Seymour Hersh: Osamas Tötung ist „one big lie“!

seymourhershDie Tötung Osama Bin Ladens ist „eine einzige, grosse Lüge, kein Wort davon ist wahr“. Diese klaren Worte kommen nicht von irgendwem, sondern von Pulitzer Preisträger Seymour Hersh. Der 76-jährige Journalist beschuldigt in einem Interview mit „The Guardian“ die Obama-Administration der systematischen Lüge. Hersh schlägt vor, 90 % aller Chefredakteure durch solche zu ersetzen, die genügend Eier hätten, die Regierung zu kritisieren.

Seymour Hersh ist eine Journalismus-Ikone. Der ehemalige Pentagon-Korrespondent deckte 1969 während des Vietnamkriegs das Massaker von My Lai auf und machte den Folter-Skandal im Abu Ghraib-Gefängnis publik. Der mittlerweile 76-jährige Pulitzer Preisträger schimpfte letzte Woche im „The Guardian“ gegen die US-Medien, die es nicht wagen würde, das Weisse Haus zu kritisieren. Egal, was für eine Lüge Barack Obama auftischt, die Medien übernähmen diese unkritisch. Zum Beispiel was die Tötung Osama bin Ladens angeht, hätten sämtliche Medien versagt, die unkritisch die Lügengeschichten druckten. Hersh bezeichnet diese Story als „eine grosse Lüge, nicht ein Wort davon ist wahr“. Der renommierte Publizist muss es wissen, denn er schreibt gerade ein Buch darüber.

Es ist nicht die einzige Geschichte, bei dem die Medien ihre wichtige Rolle als kritischer Betrachter nicht wahrgenommen haben. Hersch spricht die Drohnenangriffe der USA an, die er als Schlachtfeldhinrichtungen bezeichnet. Seymour Hersh schüttelt auch den Kopf, was die NSA-Affäre angeht und keine Zeitung die Spionage an den eigenen Bürger kritisiert, sondern brav die Regierungshaltung nachbetet. Snowden werde von den Medien zum Täter gemacht, statt als Held gepriesen, der die Aufgabe der Medien übernahm und Ungeheuerliches aufdeckte. Vor allem von der New York Times ist Hersh enttäuscht, die sich in den letzten Jahren zum Wasserträger von Obama hergegeben habe.

Wie weiter? Seymour Hersh schlägt vor, 90 Prozent aller Chefredakteure und Herausgeber der etablierten Medien zu feuern und durch solche Journalisten zu ersetzen, die unerschrocken genug seien, gegenüber den Mächtigen die Wahrheit zu sagen. Das gilt auch für die Medien in der Schweiz, Deutschland und Österreich, die jeden Propagandamist der US-Regierung unkritisch abdruckt. Hier der Link:

http://www.theguardian.com/media/media-blog/2013/sep/27/seymour-hersh-obama

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