Syrien: 400 US-Soldaten für Terrorausbildung – Mohamed Karikaturen sollen Muslime aufhetzen

Niger: Vier Tote bei Demonstrationen gegen Schmäh-Karikatur bei Charlie Hebdo

Zinder 17. Januar 2015 – (IRNA/IRIB)

Bei Demonstrationen gegen die Veröffentlichung einer neuen beleidigenden Karikatur vom geehrten Propheten Mohammad (s.a.) wurden in der nigerischen Stadt Zinder vier Menschen getötet und 45 weitere verletzt.

Bei den Todesopfern handele es sich um drei Zivilisten und einen Polizisten, so Innenminister Massaoudou Hassoumi. Zudem seien 22 Polizisten und 23 Demonstranten verletzt worden, fuhr er fort. Wie die Website des Nachrichtensenders France 24 am Freitag meldete, kam es zu gewaltsamen Protesten gegen die neue Charlie-Hebdo-Ausgabe, wobei die Demonstranten ein französisches Kulturzentrum in Brand steckten. Auf Protestplakaten war zu lesen: „Ich bin Mohammed, nicht Charlie“. Auch in Jordanien, Pakistan, im Sudan, im Libanon sowie im Osten von al-Quds (Ost-Jerusalem) kam es am Freitag zu Demonstrationen gegen die Beleidigung des geehrten Propheten des Islam in der französischen Satire-Zeitschrift Charlie Hebdo.

al-Abadi: Meinungsfreiheit erlaubt nicht die Beleidigung anderer

Bagdad 17. Januar 2015 – (IRNA/IRIB)

Der irakische Ministerpräsident Haidar al-Abadi verurteilte die beleidigenden Karikaturen des französischen Magazins Charlie Hebdo über den geehrten Propheten des Islam –s.a.- und sagte:

„Diese Kränkungen haben nichts mit Meinungsfreiheit zu tun, denn diese Freiheit bedeutet nicht die Beleidigung anderer sowie deren Überzeugungen.“

Einem Bericht von Asharg al-Awsat zufolge hat al-Abadi hinzugefügt, dass jegliche Beleidigung und Schmähung heute zu Blutvergießen und Terrorismus führe, sowie zur Verbreitung von Angst und Schrecken. Er verurteilte den Terrorismus und den Angriff auf unschuldige Menschen in Frankfreich und sagte:

„Wir haben die schlimmsten terroristischen Angriffe erlebt und der Irak ist derzeit in Kämpfe mit terroristischen Gruppen, die in keinster Weise zum Islam gehören, verwickelt und dies ist genau der Terrorismus, der ähnlich auch in Frankreich und anderen Ländern existiert und vor dem wir gewarnt haben.“

Er verurteilte den Angriff auf die Redaktion des Satiremagazins Charlie Hebdo und forderte die internationale Gemeinschaft auf, ihre Anstrengungen beim Kampf gegen den Terrorismus zu verdoppeln.

Papst Franziskus verurteilt Beleidigung an Gottesreligionen

Manila 15. Januar 2015 – (IRIB)

Papst Franziskus hat die Beleidigung der Religionen verurteilt.

Der französischen Nachrichtenagentur zufolge sagte der Papst bei einer Pressekonferenz auf dem Flughafen  Flugzeug auf dem Weg in die philippinische Hauptstadt Manila, dass die Meinungsfreiheit ein Grundrecht sei, der aber Grenzen gesetzt sei, denn jede Religion habe ihre Würde. Man dürfe nicht beleidigen, in den Krieg ziehen oder Töten im Namen der eigenen Religion oder im Namen Gottes, so Papst Franziskus mit Blick auf den Terroranschlag auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“, bei dem  letzte Woche duzende Menschen ums Leben kamen  und verletzt wurden. Papst Franziskus ist am Donnerstag zur zweiten Station seiner Asienreise auf den Philippinen gelandet.

