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Physiologische Wirkungen des Fernsehens und die Entwicklung des Kindes

21/11/2013 von beim Honigmann zu lesen

Kurzbeschreibung der neuesten wissenschaftlichen Publikationen, die das Problem der Medienwirkung im Kontext des Werteverständnisses untersuchen

Rainer Patzlaff: Der gefrorene Blick

Praxis Anthroposophie, Verlag Freies Geistesleben (2000)

Zusammenfassung von Adelheid Klipphahn-Kramer

1. Sehen und Fernsehen

Im Gegensatz zum Betrachten eines Gemäldes, auf dem die Blicke frei umherwandern können, übt das Fernsehbild Zwänge aus. Das Sehen ist ein ak-tiver Vorgang, bei dem die Augenmuskeln verschiedene Ausschnitte aus dem Gesamtbild fixieren, um dieses zu erarbeiten.

Beim Fernsehen kann dieser Vorgang nicht stattfinden, weil der Elektronen-strahl auf der Mattscheibe einen winzigen Leuchtpunkt erzeugt, der mit Hilfe von Ablenkspulen über die ganze Bildschirmfläche geschickt wird. Das Fern-sehbild gleicht einem Mosaik aus 625-833 Einzelpunkten, die aber nicht alle gleichzeitig, sondern mit enormer Geschwindigkeit aufeinander folgen. Inso-fern kann der Zuschauer das Fernsehbild nicht in gewohnter Weise abtasten. Das Fernsehbild entsteht auf der Netzhaut ohne die gewohnten Augenbewe-gungen zu aktivieren. Vor dem Fernseher verengt sich auch die Pupille. Die Pupillenweite zeigt jedoch den Grad der Gehirnaktivität und Wachheit an. Wenn die Augenaktivität sich reduziert, überträgt sich die Starre auf den gan-zen Körper. Diesen „Bewegungsstau“ sehen wir deutlich bei den bewegungsfreudigen Kindern, die stundenlang ganz still vor dem Fernseher sitzen. Aktivitätsverhinderung bedeutet „Willensstau“ und Ich-Verhinderung. Patzlaff nennt das den „gefrorenen Blick“.

Vom Fernsehen geht eine augenlähmende Wirkung aus, die mit Hilfe des EEGs nachgewiesen werden kann. Vor dem Fernseher nehmen die für Wachheit und visuelle Aufmerksamkeit stehenden Betawellen (14…30 Hz) ab zugunsten der im Dunkeln oder bei geschlossenen Augen vorherrschenden Alphawellen (8…13 Hz). „Demnach werden bei einem Fernsehabend weit weniger Kalorien verbraucht, als beim Nichtstun.“ (S.30)

Erstarren der Augenbewegungen, Auftreten der Alphawellen beim EEG, Absacken der Stoffwechselrate und Verringerung der Herzfrequenz könnten den Zuschauer in einen Dämmerzustand versetzten. Also müssen häufige Schnit-te, Um- und Überblendungen, Kameraschwenks, Zooms, Standort-, Situations- und Szenenwechsel den Zuschauer wach halten. „Der Sehwille wird an die Maschine abgegeben, und gaukelt der Marionette vor, es sei ihr eigener Wille, der hier tätig ist.“ (S. 31)

Kameratechnik und Dramaturgie sind geeignete Manipulationsmittel, die nicht nur Stress erzeugen, sondern auch politisch missbraucht werden können, sofern die Kritikfähigkeit abnimmt.

2. Fernsehkultur – Mythos und Realitätschaf_vor_TV

Als das Fernsehen die Welt eroberte, meinte man, es…

• erlöse den Einzelnen aus seiner Isolation

• werde im Alltag große Zeitersparnis bringen

• zeige den Menschen die Welt, wie sie wirklich ist

• werde den Volksmassen immer mehr Information erschließen

• werde die Bildung der Gesamtbevölkerung entscheidend heben

• werde die Unterschiede zwischen den sozialen Schichten einebnen

• werde aktivierend auf die kognitiven Fähigkeiten der Zuschauer wir-ken

• werde den Kindern bessere schulische Leistungen ermöglichen

• werde das Verständnis für Politik fördern und die Demokratie stärken. ( alle Punkte Zitat S. 44, 45)

Doch die Forschung erbrachte Folgendes: Weiterlesen

EU Geheimdienst ausser Kontrolle

06/11/2013 von beim Honigmann zu lesen

spionageHaben Sie gewusst, dass die Europäische Union einen eigenen Geheimdienst hat? Sechs Spionageeinheiten beschäftigen zusammen rund 1’300 Mitarbeiter. Der Spass kostet etwa eine Viertel Milliarde Euro jährlich. Doch niemand kontrolliert die EU Intelligence Community und niemand weiss genau, wer die EU überhaupt ausspioniert. Das soll auch so bleiben.

