Tag-Archiv | Berichterstattung

HRW & AI dürfen nicht nach Gaza / Westmächte unterbinden IGH-Untersuchung

Israel lässt AI und HRW nicht nach Gaza

Tel Aviv 19. August 2014 (Press TV/IRIB)

Das zionistische Besatzerregime hat den Vertretern der amnesty international  und der Human Rights Watch das Betreten des Gazastreifens zwecks  Nachforschungen über die Verbrechen dieses Regimes verboten. Weiterlesen

Mediennetzwerke sozialer Bewegungen wollen sich zusammenschließen. Positive Bilanz des Treffens in Quito

Lateinamerika: Basismedien planen Integration

Quito. Vertreter alternativer, kommunitärer Redaktionen und Mediennetzwerke sowie sozialer Organisationen und Bewegungen haben eine positive Bilanz eines Treffens des „Lateinamerikanischen Forums der Kommunikation für die Integration“ in der Hauptstadt Ecuadors gezogen.

Veranstaltet wurde das Treffen von der lateinamerikanischen Nachrichtenagentur ALAI – einem Kooperationspartner von amerika21.de – und dem lateinamerikanischen Radio-Bildungsnetzwerk ALFR. Unter dem Motto „Wege zur Demokratisierung der Kommunikationsmedien bei der Integration der Bürger“, formulierten die Teilnehmer gemeinsame Interessen für mehr gesellschaftliche Integration. Ziel sei, vor allem auf regionaler Ebene organisierter zusammenzuarbeiten.

Unter anderem unterstützen die Teilnehmer den Aufbau öffentlicher Medien als Garant der Meinungsvielfalt. „Freie öffentliche Räume zu schaffen, ist ein bedeutender Schritt bei der Herstellung gesellschaftlicher Beteiligung“, heißt es in einer Pressemitteilung. Wichtig sei es, dass die einzelnen Medienakteure einen Austausch mit Regierungen und Organismen anstreben, die sich für die Integration Lateinamerikas einsetzen. Die Arbeit mit neuen Akteuren wie öffentlichen und alternativen Medien und Organisationen, müsse ausgeweitet und vertieft werden. Schließlich gehe es auch um die Bildung und Stärkung der unabhängig agierenden Gruppen. Das Engagement für die Demokratisierung der Kultur, für Bildung sowie Informations- und Kommunikationsfreiheit stelle einen unabdingbaren Bestandteil der gemeinsamen Arbeit dar.

Weiter heißt es in der Abschlusserklärung, die Stärkung der Integration der sozialen Organisationen, der alternativen Medien und des akademischen Bereichs seien notwendig, um eine aktive regionale Politik zu gewährleisten.

Außerdem fordern die Teilnehmer „eine Einrichtung zur Medienbeobachtung zu schaffen, die es ermöglicht, eine Überprüfung öffentlicher Ausgaben in allen Bereichen durchzuführen, in denen soziale, bürgerliche und akademische Bewegungen eine aktive Rolle spielen“. Einigkeit bestand darin, dass eine gemeinsame Haltung zu Frieden und Lebensgestaltung in Lateinamerika und Militarismus entwickelt werden müsse. Weitere drängende Themen seien die Blockade gegen Kuba, der Schutz der natürlichen Ressourcen und der Umwelt, die Demokratisierung der Medien, die Entkolonialisierung Lateinamerikas und die Militärpräsenz lateinamerikanischer Staaten in Haiti.

Die Teilnehmer schlugen vor, einen Dialog mit Staaten zu initiieren, um eine öffentliche Politik voranzutreiben, die die gesellschaftlichen Medien unterstützt und unter anderem die gerechte Verteilung der staatlichen Werberichtlinien und öffentlicher Projektgelder herstellt, ohne dass dies eine Verminderung ihrer medialen und politischen Unabhängigkeit bedeutet.

Unruhen und ein drohender Militärputsch in Ägypten – Meinungsbildung im Würgegriff des Dollars

Erst vor einem Jahr kam es in Ägypten nach 32 Jahren militärischen Ausnahmezustand unter der Ägide Mubaraks zu freien Wahlen infolge eines Volksaufstandes. Gestern nun stand die Zentrale der gewählten regierenden Partei der Muslimbruderschaft in Flammen. Ein tosender Mob brandschatzte im Namen der Demokratie und das Militär stellt dem amtierenden Ministerpräsidenten Mursi ein Ultimatum: Binnen 48 Stunden sollte Mursi Neuwahlen ankündigen oder das Militär würde diese erzwingen.

Militärputsch in Ägypten droht: General stellt Regierung Ultimatum

Verfassung & Demokratie erkämpft und doch nichts gewonnen?

Zu dieser Einschätzung könnte man gelangen, wenn man die Bilder sieht und den massenmedialen Ergüssen folgt. Doch warum glänzt unsere Scheiße während ägyptische unter der Nase lodert?

Tja, Mursi ist halt ein böser Moslem und kein guter Islamist, so wie wir eben nur aufrechte Christen in unseren Regierungen haben. Das machten uns die Medien schon vor seiner Wahl deutlich. Ihrer Berichterstattung folgend könnte es seiner Zeit keinen schlechteren als Mursi und seine Muslimbruderschaft für die Regierung geben. Wie man sich ehrenwerte internationale Kooperationspartner vorstellt, kann man in Saudi-Arabien, Katar, Bahrain, neuerdings in Libyen und, ginge es nach dem Geschmack „westlicher Werte“, auch bald in Syrien ablesen. Auch Mubarak war ein treuer und anschmiegsamer Weggefährte den vor allem Israel dem Volkswillen der Ägypter lange nicht preisgeben wollte. Die USA erkannten hingegen frühzeitiger die nicht mehr zu kontrollierende Situation und reagierten nebst den stetig verfügbaren Mitteln und Wegen (Stiftungen & NGOs) auch mit einer international angestrengten Initiative auf die Gegebenheiten.

G8: 20 Milliarden Dollar für den arabischen (demokratischen) Frühling

Und so ist nach der Wahl wieder vor der Wahl und am Ende kein Wahl. Damit das auch immer so bleibt finanziert der große Bruder auch weiterhin großspurig das ägyptische Militär. Getreu dem Motto schlage nie die Hand die dich füttert, funktioniert die übliche Seilschaft und wenn irgend wann doch nicht mehr innerhalb des Machtapparates, dann wird eben umgeschichtet.

USA drohen Ägypten mit Stopp der Militärhilfe

viel Erkenntnis wünscht Euer Norman Knuth