Millionen Irakern droht Sintflut! ISIS erobert gefährlichsten Damm der Welt!

Ein Bild des Staudamms aus dem Jahr 2007Ein Bild des Staudamms aus dem Jahr 2007

Bagdad 4. August 2014 (dpa/Reuters/fas/IRIB)

„Islamischer Staat“ erobert Iraks größten Stausee und vertreibt Kurden

Die Terrororganisation „Islamischer Staat“ hat innerhalb weniger Tage drei Städte im Nordirak sowie Iraks größten Stausee erobert. Damit geraten die Kurden in der Autonomen Region Kurdistan erheblich unter Druck, berichteten Augenzeugen und Vertreter der kurdischen Verwaltung am Sonntag.

Es handelt sich dabei um die Städte Sumar, Sindschar und Wana sowie das Salah-Ölfeld und eine benachbarte Raffinerie. Mit der Kontrolle über die Mosul-Talsperre sind die Terroristen in der Lage, Millionenstädte wie Mosul unter Wasser zu setzen. Ohnehin befindet sich der 1986 fertiggestellte Stausee seit Jahren in schlechtem baulichem Zustand. Experten der US-Armee bezeichneten den Damm 2006 als „gefährlichsten der Welt“.

Der „Islamische Staat“ berichtete, zahlreiche kurdische Kämpfer getötet und neben den genannten Städten auch zwölf Dörfer erobert zu haben. In Sumar sollen sie auf Gebäuden die schwarze Flagge des Islamischen Staates gehißt haben. In anderen eroberten Städten folgten auf dieses Ritual Massenhinrichtungen und die Anordnung rigider Verhaltensvorschriften. Gegenwärtig stehen die Terroristen rund 100 Kilometer vor Bagdad und drohen, auch die Hauptstadt einzunehmen.

Die früher als ISIS bekannte Bewegung „Islamischer Staat“ hatte im Juni den Norden des Irak im Handstreich unter ihre Kontrolle gebracht und dort ein Kalifat ausgerufen.

Die Kurden der Autonomen Kurdenregion im Norden des Irak appellieren seit Monaten an die USA, ihnen Waffen zu liefern, um sich gegen die Kämpfer des „Islamischen Staats“ zur Wehr setzen zu können.

Irakische Kampfflugzeuge aus Russland vom Typ Suchoi Su-25  |  © ReutersIrakische Kampfflugzeuge aus Russland vom Typ Suchoi Su-25 | © Reuters

Bagdad 5. August 2014 (IRIB)

Irak erhält 24 fortgeschrittene Kampfjets aus Russland

Für ihren Kampf gegen die Terrorgruppe IS hat die irakische Luftwaffe am Wochenende Militärjets aus Russland erhalten.

Ein erster Teil der erst vor wenigen Tagen erworbenen Kampfjets des Typs Suchoi sei eingetroffen, verlautete es aus Regierungskreisen in Bagdad. Diese Kampfjets sollen der Unterstützung der Luftwaffe des Landes bei den Operationen gegen die Terroristen dienen.  Sie werden nächste Woche von der irakischen Luftwaffe eingesetzt werden. Russische Spezialisten haben  Piloten der irakischen Armee für den Einsatz dieser Kampfjets geschult und diese sind nun darauf vorbereitet, damit Angriffe auf die Stellungen der IS(IS)-Terroristen vorzunehmen.

Den Einsatz einer neuen Serie von  russischen Hubschraubern, die jüngst im Irak eingetroffen sind, haben die  irakischen Streitkräfte bereits vor wenigen Stunden begonnen. Laut dieser Regierungserklärung sind den irakischen Armeekräften nach einer entsprechenden Anleitung schwere, mittelschwere und fortgeschrittene Waffen zur Verfügung gestellt worden. Die Operationen der irakischen Streitkräfte zur  Verfolgung und Bekämpfung der terroristischen Elemente im Norden und Nordwesten dieses Landes dauern nach wie vor an. Es ist den Regierungskräften gelungen,  Dutzende Terroristen verschiedener Staatsangehörigkeit zu töten.

Irakischer Soldat, der die größte Talsperre nahe dem Tigris bewacht. IS Kämpfer nahmen diese am Wochenende nach blutigen Kämpfen ein.Irakischer Soldat, der die größte Talsperre nahe dem Tigris bewacht. IS Kämpfer nahmen diese am Wochenende nach blutigen Kämpfen ein.

Bagdad 4. August 2014 (orf/IRIB)

Irak: Maliki ordnet Luftangriffe gegen den „Islamischen Staat“ an

Der irakische Premier Nuri al-Maliki hat am Montag einen Einsatz der Luftwaffe angeordnet, um die kurdischen Peschmerga-Einheiten im Kampf gegen die Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) zu unterstützen.

Das erklärte der Sprecher der Armee, Kassem Atta. Zuvor hatten kurdische Medien von einer Offensive der Kurden gegen die IS berichtet. Zugleich forderte Maliki die USA zu Waffenlieferungen an die Kurden auf. Nach Angaben der Vereinten Nationen (UNO) sind rund 200.000 Menschen vor den Extremisten geflohen. Bei ihrem Vormarsch töteten Kämpfer der Terrororganisation 67 junge Leute mit Schüssen. Die kurdische Nachrichtenagentur Bas News meldete, 88 junge Männer seien hingerichtet worden.

Libanon: Kämpfe zwischen Armee und Extremisten dauern an

extremistische Rebellen fahren am Samstag durch die libanesische Stadt Arsal, einige davon als Polizisten getarnt. extremistische Rebellen fahren am Samstag durch die libanesische Stadt Arsal, einige davon als Polizisten getarnt.

Beirut 4. August 2014 (orf/IRIB)

Die libanesische Armee zieht an der syrischen Grenze Truppen im Kampf gegen extremistische Rebellen zusammen.

Wie aus Militärkreisen verlautete, soll mit Hilfe zusätzlicher Soldaten der Militäreinsatz „so bald wie möglich“ zum Abschluss gebracht werden.Libanesische Streitkräfte liefern sich in der Nähe der Ortschaft Arsal seit Samstag heftige Gefechte mit Anhängern der Al-Kaida-nahen Al-Nusra-Front. Am Montag sollen dabei laut der offiziellen libanesischen Nachrichtenagentur NNA drei Kinder getötet worden sein. Die libanesische Armee wirft den extremistischen Rebellen vor, syrische Flüchtlingslager im Libanon in „Terrorzentren“ zu verwandeln. Nach Angaben der syrischen oppositionsnahen Menschenrechtsbeobachter flog auch die syrische Luftwaffe Angriffe auf die Rebellen im Grenzgebiet.Syriens Regierung sagte den libanesischen Streitkräften ihre Unterstützung im Kampf gegen die „Terroristen“ zu. Damaskus verurteile die „Verbrechen und terroristischen Angriffe“ der Extremisten im Nachbarland, sagte ein Vertreter des Außenministeriums der Nachrichtenagentur SANA. Nach Angaben eines Rotkreuz-Mitarbeiters wurden durch die Kämpfe Tausende Menschen von der Außenwelt abgeschnitten.

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