Regierungsbildung in Libyen unter Waffengewalt erzwungen

Dutzende Tote und Verletzte in Libyen
Tripolis 10. Januar 2015 – (IRIB)

Gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen libyscher Armee und Milizen haben neun Tote und 15 Verletzte hinterlassen.

Laut Asharq Al-Awsat sagte ein Kommandant der bewaffneten Gruppe Mujahidin-Rat am Samstag in der Stadt Darna: „Bei den Auseinandersetzungen mit den Kämpfern der Chalifa Haftar in einem Gebiet in Darna kamen fünf Soldaten ums Leben.“ Seinen Angaben zufolge starben insgesamt 15 Menschen. Die Uno berichtete heute über die Zustimmung der Konfliktparteien in Libyen zu einer neuen Verhandlungsrunde mit dem Ziel der Krisenlösung in diesem Land. Die schweren Konflikte in Libyen in der Zeit seit dem Sturz von Diktator Muammar al-Gaddafi sind beispiellos.

Libyen fordert internationale Unterstützung im Kampf gegen den Terrorismus

Der libysche Ministerpräsident Abdallah al-Thinni Der libysche Ministerpräsident Abdallah al-Thinni

Tripolis 12. Januar 2015 – (IRIB)

Der libysche Ministerpräsident Abdallah al-Thinni hat in einem AFP-Interview von der internationalen Gemeinschaft  militärische Unterstützung im Kampf gegen die IS-Terroristen gefordert.

Die international anerkannte Regierung von Ministerpräsident al-Thinni brachte im Vorfeld einer Sitzung der libyschen Konfliktparteien vor, die unter Schirmherrschaft der UNO  in Genf stattfinden soll. Die libysche Regierung hat es allerdings bereits abgelehnt, sich mit  Vertretern der bewaffneten Gruppen an einen Tisch zu setzen.

Seit dem Sturz von Machthaber Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 sowie Einmischungen der NATO in internene Angelegenheiten Libyens  herrscht ein Dauerkonflikt zwischen rivalisierenden Milizen und führte zur Destabilität in diesem Land.

UNO: Konfliktparteien in Libyen streben Regierungsbildung an

Genf/Tripolis 16. Januar 2015 – (IRIB)

Die Konfliktparteien in Libyen haben nach zwei schwierigen Verhandlungstagen in Genf für die Bildung einer nationalen Einheitsregierung eine Übereinkunft erzielt, teilte die UN-Delegation heute (Freitag) in einer Erklärung mit.

Dieser Übereinkunft zufolge werden die bewaffneten Einheiten aus den Städten abgezogen, damit Stabilität, Ruhe und Ordnung einkehren kann. Bei den Beratungen in Genf seien darüber hinaus vertrauensbildende Maßnahmen, wie die Freilassung von Häftlingen und die Öffnung geschlossener Häfen erörtert worden. Eine neue Verhandlungsrunde soll in der nächsten Woche stattfinden. Gegenwärtig haben die Regierung von Abdullah al-Thinni und das libysche Parlament im Osten dieses Landes die Kontrolle in der Hand. Aber Tripolis steht seit dem vorigen Sommer unter der Kontrolle der Gruppe Fajr Libya (Libya Dawn).

Rebellen in Libyen rufen Waffenruhe aus

Tripolis 17. Januar 2015 – (afp/IRIB)

Die Friedensverhandlungen in Genf scheinen Früchte zu tragen.

Nach einem Durchbruch hat eine Allianz islamistischer Rebellen in Libyen eine Waffenruhe ausgerufen. Sie hätten sich auf eine „Feuerpause an allen Fronten“ geeinigt, teilte die „Fadschr Libya“ (Libysche Dämmerung) gestern Abend mi. Bedingung sei, dass auch die anderen Parteien die Waffen ruhen ließen. In Genf hatten sich die libyschen Konfliktparteien zuvor unter UNO-Vermittlung auf einen Fahrplan zur Bildung einer Einheitsregierung geeinigt. Zu dem Plan gehört ein etappenweiser Rückzug der bewaffneten Gruppen im Land. Die Konfliktparteien wollen sich demnach auch für die Freilassung von Geiseln und den Zugang von Hilfsorganisationen zu Krisengebieten einsetzen. Die Verhandlungspartner hätten „ihr eindeutiges Bekenntnis zu einem geeinten und demokratischen Libyen“ abgegeben, in dem Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte respektiert werden, hieß es in der UNO-Erklärung. Nach Beratungen der einzelnen Gesprächsparteien in der Heimat sollen sie sich in der kommenden Woche zu einer neuen Verhandlungsrunde in Genf treffen. In Libyen herrschen seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi im Herbst 2011 Anarchie und Gewalt. Im Sommer eroberte ein Bündnis islamistischer Milizen die Hauptstadt Tripolis und bildete dort eine eigene Regierung und ein eigenes Parlament.

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