Libyen beschießt griechischen Ölschmuggeltanker im Kampf um staatliche Souveränität – 2 Tote

Die UNO warnt vor Eskalation zum Bürgerkrieg in Libyen

Die Lage in Libyen ist chaotisch. Foto: Stringer. (Quelle: dpa)Die Lage in Libyen ist chaotisch. Foto: Stringer. (Quelle: dpa)

New York 29. Dezember 2014 (IRIB News)

Der UN-Beauftragte für Angelegenheiten Libyens hat heute vor einer Eskalation der gewalttätigen Auseinandersetzungen in Libyen zu einem regelrechten Bürgerkrieg gewarnt.

Einige Stellungen der Aufständischen in der Stadt Misrata seien gestern zur Vergeltung von Rebellenangriffen auf die Stadt al-Sidra von Kampfflugzeugen der Armee angegriffen worden. In al-Sidra befindet sich das größte libysche Terminal für den Öl-Export. Die Angriffe hatten einen Brand verursacht, bei dem 850.000 Barrel Öl explodierten.

Die UNO hat alle Kriegsseiten aufgefordert, die Gewalttaten, die das Land ins Chaos treiben, einzustellen.

Libyen war noch 2010 mit einer täglichen Fördermenge von 1,59 Millionen Barrel der größte  Ölproduzent Afrikas. Mittlerweile ist die libysche Ölförderung auf 352.000 Barrel täglich gesunken.

Libyen: Einreiseverbot für Palästinenser, Syrer und Sudanesen

Das Bürgerkriegsland Libyen will sich mit dem Einreiseverbot vor Terroristen schützen. (Foto: dpa bildfunk (Archivbild))Das Bürgerkriegsland Libyen will sich mit dem Einreiseverbot vor Terroristen schützen. (Foto: dpa bildfunk (Archivbild))

Tripolis 6. Januar 2015 – (IRIB)

Libyen hat die Einreise von syrischen, palästinensischen und sudanesischen Staatsangehörigen aus Sicherheitsgründen verboten.

Laut AFP gab das Presseamt des libyschen Innenministeriums in einer Mitteilung bekannt, dass das Verbot der Einreise auf dem Luft-, See- oder Landweg bis auf Weiteres gilt. Der Schritt erfolgte, nachdem das Innenministerium Informationen erhielt, nach denen Staatsbürger aus Palästina, Syrien und dem Sudan an den Angriffen der bewaffneten Gruppen in Libyen auf die Armee und Polizeikräfte in Benghazi und weiteren Städten im Westen des Landes beteiligt sein sollten.

In Libyen kommt es nach mehr als drei Jahren seit dem Sturz des Ex-Diktators Gaddafi immer wieder zu Kämpfen zwischen den rivalisierenden Milizen, der Regierung und dem Parlament.

Die zur al-Kiada gehörende Milizengruppe „Libysche Morgenröte“ startete Mitte Dezember einen Angriff zur Eroberung der Erdölterminale im Osten des Landes.

Griechischer Öltanker in libyschem Hafen beschossen

Der Tanker "Araevo" der griechischen Reederei Aegean Shipping Management  |  © http://www.aegeanoil.comDer Tanker „Araevo“ der griechischen Reederei Aegean Shipping Management | © http://www.aegeanoil.com

Athen 5. Januar 2015 – (IRNA/IRIB)

Bei einem Luftangriff auf einen griechischen Tanker im Hafen der libyschen Stadt Derna sind zwei Besatzungsmitglieder getötet worden.

Zwei weitere Seeleute seien verletzt worden, berichtete die griechische Küstenwache. Die libysche Armee bestätigte diese Nachricht.

Der beschossene Tanker „Araevo“ gehört einer griechischen Reederei und fährt unter der Flagge Liberias. Er hatte 12.600 Kubikmeter Brennstoff an Bord und lag zum Zeitpunkt des Angriffs am vergangenen Sonntag vor Derna vor Anker.

Der Öltanker sei angegriffen worden nachdem er die Aufforderung für eine Kontrolle der Ladung anzuhalten mißachtet hatte, hieß es in der Meldung.

Libyen wird seit dem Sturz des Diktators Gaddafi im Jahr 2011 ein instabiles Land, das durch Machtkämpfe konkurrierender Gruppen erschüttert wird.

Libysche Regierung fordert Ende internationaler Sanktionen

 Abdullah Al Thani Abdullah Al Thani – Tripolis 4. Januar 2015 – (IRNA/IRIB)

Die gesetzliche Interimsregierung in Libyen mit Abdullah Al Thani hat die Notwendigkeit der Aufhebung von Sanktionen gegen die Armee betont.

Er rief die Weltgemeinschaft zur Unterstützung gegen die Terroristen auf. Laut Al-Scharq Al Awsat forderte die libysche Regierung in einer Erklärung, die UN-Resolutionen bezüglich des politischen und demokratischen Prozesses in diesem Land zu aktivieren. Die libysche Regierung verurteilte den Terroranschlag letzte Nacht, bei dem 14 Soldaten des 169. Bataillons getötet wurden. Eine dem IS nahe stehender Gruppe bekannte sich zu dem Anschlag. Die Regierung forderte Nachbarn, die Arabische und Afrikanische Union auf, auf die internationale Gemeinschaft Druck auszuüben, damit eine konsequente und schnelle Entscheidung gegen die Terroristen gefällt wird. In den vergangenen Monaten war Libyen Schauplatz heftigster Kämpfe zwischen rivalisierenden Gruppen.

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