Kiew will an Hilfskonvoi verdienen / 500 gefallene Söldner / Pressezensurgesetz beschlossen

Ostukraine: Volkswehr meldet schwere Kämpfe mit Armee

Ostukraine: Volkswehr meldet schwere Kämpfe mit Armee

STIMME RUSSLANDS In der ostukrainischen Industrie-Region Donbass liefern sich Militär und Volkswehr weiter schwere Gefechte. In Ilowajsk versuchen die Milizen, den Vormarsch der Regierungstruppen auf die rund 35 km östlich liegende Bergbaumetropole Donezk zu stoppen.

Die ukrainische Nationalgarde habe im Raum Amwrosijewka ein großes Truppenaufgebot zusammengezogen und greife von dort an, teilte ein Sprecher im Stab der Volkswehr am Dienstag gegenüber RIA Novosti mit. Bei den Gefechten sei es der Volkswehr gelungen, die ukrainischen Soldaten aus Grabnskoje zu verdrängen sowie „in Fjodorowka und Seljonoje feindliche Verbände einzuschließen“. Rund ein Dutzend ukrainische Panzer, vier gepanzerte Fahrzeuge und eine Batterie der Mehrfachraketenwerfer Grad seien zerstört worden.

Im benachbarten Gebiet Lugansk ist die Stadt Krasny Lutsch (120 km östlich von Donezk) Schauplatz erbitterter Gefechte. Die Kiew-treuen Truppen waren in der vergangene Wochen in die Stadt vorgerückt, wurden kurz danach von den Milizen wieder verdrängt. Jetzt werde in den Vororten Miussinsk und Nowopawlowka gekämpft, so der Sprecher weiter. „In Miussinsk wurden gestern zwei Panzer abgeschossen… Der Feind kontrolliert jetzt die wichtigsten Straßen und hat die Volkswehr-Kämpfer in einen operativen Kessel getrieben“, hieß es. Über Verluste auf beiden Seiten gibt es vorerst keine Angaben.

Die ukrainische Übergangsregierung, die im Zuge des Februar-Umsturzes die Macht in Kiew übernommen hatte, hatte im April Truppen in die östlichen Industrie-Regionen Donezk und Lugansk geschickt, weil diese den nationalistisch geprägten Machtwechsel nicht anerkannt und „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten. Nach UN-Angaben von Ende Juli hat der Militäreinsatz bereits 1.129 Zivilisten das Leben gekostet. RIA Novosti / STIMME RUSSLANDS

Donezk spricht von 500 getöteten Söldnern, darunter Letten, allein am Montag

Donezk spricht von 500 getöteten Söldnern, darunter Letten, allein am Montag

STIMME RUSSLANDS Die Kiewer Kräfte haben beim jüngsten Gefecht im Raum von Ilowajsk 35 Kilometer von Donezk im Osten der Ukraine allein am Montag rund 500 Mann an Toten verloren. „Unter den Toten waren auch Bürger Lettlands“, teilte die Kovorsitzende der selbsternannten Republik Donezk, Tatjana Dworjadkina, in einem Interview für den lettischen Radiosender Baltkom mit.

Es handle sich um das Bataillon „Asow“. „Leider haben wir Beweise dafür, dass auch lettische Bürger ums Leben gekommen waren“, sagte Dworjadkina. „Die Volkswehr verfügt über Dokumente und Videoaufzeichnungen, die eine Teilnahme von Letten an der Operation im Südosten der Ukraine belegen“, sagte sie.

Am Montag hatte der Sprecher des nationalen Verteidigungsrates der Ukraine, Andrej Lyssenko, mitgeteilt, dass die Kiewer Sicherheitskräfte seit Beginn der „Anti-Terror-Operation“ (im April) insgesamt 568 Mann an Toten und 2120 Mann an Verletzten verloren hatten.

Das lettische Außenministerium habe noch keine Angaben über Bürger Lettlands, die bei Ilowajsk ums Leben gekommen sein sollen, hieß es in Riga. „Die von der Donezker Vertreterin zur Verfügung gestellten Daten werden überprüft“, sagte ein Ministeriumssprecher in einem RIA-Novosti-Gespräch in der lettischen Hauptstadt. RIA Novosti/ STIMME RUSSLANDS

Wohnhaus bei Artilleriebeschuss in Donezk beschädigt

Wohnhaus bei Artilleriebeschuss in Donezk beschädigt

STIMME RUSSLANDS Einwohner von Donezk haben in der Nacht zum Dienstag Schüsse vernommen, am Morgen bleibt die Lage in der Stadt angespannt, heißt es auf der Webseite des Stadtrats.

Die ukrainischen Militärs haben die Stadt die ganze Nacht mit Artillerie beschossen, dabei wurde ein Wohnhaus beschädigt. Außerdem wurde laut der Mitteilung eine lokale Stromanlage lahmgelegt.

Am vergangenen Wochenende und am Montag war Donezk ununterbrochen von der Armee beschossen worden.

