Saudi Arabien & Anrainer kaufen ägyptische Militär-Putsch-Junta

Ägypten: Gericht verhängt erneut 188 Todesurteile

Ägypten: Gericht verhängt  erneut 188 Todesurteile

Kairo 3. Dezember 2014 (Orf/IRIB)

Ein Gericht in Kairo verurteilte am Dienstag in einem Schnellverfahren 188 Muslimbrüder zum Tode.

Das Gericht begründete den Urteilsspruch gestern mit der Verantwortung der Angeklagten für den Tod von mindestens 13 Polizisten bei blutigen Auseinandersetzungen im August 2013. Die Angeklagten sollen an einem Anschlag auf eine Polizeistation in Kerdassa bei Kairo beteiligt gewesen sein. An dem fraglichen Tag, dem 14. August 2013, gingen die ägyptischen Sicherheitskräfte mit großer Härte gegen Anhänger des zuvor gestürzten Präsidenten Mohammed Mursi vor. 700  Mursi-Anhänger kamen bei den Angriffen der Sicherheitskräfte ums Leben. Seit der Absetzung  Präsident Mursis im Juli 2013 sind mindestens 1.400 Menschen beim gewaltsamen Vorgehen der Sicherheitskräfte gegen die Proteste getötet worden.

In Ägypten wurden in diesem Jahr schon Hunderte zum Tode vorurteilt, oftmals bei Massenprozessen mit wenigen Minuten Dauer. Die Vereinten Nationen (UNO) brandmarkten das als „beispielloses“ Vorgehen in der jüngeren Geschichte.

Human Rights Watch: Todesurteile in Ägypten sind ungerecht

Ägyptische Justiz verhängt 188 TodesurteileÄgyptische Justiz verhängt 188 Todesurteile

Kairo 3. Dezember 2014 – (IRIB)

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) hat die jüngsten Todesurteile gegen 188 Anhänger des abgesetzten ägyptischen Präsidenten, Mohammed Mursi, als ungerecht  bezeichnet.

Laut AFP teite Human Rights Watch am Mittwoch  in einer Erklärung mit, der Massenprozess gegen  Mursi-Anhänger stelle die Unabhängigkeit der Justiz in Frage.

Al-Sisi trifft saudischen Geheimdienstchef

Der Präsident Ägyptens, Abd al-Fattah al-Sisi Der Präsident Ägyptens, Abd al-Fattah al-Sisi

Kairo 4. Dezember 2014 (Press TV/IRIB)

Der Präsident Ägyptens Abd al-Fattah al-Sisi hat sich in Kairo mit dem saudischen  Geheimdienstchef Prinz Khaled bin Bandar getroffen und mit ihm über die Entwicklungen in der Region gesprochen.

Laut der ägyptischen Regierungssprecher Alaa Youssef fand die Sitzung am Mittwoch statt. Beide Seiten sprachen über die neuesten Ereignisse in der Region, u.a. über die Kampagne der Terrorgruppe „Islamischer Staat“ (IS) in Syrien und im Irak. In diesen Ländern haben Terroristen weite Landesteile mit Hilfe aus dem Ausland eingenommen. Al-Sisi und Bandar betonten, dass arabische und islamische Länder gemeinsam vorgehen müssen, um das „wahre Gesicht des Islams“  der Welt zu präsentieren, und gegen Gewalt und Extremismus Stellung zu beziehen. Sisi und Bandar zeigten sich zudem besorgt über eine Ausweitung der Gewalt auf andere Länder und auch ihre eigenen Länder. Nach dem Militärputsch in Ägypten im vergangenen Jahr und dem Sturz von Mursi haben Saudi-Arabien und Anrainerstaaten am Persischen Golf Kairo 12 Mrd. Dollar Hilfe zum Aufbau seiner Wirtschaft zukommen lassen.

Share and Enjoy: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Webnews
  • Digg
  • del.icio.us
  • StumbleUpon
  • Reddit