Kiew setzt ballistische Raketen gegen Seperatistenhochburgen ein

Zehn Zivilisten in Donezk innerhalb von 24 Stunden umgekommen

Zehn Zivilisten in Donezk innerhalb von 24 Stunden umgekommen

STIMME RUSSLANDS Zehn Zivilisten sind innerhalb von 24 Stunden in Donezk im Osten der Ukraine umgekommen und acht weitere wurden verletzt, teilt am Sonntag der Pressedienst des Stadtrates von Donezk die Bilanz der Kampfhandlungen mit.

Nach Informationen des Stadtrates bleibt die Situation in Donezk gespannt. Durch massierten Artilleriebeschuss ukrainischer Kräfte der Staatsgewalt sind Wohnhäuser in sechs Straßen beschädigt worden. Einwohner teilen mit, dass in allen Stadtteilen von Zeit zu Zeit Salven aus schweren Geschützen zu hören sind.

Einem Artilleriebeschuss ist auch die Stadt Mospino im Gebiet Donezk ausgesetzt. 21 Wohnhäuser sind dort beschädigt worden.

Lugansk lag die ganze Nacht unter Feuer, Zerstörungen sind zu beklagen

Lugansk lag die ganze Nacht unter Feuer, Zerstörungen sind zu beklagen

STIMME RUSSLANDS Die ganze Nacht vom Samstag zum Sonntag wurde Lugansk von ukrainischen Kräften der Staatsgewalt beschossen, es gibt etliche zerstörte Gebäude und Brände, teilte der Pressedienst des Stadtrates mit.

Die Situation bleibt in der Stadt weiterhin kritisch. Akut ist das Problem Nahrungsgüter und Wasser. Lugansk hat auch keine Elektroenergieversorgung sowie keine mobile und stationäre Kommunikation. Nahrungsgüter, Medikamente und Treibstoff werden in die Stadt nicht geliefert. Renten, Löhne und Gehälter sowie soziale Hilfen werden weiterhin nicht ausgezahlt.

Medien: Ukrainische Armee beschießt Lugansk mit ballistischen Raketen

Medien: Ukrainische Armee beschießt Lugansk mit ballistischen Raketen

STIMME RUSSLANDS Die ukrainische Armee soll bei den Kämpfen gegen Regierungsgegner im Osten des Landes erneut ballistische Raketen eingesetzt haben. In Lugansk wurde ein Bruchstück der Rakete gefunden.

Lugansk sei mit Raketen vom Typ Totschka-U angegriffen worden, berichtete der russische Nachrichtensender Rossija 24. Der Sender zeigte ein Bruchstück der Rakete, der in einem Stadtviertel lag. Experten bestätigen, dass es sich dabei um einen Teil der Totschka-U handle. „Diese Rakete erinnert an das operativ-taktische System Totschka-U, das zur Bewaffnung der ukrainischen Armee gehört“, kommentierte Igor Korotschenko, Chefredakteur der Militärzeitschrift „National Defence“. „Da der ukrainische Generalstab keine digitalen Landkarten der Gegend hat und die Soldaten nur schlecht qualifiziert sind, kann der Einsatz dieser Raketenklasse zu massiven und zielungenauen Zerstörungen ziviler Anlagen und zum Tod von Dutzenden führen.“

Bereits im Juli hatte der Fernsehsender CNN unter Berufung auf US-Geheimdienstkreise berichtet, dass die Kiewer Armee gegen die östlichen Regionen ballistische Raketen eingesetzt habe. Tags später meldeten die ostukrainischen Milizen, sie hätten einen fastzwei Meter großen Sprengkopf gefunden. Russischen Militärexperten zufolge handelt es sich um Raketen des Typs „Totschka-U“ mit einer Reichweite von rund 100 km. Dies bestätigte auch ein Nato-Sprecher inoffiziellgegenüber der Deutschen Welle. Die Regierung in Kiew bestreitet den Einsatz ballistischer Raketen.