Ukrainische Granate trifft Wohnhaus in Russland

Ukrainische Granate trifft Wohnhaus in Russland

STIMME RUSSLANDS Zwei Granaten, die von der Ukraine her abgefeuert worden waren, sind in der vergangenen Nacht im Dorf Kuibyschewo des Gebiets Rostow bzw. nebenan explodiert, teilt der Sprecher der Grenzverwaltung des russischen Sicherheitsdienstes im Gebiet Rostow, Nikolai Sinizyn, mit.

Eine Granate fiel in den Hof eines Privathauses, wobei das Gebäude beschädigt wurde, die andere explodierte 300 Meter vom Dorf entfernt. Nach vorläufigen Angaben wurde niemand verletzt.

Ostukraine: Polizei darf nun ohne Vorwarnung schießen

Ostukraine: Polizei darf nun ohne Vorwarnung schießen

STIMME RUSSLANDS Die ukrainische Polizei darf im Osten des Landes ohne Vorwarnung schießen. Das Parlament (Rada) hat am Dienstag entsprechende Novellen zum Polizeigesetz verabschiedet.

Die Novellen erlauben den Ordnungshütern in den Regionen der so genannten Anti-Terror-Operation, physische Gewalt, Schuss- und Sonderwaffen ohne Vorwarnung anwenden.

Die ukrainische Übergangsregierung, die im Zuge des Februar-Umsturzes die Macht in Kiew übernommen hatte, hatte im April Truppen in die östlichen Industrie-Regionen Donezk und Lugansk geschickt, weil diese den nationalistisch geprägten Machtwechsel nicht anerkannt und „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten. RIA Novosti / STIMME RUSSLANDS

Medienverbot: OSZE warnt Ukraine vor Einschränkung der Pressefreiheit

Medienverbot: OSZE warnt Ukraine vor Einschränkung der Pressefreiheit

STIMME RUSSLANDS Die OSZE-Beauftragte für Medienfreiheit, Dunja Mijatovic, hat die Regierung in Kiew vor der geplanten Einschränkung der Medienfreiheit gewarnt. Das ukrainische Parlament hat am Dienstag ein Gesetz in erster Lesung verabschiedet, das erlaubt, TV-, Radio- und Internet-Medien zu verbieten. Das Gesetz ist Teil von antirussischen Sanktionen.

„Die Maßnahmen, die in diesem Gesetz enthalten sind, verstoßen klar gegen die Völkerrechtsstandards und schränken den freien Informationsaustausch ein“, erklärte Mijatovic. Dieser Vorstoß der ukrainischen Regierung mache die bisherigen Fortschritte der Ukraine im Bereich der Medienfreiheit zunichte. RIA Novosti / STIMME RUSSLANDS

Innenministerium der Ukraine: Fotograf Stenin von ukrainischen Sicherheitskräften verhaftet

Innenministerium der Ukraine: Fotograf Stenin von ukrainischen Sicherheitskräften verhaftet

STIMME RUSSLANDS Andrej Stenin, der Fotokorrespondent der Medienagentur Rossiya Segodnya, der im Osten der Ukraine vermisst wird, wurde von ukrainischen Sicherheitskräften verhaftet, teilte der Berater des ukrainischen Innenministers, Anton Geraschtschenko, in einem Interview für den lettischen Radiosender Baltkom mit.

Auf die Frage eines Journalisten des Senders, ob ihm das Schicksal von Andrej Stenin bekannt ist, antwortete Geraschtschenko: „Ja, es ist mir bekannt.“ „Er (Stenin) wurde von unseren Sicherheitskräften verhaftet. Dieser Mensch war bei Foltern und Ermordungen in Schachtjorsk anwesend. Die ganze Welt war von den Fotos empört, wo er zuerst einen lebendigen verwundeten Soldaten aufnimmt, und auf dem nächsten Foto ist der Soldat schon tot.
Wir sind der Ansicht, dass Andrej Stenin Terroristen geholfen haben könnte. Das ist kein Journalismus mehr, sondern Beihilfe zum und Verherrlichung von Terrorismus“, so Geraschtschenko. Dabei sagte er, er habe keine Informationen darüber, wo sich Stenin befindet.

Berater des Chefs des MdI der Ukraine leugnet Bekenntnis zur Festnahme des russischen Fotoreporters

Berater des Chefs des MdI der Ukraine leugnet seine eigenen Worte

STIMME RUSSLANDS Anton Geraschtschenko, Berater des Chefs des ukrainischen Innenministeriums, behauptet, dass der Sender Baltkom seine Worte von der angeblichen Verhaftung des Fotokorrespondenten der IIA „Rossiya Segodnya“, Andrej Stenin, durch ukrainische Geheimdienste falsch ausgelegt habe. „Der lettische Rundfunksender hat meine Worte fälschlicherweise ausgelegt, indem er einen Satz aus dem Kontext herausgerissen hat“, behauptet er.

Indessen wurde in Baltkom erklärt, dass man bereit sei, den Massenmedien die Aufzeichnung des Interviews mit Geraschtschenko bereitzustellen, in dem er erklärt, dass Stenin von ukrainischen Geheimdiensten verhaftet worden sei.

Zuvor wurde mitgeteilt, dass die Geheimdienste der Ukraine den Bildreporter der IIA „Rossiya Segodnya“ verhaftet und ihn der Hilfeleistung an den Terrorismus beschuldigt hätten.

