Saudi-Arabien: Jugendlicher wegen Teilnahme an Protesten zum Tode verurteilt

29. Mai 2014 Riad (Press TV/IRIB)

Ein schiitischer Jugendlicher ist am Mittwoch von einem saudischen Gericht unter der Beschuldigung Unruhestiftung und Angriff auf Regierungskräfte bei Antiregierungsdemonstrationen 2011 in der Provinz al-Sharqia zum Tode verurteilt worden.

Ali Mohammad Bagher al-Namar wurde vor 30 Monaten, als er 17 Jahre alt war, verhaftet.

Bereits am Montag war ein weiterer schiitischer Protestler aufgrund ähnlicher Anschuldigungen zum Tode verurteilt.

Seit Beginn der Aufstände in der erdölreichen Provinz al-Sharqia 2001 sind über 20 Menschen bei der Niederschlagung der Proteste durch Regierungskräfte getötet und eine große Anzahl gefangengenommen worden.

Die Protestierenden fordern die Freilassung politischer Gefangener, Meinungsfreiheit und Beendigung der weitgreifenden Diskriminierungen der Schiiten. 

Aktivisten zufolge befinden sich über 40 000 politische Gefangene in den saudischen Gefängnissen, von denen viele ohne Anklage in Haft siitzen.

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