Kiew bricht Waffenruhe / NATO-Partner wollen mit tödlichem Gerät helfen / Ukrainer gegen Krieg

Kiew, VRD und VRL unterschrieben Protokoll über Feuereinstellung

Kiew, VRD und VRL unterschrieben Protokoll über Feuereinstellung

STIMME RUSSLANDS Repräsentanten Kiews sowie der Volksrepubliken Lugansk und Donezk haben in Minsk das Protokoll über die Feuereinstellung im Osten der Ukraine ab 18.00 Uhr örtlicher Zeit unterschrieben. Das wird im Twitter der eigenmächtig proklamierten Volksrepublik Donezk mitgeteilt.

Zuvor hatte der Ex-Präsident der Ukraine, Leonid Kutschma, erklärt, dass es seitens Kiews keine Hindernisse für die Unterschreibung der Vereinbarung über die Feuereinstellung gäbe. Die Oberhäupter der VRD, Alexander Sachartschenko, und der VRL, Igor Plotnitski, erklärten ebenfalls, dass sie bereit seien, den Befehl über die Feuereinstellung zu erteilen.

Am Vortag wurde bekannt, dass der Westen die Annahme von weiteren Sanktionen gegen Russland aufschieben könnte, wenn die Verhandlungen der Kontaktgruppe in Minsk zu einem Fortschritt bei der Regulierung der Krise in der Ukraine führen würden.

Trotz Friedenseinigung: Donezker Volkswehr-Stab meldet mehrfachen Beschuss durch Militärkräfte

Trotz Friedenseinigung: Donezker Volkswehr-Stab meldet mehrfachen Beschuss durch Militärkräfte

STIMME RUSSLANDS Laut dem Volkswehr-Stab der selbsterklärten Volksrepublik Donezk (VRD) war die Situation in der Nacht zum Samstag weiterhin angespannt. Trotz des vereinbarten Waffenstillstandes in der Ost-Ukraine haben einige Kiew-treue Militäreinheiten mehrere Ortschaften und Volkswehr-Stellungen im Gebiet Donezk beschossen.

Am Freitagabend seien „Einheiten der Volkswehr in Gorlowka und Makejewka mit Granatwerfern beschossen worden. Nach Angaben des VRD-Stabs wurde die Ortschaft Jassinowataja um 21:45 Uhr mit einer mobilen Artillerieanlage des Typs Nona-K angegriffen“, hieß es aus dem Stab. Nach seinen Angaben wurden am späten Abend die Stellungen der Volkswehr im Donezker Flughafen mit Panzern und Panzerfäusten beschossen. Acht Volkswehr-Mitglieder seien dabei verletzt worden.

Die Volkswehr-Einheiten „haben den Befehl der Führung strikt erfüllt, laut dem kein Erwiderungsfeuer an der gesamten Berührungslinie mit dem Gegner eröffnet werden darf“, hieß es aus dem Stab. RIA Novosti/ STIMME RUSSLANDS

Einige Nato-Partner wollen Ukraine tödliche Militärgüter liefern

Blick auf den Runden Tisch der KonferenzteilnehmerBlick auf den Runden Tisch der Konferenzteilnehmer

Newport/Wales 4. September 2014 (dpa/IRIB)

Einige Nato-Partner wollen der Ukraine nach Worten des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko auf bilateraler Basis mit Militärgütern helfen, die auch tödlich sein könnten.

Das sagte Poroschenko am Donnerstag in Newport nach Beratungen mit den Staats- und Regierungschefs der 28 Nato-Staaten. Namen der Länder nannte Poroschenko nicht. In der Schlusserklärung heißt es, die Alliierten hätten den Wunsch der Ukraine für militärisch-technische Unterstützung zur Kenntnis genommen. Viele Staaten seien bereit, dem Land auf bilateraler Basis zu helfen.

Zugleich wird der Ton gegen Russland immer  schärfer: „Wenn Russland die Lage weiter eskalieren lässt, sind wir vorbereitet unseren Druck zu verstärken“, sagte Ben Rhodes, stellvertretender Nationaler Sicherheitsberater der USA, am Abend am Rande des Nato-Gipfels in Wales. „Wir sind überzeugt, dass Russland bezahlen muss“, sagte er weiter – wenngleich die US-Regierung „eine friedliche Lösung bevorzugen“ würde.

Zuvor hatte bereits US-Außenminister John Kerry gesagt, dass Obama bereit sei, weitere Sanktionen gegen Russland zu beschließen. Ähnlich äußerte sich am Donnerstagabend Bundeskanzlerin Angela Merkel: „Wir sind bereit, auch durch zusätzliche Sanktionen unseren politischen Forderungen Nachdruck zu verleihen“, sagte sie.

Umfrage: Mehrheit der Ukrainer für Ende der „Anti-Terror-Operation“ im Osten

Umfrage: Mehrheit der Ukrainer für Ende der „Anti-Terror-Operation“ im Osten

STIMME RUSSLANDS Die Mehrheit der Ukrainer hat sich bei einer Umfrage von USS Research für eine Beendigung der militärischen Operation in den östlichen Regionen des Landes ausgesprochen. Etwa ein Drittel setzte sich für weitere Kämpfe ein.

Auf die Frage „Halten Sie die Kampfhandlungen der Anti-Terror-Operation in den östlichen Regionen für zweckmäßig?“ antworteten 58,2 Prozent der Befragten mit „Nein, die Ukraine braucht Frieden“, teilte USS Research am Freitag mit. Etwa 35,4 Prozent sprachen sich für weitere Kämpfe „bis zum Sieg“ der Regierungsarmee aus. Weitere 6,4 Prozent waren unschlüssig. USS Research hat vom 26. August bis 1. September dieses Jahres 1.820 Menschen über 18 Jahre in allen Regionen der Ukraine außer im umkämpften Gebiet Lugansk und außer in den südlichen Teilen des Gebietes Donezk befragt.

In der Ost-Ukraine dauern seit April Gefechte zwischen dem Militär und bewaffneten Regierungsgegnern an. Die ukrainische Übergangsregierung hatte Panzer, Kampfjets und Artillerie gegen die östlichen Industrie-Regionen Donezk und Lugansk geschickt, weil diese den nationalistisch geprägten Februar-Umsturz nicht anerkannt und „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten. Der Militäreinsatz hat nach UN-Angaben vom Angang August mehr als 2.000 Zivilisten das Leben gekostet. RIA Novosti / STIMME RUSSLANDS

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