Tag-Archiv | Arbeitsgesetz

Peru zwingt junge Arbeitnehmer in die Sklaverei

Proteste gegen neues Jugend-Arbeitsgesetz in Peru

Jugendliche und Gewerkschaften rufen zu Demonstrationen auf. Regierung gibt sich uneinsichtig. Verfassungsbeschwerde wird zugelassen

Demonstrationen gegen das neue Arbeitsgesetz für Jugendliche

Demonstrationen gegen das neue Arbeitsgesetz für Jugendliche – Quelle: portaldelsur.info

Lima 16.01.2015 – amerika21/

Ein neues Arbeitsgesetz für Jugendliche ist in Peru seit vergangenem Dezember Anlass für Kritik und Demonstrationen seitens der Betroffenen und der Opposition. Die protestierenden Jugendlichen fordern die komplette Aufhebung des Gesetzes, da sich die Regierung nicht bereit zeigt, geforderte Änderungen umzusetzen oder überhaupt eine politische Debatte darüber im Kongress zuzulassen.

Mit großen Demonstrationen versuchen die Jugendlichen, die von zahlreichen Gewerkschaften unterstützt werden, seit Wochen ihren Forderungen Ausdruck zu verleihen. Währenddessen hat das Verfassungsgericht verkündet, dass die Verfassungsbeschwerde gegen das Gesetz zugelassen wird, da alle notwenigen Voraussetzungen erfüllt worden seien.

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Bauunternehmen versklavt Fußball-WM-Arbeiter in Brasilien

Blick auf den Internationalen Flughafen Sao Paulo/Guarulhos

Blick auf den Internationalen Flughafen Sao Paulo/Guarulhos in Brasilien (Quelle/Lizenz)

São Paulo. Bei einer Kontrolle des brasilianischen Arbeitsministeriums auf einer Baustelle auf dem internationalen Flughafen São Paulo (GRU) haben Beamte insgesamt 111 Arbeiter in „sklavenähnlichen Zuständen“ aufgefunden. Wie das Arbeitsministerium auf seiner Webseiteam Donnerstag vermeldete, seien die Männer von Brasiliens größtem Bauunternehmen OAS Ltda für 

Erweiterungsarbeiten des Flughafens im Rahmen des Infrastrukturausbaus für die Fußballweltmeisterschaft der Männer im Juni/Juli 2014 angeheuert worden.

Unter den befreiten Arbeitern, die auf der Baustelle in menschenunwürdigen Verhältnissen in insgesamt elf Barracken gelebt hätten, seien auch sechs Indigene von der Pankararu-Ethnie gewesen, so die Presseerklärung des Ministeriums. Auf dem Flughafen lebten sie unter „unhygienischen Bedingungen“ und litten Kälte und Hunger, stellt der offizielle Inspektorenbericht fest. OAS-Personalwerber hatten die Männer im Nordosten Brasiliens angeheuert und unter falschen Versprechungen in die Millionenstadt gelockt, berichtete die Tageszeitung Folha de St. Paulo.