Kiew lässt russische Lkw nicht über Grenze – Rotes Kreuz soll ukrainische LKWs mieten

Kiew lässt russische Lkw nicht über Grenze

STIMME RUSSLANDS Die Führung in Kiew fordert, dass die russischen Hilfsgüter, die in die ostukrainischen Regionen unterwegs sind, an der Grenze auf Lastkraftwagen umgeladen werden, die das Internationale Rote Kreuz von der Ukraine mieten soll.

„Die Fracht wird auf Fahrzeuge umgeladen werden, die das Rote Kreuz hierzulande mieten wird“, sagte Valeri Tschaly, Vizeleiter der Administration des ukrainischen Präsidenten Pjotr Poroschenko, am Dienstag in Kiew. „Dadurch verhindern wir eine Begleitung durch den russischen Katastrophenschutz oder ein militärisches Geleit.“ Keine russischen Konvois würden auf das ukrainische Territorium gelassen, betonte Tschaly. Die ukrainische Seite werde die Zuteilung der Hilfsgüter übernehmen.

Angesichts der andauernden Gefechte zwischen Militär und Volksmilizen in der Ost-Ukraine hat Russland am Montag gemeinsam mit dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz einen Hilfskonvoi für die betroffenen Regionen geschickt. Die Kolonne aus 280 Kamaz-Lkws hat unter anderem 400 Tonnen Grütze, 100 Tonnen Zucker, 62 Tonnen Kindernahrung, 54 Tonnen medizinische Geräte und Medikamente, 12.000 Schlafsäcke und 69 Kraftwerke geladen. Kiew hatte erst nach Rücksprache mit den USA den Hilfslieferungen zugestimmt, diese jedoch als „PR-Aktion“ beschimpft. RIA Novosti / STIMME RUSSLANDS

Ukraine lässt Autokolonne aus Russland nicht durch Gebiet Charkow – Awakow

STIMME RUSSLANDS Die Ukraine habe nicht vor, die Autokolonne mit humanitärer Hilfe aus Russland durch das Gebiet Charkow zu lassen, schrieb der Innenminister des Landes, Arsen Awakow, auf Facebook.

„Der Hilfskonvoi wird nicht über das Gebiet Charkow kommen. Auf unserem Territorium darf keine Provokation von zynischen Aggressoren zugelassen werden“, schrieb er.

Ostukraine: Volkswehr tauscht mit Militärs Gefangene aus

Ostukraine: Volkswehr tauscht mit Militärs Gefangene aus

STIMME RUSSLANDS Die Volkswehrleute der „Volksrepublik Donezk“ und die ukrainische Armee haben Gefangene ausgetauscht.

Die Volkswehr hat vier Militärs freigelassen, darunter einen Offizier und den Luftlandesoldaten Andrej Panasjuk, der dadurch bekannt wurde, dass er erklärt hatte, er wolle nicht mehr kämpfen. Die Militärs ließen ihrerseits sieben Volkswehrleute frei.

Norwegen unterstützt Russland-Sanktionen

Norwegen unterstützt Russland-Sanktionen

STIMME RUSSLANDS Norwegen hat beschlossen, sich den wirtschaftlichen Russland-Sanktionen anzuschließen, heißt es in einem Communiqué des Außenamtes dieses Landes.

Die Einschränkungen werden dabei dieselben sein, die am 31. Juli von der EU verabschiedet wurden.

Zuvor wurde bekanntgegeben, dass die EU damit rechnet, den Ländern Lateinamerikas davon abzuraten, die europäischen Lieferanten auf dem russischen Markt zu ersetzen.

Schweiz schließt Russland von Militärflugschau aus – will militärische Überlegenheit der Öffentlichkeit vorenthalten?

Schweiz schließt Russland von Militärflugschau aus

STIMME RUSSLANDS Wegen der Krise in der Ostukraine hat die Schweiz die Kunstflugstaffel der russischen Luftwaffe von der Militärflugschau AIR14 in Payerne ausgeschlossen. Es sei zwar wichtig, auch in Krisenzeiten Beziehungen zu pflegen, jedoch sei bei militärischen Kontakten Zurückhaltung geboten, teilte das Verteidigungsministerium in Bern am Dienstag nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa mit.

Die Flugstaffel „Russkije Witjasi“ Russische Recken) sollte mit ihren SU-27-Kampfflugzeugen Ende August an der Flugshow im Kanton Waadt teilnehmen. Dabei soll das 100-jährige Jubiläum der Schweizer Luftwaffe gefeiert werden. In Payerne werden unter anderem die militärischen Kunstflugstaffeln Frankreichs, Italiens, Großbritanniens und Saudi-Arabiens erwartet.

Die Schweiz als ein Nicht-EU-Land ist im Grunde genommen nicht verpflichtet, den von Brüssel beschlossenen Sanktionen gegen Russland zu folgen. Trotzdem sind einige Einschränkungen in der Eidgenossenschaft gültig, weil das Land zum Schengener Raum gehört. RIA Novosti / STIMME RUSSLANDS

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