Totschka-U (Nato-Code SS-21 Scarab) ist eine taktische ballistische Boden-Boden-Rakete aus sowjetischer (russischer) Produktion mit einer Reichweite von maximal 185 km. Die Rakete kann sowohl mit einem Splitter- als auch mit einem nuklearen oder chemischen Gefechtskopf bestückt werden. Nach dem Zerfall der Sowjetunion 1991 waren rund hundert solche Raketen in der unabhängig gewordenen Ukraine geblieben. RIA Novosti/STIMME RUSSLANDS

Ost-Ukraine: Milizen schießen MiG-29-Kampfjet ab

Ost-Ukraine: Milizen schießen MiG-29-Kampfjet ab

STIMME RUSSLANDS Die Milizen in der Ost-Ukraine haben am Sonntag einen Kampfjet vom Typ MiG-29 der ukrainischen Luftwaffe abgeschossen. Die Maschine stürzte im Gebiet Lugansk ab, wie der ukrainische Militärsprecher Leonid Matjuchin, mitteilte.

„Der Pilot, der sich mit dem Schleudersitz rettete, wurde gefunden und in Sicherheit gebracht“, sagte Matjuchin im ukrainischen Fernsehen. In den vergangenen Monaten hatten die Milizen bereits mehrere der ukrainischen Kampfjets, die seit April Angriffe auf die östlichen Regionen Donezk und Lugansk fliegen, zum Absturz gebracht.

Donezk und Lugansk hatten nach dem nationalistisch geprägten Februar-Umsturz in Kiew ihre Unabhängigkeit erklärt und „Volksrepubliken“ ausgerufen. Daraufhin schickte die damalige Kiewer Übergangsregierung Panzer, Kampfjets und Artillerie gegen diese Industrie-Regionen. Bei dem noch immer andauernden Militäreinsatz sind nach UN-Angaben mehr als 2000 Zivilisten getötet und mehr als 5000 weitere verletzt worden. Zudem gibt es in der Ost-Ukraine mindestens 100.000 Binnenvertriebene. RIA Novosti

Kiew bittet EU und Nato um militärische Hilfe

Kiew bittet EU und Nato um militärische Hilfe

STIMME RUSSLANDS Der ukrainische Außenminister Pawel Klimkin hat die Europäische Union und die Nato um mehr Engagement im Konflikt im Osten des Landes aufgefordert. Sowohl militärische als auch politische Hilfe sei dringend notwendig, sagte er in einem Interview des Deutschlandfunks.

Auf die Frage des Korrespondenten, ob er an die EU und die Nato um militärische Hilfe appelliere, antwortete Klimkin: „Ja, selbstverständlich. Wir brauchen militärische Hilfe. Denn wenn solche Hilfe kommt, dann wäre es für unsere Truppen leichter, vor Ort zu agieren.“ Dabei versicherte er, „es geht um eine friedliche Lösung.“ Klimkin beschuldigte die gegen die ukrainische Armee kämpfenden Milizen, „einfach nicht aufhören und nicht aufgeben zu wollen“. „Sie treten nicht in Kontakt, sie wollen nicht sprechen. Es gibt eine territoriale Kontaktgruppe der Ukraine, Russlands und der OSZE, selbst dort ist es schon sehr schwierig, die Vertreter von Donezk und Lugansk in diese Kontakte mit einzubeziehen.“ Laut dem ukrainischen Außenminister braucht die Nato eine neue Strategie. „Man braucht in der Nato auch ein neues Verhältnis zur Ukraine. Man sollte der Ukraine mit neuen Mitteln helfen. Und selbstverständlich wird auch im Sinne der Ukraine der Nato-Gipfel in Newport ein wichtiges Ereignis sein.“

