaf fügte hinzu, dass die Ansarollah hätten die Integration von 40.000 ihrer Mitglieder in die Armee und die Sicherheitskräfte beantragt. Zuvor sei ein Mitglied der Ansarollah zum Vizeoberbefehlshaber der Armee ernannt worden.

Die Ansarollah-Kämpfer wollen auf diese Weise eine Sicherheitslücke füllen und den Terrorismus im Jemen bekämpfen. Es ist ihnen bereits gelungen, die Terroristen aus vielen Regionen des Landes zu vertreiben.

Jemen intensiviert Sicherheitsvorkehrungen in Botschaften

Sanaa 5. Januar 2015 – (IRNA/IRIB)

Nach einer Anordnung des jemenitischen Innenministeriums wurden die Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz von Botschaften gegen Anschläge der Al-Kaida verstärkt.
Laut  der Webseite „Al-Yemen Al-Youm“ handelt es sich dabei um eine Reaktion auf den jüngsten Angriff von Al-Kaida-Terroristen auf Mitglieder der Ansarullah-Bewegung bei einer Feier anlässlich der Geburt des Propheten Muhammad (s.a.).

Mittlerweile wurden nach diesem Anschlag 18 Verdächtige festgenommen und befragt. Unter ihnen befinden sich zwei Ärtze sowie einige Afrikaner.

Die Al-Kaida-Terroraktionen bilden eine ernsthafte Gefahr für die Stabilität Jemens.

Ansarallah-Führer in Jemen warnt vor Agitationen der USA und Israels

Abdelmalek Al-Houthi Abdelmalek Al-Houthi

Sanaa 4. Januar 2015 – (Press TV/IRIB)

Der Anführer der schiitischen Bewegung Ansarallah in Jemen hat Amerika und Israel der Sabotage, Agitation und Verbrechen gegen muslimische Länder beschuldigt.

Abdelmalek Al-Houthi kritisierte am Samstag vor Tausenden seiner Anhänger in Sana die Bestrebungen der Hegemonialmächte zur Beleidigung der Muslime. Er rief die Jemeniten auf, gegenüber Agitationen zur Aufteilung des Landes und Chaos und Krise wachsam zu sein. Am 27. Dezember teilte Al-Houthi mit, die Bewegung werde bis zum Garantieren der Sicherheit und Ende der politischen Despotie in Jemen die Waffen nicht niederlegen. In den vergangenen Monaten war Jemen Schauplatz heftiger politischer Konflikte zwischen der Zentralregierung und den Ansarallah-Revolutionären – der Al-Houthis. Die Mitglieder dieser Bewegung haben eine entscheidende Rolle beim Sturz des Ex-Diktators Ali Abdullah Saleh gespielt.

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