Brüssel ist nicht nur die Hauptstadt von Lobbyisten und korrupten Beamten sondern auch eine Agenten-Hochburg. Gemäss des belgischen Sicherheitsdienstes VSSE tummeln sich mehrere hundert Spione in der EU-Hauptstadt. Damit sind allerdings nicht die 1300 Mitarbeiter des Europäischen Geheimdienstes gemeint. Das entspricht etwa der Grösse eines Geheimdienstes eines mittelgrossen Landes wie Österreich.

Sechs Einheiten werden in Brüssel in der EU-Intelligence Community zusammengefasst. Aber nur für Europol besteht eine rechtliche Grundlage. Die anderen fünf Geheimdienste agieren frei von Kontrolle und müssen auch keine Rechenschaft gegenüber dem EU-Parlament abliefern. Das EU-Parlament hat nicht mal ein Mitspracherecht bei den europäischen Geheimdiensten. Grade wieder wurde eine entsprechende Initiative des Parlaments für eine bessere parlamentarische Kontrolle abgelehnt. Von wem eigentlich und warum? Frech erlauben sich intransparenten, nicht legalen EU- Geheimdienste dennoch eine jährliche Erhöhung des Budgets, was bis jetzt immer durchgewunken wurde. Heute belaufen sich die Kosten auf rund eine Viertel Milliarde Euro jährlich.

gefunden bei: http://www.seite3.ch/EU+Geheimdienst+ausser+Kontrolle/586318/detail.html

…danke an TA KI

Gruß an die Spione – Der Honigmann

Protest gegen lebende Tiere als Schlüsselanhänger

lebende tier an schlüsselanhängern

In China werden lebende Tiere wie kleine Schildkröten oder Fische als Schlüsselanhänger verkauft. Die neue, grausame Mode sorgt im Netz für Aufruhr. Aktivisten wollen den Trend nun stoppen.

Von Caroline Stern

Aktivisten rufen im Internetzu einer Petition gegen die Verwendung von lebendigen Tieren als Schlüsselanhänger auf. Der neue Schmuck-Trend verbreitet sich aktuell in China. Für umgerechnet zwei Euro kann man dort kleine lebende Schildkröten, Fische oder Insekten kaufen, die ineinem Plastiktütchen von sieben Zentimetern Größe eingeschweißt sind und in einer farbigen Flüssigkeit schwimmen. Die bunte Flüssigkeit sei mit Nährstoffen und Sauerstoff versetzt, sodass die Tierchen angeblich monatelang überleben könnten, heißt es.

Doch die Aktivisten sehen das anders. Die meisten Tiere würden schon nach wenigen Tagen qualvoll verenden – aus Sauerstoffmangel oder weil die Schlüsselanhänger in Rucksäcken und Hosentaschen gequetscht, geschüttelt und gestoßen werden. Manche Tiere würden durch das gefärbte Wasser auch vergiftet, erklärt das Kampagnen-Netzwerkes Avaaz in der Petition.

Avaaz wendet sich mit der Unterschriftensammlung direkt an die VereintenNationen und ruft diese dazu auf, die chinesische Regierung zum sofortigen Stopp dieser Art der “Schmuckherstellung” zu bewegen. Seit dem Start der Petition am 9. März 2013 haben bereits mehr als 350.000 Menschen weltweit unterzeichnet. 500.000 Stimmen sind angepeilt.

Traurige Bedeutung des ‘Fashion Victim’

Verschiedene Blogs wie zum Beispiel dangerousminds.net weisen in diesen Tagen verstärkt auf den grausamen Trend in China hin. PETA-Sprecher Michael McGraw sprach sich schon 2006 gegen lebenden Schmuck aus, der seiner Meinung nach “dem Ausdruck ‘Fashion Victim’ eine neue, traurige Bedeutung gebe”.

Einige Forscher meinen, dass lebender Schmuck jedoch eine lange Tradition hat, der bereits im alten Ägypten und auch bei den Maya in Mexiko als Glücksbringer und Totem diente. Ägyptische Soldaten setzten ihre Hoffnung vor allem auf den Skarabäus-Käfer.

gefunden bei:http://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article121066786/Protest-gegen-lebende-Tiere-als-Schluesselanhaenger.html