Tag-Archiv | Drogenhandel

Paraguay: Drogenhandel unter Polizeischutz

Paraguays Präsident Horacio Cartes (links) und der Chef der Nationalpolizei, General Francisco Alvarenga

Paraguays Präsident Horacio Cartes (links) und der Chef der Nationalpolizei, General Francisco Alvarenga – Quelle: presidencia.gov.py

Asunción 14.01.2015 – amerika21/

Die massive Verstrickung der paraguayischen Polizei mit dem grenzübergreifenden Drogenhandel nach Brasilien ist publik gemacht worden. Nachdem mehrere Leiter von Polizeidienststellen im Nordosten Paraguays ausgewechselt wurden, hat der Senator der Liberalradikalen Partei, Luis Alberto Wagner, in Zusammenarbeit mit der Tageszeitung ABC Color unlängst eine Dokumentation der Verflechtung der örtlichen Polizei mit dem Drogenhandel vorgelegt. Die Auflistung der einzelnen Kommissariate und lokalen Polizeistellen belegen Schmiergeldzahlungen durch die Drogenmafia in Höhe von bis zu 400 Millionen US-Dollar jährlich.

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IS kontrolliert Heroinhandel nach Europa

IS finanziert sich mit Rauschgifttransit nach Europa – russische Drogenkontrolle

IS finanziert sich mit Rauschgifttransit nach Europa – russische Drogenkontrolle

STIMME RUSSLANDS Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) kontrolliert die Hälfte der Heroin-Lieferungen von Afghanistan nach Europa und erzielt dadurch immens hohe Einnahmen, wie die russische Drogenkontrollbehörde am Mittwoch mitteilt.

„Gerade die großzügigen Transitlieferungen von afghanischem Heroin stellen eine erneuerbare Finanzbasis für das Funktionieren des ‚Islamischen Staates‘ dar, der die Hälfte aller Heroin-Lieferungen über den Irak und andere, ebenfalls destabilisierte Länder Afrikas nach Europa absichert und fabelhafte Gewinne dadurch erzielt“, heißt es.

Laut der Behörde finanzieren sich zahlreiche Banden durch den Transit von afghanischem Heroin, das sie mit schnellen Kleinschiffen über den Golf von Aden nach Äthiopien, Eritrea, Somalia, Kenia und Tansania bringen.

„Da dem Piratentum die groß angelegte Drogen-Produktion in Afghanistan zugrunde liegt, haben die durcheinandergebrachten Ursache-Wirkungsbeziehungen bedauerlicherweise die weltweiten Bemühungen zur Bekämpfung dieses Phänomens faktisch auf ein Nichts reduziert. Es liegt klar auf der Hand, dass eine Beilegung der Konflikte in den genannten Regionen ohne Zerstörung der umfassenden Rauschgiftproduktion in Afghanistan undenkbar ist“, so die Drogenkontrollbehörde.

UNO: Mehr als zwölf Millionen Syrer auf Hilfen angewiesen

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Verflechtung paraguayanischer Politik mit Drogenkriminalität aufgedeckt – Journalist bezahlt mit seinem Leben

Politiker in Paraguay in Drogenhandel verwickelt

Titelseite der Website von Última Hora (Screenshot)

Titelseite der Website von Última Hora (Screenshot) – Quelle: ultimahora.com

Asunción 21.10.2014 – Amerika21.de

Senatoren und Parlamentsabgeordnete der traditionellen politischen Parteien Paraguays sind in einem Bericht der Zeitung Última Hora (UH) am Sonntag direkter Verbindungen zu Drogenkartellen beschuldigt worden.

Mit Fotos und Hintergrundinformationen der namentlich genannten Personen auf ihrer Titelseite publizierte UH einen investigativen Bericht, in dem Parlamentariern und Politikern der regierenden Colorado-Partei und der Liberalen Partei vorgeworfen wird, direkt oder indirekt am Kokain- und Marihuana-Handel beteiligt zu sein. Es handelt sich um fünf Abgeordnete und eine Ex-Parlamentarierin der Colorado-Partei sowie um einen Senator und einen Provinzgouverneur der Liberalen Partei.

In dem Bericht wird unter anderem darauf hingewiesen, dass der Colorado-Abgeordnete Marcial Lezcano als seinen Stellvertreter auf der Liste der Parlamentarier den Drogenbaron Carlos Rubén Sánchez hatte, der in Brasilien gesucht wird. Der Bruder von Lezcano sei außerdem dieses Jahr sieben Monate im Gefängnis gewesen, weil er im Besitz von flüssigem Kokain für den Versand nach Europa war.

