Spanien: erneute Massenproteste gegen Sparpolitik

Zehntausende Spanier gingen auf die Straße.Zehntausende Spanier gingen auf die Straße.

4. April 2014 Madrid – (ORF/Irib)

In Spanien haben erneut Zehntausende Menschen gegen die Sparpolitik der Regierung protestiert.

Demonstrationen gab es am Donnerstag in der Hauptstadt Madrid und in mehr als 50 anderen Städten. Rund 100 Organisationen und Gewerkschaften hatten zu den Protesten aufgerufen. In der spanischen Hauptstadt zogen mehrere tausend Demonstranten hinter einem großen Transparent durch die Straßen und schwenkten rot-weiße Gewerkschaftsfahnen: „Die Sparpolitik muss enden“, stand auf dem Banner. Grund für die anhaltenden Massenproteste ist die seit Jahren prekäre wirtschaftliche Lage in Spanien, wo mehr als jeder Vierte arbeitslos ist. Ende März wurden bei Ausschreitungen nach einer Großdemonstration unter dem Motto „Marsch der Würde“ in Madrid mehr als hundert Menschen verletzt. Zehntausende Spanier hatten zuvor friedlich demonstriert. Spanien ist die viertgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone. Das Land leidet noch immer unter den Folgen der 2008 geplatzten Immobilienblase und steckt seit Ende 2011 in der Rezession. Das damals von der Regierung auf den Weg gebrachte umfangreiche Sparprogramm, mit dem die Schuldenlast verringert und das Vertrauen in den Bankensektor wiederhergestellt werden sollte, verschärfte die Lage für zahllose Menschen im Land drastisch.

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