Tag-Archiv | Energiequelle

Labor in Kalifornien setzt Meilenstein bei der Kernfusion

Sonne-Kernschmelzung

Publiziert am 21 Oktober, 2013 bei Gute Nachrichten

Energiegewinnung durch Kernspaltung birgt große Gefahren, siehe Tschernobyl oder Fukushima, insbesondere dann, wenn die Atomkraftwerke nicht die höchsten Sicherheitsstandards erfüllen. Weiterhin entsteht bei der Kernspaltung radioaktiver Abfall, der uns Abertausend Jahre begleitet.

Sonne: Vorbild für die Kernschmelze.
© Suriani / flickr.com

Energiegewinnung durch Kernschmelze hätte demgegenüber viele Vorteile: man hätte eine billige Energiequelle und es gäbe keine radioaktiven Abfälle. Kernschmelze geschieht auf unserer Sonne tagtäglich in jeder Sekunde und die dabei frei werdende Energie ist quasi unendlich. Kein Wunder, dass sich die Wissenschaft seit Jahrzehnten bemüht, diesen Vorgang auf der Erde nachzuvollziehen.

Alle bisher gemachten Versuche haben einen großen Nachteil: die erzeugte Energie ist kleiner als die Energie, die man hineinstecken muss, um die hohen Temperaturen zu erzeugen, die nötig sind, um die Kernschmelze durchführen zu können.

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15-Jährige entwickelt von Körpertemperatur gespeiste Taschenlampe

hollow-flashlight-annPubliziert am 15 Juli, 2013 Gute Nachrichten

Vom Schlafsack, der Elektrogeräte über Nacht auflädt, bis hin zu Gebäuden, die durch Körperwärme beheizt werden, möchten Forscher in Zukunft die Körperwärme der Menschen als erneuerbare Energiequelle nutzen. Aber die neueste Entwicklung der thermoelektrischen Energiegewinnung kommt nicht etwa aus einem Hochtechnologie-Labor des Massachusetts Institut of Technology (MIT) in Boston, sondern sie kommt von Ann Makosinski, einer 15 Jahre alte Kanadierin. Sie entwickelte eine Taschenlampe, die durch die Temperatur der menschlichen Hand mit Strom versorgt wird.

Ann Makosinski hatte sich zum Ziel gesetzt, den Verbrauch von Batterien zu reduzieren, die nach dem Gebrauch auf Mülldeponien landen. Da die Taschenlampe billig entwickelt werden kann, eignet sie sich somit für Menschen, die sich keine Elektrizität leisten können, um ihre Wohnungen zu beleuchten.

Um die thermoelektrischen Lampe zu entwickeln, benützte Makosinski so genannte Peltierplatten, die Elektrizität produzieren, wenn zwischen beiden Seiten der Platten ein Temperaturunterschied besteht. Der konstruktive Aufbau der Lampe sieht folgendermaßen aus: eine Aluminiumröhre befindet sich innerhalb einer PVC-Röhre, die eine Öffnung hat, damit die Hand des Benutzers in Kontakt mit den Peltierplatten kommen kann. Die Kanadierin erklärt: “Mein Design ist ergonomisch, thermodynamisch effizient und man braucht nur einen Temperaturunterschied von fünf Grad um zu funktionieren und um bis zu 5,4 Milliwatt Leistung zu erzeugen.”

Die Peltierplatten wandeln Körperwärme in Leistung um, damit eine LED-Lampe hell genug leuchtet, um in einer Taschenlampe verwendet zu werden. Da der Peltier-Effekt auf Temperaturunterschiede basiert, leuchtet die Lampe umso heller, je kälter die Außentemperatur ist.

Ann Makosinski sieht in ihrer Entwicklung nicht nur einen interessante Neuigkeit, sondern auch eine Möglichkeit, Batterien zu sparen, die Probleme bei der Entsorgung machen können und Menschen mit Elektrizität zu versorgen, die bisher keinen Zugang dazu haben.

Die 15-Jährige war kürzlich unter den 15 Finalisten bei der Google Science Fair. Belohnt dafür wurde sie mit einem Besuch im Hauptquartier von Google in Mountain View in Kalifornien.

Ann Makosinski ist ein weiterer junger Mensch, der das, was er im Physikunterricht hört, konsequent in die Praxis umsetzt und dabei die Mensch und Umwelt im Vordergrund hat. Stark! 🙂

 

Quelle: inhabitat.comGute Nachrichten