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Beweise für Verstrickung von kolumbianischer Politik mit Drogenhandel & Paramilitarismus im Kongress vorgetragen

Debatte im Kongress von Kolumbien bringt Uribe unter Druck

Bogotá 22.09.2014 – amerika21.de

Eine hitzige Debatte im Parlament Kolumbiens über die mutmaßlichen Verbindungen des früheren Präsidenten und heutigen Senators Álvaro Uribe mit den Drogenkartellen und Paramilitärs hat diesen unter Druck und in Rechtfertigungsnot gebracht. Der Senator für die Partei Polo Democrático, Ivan Cepeda, legte am vergangenen Mittwoch in einer 80 Minuten dauernden Präsentation ausführliche Recherchen, Dokumente, Fotografien und Videos vor, die bis in die 80er Jahre zurück reichen und sich schließlich der Präsidentschaft Uribes von 2002 bis 2010 annehmen.

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Mexiko: 2.618 Verschwundene (hptsächl. junge Männer & Mädchen) in 10 Monaten

Nach Angaben des Nationalen Registers über verschwundene Personen (Registro Nacional de Personas Desaparecidas) sind in Mexiko in den ersten zehn Monaten der Regierung von Präsident Enrique Peña Nieto 2.618 Personen verschwunden. Demnach werden 1.115 Frauen und 1.502 Männer in 29 der 32 mexikanischen Bundesländer als „desaparecidos“ geführt, als Verschwundene. In den Bundesländern Campeche, Nayarit und Hidalgo werden verschwundene Personen bis heute nicht offiziell registriert. Aus den Daten des Nationalen Registers geht hervor, dass die weiblichen Opfer vor allem zwischen zwölf und 17 Jahre alt sind. Weiterlesen

mexikanische Bürgerwehren vereinigen sich

Treffen von bewaffneten Aktivisten in Mexiko-Stadt. José Manuel Mireles will Nationale Miliz gegen das Organisierte Verbrechen gründen

Während eines Treffens von Bürgerwehren aus mehreren mexikanischen Bundesstaaten in Mexiko-Stadt haben soziale Aktivisten, ehemalige Abgeordnete und Geistliche zur Gründung einer Nationalen Bürgerwehr aufgerufen. Sie kritisieren die Ineffizienz des Staates bei der Bekämpfung des Drogenhandels sowie die immer noch prekäre Sicherheitslage. Zugleich planten die Teilnehmer einen Zusammenschluss aller Bürgerwehren Mexikos. Die Justizbehörden forderten sie zur Freilassung der einhundert weiterhin Inhaftierten Bürgerwehrmitglieder auf. Weiterlesen

US-Kolonialist gewinnt erste Wahlrunde in Kolumbien bei 40%iger Wahlbeteiligung – Friedensverhandlungen vor aus

Die erste Runde der Präsidentschaftswahlen in Kolumbien hat mit 29,25 Prozent der Stimmen der Kandidat der ultrarechten Partei Demokratisches Zentrum (CD), Óscar Iván Zuluaga, für sich entschieden. Um 458.000 Stimmen überholt er damit den aktuellen Präsidenten Juan Manuel Santos, der  25,69 Prozent der Stimmen erhielt. Die Umfragen hatten ein knappes Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen beiden Kandidaten vorausgesagt. Santos verlor, verglichen mit dem Wahlergebnis von 2010, deutlich an Stimmen. 2010 konnte er noch 46,57 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen. Da keiner der beiden Kandidaten mehr als 50 Prozent der Stimmen erhielt, werden die beiden Hauptkandidaten am 15. Juni in einer Stichwahl gegeneinander antreten. Weiterlesen

London liefert Boss der sizilischen Mafia Italien nicht aus

London liefert Boss der sizilischen Mafia Italien nicht aus

STIMME RUSSLANDS Das britische Gericht hat angeordnet, den in Italien verurteilten Boss der sizilischen Mafia Domenico Rancadore in seine Heimat nicht auszuliefern.

Rancandore, genannt Professor, leitete eine Gruppierung der Mafia, die sich mit Schutzgelderpressung und Drogenhandel befasste. Seit den letzten 20 Jahren lebte er im Westen Londons nach gefälschten Dokumenten.

1999 wurde er in Italien zu siebenjähriger Haft verurteilt. Nun wird er allem Anschein nach gegen Kaution freigelassen.

 

Ist der Weltpolizist 2010 ein internationaler Paramilitär- & CIA-Drogenboss?

Mexiko-Stadt/Bogotá. Die oppositionelle „Partei der Revolution“ (PRD) in Mexiko hat eine Untersuchung gegen den kolumbianischen Ex-Polizeigeneral Óscar Naranjo wegen möglicher Mitverantwortung bei der Bildung paramilitärischer Strukturen in Michoacán gefordert. Der in Ruhestand versetzte Naranjo ist seit 2012 Sicherheitsberater des mexikanischen Präsidenten Enrique Peña Nieto gewesen. Weiterlesen

Kooperierten USA mit Sinaloa-Drogenkartell?

