Spiegel: NSA liefert Handy-Daten für gezielte Tötungen

"Predator"-Drohne der USA (undatiertes Archivbild): Angriff auf Handys statt auf Personen„Predator“-Drohne der USA (undatiertes Archivbild): Angriff auf Handys statt auf Personen

10. Feb. 2014Washington/Hamburg (Spiegel online)

Die CIA und das US-Militär verlassen sich bei der Identifizierung von Zielen für Drohnenangriffe offenbar immer stärker auf Überwachungsdaten des Militärgeheimdienstes NSA.

Deshalb seien bereits mehrfach Unschuldige bei US-Luftangriffen getötet worden. Das berichtet die neue Medienseite „The Intercept“, die am Montag online ging, unter Berufung auf Unterlagen des Whistleblowers Edward Snowden sowie Angaben eines ehemaligen US-Drohnenpiloten. Das „Intercept“-Team besteht aus dem Journalisten Glenn Greenwald und der Dokumentarfilmerin Laura Poitras, denen Snowden seine Dokumente überlassen hatte, sowie dem Enthüllungsreporter Jeremy Scahill. Nach „Intercept“-Informationen verlässt sich die US-Armee auf die Fähigkeiten der NSA zur Metadatenanalyse und Handy-Ortung, um ein potentielles Ziel für einen Drohnenangriff zu identifizieren. Es werde jedoch nicht mehr von Agenten vor Ort geprüft, ob die Handys tatsächlich in den Händen der Zielpersonen seien.
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