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Größter Firmen-Deal: OMV zahlt Milliarden für Nordsee-Ölfelder

gröster f19. August 2013, 10:34

Interview mit dem Sender CNBC sagte Konzernchef Gerhard Roiss, dass man mit der Ausbeutung von Öl- und Gasfeldern viel mehr Geld machen könne als mit der Produktion nachgelagerten Aktivitäten wie eben dem Tankstellengeschäft und es daher Teil der 2011 ausformulierten Strategie wäre, dementsprechend zu handeln.
foto: statoil
Die laut OMV größte Industrieinvestition Österreichs wurde an der Börse zunächst verhalten aufgenommen (siehe unsere Marktberichte). Positiv wird der Kauf von der RaiffeisenCentrobank (RCB) gesehen. Das Projekt folge der Konzernstrategie, auch von  her sei der Zukauf machbar, meint Analyst Oleg Galbur.
Einen Zusammenhang zwischen dem Nordsee-Deal und dem gescheiterten Nabucco-Projekt sieht er nicht.
Als Vorteil wertet Galbur auch die politische Stabilität in Europa. Diese sei etwa in „anderen Regionen, in denen die OMV fördert“ nicht gegeben. Er dürfte dabei an Libyen, Tunesien oder den Jemen denken, wo die OMV gerade für ein Ölfeld bietet

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Bernanke will weiter unbegrenzt Geld drucken

 |  Veröffentlicht: 11.07.13, 13:18  |  Aktualisiert: 11.07.13, 13:21  |  1 Kommentar

Die Fed ist wieder etwas zurückgerudert. Der Chef der US-Zentralbank Bernanke hat nun zugesichert, dass die lockere Geldpolitik bis auf weiteres fortgesetzt wird. Damit folgt er den Ankündigungen der EZB und der Bank of England. Die Börsen reagierten wie erwartet, die Kurse stiegen.

Weltweit zogen die Aktienkurse nach Bernankes Ankündigung an (Grafik: Bloomberg, DWN).

Weltweit zogen die Aktienkurse nach Bernankes Ankündigung an (Grafik: Bloomberg, DWN).

Mit den Daten aus der Realwirtschaft haben die Vorgänge an den weltweiten Börsen kaum mehr etwas zu tun. Das zeigte sich erneut am Donnerstag, als die Fed ihre angekündigte Drosselung der lockeren Geldpolitik wieder zurücknahm. Dank des Hochfrequenzhandels konnte Bernanke dann auch schon kurz nach seinen Ankündigungen die ersten positiven Reaktionen an den Börsen beobachten.

Sehr lockere Geldpolitik für die nächste Zeit ist das, was die US-Wirtschaft braucht“, sagte Bernanke am Donnerstag.  Mehr brauchte Bernanke auch nicht zu sagen. Es war klar, die angekündigte Abkehr von der lockeren Geldpolitik vom Juni ist erst einmal vom Tisch. Damit folgte die Fed der EZB und der Bank of England. Diese hatten eine Woche zuvor deutlich gemacht, dass sich am derzeitigen Kurs für lange Zeit nichts ändern wird.

Die Reaktion an den weltweiten Börsen war abzusehen. Während der Dollarkurs gegenüber dem  Euro, dem Yen und dem britische Pfund deutlich nachgab, zogen die Aktienkurse schnell und stark an. Am Freitag beispielsweise stieg der Dax bereits vormittags um 1,2 Prozent. Aber auch andere europäische Leitindizes zogen an: Frankreichs CAC erreichte zwischenzeitlich ein Plus von 1,0 Prozent und Spaniens Ibex kletterte um 0,7 Prozent nach oben. An den asiatischen Börsen zogen die Kurse ebenfalls an.

Der Dollarkurs hingegen rutschte stark ab (Grafik: zerohedge).Ein ähnliches Bild zeigte sich bereits Ende Mai, als die US-Arbeitsmarktzahlen wieder schlechter aussahen. Hohe Arbeitslosigkeit bedeutet, mehr billiges Geld (hier). Ankündigungen, der Wahrheitsgehalt unerheblich sind, lösen mittlerweile ein gigantisches Schneeballsystem aus.

Dazu trägt auch der Hochgeschwindigkeits-Handel bei. Bei dem letztlich Computer über Kauf und Verkauf entscheiden, nachdem sie vorher mit den notwendigen Informationen gefüttert wurden (mehr hier).

Der Dollarkurs hingegen rutschte stark ab (Grafik: zerohedge).