Klimkin würdigte die deutsche Kanzlerin Angela Merkel, die ihm zufolge „unglaublich viel“ für eine Entschärfung des Ukraine-Konfliktes tut. „Deutschland und die Bundeskanzlerin machen einen sehr guten Job, aber wenn man die Position der Europäischen Union ansieht, dann wünsche ich mir, dass die Europäische Union in vielen Momenten entschlossener und konsequenter handelt.“

Die Gefechte zwischen Militär und bewaffneten Regierungsgegnern am Donezbecken dauern seit April an. Die damalige ukrainische Übergangsregierung hatte Panzer, Kampfjets und Artillerie gegen die östlichen Industrie-Regionen Donezk und Lugansk geschickt, weil diese den Februar-Umsturz nicht anerkannt und „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten. Westliche Staaten unterstützen den Militäreinsatz, der nach UN-Angaben bereits mehr als 2000 Zivilisten das Leben gekostet hat. So sagten die USA den ukrainischen Armee- und Sicherheitsstrukturen Hilfen von 33 Millionen Dollar zu. Deutschland stattete die ukrainischen Sondereinheiten mit Uniformen aus. RIA Novosti/STIMME RUSSLANDS

Ultimatum an Poroschenko: „Rechter Sektor“ droht Kiew mit Feldzug

Ultimatum an Poroschenko: „Rechter Sektor“ droht Kiew mit Feldzug

STIMME RUSSLANDS Die ukrainische Nationalistenorganisation „Rechter Sektor“, die die Regierungsarmee bei den Gefechten gegen Regimegegner im Osten des Landes bislang unterstützt, hat der Führung in Kiew mit einer bewaffneten Offensive gedroht, wenn diese ihre Forderungen nicht erfüllen sollte.

In einer am Samstagabend veröffentlichten Erklärung forderte der „Rechte Sektor“ Präsident Pjotr Poroschenko ultimativ auf, binnen 48 Stunden alle festgenommenen Mitglieder der Bewegung freizulassen und die Ermittlungen gegen sie einzustellen. Auch sollten die Behörden die „rechtswidrig beschlagnahmten Waffen“ zurückgeben sowie alle „anti-ukrainischen Kräfte“ aus dem Innenministerium entlassen. „Wenn unsere Forderungen binnen 48 Stunden nicht erfüllt werden, werden wir gezwungen sein, unsere Kampfverbände von der Front abzuziehen, Reservistenbataillone zu mobilisieren und einen Feldzug auf Kiew zu beginnen.“

Der „Rechte Sektor“ hatte zu Jahresbeginn an den Krawallen auf dem Kiewer Protestplatz Maidan teilgenommen. Nach dem Februar-Umsturz kämpfen seine Schläger auf der Seite der Regierungsarmee gegen die Regierungsgegner im Osten der Ukraine. In der vergangenen Woche hat die Kiewer Polizei nach eigenen Angaben 35 mutmaßliche Maidan-Aktivisten wegen bewaffnetem Überfall auf ein Restaurant in der ukrainischen Hauptstadt festgenommen. RIA Novosti/STIMME RUSSLANDS

Amtierender Bürgermeister von Sewerodonezk von Unbekannten entführt

Amtierender Bürgermeister von Sewerodonezk von Unbekannten entführt

STIMME RUSSLANDS Unbekannte in Militäruniform und Balaklawa-Mützen haben den amtierenden Bürgermeister von Sewerodonezk, Andrej Gawrilenko, und den Sekretär des Stadtrates, Sergej Kunitsa, entführt. Das teilen ukrainische Informationsagenturen mit.

Vor zwei Wochen wurden die Oberbürgermeisterin dieser Stadt, Valentina Kasakowa, und der erste Stellvertreter des Stadtoberhauptes, Wladimir Krawtschenko, entführt.

Die Verwandten der Entführten haben Vermisstenanzeigen bei den Rechtsschutzorganen eingereicht.

Sewerodonezk befindet sich laut Angaben des Rates der nationalen Sicherheit und Verteidigung der Ukraine unter Kontrolle der ukrainischen Kräfte der Staatsgewalt.

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