Mexiko-Stadt/Chicago. Einer investigativen Recherche der mexikanischen Tageszeitung El Universal zufolge liegen Beweise dafür vor, dass die US-Regierung von 2000 bis 2012  mit dem Sinaloa Drogenkartell eine informelle Vereinbarung geschlossen hatte. In diesem Rahmen soll die US-Drogenbehörde DEA dem Sinaloa Kartell im Gegenzug zu Informationen über gegnerische Kartelle, Verzicht auf Strafverfolgung und ungehinderten Drogenschmuggel zugesichert haben. Weiterlesen

Mexiko entsendet Truppen nach Michoacán

Mexiko entsendet Truppen nach Michoacán

Die sogenannten Selbstverteidigungsgruppen, d.h. die lokalen Einwohner, die glauben, dass die mexikanische Regierung die Bürger nicht schützen kann, besetzten, mehrere Kleinstädte im westmexikanischen Bundesstaat Michoacán. Sie versprechen, die Mitglieder des Kartells „Templerorden“ in diesen Städten loszuwerden.

Der mexikanische Innenminister rief die Selbstverteidigungsgruppen auf, Waffen niederzulegen und auf die Seite der Polizei zu wechseln.

 

 

300.000 afghanische Kinder drogensüchtig

14. Dez. 2013 – Kabul (Fars News)

Aufgrund der neuen Untersuchung der afghanischen Menschenrechtskommission sind 300.000 afghanische Kinder drogensüchtig geworden.

Die neue Untersuchung dieser Kommission zeigt, dass  seit Beginn des Jahres 1391 (März 2013) etwa 300.000 afghanische Kinder drogensüchtig geworden sind. Das sagte die Leiterin der unabhängigen afghanischen Menschenrechtskommission Sima Sahar am heutigen Samstag in einer Pressekonferenz und bezeichnete die Situation der afghanischen Kinder als prekär. Diese Statistik wurde unter 4000 Kinder in 27 afghanischen Provinzen angefertigt, sagte sie. Sima Sahar meinte die Hauptfaktoren dieses Phänomens seien Armut, und fehlende Ausbildung. Sie forderte die afghanischen Regierungsvertreter auf, so bald wie möglich sich mit der Lebenssituation der Kinder in diesem Land zu befassen.

Mexiko: 17.046 Tote seit Amstantritt Peña Nietos

Mexiko-Stadt. In den ersten elf Monaten der Regierung von Enrique Peña wurden 17.046 Morde im Rahmen des sogenannten Drogenkrieges verübt. Dies geht aus einer Mitteilung des Nationalen Register für die Öffentliche Sicherheit (SNSP) hervor. Weiterlesen

Iran erfolgreich im Kampf gegen den Drogenschmuggel

Iran erfolgreich im Kampf gegen den Drogenschmuggel20. Nov. 2013 – Teheran (Iran-Daily)

Iran hat wirkungsvolle Maßnahmen ergriffen, um den Drogentransfer durch das Land zu unterbinden. Das teilte Innenminister Abdolreza Rahmani Fazli am Montag mit. 

Den iranischen Grenzwächtern und Sicherheitskräften ist es gelungen, den organisierten Drogenschmuggel  in der Grenzregion der Provinz Sistan-Belutschistan zu Afghanistan und Pakistan durch verschärfte Kontrollen auf ein Minimum zu reduzieren.

Dabei hat die Islamische Republik mehr als 700 Millionen Dollar aufgewendet, um ihre Grenzen zu sichern und so den Transfer von Drogen für Konsumenten in Europa sowie arabische und zentralasiatische Länder zu verhindern.

Dafür hat Helen Clark, die Verwaltungsleiterin des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP), Teheran bei einem Besuch vorigen Monat ihre Hochachtung ausgesprochen. Trotz hoher finanzieller und menschlicher Kosten habe Iran diesen Kampf in den vergangenen drei Jahrzehnten unermüdlich fortgesetzt.

Während dieses Zeitraums hat der Kampf gegen Drogen aus Afghanistan fast viertausend iranische Polizisten das Leben gekostet.

Trotzdem beschlagnahmt Iran nach Informationen des UN-Büros für die Bekämpfung von Drogen und Kriminalität achtmal mehr Opium und dreimal mehr Heroin als alle anderen Länder der Welt zusammen.

Afghanen demonstrieren gegen Sicherheitsabkommen mit USA

19. Nov. 2013 – Kabul (Press TV)

Hunderte Afghanen u.a. auch Studenten haben in Kabul und Jalalabad im Westen des Landes gegen das Sicherheitsabkommen mit Amerika demonstriert.

Die Demonstranten riefen Parolen gegen die USA und blockierten aus Protest gegen das so genannte bilaterale Sicherheitsabkommen die Hauptstraße von Kabul nach Jalalabad. Am Donnerstag soll sich der Weisenrat, die Loya Djerga, über dieses Abkommen beraten. Das besagte Abkommen sieht vor, dass US-Truppen auch nach 2014 im kriegsgebeutelten Afghanistan bleiben.

Die Demonstranten warnten den Weisenrat vor eine Annahme des Abkommens, dieser Rat repräsentiere nicht das afghanische Volk.

Am Montag hat es ähnliche Demonstrationen in der Hauptstadt Kabul gegeben. Zurzeit sind bis zu 43.000 US-Soldaten in Afghanistan stationiert.