Die neue Ausgabe der französischen Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“

„Charlie Hebdo“ erreicht Sieben-Millionen-Auflage

© AFP/ Martin Bureau

Die Auflage der neuesten Ausgabe des Satiremagazins „Charlie Hebdo“ ist auf sieben Millionen erhöht worden, berichtet AFP am Freitag unter Hinweis auf die Redaktion des französischen Magazins.

Der große Ansturm auf die erste Ausgabe des Magazins nach dem Terroranschlag am 7. Januar in Paris hält bereits seit drei Tagen an: Allein an den ersten beiden Tagen wurden mehr als zwei Millionen Exemplare verkauft.

Charlie Hebdo
© REUTERS/ Regis Duvignau/Files – Russische Medienaufsicht warnt vor Nachdruck von Charlie-Hebdo-Karikaturen

Die Menschen stehen schon ab dem frühen Morgen Schlange, um eine „Charlie Hebdo“-Ausgabe zu kaufen. Das Heft ist aber so schnell vergriffen, dass viele mit leeren Händen nach Hause gehen.

Zunächst war geplant worden, das Heft in einer Auflage von einer Million erscheinen zu lassen. Dann aber wurde sie auf drei und danach auf fünf Millionen Hefte erhöht. Normalerweise hat das Wochenmagazin eine Auflage von 60 000. Nur knapp die Hälfte wird davon verkauft.

Nach Schätzung französischer Medien soll das Magazin allein durch den Verkauf dieses Heftes mindestens zehn Millionen Euro eingenommen haben.
Auf der Titelseite dieser Ausgabe ist die Mohammed-Karikatur abgedruckt: Unter der Überschrift „Tout est pardonne“ („Alles ist verziehen“) steht der weinende Phophet Mohammed, der ein Schild mit der Aufschrift „Je suis Charlie“ („Ich bin Charlie“) hält.

400 US-Soldaten zur Ausbildung neuer Terroristen abgeordnet
© US Air Force / Senior Airman Daniel Hughes

Das Pentagon will Medienberichten zufolge mehr als 400 Soldaten in den Nahen Osten schicken, um die syrischen Rebellen im Kampf gegen die Regierungsarmee von Bashar al-Assad auszubilden.

Nach Angaben aus der US-Administration haben sich die Türkei, Katar und Saudi-Arabien bereit erklärt, dem amerikanischen Militär ihre Trainingslager zur Verfügung zu stellen, wie die Zeitschrift DefenseOne berichtet. Anfang März sollen 400 Soldaten und Hunderte Mitarbeiter als Hilfspersonal in vier Trainingslagern in den drei Ländern stationiert werden.

Terrorgruppe „Islamischer Staat“

Terrorgruppe „Islamischer Staat“

Die Ausbildung soll jeweils sechs bis acht Wochen dauern. Das gesamte Programm ist für drei Jahre angelegt. Das US-Verteidigungsministerium geht davon aus, gemeinsam mit seinen Partnern aus der Anti-IS-Koalition jährlich 5400 Aufständische ausbilden zu können.In Syrien dauert seit März 2011 ein Krieg an, der laut UN-Angaben bereits mehr als 200.000 Todesopfer gefordert hat. Gegen die Regierungsarmee von Präsident Baschar al-Assad kämpfen neben der Opposition auch zahlreiche Terrororganisationen wie Nusra-Front und „Islamischer Staat“. Der Letztere konnte Anfang Sommer mehrere Gebiete im benachbarten Nordirak erobern. Im Juni riefen die Dschihadisten in den von ihnen besetzten Gebieten ein islamisches Kalifat aus. Die Regierung in Bagdad bat die Weltgemeinschaft um Hilfe, um den Vormarsch der Islamisten, die bereits Tausende „Ungläubige“ getötet haben, zu stoppen.

Die IS-Milizen sind mit Panzern, Geschützen und Mörsern bewaffnet, die sie aus Militärlagern im irakischen Mosul gestohlen haben. Eine von den USA geführte internationale Koalition fliegt seit August Luftangriffe gegen IS-Stellungen in Syrien und im Irak. In Syrien bombardiert die Koalition ohne Zustimmung der dortigen Regierung. Eine Bodenoperation lehnt US-Präsident Obama ab.

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